Yoga als Element einer Lebensführung


Diplomarbeit, 2005
73 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Yoga
2.1. Heilige Schriften
2.2. Bhagavad Gita
2.3. Geschichtliche Wurzeln des Yoga
2.4. Tantrismus als Grundlage des Hatha-Yoga
2.5. Hatha-Yoga

3. Die Entfaltung von Yoga in den westlichen Industrieländern
3.1. Die gegenwärtige Yoga-Szene in Deutschland
3.2. Die Umsetzung der Etikette im Westen

4. Die acht Glieder des Yoga-Weges des Patanjali
4.1. Yama
4.2. Niyama
4.3. Asanas
4.3.1. Allgemeine Merkmale der Asanas
4.3.2. Allgemeine physiologische Wirkungen der Asanas
4.3.3. Allgemeine psychologische Wirkungen der Asanas
4.4. Pranayama
4.5. Pratyahara
4.6. Dharana, Dhyana, Samadhi - Meditation

5. Yoga als Therapieform
5.1. Langzeitwirkungen regelmäßiger Yoga-Praxis
5.2. Übungsvoraussetzungen und Ernährungsempfehlungen
5.3. Zusammenfassung

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Die folgende Arbeit basiert auf meiner eigenen langjährigen praktischen Erfahrung mit Yoga und der damit verbundenen Vertiefung in östliche Philosophie. Der Yoga ist eine der ältesten indischen Geistesleben und wurde in Indien zu einer weit verbreiteten Lebensweise. Yoga – das Wort aus einer anderen Kultur hat mittlerweile auch Eingang in unsere Sprache gefunden. Denn vor über 100 Jahren ist Yoga aus Indien in den Westen gekommen und auch nach Deutschland. Hier beschäftigten sich zunächst überwiegend Indologen und Angehörige der Theosophischen Bewegung[1] mit dem Thema.

Oft wurde, und wird teilweise immer noch, der Begriff Yoga den Bereichen „New Age Bewegung“ und „Esoterik“ zugeordnet. Gleichzeitig reichen die Auffassungen von der inhaltlichen Bedeutung weit. Assoziationen mit den sagenhaftesten Körperverrenkungen oder sogar der Befähigung zu übermenschlichen Kräfte sind keine Seltenheit. Es stellt sich daher die Frage: Was genau ist Yoga?

Obwohl dem Yoga heutzutage immer noch Vorurteile anhaften, hat es sich in zahlreichen Bereichen, wie unter anderem in der Physiologie, Psychologie, Medizin und Pädagogik, etabliert. Es gibt viele Sparten in der Praxis, von der Suchttherapie bis zur betrieblichen Gesundheitsförderung, in denen Yoga bewusst eingesetzt wird, um die positiven Wirkungen zu nutzen. Indessen wird die Yoga-Forschung im deutschsprachigen Raum sehr stiefmütterlich behandelt. Es gibt bislang keine Institution in Deutschland, die die theoretischen und praktischen Aspekte des Yoga systematisch erforscht.

Generell ist wiederum eine zunehmende Popularisierung des integralen Denkens in unserer Zeit zu verzeichnen, die eine Abnahme von Berührungsängsten bezüglich Spiritualität zur Folge hat. Nun verlagern sich langsam sowohl die Interessen und Bedürfnisse der Yoga-Lehrer als auch die der Teilnehmer: Die einen bieten Unterricht an, der sich mehr an spirituellen und ganzheitlichen Inhalten orientiert, und die anderen sind offener, die Inhalte an sich heranzulassen. Popularisierte und simplifizierte Darstellungen neigen aber oft dazu, die Lehre auf Körperkult, Gymnastik, Schlankheitskur oder Fitness-Training zu beschränken –

besonders im Fernsehen, in Illustrierten und Ratgebern. Diese Ansichten werden von der

Yoga-Literatur auch kräftig unterstützt, Titel wie „Yoga gegen Rückenschmerzen“, „Schlank mit Yoga: das 4-Woche-Programm“ oder „Baby-Yoga: entspannende Übungen für Mutter und Kind“, um nur ein paar zu nennen, sind keine Seltenheit. Sie fassen Yoga als Körperschulung und Körperbeherrschung zusammen.

Zunehmend wird auch die psychische Relevanz von Yoga erkannt, so dass Yoga-Kurse während eines Kuraufenthaltes oder in Selbsthilfegruppen, ja sogar in einigen Gefängnissen angeboten werden. Mittlerweile übernehmen auch einige Krankenkassen einen Teil der Kosten für einen Yoga-Kurs – im Zuge einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung.

