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Mein Lerntagebuch in Verbindung mit dem Dortmunder Modell. Lernförderung sprachliche Kompetenz für Schüler mit Migrationshintergrund

Titel: Mein Lerntagebuch in Verbindung mit dem Dortmunder Modell. Lernförderung sprachliche Kompetenz für Schüler mit Migrationshintergrund

Studienarbeit , 2018 , 51 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kim Lisa Markmann (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.“ – Sokrates (griechischer Philosoph)

Aber was bedeutet lernen eigentlich? Zuerst bedeutet lernen für mich, sich durch Unterricht von Experten, Selbststudium und Fleiß bzw. Übung Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen. Lernen bedeutet aber auch, gesellschaftliche und individuelle Erfahrungen im Leben zu sammeln. Mein Ziel ist es daher, mein Leben lang zu lernen und Bildung in den verschiedensten Bereichen zu genießen. Denn dies birgt für mich beruflich, privat sowie für meine Persönlichkeitsbildung und -entwicklung große Chancen. Zugegeben: Lebenslänglich klingt eher bedrohlich als spaßig, aber das liegt in erster Linie an den negativen Assoziationen mit dem Wort und daran, was wir mit dem Begriff Lernen verbinden - und zwar eher Anstrengung, Ausdauer und teilweise auch Langeweile. Wenn überhaupt, ist das aber nur eine Seite der Medaille. Meist gerät in Vergessenheit, was Lernen auch sein kann: Spaß, Unterhaltung, Zufriedenheit und der Motor für jede berufliche Karriere und eine unglaubliche Persönlichkeitsentwicklung. Vor allem bezüglich meines Berufslebens ist es meiner Meinung nach notwendig umzudenken, denn lebenslanges Lernen ist längst Notwendigkeit. Die Globalisierung, der rasante technische Fortschritt und der demographische Wandel bedingen, dass wir uns in immer kürzerer Zeit zunehmend mehr Wissen aneignen müssen. Ich weiß, dass Wissen mich glücklich und erfolgreich macht und gebe mein Wissen gerne weiter. Dies war unter anderem ein Grund, mich für diesen Beruf und dieses Projekt zu entscheiden. Ich verstehe es als meine Aufgabe, mein Wissen und meine Erfahrungswerte weiter zu geben, denn andere können eventuell daraus lernen und diese im Idealfall in ihrem Sinne weiterentwickeln.

Ich möchte Sie in Form dieses Lerntagebuchs auf meinen Weg des Lernens mitnehmen. Mein Ziel ist es, stetig neue Kompetenzen zu erhalten und bestehende Kompetenzen weiterzuentwickeln. Ich möchte meinen zukünftigen Unterricht so aufbauen, dass meine Schülerinnen und Schüler leichter und besser lernen als sie es ohne meine Hilfe täten. Aber ich sehe es auch als meine Aufgabe an, die soziale Interaktion meiner Schülerinnen und Schüler zu steuern und zu gestalten. Außerdem nicht nur das soziale Lernen zu fördern, sondern auch gesellschaftlich wichtige Normen und Verhaltensweisen vorzuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DARSTELLUNG DER AUSGANGSSITUATION

1. KURZE BESCHREIBUNG DER SCHULE

2. KURZE BESCHREIBUNG DER FÖRDERGRUPPE

3. KURZE BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG DER PLANUNG DER ERSTEN FÖRDERWOCHE

III. DIAGNOSE UND INDIVIDUELLE FÖRDERUNG – DAZ IM FACH

1. DIAGNOSE

2. DIE NATÜRLICHE SPRACHENTWICKLUNG

3. PROFILANALYSE NACH WILHELM GRIEßHABER

4. ABLEITUNG VON FÖRDERUNGSMAßNAHMEN

5. BEWERTUNG VON FÖRDERUNGSMAßNAHMEN

6. ERMITTLUNG DES IST-STANDES

7. WELCHE GRUNDKENNTNISSE BENÖTIGE ICH ÜBER MEINE FACHLICHEN KENNTNISSE HINAUS?

IV. MEIN EIGENER KOMPETENZGEWINN – DAZ IM FACH

V. SCHULFORMSPEZIFIK

VI. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Lernprozess einer angehenden Lehrkraft im Rahmen des Projekts "Dortmunder Modell" zu dokumentieren und zu reflektieren, insbesondere im Hinblick auf die Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund. Dabei steht die professionelle Entwicklung von Diagnose- und Förderkompetenzen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Vordergrund.

