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Diagnostik von Lernstörungen

Title: Diagnostik von Lernstörungen

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: Kim-Christoph Jokel (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Zu Beginn werden kurz und knapp die Begriffe der „Lernstörung“ und der „Teilleistungsstörung“ erklärt.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf der Teilleistungsstörung Dyskalkulie (Rechenstörung). Dazu wird sich mit den Ursachen, der Entwicklung und der Diagnostik der Dyskalkulie beschäftigt. Ziel dieser Arbeit ist es, ein gewisses Verständnis für dieses Gebiet zu entwickeln und Hilfen zum Umgang mit rechenschwachen Schülern zu geben. Besonders Mathematiklehrer sollten ein erweitertes Basiswissen in dieser Problematik besitzen, damit sie im späteren Berufsleben, nicht vor einem unlösbaren Problem stehen. Deshalb geht es in dieser Arbeit um die Frage, wie kann ich als Lehrer rechenschwachen Schülern helfen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Lernstörungen

1.1 Was sind Lernstörungen?

1.2 Teilleistungsstörungen

2. Dyskalkulie

2.1 Definitionen

2.2 Ursachen für Rechenschwächen

2.2.1 Entwicklungspsychologischer Ansatz

2.2.2 Neuropsychologischer Ansatz

2.2.3 Fehlerorientierter Ansatz

2.2.4 Affektiver Ansatz

2.2.5 Integrativ-systematischer Ansatz

2.3 Entwicklung von Rechenschwächen

2.3.1 Beispiel zur Entwicklung der Rechenschwäche

2.3.2 Möglichkeiten aus dem Teufelskreis

3. Diagnostik von Rechenstörungen

3.1 Definition: Diagnostik

3.2 Diagnostik im basalen Bereich

3.2.1 Hinweise zum basalen Bereich

3.2.2 Darstellung und Aspekte der Diagnostik bedeutsamer basaler Bereiche

3.2.2.1 Taktil-kinästhetischer Bereich

3.2.2.2 Körperschema, Lateralität

3.2.2.3 Grobmotorik

3.2.2.4 Feinmotorik

3.2.2.5 Visuelle Wahrnehmung

3.2.2.6 Raumlage und –orientierung

3.2.2.7 Verbal-akustische Fähigkeiten

3.2.2.8 Serialität

3.3 Diagnostik im pränumerischen Bereich

3.3.1 Klassifikation

3.3.2 Mengenauffassung, Mengenkonstanz

3.3.3 Menge-Ziffer-Zahlwort-Zuordnung

3.3.4 Eins-zu-Eins-Zuordnung

3.3.5 Mathematische Begriffe

3.3.6 Zeitbegriffe

3.4 Methodische Möglichkeiten zur Fehleranalyse

3.5 Informelle und formelle Diagnostik

3.5.1 Informelle Diagnostik

3.5.2 Formelle Diagnostik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, ein grundlegendes Verständnis für das Phänomen der Dyskalkulie (Rechenstörung) zu entwickeln und angehenden Lehrkräften praktische Ansätze zur Identifikation und Unterstützung betroffener Schüler an die Hand zu geben, um einer Verschlimmerung der Symptomatik und einem möglichen Schulversagen entgegenzuwirken.

  • Grundlagen der Lern- und Teilleistungsstörungen
  • Ursachen und Entwicklungsprozesse der Dyskalkulie
  • Diagnoseverfahren im basalen und pränumerischen Bereich
  • Methoden der Fehleranalyse
  • Präventionsmöglichkeiten im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Beispiel zur Entwicklung der Rechenschwäche

Anhand eines kleinen Beispiels werde ich versuchen, die Entwicklung einer Rechenschwäche zu verdeutlichen. Nach Betz-Breuninger durchläuft ein Schüler mehrere Phasen in dieser Entwicklung.

1. Stadium:

Der Schüler K. geht anfangs hochmotiviert in die 1. Klasse, doch sehr schnell merkt er, dass andere Kinder immer schneller rechnen als er. Er leidet, weil er etwas nicht kann, was andere können. K. erwartet schon jetzt, dass er niemals rechnen lernen wird. Auch Eltern und Lehrer registrieren seine Probleme, schließen aber voreilig auf Faulheit und Unkonzentriertheit. Zudem lachen ihn die Mitschüler aus, wenn er völlig falsche Ergebnisse bringt. Dies wirkt sich sehr negativ auf sein Selbstwertgefühl aus: er spürt, dass er ein Außenseiter ist und dass seine Lehrer und Eltern unzufrieden sind.