Wie ich selbst nach einem längeren Aufenthalt in Indien feststellen konnte, existiert sowohl in Indien als auch in den Industriestaaten eine verwirrende Vielfalt an Yoga-Schulen, Texten und Richtungen: wie z. B. Hatha-Yoga, Integral-Yoga, Shivananda-Yoga, Iyengar-Yoga, Luna-Yoga, Kundalini-Yoga und viele mehr. Eins haben die verschiedenen Yoga-Formen jedoch alle gemeinsam: Bei jeder Art von Yoga wird der Lernende zur Aktivität aufgefordert, und er erfährt während des Übens etwas über die eigenen Vorgänge im Körper.

Da das Thema sehr komplex ist, werde ich mich in dieser Arbeit auf die Aspekte beschränken, die mir für ein grundlegendes Verständnis relevant erscheinen. Im ersten Teil meiner Arbeit sollen zunächst geschichtliche, methodische und theoretische Grundlagen und einige Basisaspekte des Yoga vermittelt werden. Darüber hinaus erläutere ich, wie Yoga in bzw. von der abendländischen Kultur interpretiert und dementsprechend implementiert wird.

Meinen Hauptfokus setze ich dabei auf Hatha-Yoga, speziell die Asanas. Hierbei geht es um den körperlich-funktionellen Aspekt, der von äußerster Wichtigkeit ist, um eine Verbindung zur somatisch-orientierten Therapie zu schaffen, zu der ich im zweiten Teil meiner Arbeit Stellung nehmen werde. Die einzelnen Punkte zeigen, wie Yoga im alltäglichen Leben Platz findet.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass der Yoga in der östlichen Tradition auch eine umfassende feinstoffliche Energielehre und -vorstellung beinhaltet. Aufgrund der mangelnden wissenschaftlichen Nachweisbarkeit – nach westlichen Maßstäben – wird diese im Weiteren bewusst ausgeklammert.

Da eine exakte Transliteration der Begriffe aus Sanskrit und Hindi nur für Sprachkundige sinnvoll wäre und zudem an den drucktechnischen Möglichkeiten scheitert, wurde eine vereinfachte, dem internationalen Gebrauch entsprechende Schreibweise ohne diakritische Zeichen verwendet. Siehe auch im Anhang das Verzeichnis einiger zentraler Sanskritbegriffe.

2. Definition von Yoga

Yoga ist auch heute noch ein mehrdeutiger Begriff. Der Name der indischen Lehre von der Selbsterlösung durch völlige Beherrschung des Körpers und Befreiung des Geistes ist dem Wort „Yoga-h“ entlehnt, das der Sanskrit-Wortwurzel „Yuj“ entstammt, die wiederum so viel heißt wie „zusammenschirren“ oder „vereinen“. Etymologisch weist es eine Nähe zu dem deutschen Wort „Joch“ auf. Hiermit ist das ursprüngliche Anjochen und Anspannen von Tieren gemeint. Das Wort Yoga hat noch eine zweite Bedeutung, und zwar „Vereinigung, Zusammenfügung, Verbindung“.[2] Es deutet auf das Vereinen des individuellen Bewusstseins mit dem allumfassenden Bewusstsein, der universellen Seele, hin, was wir in unserem Kulturkreis mit „Gott“ bezeichnen.[3]

„Wir sehen daraus, daß Yoga ein Weg, eine Methode ist – und dieser Weg besteht darin, daß Körper und Geist angejocht, beherrscht werden, zugleich aber auch das Ziel: Die Verbindung und Vereinigung mit dem Absolutem.“[4]

Der indische Gelehrte Patanjali hat in seinen Yoga-Sutras eine sehr knappe Definition zum Ausdruck gebracht, was die Grundlage der Lehre und gleichzeitig die Essenz des Yoga ist:

„Yoga ist die Fähigkeit, den Geist ausschließlich auf ein Objekt auszurichten und diese Ausrichtung ohne Ablenkung aufrechtzuerhalten.“[5]

