Diese Arbeit beleuchtet den Begriff Kultur. Einerseits fließt hierbei eine Beschreibung ein, und andererseits soll eine Auseinandersetzung folgen, welche Kultur als Bestandteil verschiedenerer multiperspektivischer Diskussionen zeigt. Der Begriff Subkultur ist ebenfalls Bestandteil dieser Diskussionen und wird im Folgenden detailliert aufgezeigt. Hierbei ist die Unterscheidung wichtig. Weiter ist eine Eingrenzung des Begriffes wichtig, da dieser aus der Sicht verschiedener Autoren oft zu allgemein und zu groß verwendet wird.
Das dritte Kapitel befasst sich mit Begriff und der Beschreibung der Lebensphase Jugend. In erster Linie wird die Entstehung des Begriffes Jugend aufgezeigt. Der zweite Schritt beschreibt zentrale Merkmale einer Jugendphase. Diese sind in psychologische, soziologische und kulturelle Merkmale unterteilt. Abschließend werden die verschiedenen Aspekte zu-sammengefasst und mit dem Begriff der eigenständigen Lebensphase Jugend verknüpft.
Jugendsoziologische Theorien sollen den Zusammenhang zwischen den gesellschaftlichen Strukturen, Entwicklung und den Lebenspraktiken von Jugendlichen herstellen. Dabei werden nicht nur soziologische Fragestellungen betrachtet. „Zudem müsste eine umfassende jugendsoziologische Theorie in der Lage sein, ausgehend von einer umfassenden Theorie der Gesellschaft.
Der fünfte Abschnitt beschreibt zwei verschiedene aktuelle Jugendszenen. Neben der gesellschaftlichen Relevanz, fließen auch Aspekte wie die geschichtliche Entwicklung ein. Während die Szene des Hip Hops sehr etabliert und auf eine facettenreiche Vergangenheit zurückblicken kann, ist die Szene YouTube-Gurus ein eher neuzeitliches Phänomen, welche ihre gesellschaftliche Relevanz durch die rasante Entwicklung erhält. Ein weiterer Aspekt ist die kommerzielle Vermarktung einer Zielgruppe, welche mit dem Me-dium Internet sozialisiert wurde.
Inhaltsverzeichnis
2. Definition der Begriffe Kultur & Subkultur
2.1. Kultur
2.2. Subkultur
2.3. Kultur/Subkultur aus einer jugendkulturellen Perspektive
3. Zentrale Elemente der Lebensphase Jugend
3.1. Der Begriff Jugend
3.2. Merkmale der Lebensphase
3.2.1 Lebensphase Jugend aus historisch-gesellschaftlicher Perspektive
3.2.2. Psychologische Merkmale
3.2.3. Soziologische Merkmale
3.2.4. Zusammengefasst: Jugend als eigenständige Entwicklungs- und Lebensphase
4. Jugendsoziologische Theorien
4.1 Bedeutungen
4.2 Der generationentypologischer Ansatz
4.3 Systemtheoretische Ansätze
4.4 Strukturell-funktionale Theorie des Generationenwechsels nach Eisenstadt
4.5 Ungleichheitstheoretische und neomarxistische Ansätze
5. Jugendkultur
5.1. Subkultur versus Jugendkultur
5.2. Beschreibung der Jugendszene Hip Hop
5.2.1. Handlungspotentiale der Sozialen Arbeit in der spezifischen Jugendgruppe
5.3. Die Beschreibung der Jugendszene Beauty-Gurus
5.3.1. Mediatisierung der Jugend
5.3.2.Identitätsinszenierung im Internet
5.3.3 Allgemeine Informationen
5.3.4 Geschichte
5.3.5 Einstellung
5.3.6 Lifestyle
5.3.7 Symbole und Rituale
5.3.8 Handlungspotentiale der Sozialen Arbeit in der spezifischen Jugendgruppe
6. Fazit und abschließende Gedanken
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung von Jugendkulturen und Jugendsubkulturen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und moderner Mediatisierung. Ziel ist es, das Verständnis dieser Phänomene theoretisch einzuordnen und konkrete Handlungspotentiale für die Soziale Arbeit in Bezug auf moderne Jugendszenen, wie Hip Hop und Beauty-Gurus, aufzuzeigen.
- Historische und soziologische Definition von Jugend und Kultur.
- Analyse klassischer und aktueller jugendsoziologischer Theorien.
- Untersuchung der Mediatisierung der Jugend und Identitätsinszenierung im Internet.
- Vergleichende Betrachtung der Jugendszenen Hip Hop und Beauty-Gurus.
- Ableitung von Handlungsmöglichkeiten für Akteure der Sozialen Arbeit.
