Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Region: Eastern Europe

Der Transformationsprozess in der Ukraine

Title: Der Transformationsprozess in der Ukraine

Term Paper , 2002 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Schatte (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll über die politischen Ereignisse während des Transformationsprozesses in der Ukraine informiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Jahren 1986, dem Jahr der Katastrophe von Cernobyl, bis 1991, dem Jahr, in dem sich die Ukraine zu einem unabhängigen Staat erklärte.
Zu Beginn wird auf die ukrainische Geschichte eingegangen. Mit Kenntnissen der historischen Ereignisse lässt sich die unterschiedliche Entwicklung der Regionen, das ukrainischen Nationalbewusstsein und die nationale Identität, sowie die politischen Bestrebungen in der Zeit des Transformation besser verstehen. Zum Schluß sollen die Hauptprobleme aufgezeigt werden, vor denen die neue Ukraine 1991 stand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Ukraine in Zahlen

4 Geschichtsabriß

4.1 Kiewer Rus und Kosakenherrschaft

4.2 Ukraine in der Sowjetzeit

5 Politische Entwicklung in der Ukraine 1986 –1991

6 Probleme des neuen Staates

6.1 Wirtschaft

6.2 Sicherheitspolitik

6.3 Territorialer Bestand und ethnische Integration

7 Schlußwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen politischen Ereignisse im Zuge des Transformationsprozesses in der Ukraine. Der Fokus liegt dabei auf der Zeitspanne zwischen der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 und der staatlichen Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1991, um die Entstehung der neuen ukrainischen Identität und die Herausforderungen nach dem Zerfall der Sowjetunion zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Ukraine und nationale Identitätsbildung
  • Auswirkungen der Perestroika und der Katastrophe von Tschernobyl
  • Entstehung von Oppositionsbewegungen wie der „Ruch“-Bewegung
  • Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Probleme des jungen Staates
  • Ethnische Integration und territoriale Fragen im neuen Staatsgefüge

Auszug aus dem Buch

4.1 Kiewer Rus und Kosakenherrschaft

Die einzelnen Landesteile der Ukraine durchliefen unterschiedliche Entwicklungen indem sie mit der Geschichte Polens, Litauens, des russischen und österreichischen Imperiums verbunden waren. „Einen unabhängigen ukrainischen Staat auf der heutigen territorialen Grundlage gab es in der Vergangenheit nicht.“1 Als Anfang ihrer Geschichte sehen die Ukrainer das erste ostslavische Staatengebilde, die Kiever Rus (9.-12.Jh. ). Der Schwerpunkt lag damals auf dem Gebiet der heutigen Ukraine und Kiev war die Metropole. Mit der Einführung der Schriftlichkeit entwickelte sich eine ostslavische Kultur, die durch die Christianisierung im Jahr 988 in den byzantinischen Kulturkreis einbezogen wurde.

Zwar wies die Staats- und Gesellschaftsordnung der Kiever Rus städtische und bürgerliche Elemente auf- die in der späteren russischen Geschichte fehlten, die eigentliche Ethnogenese von Russen, Ukrainern und Weißrussen begann jedoch erst nach dem Zerfall des Reiches mit der Eroberung durch die Mongolo- Tataren 1240. Als das expandierende litauische Fürstentum und Polen 1385 eine Union schlossen, gerieten die westlichen Fürstentümer Galizien und Wolhynien unter die Herrschaft Polens und Litauens. Das polnisch- litauische „Commonwealth“ (Rzech Pospolita) schließlich schloß 1569 das gesamte ukrainische Gebiet ein. Um die orthodoxen Ukrainer stärker an die Königsgewalt zu binden, schuf man in der Union von Brest 1596 eine katholisch- orthodoxe Uniatskirche, was zu einer konfessionellen Teilung der Ukrainer führte. Diese wirkt sich bis heute aus. Durch Anpassung hatten die Ukrainer bis zum 16. Jh. ihre nationale Elite verloren.

Eine neue Elite bildete sich erst im 16./17. Jh. mit dem Kosakentum heraus. „Dieses militärisch- bäuerliche Kosakentum ukrainischer Nationalität bildet dasjenige Kapitel in der ukrainischen Geschichte, auf das sich das moderne ukrainische Nationalbewußtsein seit dem 19. Jh. am stärksten bezieht, weil es autonome, freiheitliche und demokratische Elemente enthält.“ 2 Als immer mehr Land unter polnische Herrschaft geriet, wehrten sich die Kosaken. Nach ihrem Aufstand 1648 unter der Führung von Bohdan Chmelnickyj wurde das Gebiet links des Dnepr im Vertrag von Perejaslavl 1654 dem russischen Zarenreich unterstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Transformationsprozess in der Ukraine von 1986 bis 1991 und erläutert die Bedeutung historischer Kenntnisse für das heutige Verständnis der ukrainischen Identität.