Der Indologe Erich Frauwallner definiert Yoga als systematische Schulung des Körpers und Geistes. Nach Frauwallners Meinung ist es keine Lehre, sondern eine Methode, durch deren Anwendung ein Mensch die Beherrschung über seinen Körper erlangen kann. Es kann als solche mit den verschiedensten Lehren verknüpft werden.[6] An dieser Stelle ist zu beachten, dass es zwischen der Yoga-Praxis in Indien und dem Yoga-Unterricht in den Industriestaaten einen auffälligen Unterschied gibt. In Indien steht die spirituelle Erziehung im Vordergrund, während im Westen häufig die gesundheitliche-therapeutische Ebene von Bedeutung ist. Der Religions- und Geschichtswissenschaftler Friedrich Heiler schreibt 1922 in seiner Studie über „die buddhistische Versenkung“:

„Yoga ist nicht eine religiöse Sekte oder ein philosophisches System, sondern eine gemeinindische Geistesrichtung. Yoga (wörtlich Anspannung) ist das Bestreben, durch körperliche und geistige Methoden der Konzentration zu höheren Bewusstseinszuständen zu gelangen, kurz, eine mystische Psychotechnik.“[7]

Allgemein ist Yoga ein komplexes System von ethisch-moralischen Grundsätzen, Atem- und Haltungsübungen, Ernährungsgewohnheiten, Körperreinigungen und Denkweisen, das in der indischen Tradition durch tägliches Praktizieren als Lebensweg und Lebensführung aufgefasst wird. Yoga wirkt auf den ganzen Menschen.

„Allerdings ist der Mensch nicht nur geistig, sondern er ist ein System. Jeder von uns ist ein Konglomerat, das ein großes Gesamtsystem bildet. Dieses System ist mehr als unser Körper, den wir durch Essen nähren. Es ist mehr als unser Atem, mehr als unsere Sozialbeziehungen, mehr als unser Glaube. Jede Einflussnahme auf ein Aspekt dieses Systems hat Auswirkungen auf alle anderen. Was im Yoga geschieht, ist eine ganz bewusste Beeinflussung und Veränderung unseres Gesamtsystems. Ob wir nun am Körper, am Atem, bei der Ernährung oder an unseren sozialen Umgangsformen ansetzen, in jedem Fall verändern wir damit gleichzeitig unser System als Ganzes.“[8]

2.1. Heilige Schriften

Die indischen Philosophien und die Aspekte der ganzheitlichen Lebensführung sind in den heiligen Schriften datiert und seither auf diesem Wege den Menschen überbracht. Unter anderem sind in den Texten Elemente des Yoga enthalten. Die Forschung unterteilt die indische Philosophie und Religionsgeschichte ganz grob in drei Hauptphasen:

1. Vedismus, die älteste Epoche, die auf 1500 bis 900 v. Chr. datiert wird – diese Phase spiegelt sich in den Veden wider.
2. Brahmanismus, auch die brahmanisch-buddhistische Periode genannt, die nachfolgende Epoche mit der Blütezeit der brahmanischen Kultur, die auf den Zeitraum 1000 bis 300 v. Chr. datiert wird.
3. Hinduismus, die letzte Epoche, die um 300 v. Chr. beginnt. In dieser Periode spiegelt sich die Verschmelzung von Philosophien zu einem vielschichtigen Komplex religiös bedingter Verhaltensweisen. Diese sind bis heute in mehr oder weniger abgewandelter Form auch im modernen Indien noch gültig.

Die ältesten Hinweise auf Yoga finden sich in den vier Veden (veda = wissen) und in den Upanishaden. Bei den Upanishaden handelt es sich um philosophische Kommentare zu den Veden. Sie werden von auf etwa 800 v. Chr. bis 200 v. Chr. datiert.[9] Während des Brahmanismus entstand das große Epos „Mahabharata“, das die Bhagavad Gita (siehe Gliederungspunkt 2.2.) enthält. Gemeinsam mit den Yoga-Sutras des Patanjali (siehe Kapitel 4) stellen diese Schriften Texte eine erste systematische Darstellung dar. Sie systematisieren und integrieren bestimmte Auffassungen des Gedankengutes, welche in den Veden und den Upanishaden enthalten ist.

