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Widerstand im Nationalsozialismus. Ein Überblick

Titel: Widerstand im Nationalsozialismus. Ein Überblick

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Master of Arts Marius Dähne (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Zitat entstammt dem III. Flugblatt der „Weißen Rose“ und soll das Thema der Arbeit einleiten. Fast 70 Jahre nach dem Erscheinen dieses Flugblattes und Ende des zweiten Weltkrieges, erscheinen die objektiven Zahlen und Bilanzen der Opferzahlen des nationalsozialistischen Regimes unglaublich. Nach den derzeitigen Ermittlungen sind dem NS-Regime in Europa durch verbrecherische Maßnahmen insgesamt mindestens 13 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Darunter etwa 6 Millionen Juden, 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, 2,5 Millionen christlichen Polen, 130.000 nichtjüdische Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die aus politischen oder religiösen Motiven aktiven oder passiven Widerstand gegen das Regime leisteten und weitere Menschen verschiedenster Herkunft. Zur Aufklärung dieser Verbrechen konnten die Nürnberger Prozesse beitragen. Dieser internationale Gerichtshof fällte im Zeitraum von 1945-1949 Urteile über die Straftaten der nationalsozialistischen Verbrecher. Es gab ein großes Interesse an diesen Prozessen nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Dies lag daran, dass die Prozesse viele Fragen aufwarfen: Wie konnte es zu solchen Grausamkeiten kommen? Warum war kein Attentat auf Adolf Hitler, beziehungsweise auf das Regime, erfolgreich? Wieso haben nur wenige der Opfer versucht Widerstand zu leisten? Wie sah Widerstand, wenn es ihn gab, überhaupt aus, von welchen Gruppen/Akteuren ging er aus ? Wie der Auszug aus dem Flugblatt der „Weißen Rose“ zu Beginn der Arbeit zeigt, gab es Widerstand. Die vorliegende Arbeit soll einige der genannten Fragen aufgreifen. Detaillierter, soll sich mit dem Begriff Widerstand auseinander gesetzt werden. Es soll die Vielfältigkeit des Widerstandes sowie eine Übersicht der Akteure, welche Widerstände leisteten, dargestellt werden. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung und einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Humanitärer Widerstand

4. Widerstand der Jugend

5. Der Kommunistische Widerstand

6. Der Sozialdemokratische Widerstand

7. Die Kirche im dritten Reich – Widerstand

7.1 Evangelische Kirche

7.2 Katholische Kirche

8. Der militärische Widerstand

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über die vielfältigen Formen des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime zu geben. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen Widerstand leisteten, welche Beweggründe sie antrieben und wie sich die jeweiligen Widerstandshandlungen innerhalb des nationalsozialistischen Terrorsystems manifestierten.

  • Grundlagen der Begriffsbestimmung von Widerstand im NS-Kontext
  • Humanitäre Hilfe und passiver Widerstand gegen Verfolgung
  • Oppositionelle Aktivitäten in der Jugend und verschiedenen gesellschaftlichen Schichten
  • Politischer Widerstand durch Kommunisten und Sozialdemokraten
  • Rolle der christlichen Kirchen und der militärischen Führung als Akteure

Auszug aus dem Buch

4. Widerstand der Jugend

Die Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus war Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen. Es waren klare Züge von Protestbewegungen gegen die älteren Generationen zu erkennen. Zugleich herrschte unter den Jüngeren große Uneinigkeit. Die daraus resultierenden Streitigkeiten trübten den Blick auf die drohende Gefahr. Viele waren davon überzeugt, dass das Dritte Reich die Verwirklichung ihrer Ideale hervorbringen würde. Dazu zählte die Vorstellung des Nationalsozialismus, der Gedanke an die Volksgemeinschaft, der Dienst am Staat und der Apel an die Jugend. Davon wurden viele Jugendliche angelockt. Im Gegensatz zu den Nationalsozialisten übte die Hitlerjugend (HJ) vor 1933 keinen großen Reiz aus. Dies lag daran, dass sie von Erwachsenen, beziehungsweiße älteren Genration ins Leben berufen wurde und Richtlinien die der einer Partei ähnlich waren, besaß. Die Jugendlichen wollten aber einen engen Zusammenschluss zu einer Organisation mit der sie sich identifizieren konnten. Parteien und Richtlinien suggerierten für sie etwas Negatives.

