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Prävention. Ein strategisches Geschäftsfeld für die Offizinapotheke

Eine empirische und theoretische Analyse auf der Grundlage von "Hauptsache Prävention! Die Arbeiten für den ersten WIPIG-DAZ-Präventionspreis"

Titel: Prävention. Ein strategisches Geschäftsfeld für die Offizinapotheke

Masterarbeit , 2011 , 75 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Barbara Straller (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gesundheitsreformen, Rabattverträge, Krankenkassenrabatte und der steigende bürokratische Aufwand machen den Apotheken zunehmend das Leben schwer. Mehr Arbeit und weniger Gewinn – das veranlasst viele Apotheken, nach neuen Geschäftsfeldern zu suchen.

In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob und unter welchen Voraussetzungen sich Prävention als strategisches Geschäftsfeld für die Apotheke eignet und welche Dienstleistungen zu einer Apotheke passen. Bevor die Analyse beginnen kann, wird im ersten Kapitel zunächst Prävention definiert. Anschließend soll geklärt werden, welchen Einfluss Prävention auf die Gesundheit hat und es wird auf die Frage eingegangen, ob durch Prävention Geld gespart werden kann. Im dritten Kapitel geht es um Prävention in der deutschen Gesundheitspolitik, die verschiedenen Akteure und um Kosten und Finanzierung der Prävention. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der momentanen Situation in deutschen Offizinapotheken. Es wird darauf eingegangen, wie die berufspolitischen Bemühungen bisher verlaufen sind, Prävention in das Berufsbild des Apothekers zu integrieren und Einfluss auf die Gesundheitspolitik auszuüben. Anhand von 80 Bewerbungen für den WIPIG-Präventionspreis (=Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen) im Jahr 2009, soll eine Analyse der Präventionsaktivitäten durchgeführt werden.

Bei diesem Wettbewerb wurde dazu aufgerufen, bereits durchgeführte Projekte oder Ideen zur Prävention in öffentlichen Apotheken abzugeben. Anhand dieser Bewerbungen wird ein Überblick geschaffen, welche Dienstleistungen und Themen häufig von öffentlichen Apotheken angeboten werden und wie diese Dienstleistungen honoriert wurden. Danach wird eine Analyse des Geschäftsfeldes vorgenommen. Nach Gedanken zur strategischen Planung, werden einzelne Segmente des Geschäftsfeldes darauf untersucht, ob sie zum Kerngeschäft der Apotheke passen und von der Apotheke als Dienstleistung angeboten werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchungen

2 Prävention

2.1 Allgemeine Begriffsbestimmungen

2.1.1 Allgemeiner Präventionsbegriff

2.1.1.1 Primäre, Sekundäre und Tertiäre Prävention

2.1.1.2 Probleme definitorischer Abgrenzung

2.1.2 Gesundheitsförderung

2.1.3 Verhaltens- und Verhältnisprävention

2.1.4 Zugangswege der Prävention

2.1.4.1 Individueller Ansatz:

2.1.4.2 Settingansatz:

2.2 Gesundheitliche und ökonomische Bedeutung der Prävention

2.2.1 Bedeutung der Prävention für die Gesundheit

2.2.2 Ist Vorbeugen billiger als Heilen?

2.3 Gesundheitspolitische Umsetzung von Prävention

2.3.1 Geschichtliche Entwicklung in der BRD

2.3.2 Entwicklung der Prävention in der Sozialgesetzgebung

2.3.3 Akteure und Institutionen in der Prävention

2.3.4 Ansätze zur Koordinierung der Präventionspolitik

2.3.4.1 Gesundheitsziele.de

2.3.4.2 Deutsches Forum Prävention und Gesundheitsförderung

2.3.4.3 Das Scheitern der Präventionsgesetze

2.4 Finanzierung von Prävention

2.4.1 Gesetzliche Regelungen

2.4.2 Finanzierung der Primärprävention

2.4.2.1 Beteiligung der Versicherten an Maßnahmen zur Primärprävention:

2.4.2.2 Beteiligung von Kooperationspartnern:

2.4.3 Finanzierung der Sekundär- und Tertiärprävention

3 Prävention und die Offizinapotheke

3.1 Standespolitische Ansätze zur Etablierung der Prävention in der Offizinapotheke

3.2 Präventionsaktivitäten in deutschen Apotheken, eine empirische Analyse anhand von „Hauptsache Prävention! Die Arbeiten für den ersten WIPIG-DAZ-Präventionspreis“