Ukraine in Zahlen: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Bevölkerung, Geografie und demografischen Zusammensetzung der Ukraine zu Beginn der 90er Jahre.

Geschichtsabriß: Der Abschnitt skizziert die komplexe historische Entwicklung der Ukraine von der Kiewer Rus über die Sowjetzeit bis hin zu den prägenden nationalen Identitätskonflikten.

Kiewer Rus und Kosakenherrschaft: Hier wird der historische Kontext der ukrainischen Elitebildung sowie die wechselvolle Zugehörigkeit zu verschiedenen Imperien und die Bedeutung des Kosakentums beleuchtet.

Ukraine in der Sowjetzeit: Dieses Kapitel behandelt die Autonomiebestrebungen, die sowjetische Zentralisierungspolitik, die Folgen des Zweiten Weltkriegs und die Ära Chruscevs.

Politische Entwicklung in der Ukraine 1986 –1991: Die Analyse beschreibt den Einfluss von Tschernobyl auf die Entstehung der Perestroika und den Aufstieg oppositioneller Kräfte wie der Bewegung „Ruch“ bis hin zur Unabhängigkeitserklärung.

Probleme des neuen Staates: Dieser Teil widmet sich den massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sicherheitspolitischen Fragen und der ethnischen Integration in der neugegründeten Republik.

Wirtschaft: Die Darstellung konzentriert sich auf die strukturschwache Industrie, die Abhängigkeit von Russland und die schwierigen wirtschaftlichen Reformversuche zu Beginn der Unabhängigkeit.

Sicherheitspolitik: Der Fokus liegt hier auf dem Aufbau eigener Streitkräfte, dem Nuklearwaffenpotenzial und dem Konflikt mit Russland um die Schwarzmeerflotte.

Territorialer Bestand und ethnische Integration: Dieses Kapitel thematisiert die ethnische Vielfalt, die Rolle der russischen Minderheit und die territorialen Fragen, insbesondere im Hinblick auf den Status der Krim.

Schlußwort: Abschließend wird konstatiert, dass die Stabilisierung der Ukraine langfristige Reformen erfordert und die Nation zukünftig auf einem demokratischen Konzept basieren sollte.

Schlüsselwörter

Ukraine, Transformation, Sowjetunion, Perestroika, Unabhängigkeit, Tschernobyl, Ruch, Identität, Kosakentum, Wirtschaft, Sicherheitspolitik, Minderheitenrechte, Schwarzmeerflotte, Demokratie, Nationalbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem politischen Transformationsprozess der Ukraine im Kontext des Zerfalls der Sowjetunion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Identitätsbildung, die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl, die Entstehung der Zivilgesellschaft und die staatspolitischen Herausforderungen nach 1991.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die politischen Entwicklungen zwischen 1986 und 1991 aufzuzeigen, die zur Unabhängigkeit der Ukraine führten und die Problemlage des jungen Staates zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-politische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Ereignisse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, die politische Dynamik während der Perestroika sowie eine detaillierte Analyse der Probleme des neuen Staates in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Ethnizität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Transformation, Perestroika, Unabhängigkeit, nationale Identität sowie die ökonomischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen der 90er Jahre.

Welche Rolle spielte die Katastrophe von Tschernobyl für die politische Entwicklung?

Der Reaktorunfall fungierte als Katalysator für die Kritik am sowjetischen System und förderte das Entstehen einer organisierten Opposition, die sich für Souveränität und Demokratie einsetzte.

Wie wird das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland nach der Unabhängigkeit beschrieben?

Die Arbeit beschreibt ein spannungsgeladenes Verhältnis, geprägt von wirtschaftlicher Abhängigkeit, sicherheitspolitischen Konflikten (z.B. Schwarzmeerflotte) und der Notwendigkeit einer gleichberechtigten Neugestaltung der Beziehungen.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Der Transformationsprozess in der Ukraine
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Systemwechsel Osteuropa
Grade
2,0
Author
Julia Schatte (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V43325
ISBN (eBook)
9783638411509
ISBN (Book)
9783638837354
Language
German
Tags
Transformationsprozess Ukraine Systemwechsel Osteuropa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Schatte (Author), 2002, Der Transformationsprozess in der Ukraine, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43325
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint