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Andrea Frasers Museum Highlights. Eine Dekonstruktion der Kritik der Institution

Titel: Andrea Frasers Museum Highlights. Eine Dekonstruktion der Kritik der Institution

Hausarbeit , 2014 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Kowalewski (Autor:in)

Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da unterschiedlichen Verständnisse und Auslegungen der »Institutionskritik« bestehen, wird in dieser Ausarbeitung zu untersuchen sein, welche Form/en der Institution Andrea Fraser mit ihrer Performance und Besucher_innenführung Museum Highlights auf welche Art und Weise kritisiert.

Im Anschluss daran wird eine kunsthistorische Kontextualisierung vorgenommen und Frasers Verständnis demjenigen früherer institutions-kritischer Positionen des künstlerischen Feldes gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Innovationen ihrer Sichtweise herauszustellen. Dazu werden neben dem Werk Museum Highlights vor allem auch verschriftlichte Äußerungen zu Verortung Andrea Frasers im künstlerischen Feld und ihrer institutionskritischen Praxis herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Museum Highlights von Andrea Fraser – Eine Dekonstruktion der Institution

2.1 Ikonographische Analyse der Museum Highlights Performance

2.2 Museum Highlights als Dekonstruktion institutionalisierter Räume, Praktiken und Ideen

3 Andrea Frasers Selbstpositionierung im Kanon der Institutionskritik

3.1 Andrea Frasers Gegenpraxis der kritisch-reflexiven Ortsspezifität

3.2 Museum Highlights – eine Renaissance des Institutionskritik-Begriffs?

4 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht Andrea Frasers Performance-Werk Museum Highlights hinsichtlich ihrer institutionskritischen Praxis und analysiert, wie Fraser dabei Mechanismen der sozialen Distinktion, der Museumsstruktur und der Identitätskonstruktion dekonstruiert. Ziel ist es, die spezifische methodische Herangehensweise Frasers im Kontext der Institutionskritik zu beleuchten und ihre Bedeutung für ein zeitgenössisches Verständnis von Kunst und gesellschaftlicher Reflexion zu hinterfragen.

  • Analyse der institutionskritischen Strategien in Museum Highlights.
  • Untersuchung der Identitätskonstruktion und der Rolle des "Alter Egos" Jane Castleton.
  • Verknüpfung der Performance mit kunstsoziologischen Theorien (insb. Pierre Bourdieu).
  • Kontextualisierung von Frasers Arbeit im historischen Kanon der Institutionskritik.
  • Kritische Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen institutionskritischer Kunst heute.

Auszug aus dem Buch

Ikonographische Analyse der Museum Highlights Performance

Die Performance Museum Highlights: A Gallery Talk von Andrea Fraser, in der sie als ehrenamtliche Dozentin Besucher_innen durch das Museum führt, legt Aufgaben und Funktionen der Institution in der Gesellschaft sowie im Kunstfeld offen. Es wurde 1989 als Performance im Philadelphia Museum of Art „aufgeführt“, später als Museumseinleitung in einer ca. 30-minütigen Videoaufnahme dokumentiert, die derzeit in diversen Museen und der Galerie Christian Nagel Köln vorliegt, sowie in einem Skript mit Regieanweisungen und Endnoten festgehalten, welches 1991 im Journal October erschien. In dieser Ausarbeitung können nur die audiovisuelle und schriftliche Dokumentationsform, die teilweise voneinander abweichen, berücksichtigt werden. Die Bezugnahme auf das Skript ergänzt und erläutert schließlich die ikonographische Analyse der Videodokumentation um nicht-visuelle Aspekte. Der Fokus liegt dennoch auf der Rezeptionsästhetik der Videoaufnahme.

Andrea Fraser schreitet die Museumstreppe der West Entrance Hall hinab. Sie trägt ihre Haare mit einer schwarzen Schleife adrett im Nacken zusammengebunden, eine Brille mit großen Gläsern und ein graues Kostüm mit weißer Bluse. An der Tasche ihres Blazers ist ein kleines Schild befestigt, welches sie als »Visitor 088« auszeichnet.