3.2.1 Bewerbung eines Projektes oder einer Idee

3.2.2 Zahlen, Daten, Fakten zu den Bewerbungen

3.2.3 Analyse der Projektbewerbungen

3.2.3.1 Themengebiete

3.2.3.2 Zielgruppen

3.2.3.3 Wie wurden die Projekte entlohnt?

3.2.3.3.1 Die kostenpflichtigen Programme

3.2.3.3.2 Die kostenlosen Programme:

3.2.3.4 Kooperationspartner

3.2.3.5 Werbung und Marketing

3.2.4 Themengebiete der Ideenbewerbung

4 Prävention als strategisches Geschäftsfeld der Offizinapotheke

4.1 SWOT-Analyse des strategischen Geschäftsfeldes Prävention

4.1.1 Stärken

4.1.2 Schwächen

4.1.3 Chancen

4.1.4 Risiken

4.1.5 Abgeleitete Strategien für das Geschäftsfeld Prävention

4.1.5.1 Strategien, die Stärken ausbauen, um Chancen zu nutzen:

4.1.5.2 Strategien, die Schwächen aufholen, um Chancen zu nutzen:

4.1.5.3 Strategien, die Stärken nutzen, um Risiken abzusichern:

4.1.5.4 Strategien, die Schwächen minimieren und Risiken meiden:

4.2 Bewertung einzelner Segmente des strategischen Geschäftsfeldes Prävention

4.2.1 Bewegung

4.2.2 Ernährung

4.2.3 Prävention bestimmter Erkrankungen

4.2.3.1 Herz- und Gefäßerkrankungen

4.2.3.2 Prävention von Diabetes

4.2.3.3 Prävention von Osteoporose

4.2.4 Screeningmaßnahmen

4.3 Preispolitik

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Masterarbeit untersucht die Eignung der Prävention als strategisches Geschäftsfeld für die öffentliche Apotheke in Deutschland. Dabei wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen Apotheken entsprechende Dienstleistungen erfolgreich in ihr Portfolio integrieren können, welche Rolle politische Rahmenbedingungen sowie die Finanzierung durch gesetzliche Krankenkassen spielen und wie Präventionsaktivitäten betriebswirtschaftlich tragfähig gestaltet werden können.

  • Etablierung der Prävention als neue Säule im Gesundheitswesen
  • Analyse des aktuellen Stands der Präventionsaktivitäten in deutschen Apotheken
  • Auswertung von Praxisbeispielen (WIPIG-DAZ-Präventionspreis) zur Identifikation von Erfolgsfaktoren
  • Strategische Bewertung mittels SWOT-Analyse für das Geschäftsfeld Prävention
  • Untersuchung der Wirtschaftlichkeit und Preisgestaltung von Präventionsdienstleistungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Bewerbung eines Projektes oder einer Idee

Hier konnten die Bewerber Maßnahmen vorstellen, die schon durchgeführt wurden, abgeschlossen sind und deren Erfolg dokumentiert wurde. Im Anmeldeformular musste das Projekt, dessen Umsetzung und die Ergebnisse näher beschrieben werden.

Die Angaben zum Projekt gliederten sich in Titel und kurze Zusammenfassung, Motivation, Zielsetzung, Zielgruppen, Innovativität und Kreativität des Projekts und der Zeitraum, über den das Projekt durchgeführt wurde.

Angaben zur Umsetzung des Projekts waren: Genaue Beschreibung der Projektabschnitte und der Maßnahmen (Ansprache der Zielgruppe, Durchführung, Pressearbeit und Werbemaßnahmen, Evaluation etc.). Es sollten weiterhin Angaben zu Kooperationspartnern aus anderen Institutionen, Aufgabenverteilung und zum zeitlichen Aufwand und Bezug zur Apotheke gemacht werden (Angaben dazu, wie auf die Rolle der Apotheke eingegangen wurde und welche Rolle die Offizinapotheke spielte). Auch genaue Angaben zur Finanzierung des Projekts waren erforderlich. Die Bewerber mussten Angaben zu den Gesamtkosten, Sach- und Personalkosten, Eigenmitteln, Beteiligung Dritter und zu etwaigen Erlösen machen. Sollten noch Kooperationspartner beteiligt gewesen sein, sollten noch Angaben zur Aufteilung der Kosten und Verantwortung gemacht werden.

Die Bewerber mussten auch Angaben zu den Ergebnissen ihrer Projekte machen: Gab es eine Evaluation und wie wurde diese durchgeführt? Weiterhin erforderlich waren Angaben zur Effektivität der Maßnahme, Akzeptanz in der Zielgruppe, Resonanz auf das Projekt im Feld, in der Öffentlichkeit und in den Medien und als Letztes die Bewertung der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern.

Auch bei den Ideenbewerbungen sollten wie bei den Projektbewerbungen genauere Angaben zur Idee und zu deren Umsetzung gemacht werden.

Die Angaben waren sehr ähnlich, aber es konnten auch einige Angaben entfallen. Zum Beispiel zum durchgeführten Zeitraum und zu den Ergebnissen. Zur Ideen-Umsetzung wurde nach Schätzungen des zeitlichen Aufwands, einem groben Kostenplan und Möglichkeiten für Maßnahmen, Kooperationspartner und Möglichkeiten der Evaluation gefragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Situation der öffentlichen Apotheken in Deutschland und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Eignung der Prävention als strategisches Geschäftsfeld.