Die Sprache der heiligen Schriften des Hinduismus ist das Sanskrit (Altindisch). Es gehört zusammen mit dem Germanischen, Slawischen, Keltischen, Latein, Griechischen, Albanischen, Armenischen, Iranischen (Alt-Persisch) zur Großfamilie der indogermanischen Sprachen. Das Sanskrit ist sehr formenreich, verfügt über vielfältige Möglichkeiten der Wortbildung und -ableitung sowie der Wortzusammensetzung und ist dadurch gut geeignet, abstrakte Begriffe und Tatbestände präzise wiederzugeben. Nicht nur die meisten klassischen religiösen Texte sind in Sanskrit abgefasst, sondern auch die der klassischen Gelehrsamkeit der Wissenschaften, Dichtung, Prosa und indischen Philosophie.[10] Die ältesten Zeugnisse datieren aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Über Jahrtausende wurden die „Lehren“ nur vom Meister direkt an seine Schüler weitergegeben. Es gab so gut wie keine Aufzeichnungen. Ein Grund dafür war, dass in Indien das aus dem Mund des Lehrers (Guru) vernommene und auswendig gelernte Wort einen höheren Wert gehabt hatte, als das gelesene.[11]

Die andere Schwierigkeit ist, dass hauptsächlich Palmenblätter oder Birkenrinde als Schreibmaterial verwendet wurden. Da dieses Material sehr stark den Einflüssen des Klimas unterworfen ist, ist eine schriftliche Überlieferung aus Indien, die älter als das 12. Jahrhundert ist, eine Rarität. In erster Linie wurden die klassischen Werke immer wieder abgeschrieben und blieben somit erhalten. Das ist ein Grund dafür, warum in Indien auf den verschiedensten Gebieten meist die klassischen Werke das Älteste sind.[12]

2.2. Bhagavad Gita

Eine der Hauptquellen von Yoga ist die Bhagavad Gita („Gesang der Erhabenen“), der nach der Bibel am häufigsten übersetzte spirituelle Text der Welt. Sie ist eine Synthese aus den Lehren der Veden und Upanishaden. Die Gita, wie man sie kurz nennt, ist ein Bestandteil des Epos Mahabharata und wurde von dem Gelehrten Vyasa im 5. Jahrhundert v. Chr. niedergeschrieben. Zu dieser Zeit waren die Vorstellungen des Yoga in Indien schon wohlbekannt. Die Gita führt zu einer noch komplexeren philosophischen und präziseren Lehre, da sie die Lehren der Veden und Upanishaden vereint hat. Sie hat dadurch auch über den indo-philosophischen Raum hinaus Einfluss genommen und Anerkennung erhalten. 1823 erschien in Deutschland die erste Veröffentlichung der Gita. Sie wurde in einer lateinischen Übersetzung von Wilhelm von Schlegel verfasst.[13] Mit den alten indischen Schriften haben sich viele Denker und Intellektuelle des Abendlandes beschäftigt. Was für Arthur Schopenhauer die Upanishaden waren, das wurde für den deutschen Bildungspolitiker Wilhelm von Humboldt (1767-1835) die Bhagavad Gita.[14] Er bezeichnetete die Gita als das:

„Tiefste und Erhabenste, was die Welt aufzuweisen hat. Ich danke Gott, dass er mich so lange hat leben lassen, dass ich dieses Buch noch lesen konnte.“[15]

So hat dazu auch der Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse (1877-1962) der Gita ein Gedicht gewidmet:

Bhagavad Gita

„Wieder lag ich schlaflos Stund um Stund,
Unbegriffenen Leids die Seele voll und wund.

Brand und Tod sah ich auf Erden lodern,
Tausende unschuldig leiden, sterben, modern.

Und ich schwor dem Kriege ab im Herzen
Als dem blinden Gott sinnloser Schmerzen.

Sieh, da klang mir in der Stunde trüber
Einsamkeit Erinnerung herüber,

Und es sprach zu mir den Friedensspruch
Ein uraltes indisches Götterbuch:

,Krieg und Friede, beide gelten gleich,
Denn kein Tod berührt des Geistes Reich.

Ob des Friedens Schale steigt, ob fällt,
Ungemindert bleibt das Weh der Welt.

Darum kämpfe du und lieg nicht stille;
Daß du Kräfte regst, ist Gottes Wille!

Doch ob dein Kampf zu tausend Siegen führt,
Das Herz der Welt schlägt weiter unberührt.‘“[16]

Die Bhagavad Gita umfasst 700 Verse in 18 Kapiteln und beinhaltet ein Gespräch zwischen zwei Charakteren: Arjuna, dem Kriegerfürsten, und Krishna, einer Inkarnation des Gottes Vishnu. Ausgangspunkt des Gesprächs sind die Zweifel und das Zögern von Arjuna, der sich darauf vorbereitet, in den Krieg zu ziehen. Auf der gegnerischen Seite stehen seine Verwandten und Freunde im Kampf. Arjuna ist aufgefordert, sie zu töten, denn nur dann kann er seinen Auftrag als Krieger erfüllen.