Es ging der Jugend um Begriffe wie Nation, Volksgemeinschaft und Staat. Diese Formulierungen besaßen für die Jugendlichen einen romantischen Gehalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, indem sie die beklemmenden Opferzahlen des NS-Regimes anführt und die zentrale Fragestellung zur Vielfältigkeit und den Akteuren des Widerstands entwickelt.

2. Definition: Das Kapitel analysiert die begrifflichen Schwierigkeiten, Widerstand im Nationalsozialismus exakt abzugrenzen, und unterscheidet dabei zwischen passivem und aktivem Widerstand.

3. Humanitärer Widerstand: Hier wird dargelegt, wie Bürger unabhängig von ihrem Stand spontan Hilfe für Verfolgte leisteten, etwa durch Verstecke oder das Unterlaufen von Boykotten.

4. Widerstand der Jugend: Dieses Kapitel thematisiert die Zerrissenheit der Jugend zwischen Idealen und dem NS-Staat sowie die Entstehung von Jugendgruppen, die sich dem NS-Druck widersetzten.

5. Der Kommunistische Widerstand: Der Text beschreibt die Verfolgung der KPD, deren Gang in den Untergrund sowie die unterschiedlichen Phasen ihres Widerstandes bis zur Emigration.

6. Der Sozialdemokratische Widerstand: Das Kapitel beleuchtet das Vorgehen der SPD, den Widerstand durch die Auslandszentrale in Prag und das Wirken von Exilgruppen.

7. Die Kirche im dritten Reich – Widerstand: Es wird die Ambivalenz der Kirchen gegenüber dem NS-Regime sowie die spezifische Rolle der evangelischen und katholischen Kirche im Widerstandskontext beleuchtet.

7.1 Evangelische Kirche: Hierbei liegt der Fokus auf der Spaltung in Deutsche Christen und die Bekennende Kirche sowie dem Widerstand gegen staatliche Eingriffe.

7.2 Katholische Kirche: Das Kapitel analysiert die durch das Reichskonkordat eingeschränkten Möglichkeiten des katholischen Widerstands, der meist im Handeln Einzelner bestand.

8. Der militärische Widerstand: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entwicklung innerhalb der Wehrmacht, dem Konflikt zwischen Eid und Gewissen sowie dem Scheitern der Attentate.

9. Schluss: Die Arbeit resümiert die Schwierigkeiten des Widerstands gegen das NS-Terrorsystem und hebt die Bedeutung des geleisteten Widerstands für den späteren demokratischen Neuanfang hervor.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Widerstand, NS-Diktatur, Regimekritik, Deutsche Jugend, KPD, SPD, Evangelische Kirche, Katholische Kirche, Wehrmacht, Passiver Widerstand, Attentat, Drittes Reich, Untergrund, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über die verschiedenen Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der humanitäre Widerstand, jugendliche Opposition, politische Parteien wie KPD und SPD, das Verhalten der Kirchen sowie der militärische Widerstand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die Vielfältigkeit des Widerstandes aufzuzeigen und eine Übersicht über die verschiedenen Akteure und deren Beweggründe zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den Forschungsstand zum Widerstand im Nationalsozialismus zusammenfasst und strukturiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die detailliert die spezifischen Widerstandsformen von der Jugend über politische Parteien und Kirchen bis hin zum Militär darstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte umfassen Widerstand, NS-Diktatur, Regimekritik, politische Opposition sowie die spezifischen gesellschaftlichen Gruppen, die sich dem Regime widersetzten.

Warum war ein geschlossener Widerstand gegen das NS-Regime so schwierig?

Aufgrund des ausgeklügelten Terrorsystems, der Gleichschaltung der Verbände und der isolationistischen Arbeitsweise kleiner Widerstandsgruppen war eine koordinierte und großflächige Opposition kaum umsetzbar.

Wie unterschied sich der Widerstand in der evangelischen Kirche von dem der katholischen Kirche?

Während in der evangelischen Kirche durch die Spaltung in Bekennende Kirche und Deutsche Christen ein innerkirchlicher Konflikt stattfand, war der katholische Widerstand durch das Reichskonkordat und die strenge hierarchische Struktur stärker in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Widerstand im Nationalsozialismus. Ein Überblick
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,3
Autor
Master of Arts Marius Dähne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V434497
ISBN (eBook)
9783668759022
ISBN (Buch)
9783668759039
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus drittes Reich Hitler Weiße Rose Widerstand Deutschland Regime Kritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts Marius Dähne (Autor:in), 2013, Widerstand im Nationalsozialismus. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434497
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Leseprobe aus  20  Seiten
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