Während im Mittelpunkt dieser Seminararbeit die Frage nach den Unterschieden der einzelnen Geräte und Dateiformate steht, stellt sich gleichzeitig die Frage nach der Zielgruppe der Geräte und den Auswirkungen auf den klassischen Buch- und Zeitungsmarkt sowie die Veränderungen im Leseverhalten der Konsumenten. Insbesondere, da sowohl der Kauf als auch das Lesen online bzw. mit online-tauglichen Geräten erfolgt, stellt sich des Weiteren die Frage nach dem Datenschutz bei Kauf und Verwendung der Geräte
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 E-Books
2.1 Digitalisierungsarten von gedruckten Büchern
2.2 Dateiformate
2.3 Lesbarkeit E-Books
3 E-Reader
3.1 Kindle
3.2 iPad
3.3 E-Reader vs. iPad
3.4 Verbreitung
4 E-Book-Shops
4.1 Projekt Gutenberg
4.2 Kindle Shop
4.3 iBooks
4.4 E-Books-Store Sony
4.5 Verleih von E-Books
4.6 Datensicherheit
4.6.1 Kundendaten
4.6.2 Digital Rights Management
5 Potential E-Books
5.1 Verlage
5.2 Bibliotheken
5.3 Wissenschaftliches Arbeiten
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die technologische Entwicklung und Marktbedeutung von E-Books und E-Readern. Im Zentrum steht die Analyse, wie diese digitalen Medien das Leseverhalten beeinflussen, welche Auswirkungen sie auf den Buchmarkt haben und welche datenschutzrechtlichen sowie strategischen Aspekte beim Kauf und der Nutzung der Geräte zu berücksichtigen sind.
- Technologische Unterschiede zwischen E-Readern und Tablets
- Analyse der dominierenden E-Book-Shops und Vertriebsmodelle
- Herausforderungen der Datensicherheit und des Digital Rights Management
- Einfluss von E-Books auf Verlagswelt und Bibliotheken
- Potenziale digitaler Medien im wissenschaftlichen Kontext
Auszug aus dem Buch
2.1 Digitalisierungsarten von gedruckten Büchern
Damit Bücher in E-Books umgewandelt werden können, ist ein Dateiformat des Textes nötig, was einen Prozess der Digitalisierung voraussetzt. Dieser ist abhängig von der Beschaffenheit des jeweiligen Buches. Je besser die Qualität des Buches, desto besser wird das E-Book.
Da ältere Büchern meist nur noch in gedruckter Version erhältlich sind, müssen diese manuell eingescannt werden. Ein normaler Buchscanner kann im Dauerbetrieb im Schnitt 5.000 Bücher pro Woche erfassen. Um 200 Seiten eines Fachbuches beidseitig einzulesen und zu speichern, benötigt ein moderner manuell bedienter Durchzug-Scanner fünf Minuten. Beim Durchzug-Scan muss jedoch der Buchrücken abgeschnitten werden, so dass die einzelnen Seiten eingezogen und gescannt werden können. Dieses Verfahren wird bei Büchern genutzt, die es zwar nur noch in gedruckter Form gibt, aber von denen noch einige Ausgaben vorhanden sind. Ein Schrifterkennungsprogramm (OCR = Optical Character Recognition) muss vor Weiternutzung die eingescannten Daten und Zeichen interpretieren. Typische Fehlerquellen, die einen hohen manuellen Korrekturaufwand erzeugen, sind insbesondere bei alten Büchern bspw. die Frakturschrift (Sütterlin) oder besondere Satzstrukturen.
Neben dem Durchzug-Scan ist der Aufsicht-Scan eine weitere Variante, Bücher zu scannen. Dieses Verfahren ist aufwendiger, aber dafür schonender für die Bücher und wird daher eher für besonders wertvolle Bücher mit einer unebenen und empfindlichen Oberfläche verwendet. Jedes Buch wird per Hand Seite für Seite eingescannt, nachdem die Seiten zuvor mit einer Glasplatte vorsichtig geglättet wurden, um die natürliche Krümmung des Buches auszugleichen. Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass kein Fremdlicht in den Raum scheint.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Entwicklung von der Schriftkultur bis hin zur digitalen Revolution des Lesens durch den Kindle und das iPad.
2 E-Books: Dieses Kapitel definiert E-Books, erläutert die technischen Digitalisierungsverfahren von gedruckten Vorlagen und vergleicht verschiedene gängige Dateiformate hinsichtlich ihrer Funktionalität.
3 E-Reader: Hier werden die Hardware-Entwicklungen von E-Readern und Tablets sowie deren unterschiedliche Anwendungsgebiete und Verbreitung beleuchtet.
4 E-Book-Shops: Dieses Kapitel stellt führende Online-Plattformen für den Erwerb und Verleih von E-Books vor und erörtert kritisch Aspekte des Datenschutzes und der Rechteverwaltung.
5 Potential E-Books: Die Autoren analysieren das Zukunftspotenzial digitaler Bücher für Verlage, Bibliotheken und den wissenschaftlichen Arbeitsalltag.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass E-Books physische Bücher nicht verdrängen, sondern das Leseverhalten und den Zugang zu Informationen nachhaltig verändern und erweitern.
Schlüsselwörter
E-Book, E-Reader, Digitalisierung, Kindle, iPad, E-Ink, Dateiformate, EPUB, Buchmarkt, Datenschutz, Digital Rights Management, Verlagswelt, Bibliothek, wissenschaftliches Arbeiten, Leseverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation des Buchmarktes durch E-Books und die dazugehörige Lesegeräte-Hardware.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die technologische Beschaffenheit von E-Books, der Marktvergleich zwischen E-Readern und Tablets sowie die datenschutzrechtlichen Herausforderungen beim Online-Kauf.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der E-Book-Technologie auf das Leseverhalten und die strategischen Marktveränderungen bei Verlagen und im Handel zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Marktstatistiken und Online-Quellen zur Hardware- und Softwareentwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Digitalisierungsprozesse, einen Vergleich bekannter Lesegeräte, die Analyse großer E-Book-Shops sowie Diskussionen zu Datenschutz und Urheberrecht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Book, E-Reader, Digitalisierung, E-Ink, Dateiformate, Datenschutz, Digital Rights Management und Leseverhalten.
Wie sicher sind Kundendaten bei E-Book-Käufen?
Die Arbeit weist darauf hin, dass jede Transaktion Datenspuren hinterlässt, die von den Anbietern zur Erstellung von Nutzerprofilen für Marketingzwecke genutzt werden.
Welche Rolle spielt das Digital Rights Management (DRM)?
DRM dient dem Schutz geistigen Eigentums, schränkt jedoch die Flexibilität der Nutzer bei der geräteübergreifenden Verwendung der gekauften E-Books ein.
Wie verändern E-Books das wissenschaftliche Arbeiten?
Sie ermöglichen eine einfachere Literaturrecherche, eine platzsparende Dokumentation und bieten neue Möglichkeiten der Verlinkung von Quellen direkt im Text.
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- Janina Haubenreißer (Author), Barbara Kremer (Author), 2012, E-Reading. Ein Überblick über E-Books, E-Reader und E-Book-Shops, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433805