„Arjuna sprach:

‚Wenn ich hier meine eigenen Verwandten in Schlachtordnung vor mir sehe, o Krishna, werden meine Glieder schwach, mein Mund dörrt mir aus, mein Leib erzittert, und meine Haare sträuben sich. Der Bogen (Ganiva) entgleitet meiner Hand, und meine ganze Haut scheint zu brennen.‘“[17]

In seiner existenziellen Verunsicherung über den Weg des Tötens beschließt er, sich aus der Schlacht zurückzuziehen, und sei es um den Preis seines eigenen Todes. Daraufhin tritt sein Vormund Krishna in den Dialog und appelliert an ihn, seine Schwäche zu überwinden und sein Schicksal durch das Handeln im Geiste des Yoga zu erfüllen. Arjuna ist ratlos und sagt:

„(...) Mein Bewußtsein ist völlig verwirrt in seinem Urteil über Recht und Unrecht. Dich frage ich, was wohl das Bessere ist. Sage es mir eindeutig! Wie ein Jünger nehme ich meine Zuflucht zu Dir. Erleuchte mich!“[18]

Krishna greift auf das Wissen der Upanishaden zurück und erläutert ausführlich die unterschiedlichen Yoga-Wege: als Weisheit im Handeln, als Bezwingung des eigenwilligen, ungestümen Geistes, als Einssein mit dem Selbst und als die Erkenntnis, dass Gott in ihm identisch ist mit dem Gott in allem, was existiert. Es finden sich aber auch Empfehlungen für eine gemäßigte Lebensweise, die zu einem ausgeglichenen Geisteszustand beitragen soll:

„16. Dieser Yoga ist wahrlich nichts für einen, der zu viel ißt oder zu viel schläft, und ebenso,

Arjuna, ist er auch nichts für einen, der auf Schlafen und Essen verzichtet.

17. Yoga hebt alle Sorge auf für den, dem all sein Schlafen und Wachen, Essen und Spielen,

sein mühevoller Einsatz im Wirken yukta (= im Yoga, d. Ü.) sind.“[19]

In der Gita werden viele Yoga-Formen erwähnt, ihre Hauptlehre lässt sich auf einen Drei-Wege-Yoga reduzieren. Dazu zählen Karma-Yoga (Tat-Yoga), Jnana-Yoga (Erkenntnis-Yoga) und Bhakti-Yoga (Hingabe-Yoga). Diese drei Hauptwege (Margas) des Yoga sollen zur Befreiung der Menschen von Leid dienen und am besten in Kombination praktiziert werden. Diese Yoga-Wege stehen allen Gläubigen, auch Menschen mit üblem Lebenswandel, Niedrigkasten und Frauen offen.

„18. Die Weisen betrachten mit gleichem Auge den gelehrten und kultivierten Brahmanen, die Kuh,

den Elefanten, den Hund und Kastenlosen.“[20]

2.3. Geschichtliche Wurzeln des Yoga

Es gibt wenig gesichertes Quellenmaterial über die Anfänge von Yoga. Die Autoren widersprechen sich oft mit den Jahrhunderten, und vieles verliert sich im Mythos. Der Yoga ist als Übungsweg seit mindestens 3500 Jahren überliefert, obwohl auch in diesem Punkt in der Literatur unterschiedliche Meinungen vertreten werden. Sicher kann man sagen, dass Yoga eine der ältesten Erkenntnislehren ist, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht.[21]

Da die Entwicklung von Yoga nicht von der indischen Gesamtgeschichte zu trennen ist, werden die sozialen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Aspekte der indischen Geschichte, in Bezug zu Yoga, hier knapp dargestellt.

Allgemein verläuft die indische Geschichte kontinuierlicher als die abendländische, mit weniger deutlichen Krisen und Einschnitten, weniger tief greifenden Umbrüchen und Revolutionen.

„Indien hat demnach eine im Unterschied zu Europa sehr langsame und unauffällige und daher im Einzelnen bis heute nicht beschriebene Entwicklung von einer auf Sklavenhaltung beruhenden zu einer feudalen Gesellschaft durchgemacht. Der Grund für diese Unauffälligkeiten ist, daß eben die Dorfgemeinde von der Zeit der zerfallenden vorvedischen Gentilgesellschaft bis in den Anfang des Kapitalismus zu Anfang des 19. Jahrhunderts, d. h. etwa 5-6000 Jahre, trotz mancher Erscheinungen ihres Zerfalls erhalten blieb und den Charakter der Gesellschaft bestimmte.“[22]