  • Grundlagen der natürlichen Sprachentwicklung und deren Bedeutung für den Zweitspracherwerb.
  • Methoden der sprachstandsorientierten Förderdiagnostik (Profilanalyse nach Wilhelm Grießhaber).
  • Entwicklung und Bewertung individueller Fördermaßnahmen im Fachunterricht.
  • Einsatz kompetenzorientierter Methoden wie Mindmapping zur Sprach- und Lernförderung.
  • Reflexion über die spezifischen Herausforderungen des Deutschunterrichts an berufsbegleitenden Schulen.

Auszug aus dem Buch

3. Profilanalyse nach Wilhelm Grießhaber

Um herauszufinden, ob und welche Fördermaßnahmen individuell notwendig sind, hilft eine Sprachstandsanalyse.

Bezüglich einer Sprachstandsdiagnose setzen die meisten zuverlässigen und in großem Maßstab ökonomisch einsetzbaren Testverfahren bereits Schriftsprachkenntnisse voraus und sind deshalb nicht anwendbar. Deshalb wird nachfolgend ein Verfahren von Wilhelm Grießhaber vorgestellt, das eine Schlüsseldimension im Erwerb des Deutschen als Zweitsprache zur Grundlage der Sprachstandserhebung macht. Eine zentrale Forderung ist dabei, dass die Daten in natürlichen Gesprächssituationen ohne standardisierte Vorgaben und ohne weitere technische Hilfsmittel erhoben und ausgewertet werden können. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass das Verfahren ausschließlich linguistisch basiert ist ohne etwaige Aussagen zur Persönlichkeit des Lernenden. Dafür erlaubt das Verfahren der Profilanalyse die zuverlässige Einschätzung der Zweitsprachkenntnisse in den frühen Phasen des Zweitspracherwerbs.

Wilhelm Grießhaber hat also eine Vorgehensweise mit Blick auf eine effektive Förderung von Schülerinnen und Schülern entwickelt, die die deutsche Sprache als Zweitsprache erlernen und die die deutschen Sprachkenntnisse dieser Schülerinnen und Schüler ohne großen Aufwand erfassen soll. Diese Profilanalyse ist ein diagnostisches Tool, das anhand der Wortstellung, die die Kinder und Jugendlichen verwenden, die grammatische Komplexität eines von ihnen produzierten Textes oder einer mündlichen Erzählung analysiert. Das Verfahren ermittelt also die syntaktische Grundstruktur der Äußerungen dieser Kinder und Jugendlichen. Es eignet sich aber auch für alle anderen Altersstufen, denn es kann erste bruchstückhafte Äußerungen im Anfangsstadium bis hin zu komplexen wissenschaftlichen Fachtexten erfassen. Es kann also für den gesamten Schulbereich von der Einschulung bis zur beruflichen Schule genutzt werden. Es kommt also im Rahmen von unterschiedlichen Bildungsetappen, wenn eine Diagnose der (Zweit-)Sprachkenntnisse benötigt wird, zum Einsatz. Zum Beispiel beim Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule, im Rahmen einer sprachstrukturellen Förderung oder auch bei Maßnahmen zu Sprache in einem bestimmten Fach bzw. mit fachlichen Kontexten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Autorin reflektiert ihr Verständnis von Lernen als lebenslange Notwendigkeit und begründet ihre Motivation für das Projekt und den Lehrerberuf.

