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Diminutiva im Deutschen

Title: Diminutiva im Deutschen

Scientific Study , 2015 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lea Sassmannshausen (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Summary Excerpt Details

Die Diminutiva werden in der Sprachwissenschaft zum Teilgebiet der Dialektologie gezählt, welches im Vergleich zu anderen Disziplinen innerhalb dieser Fachrichtung bis heute noch relativ wenig Beachtung gefunden hat. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch einige Untersuchungen zur Entstehung und zu den lautlichen Bedingungen, mit Hilfe derer sich die verschiedenen Diminutivformen erklären lassen. Nun gibt es insbesondere seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum noch Untersuchungen bezüglich dieses sprachlichen Phänomens. Aufgrund dessen gestaltete sich auch die Literaturrecherche für die nachfolgende Arbeit weniger ergiebig als erhofft. Insbesondere Kartierungen, die die Verwendung der Diminutivendungen des gesamten deutschen Sprachraums abbilden, sind bis auf den „dtv Atlas Deutsche Sprache“ in den uns zugänglichen Bibliotheken nicht zu finden gewesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegungen

2.1 Auswahl einer geeigneten Forschungsmethode

2.2 Auswahl repräsentativer Wörter zur Diminutivuntersuchung

3. Fragebogen

4. Auswertung

4.1 Erstellung neuer Wortschatzkarten

4.2. Beschreibung und Interpretation der erhobenen Daten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Gebrauch von Diminutivendungen im deutschen Sprachraum, um festzustellen, inwieweit sich dieser im Vergleich zu früheren Erhebungen, insbesondere dem „dtv Atlas Deutsche Sprache“, verändert hat und ob Unterschiede zwischen verschiedenen Generationen existieren.

  • Morphologische Analyse von Diminutivformen im deutschen Sprachraum
  • Vergleich aktueller empirischer Erhebungen mit historischen Sprachatlas-Daten
  • Untersuchung der regionalen Verteilung von Diminutivendungen wie -chen, -lein und oberdeutschen Formen
  • Erstellung neuer Wortschatzkarten basierend auf Online-Umfrageergebnissen
  • Analyse des Einflusses von Sprachbewusstsein und Dialektgebrauch bei verschiedenen Generationen

Auszug aus dem Buch

2.2 Auswahl repräsentativer Wörter zur Diminutivuntersuchung

Bei der Wortauswahl für den Fragebogen wurde zur Orientierung erneut auf den „dtv Atlas Deutsche Sprache“ und den „Kleinen Bayerischen Sprachatlas“ zurückgegriffen. In diesen ließen sich die Beispielwörter Hund, Haus, Stuhl sowie Kette und Loch finden, welche in unsere Umfrage mit aufgenommen wurden. Bei der Auswahl weiterer Beispiele sind wir zunächst nach unserem subjektiven Sprachgefühl gegangen und haben nach Wörtern gesucht, von denen wir selbst Diminutivformen verwenden, beziehungsweise nach Wörtern, die auch in der alltäglichen Sprache innerhalb unseres Umfeld oft als Diminutiv gebraucht werden. So konnten wir Wörter wie etwa Bilderrahmen ausschließen. Kaum jemand würde dieses Wort mit einer Diminutivendung versehen und ?Bilderrähmchen oder ?Bilderrähmlein sagen. Deswegen entschieden wir uns hier für Tisch, Bett, Pflanze, Fahne sowie Stein als weitere Beispielwörter. Neben diesen boten sich auch Wörter aus dem Tierreich, wie Schwein, Katze und Lamm an.

Zudem entschieden wir uns für zwei Wörter mit dem ich-Laut [ç] bzw. ach-Laut [x], da diese mit der Diminutivendung -chen eine „phonetische Unverträglichkeit“ darstellen und dieses somit bei solchen Wörtern oftmals durch die Endung -lein ersetzt wird, „um das ungünstige Aufeinandertreffen von zwei ch-Lauten zu verhindern.“ Zusätzlich zu dem bereits aus dem bayerischen Sprachatlas ausgewählten Wort Loch, fiel die Auswahl auf Bach und Licht. Im Endeffekt erhielten wir so eine Auswahl von insgesamt 15 repräsentativen Wörtern, deren Singular- und Pluralformen im weiteren Verlauf untersucht werden sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Dialektologie für die Diminutivforschung und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich aktueller Verwendungsweisen und generationenübergreifender Unterschiede.

2. Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden die Literaturrecherche, die Auswahl der Forschungsmethode sowie die methodische Selektion der 15 repräsentativen Wörter für die Befragung begründet.

3. Fragebogen: Hier wird der Aufbau des Fragebogens beschrieben, inklusive der Entwicklung des Anschreibens, der Erhebung soziodemografischer Daten und der Anpassungen nach dem Testlauf.

4. Auswertung: Dieses Kapitel dokumentiert die Auswertung der Umfragedaten, die Erstellung der neuen Wortschatzkarten und die Analyse der festgestellten Diminutivformen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die grobe Stabilität der Dialektgrenzen bei gleichzeitigem Vordringen der -chen-Endung und reflektiert das veränderte Sprachbewusstsein jüngerer Generationen.

Schlüsselwörter

Diminutiva, Diminutivendung, Dialektologie, Sprachatlas, Sprachraum, Morphologie, Sprachwandel, Empirische Untersuchung, Fragebogen, Sprachbewusstsein, Mitteldeutsch, Oberdeutsch, Singular, Plural, Wortschatzkarte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der aktuellen Verwendung von Verkleinerungsformen (Diminutiva) im deutschen Sprachraum und deren regionaler Ausprägung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der morphologischen Analyse von Diminutiven, dem Vergleich zwischen aktuellen Daten und historischen Sprachatlas-Erhebungen sowie dem Einfluss des Alters auf den Dialektgebrauch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, festzustellen, welche Diminutivendungen heute im deutschen Sprachraum gebräuchlich sind und ob sich die bekannten Dialektgrenzen seit der Erhebung des „dtv Atlas Deutsche Sprache“ verschoben haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorinnen nutzen eine empirische Online-Umfrage mittels eines Fragebogens, um Daten von Dialektsprechern zu erheben und diese anschließend kartografisch auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Konzeption des Fragebogens, die methodische Auswahl der Testwörter, die Auswertung der erhobenen Daten und die visuelle Aufbereitung der Ergebnisse in Form von neuen Wortschatzkarten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Wichtige Begriffe sind Diminutiva, Sprachwandel, Dialektologie, morphologische Endungen wie -chen oder -lein sowie der Vergleich von Sprachregionen.

Warum wurden spezifische Wörter wie „Bach“ oder „Licht“ in die Befragung aufgenommen?

Diese Wörter wurden gewählt, um die sogenannte „phonetische Unverträglichkeit“ zu prüfen, bei der die Endung -chen aufgrund der ch-Laute durch die Endung -lein ersetzt wird.

Welche Rolle spielt die Generation in dieser Arbeit?

Die Autorinnen untersuchten, ob sich der Dialektgebrauch zwischen älteren und jüngeren Generationen unterscheidet, wobei sie feststellten, dass bei jüngeren Personen im mitteldeutschen Raum eine Tendenz zum dialektfreien Sprechen und zum Standarddeutschen erkennbar ist.

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Details

Title
Diminutiva im Deutschen
College
University of Würzburg
Grade
2,0
Author
Lea Sassmannshausen (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V434831
ISBN (eBook)
9783668772380
ISBN (Book)
9783668772397
Language
German
Tags
Sprachwissenschaft Dialekotlogie Diminutiv Diminutiva
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Sassmannshausen (Author), 2015, Diminutiva im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434831
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