Auszug aus dem Buch
5.3.1. Mediatisierung der Jugend
Das Handy, der Computer und das Internet nehmen eine zentrale Position in der Lebenswelt Jugendlicher ein. 96,3 % der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren gaben in der Ard/ZDF- Online-Studie 2008 an zumindest gelegentlich das Internet zu nutzen. Anhand dieser Zahl lässt sich eindrücklich zeigen wie viel Einfluss die digitalen Medien auf die Jugendlichen hat. Die digitalen Medien finden in vielen Lebensbereichen der Jugendlichen wieder. Sie dienen den Jugendlichen zur Kommunikation, Unterhaltung und zur Beschaffung von Informationen.
Im 20. Jahrhundert sind die Medien somit neben dem Elternhaus, der Peer-Group und der Schule zu einer einflussreichen Sozialisationsinstanz geworden. Die Jugendlichen verbringen ihrer Freizeit viel Zeit mit Medien und weshalb diese für sie zu einem wichtigen Lern- und Erfahrungsort geworden sind. Dadurch werden die individuellen Welterfahrungen der Jugendlichen beeinflusst und sie tragen zur Konstruktion ihrer sozialen Welt bei. Bereits Anfang der 1990er Jahren haben Baacke, Sander und Vollbrecht das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher erforscht. Eine zentrale Aussage die sich aus ihrer Studie „Medienwelten Jugendlicher“ ergab, war dass die Medien einen großen Einfluss auf das Leben der Jugendlichen nehmen und es zu einer „anhaltenden Mediatisierung des Aufwachsens“ führen wird. Des Weiteren sagen sie, dass Lebenswelten mit Medienwelten gleichzusetzen sind, was dazu führt dass Lebensgeschichten auch Mediengeschichten sind.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Definition der Begriffe Kultur & Subkultur: Dieses Kapitel erläutert den klassischen Kulturbegriff sowie den der Subkultur und grenzt diese im Kontext gesellschaftlicher Diskussionen voneinander ab.
3. Zentrale Elemente der Lebensphase Jugend: Es wird die historische Entstehung des Jugendbegriffs aufgezeigt und die Phase durch psychologische sowie soziologische Merkmale als eigenständiger Lebensabschnitt definiert.
4. Jugendsoziologische Theorien: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über verschiedene Ansätze, darunter generationentypologische, systemtheoretische und ungleichheitstheoretische Perspektiven zur Einordnung von Jugend.
5. Jugendkultur: Hier werden die Jugendszenen Hip Hop und Beauty-Gurus analysiert, wobei besonders der Einfluss der Mediatisierung und die Identitätsinszenierung im Internet beleuchtet werden.
6. Fazit und abschließende Gedanken: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die wachsende Bedeutung der medialen Auseinandersetzung und Sensibilisierung als Handlungsfelder für die Soziale Arbeit.
Schlüsselwörter
Jugend, Jugendkultur, Subkultur, Mediatisierung, Identitätsinszenierung, Soziale Arbeit, Hip Hop, Beauty-Gurus, Sozialisation, Lebensphase, Peer-Group, Internet, Konsumgesellschaft, Theoriebildung, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Bedeutung von Jugendkulturen und -subkulturen im Kontext einer sich wandelnden Gesellschaft, insbesondere unter dem Einfluss digitaler Medien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Jugend und Kultur, jugendsoziologischen Theorien, der Mediatisierung der Lebenswelt von Jugendlichen sowie der Analyse spezifischer Szenen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, ein tieferes Verständnis für moderne Jugendszenen zu entwickeln und daraus konkrete Ansätze für die Soziale Arbeit abzuleiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Auseinandersetzung mit soziologischen Theorien und aktuellen Studien zum Mediennutzungsverhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine jugendsoziologische Theorieübersicht sowie eine detaillierte Fallbetrachtung der Szenen Hip Hop und Beauty-Gurus.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Mediatisierung, Identitätsinszenierung, Jugendkultur, Soziale Arbeit und Lebensphase.
Wie beeinflussen digitale Medien laut der Arbeit die Identitätsbildung?
Digitale Medien bieten neue Handlungsräume zur Selbstdarstellung. Sie ermöglichen es Jugendlichen, ihre Identität selbstbestimmt zu inszenieren, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und Rückmeldungen einzuholen, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Warum ist die Szene der "Beauty-Gurus" für die Soziale Arbeit relevant?
Sie repräsentiert ein mediatisiertes Phänomen, bei dem Jugendliche durch Konsum und Selbstdarstellung zu Vorbildern werden. Für die Soziale Arbeit ergibt sich hier die Aufgabe der Prävention und Sensibilisierung gegenüber Konsumsucht und unrealistischen Idealen.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts Soziale Arbeit Marimilian Kerber (Autor:in), 2017, Jugendkulturen und Jugendsubkulturen. Was prägt die Jugend?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433434