II. DARSTELLUNG DER AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel beschreibt das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg, die heterogene Schülerschaft sowie die spezifische Planung und Begründung der ersten Förderwoche.

III. DIAGNOSE UND INDIVIDUELLE FÖRDERUNG – DAZ IM FACH: Hier werden theoretische Grundlagen zur Sprachentwicklung erläutert, die Profilanalyse nach Grießhaber als Diagnoseinstrument vorgestellt, Fördermaßnahmen abgeleitet und fachspezifische Grundlagen für Lehrkräfte thematisiert.

IV. MEIN EIGENER KOMPETENZGEWINN – DAZ IM FACH: Die Autorin reflektiert ihre persönliche professionelle Entwicklung und die gewonnenen Erkenntnisse über die Herausforderungen des Lehrerberufs in einem heterogenen Umfeld.

V. SCHULFORMSPEZIFIK: Das Kapitel beleuchtet die besonderen Rahmenbedingungen, Probleme und den Stellenwert des Deutschunterrichts an berufsbegleitenden Schulen.

VI. SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Reflexion über die Erkenntnisse zum Lernen und der eigene Ausblick auf die zukünftige Gestaltung eines kompetenzorientierten Unterrichts.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachförderung, Profilanalyse, Grießhaber, Förderdiagnose, Berufskolleg, Kompetenzorientierung, Mindmapping, Heterogenität, Sprachstandsanalyse, Unterrichtsplanung, lebenslanges Lernen, Sprachstrukturen, Berufsbildende Schule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit dokumentiert ein Lerntagebuch einer Lehramtsstudentin, das im Rahmen des "Dortmunder Modells" entstanden ist und sich mit der Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund an einem Berufskolleg befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen sprachdiagnostische Verfahren (insbesondere nach Wilhelm Grießhaber), die Theorie der natürlichen Sprachentwicklung, Ansätze der individuellen Förderung im Unterricht und die Reflexion der Lehrerrolle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen professionellen Entwicklung als angehende Lehrkraft, um Sprachbarrieren bei Schülern abzubauen und einen kompetenzorientierten Unterricht zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Sprachstandserhebung genutzt?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die Profilanalyse nach Wilhelm Grießhaber, ein linguistisches Verfahren zur Erfassung der syntaktischen Komplexität von Lerneräußerungen durch Analyse der Verbstellung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose und Förderung von Deutsch als Zweitsprache, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Sprachstörungen und Fehlerquellen sowie die Vorstellung kompetenzorientierter Unterrichtsmethoden wie Mindmapping.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie "Deutsch als Zweitsprache", "Profilanalyse", "Förderdiagnose", "Berufskolleg" und "Kompetenzorientierung" geprägt.

Warum wird Mindmapping als Methode hervorgehoben?

Mindmapping wird als multifunktionale Planungsmethode beschrieben, die Schülern hilft, komplexe Informationen zu strukturieren, Gedankengänge zu visualisieren und die eigene Lernkompetenz zu stärken.

Welche spezifische Herausforderung thematisiert die Autorin im Kontext der Berufsschulen?

Die Autorin hebt die extreme Heterogenität der Altersstruktur und der Bildungsbiografien in Berufsschulklassen sowie den oft geringen Stellenwert des Faches Deutsch hervor.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mein Lerntagebuch in Verbindung mit dem Dortmunder Modell. Lernförderung sprachliche Kompetenz für Schüler mit Migrationshintergrund
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Veranstaltung
Reflexionsseminar für Sprachförderlehrer/innen
Note
1,0
Autor
Kim Lisa Markmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
51
Katalognummer
V435074
ISBN (eBook)
9783668761674
ISBN (Buch)
9783668761681
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mein lerntagebuch verbindung dortmunder modell lernförderung kompetenz schüler migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kim Lisa Markmann (Autor:in), 2018, Mein Lerntagebuch in Verbindung mit dem Dortmunder Modell. Lernförderung sprachliche Kompetenz für Schüler mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435074
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Leseprobe aus  51  Seiten
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