2. Stadium:

K. beginnt zu reagieren und begründet seine Probleme mit dem Desinteresse an der Mathematik, so versucht er sein Selbstwertgefühl zu retten. Dies folgt zu einem erhöhten Druck der Eltern und Lehrer. Den Förderunterricht empfindet K. als Strafe, sein Selbstwertgefühl wird weiter untergraben. Dies kompensiert er durch Verweise auf andere Gebiete, in denen er Erfolge erlebt, wie z.B. im Sport. Aufmerksamkeit holt er sich durch Unterrichtsstörungen, welche eine weitere Konsequenz dieses Teufelskreises sind. Es entwickelt sich eine Eigendynamik, welche die Problematik nicht mehr nur auf die Mathematik beschränkt, sondern sich auf den gesamten Unterricht ausbreitet. Die Lücken zwischen K. und seinen Mitschülern werden immer größer auch in anderen Fächern. Es besteht die Gefahr eines generellen Schulversagens.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Lernstörungen ein und stellt die Relevanz der Diagnostik für angehende Mathematiklehrkräfte heraus.

1. Lernstörungen: Es werden grundlegende Begriffsdefinitionen zu Lernstörungen und Teilleistungsstörungen dargelegt.

2. Dyskalkulie: Dieses Kapitel beleuchtet Definitionen, vielfältige Ursachenmodelle und den negativen Entwicklungsverlauf einer Rechenschwäche.

3. Diagnostik von Rechenstörungen: Hier werden praxisnahe Diagnosemöglichkeiten im basalen und pränumerischen Bereich sowie Methoden der Fehleranalyse und der formellen bzw. informellen Diagnostik vorgestellt.

4. Fazit: Der Autor resümiert die Notwendigkeit der Auseinandersetzung angehender Lehrkräfte mit dieser Thematik, um Schüler frühzeitig unterstützen und fördern zu können.

Schlüsselwörter

Diagnostik, Lernstörungen, Teilleistungsstörungen, Dyskalkulie, Rechenschwäche, Mathematische Fähigkeiten, Fehleranalyse, Basale Diagnostik, Pränumerischer Bereich, Förderung, Lehrerausbildung, Schulversagen, Entwicklungspsychologie, Schülerfehler, Rechenstörung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Identifikation und das Verständnis von Lernstörungen, mit einem klaren Fokus auf die Rechenstörung Dyskalkulie im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der Rechenschwäche, der psychologischen Entwicklung des betroffenen Kindes sowie spezifischen diagnostischen Verfahren für Pädagogen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrern ein erweitertes Basiswissen zu vermitteln, um rechenschwache Kinder frühzeitig zu erkennen, sie adäquat zu fördern und sie vor einem generellen Schulversagen zu bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Ansätze, ergänzt durch praxisorientierte Vorschläge für pädagogische Diagnostik im Schulalltag.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Ursachenforschung, die Beschreibung des Teufelskreises der Dyskalkulie sowie die konkrete Darstellung von Diagnosebereichen wie dem basalen und pränumerischen Bereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Dyskalkulie, Diagnostik, Förderung, Fehleranalyse, pränumerischer Bereich und basale Fähigkeiten.

Warum ist das Verständnis für den "Teufelskreis" bei Dyskalkulie wichtig?

Der Autor zeigt auf, wie ein ursprünglich begrenztes mathematisches Problem durch Misserfolgserlebnisse, sozialen Druck und sinkendes Selbstwertgefühl zu einer generellen Lernblockade führen kann, die den gesamten Unterricht betrifft.

Welche Rolle spielt die Fehleranalyse laut dieser Arbeit?

Die Fehleranalyse dient als effektives diagnostisches Instrument, um verborgene Lösungsstrategien der Schüler zu verstehen, wobei die Methode des handlungsbegleitenden Sprechens besonders hervorgehoben wird.

Warum grenzt der Autor sich von der formellen Diagnostik ab?

Der Autor betont, dass formelle Tests spezielle psychologische Ausbildungen erfordern und daher primär in den Zuständigkeitsbereich von spezialisierten Beratungskräften fallen sollten, während Lehrkräfte sich auf informelle Verfahren konzentrieren.

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Details

Title
Diagnostik von Lernstörungen
College
University of Bremen
Course
Grundlagen der Pädagogischen Diagnostik
Grade
1
Author
Kim-Christoph Jokel (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V43523
ISBN (eBook)
9783638412926
Language
German
Tags
Diagnostik Lernstörungen Grundlagen Pädagogischen Diagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim-Christoph Jokel (Author), 2005, Diagnostik von Lernstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43523
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