Die ersten geschichtlichen Hinweise auf Yoga waren Funde von Tonfiguren in typischen Yoga-Positionen, wie sie auch heute noch gelehrt werden. Sie zeigen zum Beispiel einen gehörnten Gott mit verschränkten Beinen im Lotossitz.[23] Die ältesten Funde stammen aus der Induskultur, die im heutigen Pakistan, am Fluss Indus, angesiedelt war. Aufgrund dieser Entdeckungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Kenntnisse und Betrachtungsweisen dieser alten Kultur stark geändert. Es gilt als gesichert, dass die Induskultur eine hoch entwickelte Stadtkultur war, da es in den Zentren Kanalisation, Tempel, Paläste, Wohnhäuser, Bäder und Lagerhallen gab.[24] In diesen Städten wohnten bereits 3000 v. Chr. etwa 50.000 Menschen. Ein reger Handel und Gütertausch mit Handwerkszeug, Keramik, Statuen, Waffen und kostbarem Schmuck führte sie bis nach Mesopotanien, Arabien und Indien.[25]

Die so genannten Dravidas, die präarischen Ureinwohner Indiens, lebten in anderen Teilen des Subkontinents, wobei Elemente in die Induskultur miteingeflossen sein müssen. Hinweise darauf sind noch heute bei den Stämmen Südindiens zu finden. Zentrale Figuren dieser Stämme waren Schamanen. Der historische Ursprung von Yoga hat sich mitunter bei ihnen entwickelt.[26] Schamanen waren Medizinmänner und -frauen, Helfer und Heilerinnen, die „nebenberuflich“ dieser Tätigkeit nachgingen und sonst als Bauern und Jäger tätig waren. Die Menschen damals haben sich nicht als isolierte Individuen verstanden, sondern es war ihnen eine Selbstverständlichkeit, dass sie sich aufeinander bezogen, einander brauchten und sich gegenseitig bereicherten. Oftmals waren Schamanen auch die Berater von Häuptlingen und Königen.

Der Subkontinent erlebte eine Vielzahl von Völkerwanderungen, -unterwerfungen und -ver-mischungen. Sehr prägend war die Invasion der nomadischen und stammesgesellschaftlichen Arier. Sie kamen über das heutige Afghanistan nach Indien und zerstörten die Hochkulturen des Industals um 1400 v. Chr. und drangen im Lauf der Jahrhunderte vom Nordwesten in die Gangesebene und von dort in den Südosten. Die Eroberer gelangten 300 v. Chr. nach Südindien.[27] Dadurch verknüpfte sich die Kultur der indischen Ureinwohner mit der der arischen Eroberer.

„Die Arier bildeten im wesentlichen die herrschende Klasse, bestehend aus drei oberen Kasten, den Kschatrijas (Kriegern), den Brahmanen (Priestern) und Vaischyas (dem ,Volk‘ von Bauern, Handwerkern und Händlern).“[28]

Die von den eingewanderten arischen Stämmen unterworfenen und versklavten dunkelhäutigen Ureinwohner bildeten die unterste Kaste, die Sudras. Die Kastenlosen, die so genannten Dalits oder auch die „Parias“, im deutschsprachigen Bereich die „Unberührbaren“[29] genannt, galten als unrein, und ein Kastenmitglied durfte sie nicht berühren.[30]

„Ein Individuum außerhalb dieser Kasten hat keine legale Identität und wird deshalb als ein menschliches Tier und nicht als Person betrachtet.“[31]

Durch die Kastenzugehörigkeit wird die Rolle und Identität jedes Einzelnen definiert. Die Kastengehörigkeit wird vererbt, und es existiert im System daher keine Durchlässigkeit, zumindest nicht während eines einzigen Menschenlebens. Nach der hinduistisch-religiösen Gesetzmäßigkeit ist der Aufstieg in eine höhere Kaste im nächstfolgenden Leben nur dann möglich, wenn derjenige sich an das „Gesetz des Karma“ gehalten hat. Das bedeutet, dass das Schicksal des Menschen nach dem Tode von seinen Taten in seinem früheren Leben abhängt.[32] Das Erstrebenswerteste für einen Inder ist die Wiedergeburt in die brahmanische Kaste. So gilt im alten und im heutigen Indien dem Brahmanen immer noch höchste Verehrung.