Fraser stellt sich schließlich mit dem Namen »Jane Castleton« sowie dem Vorhaben der darauffolgenden Führung vor. Die angekündigte »collection tour: Museum Highlights« umfasst dabei laut Jane Castleton diverse »period rooms« von Esszimmern, über Ankleidezimmer bis hin zu den Toiletten. Darüber hinaus sollen aber auch die Besucher_innenrezeption, verschiedene „service and support spaces“ sowie die Museumsarchitektur thematisiert werden. Besonders letztere betont Castleton dabei als „the Museum itself, the Museum itself, the ‚itself‘ itself being so compelling.“ Ihre Gestik, Mimik, Stimme und Sprache wirken exaltiert. Die dreifache Wiederholung dieses „Museums an sich“ schwankt dabei zwischen pathetischer Glorifizierung und einer ironischen Verhöhnung des selbigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung thematisiert Andrea Frasers Museum Highlights im Zusammenhang mit dem Begriff der Institutionskritik und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den (kunst-)historischen Entstehungskontext des Werkes.

2 Museum Highlights von Andrea Fraser – Eine Dekonstruktion der Institution: Dieses Kapitel führt eine ikonographische Werkanalyse durch und betrachtet die Performance als eine Dekonstruktion von Institutionen, Verhaltensregeln und Wertvorstellungen im sozialen Raum unter Bezugnahme auf Lacan und Bourdieu.

3 Andrea Frasers Selbstpositionierung im Kanon der Institutionskritik: Hier wird Frasers künstlerische Praxis in den kunsthistorischen Kontext der Institutionskritik eingeordnet und ihr Begriff der "kritisch-reflexiven Ortsspezifität" im Vergleich zu früheren Positionen untersucht.

4 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Möglichkeiten und Potenziale einer institutionskritischen Praxis in der heutigen, vom Neoliberalismus geprägten Netzwerkgesellschaft.

Schlüsselwörter

Andrea Fraser, Museum Highlights, Institutionskritik, Ortsspezifität, Jane Castleton, Pierre Bourdieu, Jacques Lacan, Kunstsoziologie, Performance, Identität, Soziale Distinktion, Diskurs, Museum, Machtstrukturen, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Performance Museum Highlights von Andrea Fraser und untersucht, wie die Künstlerin durch ihre Rolle als Museumsführerin institutionskritische Diskurse und Machtstrukturen innerhalb der Kunstwelt offenlegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Themen Institution, Machtverhältnisse im Kunstfeld, soziale Identität, das Zusammenspiel von Kunstmarkt und Kritik sowie die Rolle des Museums als Bildungs- und Kontrollinstanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Frasers spezifische "kritisch-reflexive Ortsspezifität" zu analysieren und zu prüfen, inwieweit ihre Arbeit als effektive Dekonstruktion institutionalisierter Praktiken und als Wiederbelebung der Institutionskritik nach 1989 verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine werkanalytische und kunsthistorische Methode, kombiniert mit soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu (Habitus, Kapitalbegriff, Feldtheorie) und psychoanalytischen Ansätzen (Jacques Lacan, Spiegelstadium), um die Performance in ihrem Kontext zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte ikonographische Analyse der Performance, eine Untersuchung der Figur Jane Castleton als "Alter Ego" und eine Verortung Frasers im Kanon der Institutionskritik im Vergleich zu Künstlern wie Daniel Buren oder Hans Haacke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Institutionskritik, Andrea Fraser, Performance, Soziale Distinktion, Feldtheorie und Dekonstruktion charakterisieren.

Welche Funktion hat die Figur der "Jane Castleton" in der Performance?

Jane Castleton dient als Identifikationsfigur und "Alter Ego" für Andrea Fraser. Durch das Schlüpfen in diese Rolle kann Fraser Machtpositionen innerhalb der Museumsinstitution sowie soziale Klassendifferenzen kritisch reflektieren und gleichzeitig ihre eigene Identität als Künstlerin verschleiern oder gezielt brechen.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit der Institutionskritik nach 1989?

Die Arbeit stellt die Frage, ob Institutionskritik im Neoliberalismus noch möglich ist. Sie kommt zu dem Schluss, dass sie weiterhin Bestand haben kann, sofern sie Kritik als eine Form der Unterscheidung statt bloßer Wertung versteht, die institutionalisierte Räume und Machtmechanismen dekonstruiert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Andrea Frasers Museum Highlights. Eine Dekonstruktion der Kritik der Institution
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Philosophie und Kunstwissenschaft)
Veranstaltung
Lieber Maler, male mir - Theorie und Praxis künstlerischer Darstellung
Note
1,7
Autor
Laura Kowalewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V433519
ISBN (eBook)
9783668755185
ISBN (Buch)
9783668755192
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Andrea Fraser Fraser Institutionskritik Ortsspezifität Ortsspezifisch site specific site specificity Performance Video Kunstsoziologie Museum Highlights
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Kowalewski (Autor:in), 2014, Andrea Frasers Museum Highlights. Eine Dekonstruktion der Kritik der Institution, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433519
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Leseprobe aus  28  Seiten
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