2 Prävention: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Prävention, ihre Bedeutung für die Gesundheit, die gesundheitspolitische Umsetzung in der Bundesrepublik sowie die komplexen Finanzierungsstrukturen durch die Sozialgesetzgebung.

3 Prävention und die Offizinapotheke: Hier wird der Status quo der Präventionsaktivitäten in deutschen Apotheken anhand einer empirischen Analyse von 80 Bewerbungen für den WIPIG-DAZ-Präventionspreis untersucht.

4 Prävention als strategisches Geschäftsfeld der Offizinapotheke: Dieses Kapitel führt eine SWOT-Analyse durch, leitet Strategien für Apotheken ab und bewertet spezifische Präventionssegmente wie Bewegung, Ernährung und Screeningmaßnahmen auf ihre Markttauglichkeit.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Möglichkeiten und Herausforderungen zusammen, vor denen Apotheken bei der Etablierung von Präventionsdienstleistungen stehen, und betont die Notwendigkeit einer qualitätsgesicherten, evidenzbasierten Angebotsgestaltung.

Schlüsselwörter

Offizinapotheke, Prävention, Gesundheitsförderung, GKV, Sozialgesetzgebung, Strategisches Geschäftsfeld, SWOT-Analyse, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, WIPIG, Arzneimittel, Dienstleistungen, Gesundheitsmarkt, Wirtschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie öffentliche Apotheken in Deutschland Präventionsleistungen als ein neues, strategisches Geschäftsfeld nutzen können, um sich im Gesundheitsmarkt zu positionieren.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die zentralen Felder umfassen die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen der Prävention, die Finanzierung durch Krankenkassen, die aktuelle Marktsituation sowie die Potenziale einzelner Präventionssegmente wie Ernährung, Bewegung und medizinische Screeningmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, unter welchen Voraussetzungen Prävention für Apotheken als Geschäftsfeld geeignet ist und welche spezifischen Dienstleistungen erfolgreich in das bestehende Portfolio einer Offizinapotheke integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literaturrecherche zu den theoretischen und gesundheitspolitischen Grundlagen mit einer empirischen Analyse von 80 Projektbewerbungen für den „WIPIG-DAZ-Präventionspreis“ sowie einer strategischen SWOT-Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Prävention, eine Bestandsaufnahme aktueller Apothekenprojekte aus dem Wettbewerb sowie eine strategische Bewertung der Marktsegmente, inklusive einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung der Preisgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Offizinapotheke, Prävention, Gesundheitsförderung, WIPIG, SWOT-Analyse, GKV-Finanzierung und strategisches Geschäftsfeld charakterisiert.

Welche Bedeutung hat der WIPIG-DAZ-Präventionspreis für die Untersuchung?

Der Wettbewerb dient als empirische Datenbasis, um realistische Einblicke in die aktuelle Praxis der Apotheken zu erhalten, zu sehen, welche Projekte und Ideen umgesetzt werden und wie deren Erfolg bzw. deren Finanzierung dokumentiert ist.

Wie bewertet die Autorin die Aussicht auf Honorierung von Präventionsleistungen?

Die Autorin stellt fest, dass eine Honorierung durch die GKV für Apotheken derzeit schwierig zu erreichen ist, da Apotheker oft nicht als anerkannte Erbringer von Präventionsleistungen nach § 20 SGB V gelistet sind und ein Umdenken bei Kunden und Apotheken hinsichtlich der Vergütung von Beratung notwendig ist.

Was empfiehlt die Arbeit zur Preisgestaltung für Apotheken?

Es wird empfohlen, Kostenstrukturen genau zu kalkulieren, bei der Preisbildung sowohl Zeit- als auch Materialaufwand einzubeziehen und eine Abgrenzung zum Kerngeschäft zu wahren, um nicht durch unrentable Gratis-Dienstleistungen das Kerngeschäft oder die Apothekenmarge zu gefährden.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prävention. Ein strategisches Geschäftsfeld für die Offizinapotheke
Untertitel
Eine empirische und theoretische Analyse auf der Grundlage von "Hauptsache Prävention! Die Arbeiten für den ersten WIPIG-DAZ-Präventionspreis"
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
2,3
Autor
Barbara Straller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
75
Katalognummer
V433633
ISBN (eBook)
9783668754997
ISBN (Buch)
9783668755000
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prävention geschäftsfeld offizinapotheke eine analyse grundlage hauptsache arbeiten wipig-daz-präventionspreis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Barbara Straller (Autor:in), 2011, Prävention. Ein strategisches Geschäftsfeld für die Offizinapotheke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433633
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Leseprobe aus  75  Seiten
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