„Die Akkumulation von materieller Macht im Adel und im Bürgertum sowie von ideologischer Macht im ritualistischen und dogmatischen Priestertum erzeugten starke asketische und intellektuelle Oppositionsbewegungen. Die Produktivkräfte der Klassengesellschaft waren soweit entwickelt, daß eine Vielzahl von Individuen verschiedenster sozialer Herkunft sich von körperlicher Arbeit befreien und – zum Teil von Spenden lebend – sich der Selbstbildung widmen konnte; sie waren andererseits so gering entwickelt, daß die Gebildeten ihre Entfaltungsmöglichkeiten nicht im Bereich des produktiven Handelns, sondern dem des inneren Handelns suchten, zumal politisches Handeln ihnen verwehrt und kultisch-rituelles ihnen fragwürdig wurde.“[33]

Das traditionelle Ziel des Yoga ist es, Erlösung zu erreichen (siehe Kapitel 4), welches aus diesem geschichtlichen Zusammenhang sich erschließt. So kam es, dass der Einzelne sich nicht mehr mit seiner sozial definierten Rolle, seiner Kaste, identifizierte. Die Anhänger dieser Bewegung, Asketen und Yogis, änderten weder die damalige Gesellschaft noch wurden sie in ihr heimisch; gezwungenermaßen emigrierten sie schließlich. Sie gaben die Verantwortung gegenüber ihrer Familie auf und gingen auf Wanderschaft, gründeten Einsiedeleien, Waldkommunen oder Klostergemeinschaften, die so genannten Ashrams.

„Sie, die radikalen Asketen und Yogis, Denker und Sucher, Prediger und Mönche, wählten die ,Weltflucht‘ nicht gerade freiwillig, sondern wurden eher bedrängt, abgedrängt in Randgruppen, Subkulturen und Gegenkulturen, die, außerhalb des staatlichen Zugriffs, mehr Möglichkeiten der Selbstverwirklichung boten.“[34]

Aus Angst vor Machtverlust und der inneren Krisensituation mussten nun die Brahmanen diese „sektiererischen“ Bewegungen anerkennen und ihnen Gültigkeit verschaffen.

2.4. Tantrismus als Grundlage des Hatha-Yoga

Etwa seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. kündigte sich im indischen Geistesleben der Tantrismus als eine neue philosophische und religiöse Bewegung an. Die Tantras[35] bedienten sich auch der yogischen Techniken und haben nachhaltig Einfluss auf die Entwicklung des Yoga, insbesondere des Hatha-Yoga, gehabt.

Der Indologe Jan Gonder definiert Tantra als „System“ oder „Lehrbuch eines Systems“.[36] Die Wortwurzel „tan“ bedeutet nach Mircea Eliade „ausbreiten, fortsetzen, vermehren“ und ist zu interpretieren als die Abfolge eines Prozesses, in dem sich die Erkenntnis ausdehnt. Tantra bedeutet auch so viel wie „Gewebe“, womit die Idee gemeint ist, dass alles miteinander in Beziehung steht, voneinander abhängig und miteinander verwoben ist.[37]

Nach Eliade sind eine Reihe alchimistischer und schamanistischer Techniken in den Tantrismus eingeflossen.[38] Der Tantrismus hat auch den Buddhismus und den Hinduismus stark beeinflusst. Der hinduistische Tantrismus vereint in sich Gedankengut aus der orthodox[39] ausgerichteten, patriarchalischen Gesellschaftsordnung der Brahmanen mit dem der matriarchalischen indischen Ureinwohner.

„Die Frau verkörpert das Mysterium der Schöpfung und das Mysterium des Seins zugleich das Geheimnis alles Seienden und Werdenden, Sterbenden und auf unfaßliche Weise Wiedergeborenen. Auf metaphysischer wie mythologischer Ebene wird das Schema der Samkhya-Philosophie fortgesetzt: Der Geist, das ‚männliche‘, purusa, ist ‚der große Unschöpferische‘, der Unbewegliche, Kontemplative; die prakriti ist es, die arbeitet, zeugt und nährt.“[40]

Die Weisheit soll allen zugänglich sein, aber dennoch wird eine spezielle Einweihung (Initiation) gefordert, um das Gedankengut des Tantrismus vor zu großer Verfälschung und Kommerzialisierung zu schützen.[41] Der Mensch beginnt im Tantrismus seine Individualität zu entdecken und aus dem rein kollektiven Rahmen zu treten. Gonder gibt eine allgemeine Definition des Tantras:

„Man kann also die in diesen Werken enthaltenen Lehren im allgemeinen als eine größtenteils esoterische Tradition und Doktrin definieren, die wesentlich ritualistischen Charakters, mit Hilfe besonderer Zeremonien und sakraler – teilweise magischer und orgiastischer – Aktesupranormale Wirkungen erzielen und durch Überwindung der niederen Triebe einen Kontakt mit dem Transzendenten gewinnen will und zu diesem Zweck alte Vorstellungen, Praktiken und Philosophien revidiert, vereint und dadurch wirkungsvoller zu machen beabsichtigt. Dabei ist auch der Tantrismus selbstverständlich in erster Linie ein Erlösungsweg und sein oberstes Ziel geistige Vervollkommnung (Siddhi).“[42]

Im Tantrismus ist der Körper der Ort der Erkenntnis und Wahrheit. Er ist etwas Göttliches, mit dessen Hilfe der Yogi[43] Befreiung erlangen kann.[44] Da der Mensch die Befreiung nur vom Körper aus erlangen kann, ist es wichtig, einen gesunden und kräftigen Leib zu haben.[45] In den tantrischen Yoga-Wegen wird die Ganzheit des Menschen angesprochen, und der Übungsweg wird von Anfang an auf die Psyche und Physis gleichermaßen ausgerichtet. Der Ansatz des tantrischen Yoga ist, das Körperliche wie das Geistige, das Individuelle wie das Universelle gleichermaßen in den Weg der Ganzwerdung des Menschen einzubeziehen. Es findet sich eine Dualität von Purusa und Prakriti, von Geist und Materie, von Shiva und Shakti. Sie sind die Symbole für das weibliche und das männliche System. Shiva steht für das Bewusstsein und die Materie und Shakti für die schöpferische Energie (Sexualität, Bewegung, Lebenskraft). Die Vereinigung der beiden Energien ist das Ziel des Tantrismus. Sie werden in der Symbolik auch Ha, wie Sonne, und Tha, wie Mond, genannt. Aus dieser Geisteshaltung entstand der Hatha-Yoga.[46] Die Autorin und Yoga-Lehrerin Anna Trökes hat die mystische Übersetzung noch weiter interpretiert:

„Auch Polarität ist ein Grundprinzip des Tantra. Es besagt, dass alles, was uns gegensätzlich erscheint, nur zwei Aspekte einer Sache seien. So zeigt sich die Energie in ihrem männlichen Aspekt in Form der Sonne und in unseren aktiven, extravertierten, verstandesbetonten Seiten; in ihrem weiblichen Aspekt zeigt Energie sich in Form des Mondes und unseren passiven, introvertierten, gefühlsbetonten, intuitiven Seiten. Diese beiden Seiten sollen in uns durch den Hatha-Yoga vereinigt werden, so dass wir unsere männlichen und weiblichen Anteile in gleicher Bewusstheit an Intensität leben können.“[47]

[...]


[1] Reihe von okkulten, teils auch esoterischen Organisationen, die am 17.11.1875 in New York von H.S. Olcott, H.P. Blavatsky und W.Q. Judge gegründet worden ist. Im Jahre 1879 übersiedelte die Theosophische Gesellschaft nach Indien, in die Nähe von Madras, und ab diesem Zeitpunkt verbreitete sich die TG weltweit. (Vgl. Fuchs, Christian, Yoga in Deutschland, Rezeption, Organisation, Typologie, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1990, S. 31)

[2] Vgl.: Duden, Etymologisches Wörterbuch, Herkunftswörterbuch der Deutschen Sprache, bearb. von Günther Drosdowski, 1997, S. 823

[3] Vgl.: Iyengar, B. K. S., Light on the Yoga-Sutras of Patanjali, Indus, New Delhi 1993, S. 13

[4] Zitat: Wunderli, Jürg, Yoga und Medizin, Ein Arzt über den geistigen Yoga und seine Beziehungen zur Heilkunde, ABC Verlag Zürich, Zürich 1964, S. 19

[5] Zitat: Desikachar, T. K. V., Yoga-Gesundheit für Körper und Geist, Leben und Lehren Krishnamacharyas, Theseus Verlag, Berlin 2000, S. 21

[6] Vgl.: Frauwallner, Erich , Geschichte der indischen Philosophie, Die Philosophie des Veda und des Epos der Buddha und der Jina das Samkhya und das klassische Yoga-System, Otto Müller Verlag Salzburg, Band 1, Salzburg 1953, S. 133

[7] Zitat: Heiler, Friedrich, Die buddhistische Versenkung, Reinhardt Verlag, München 1922, S. 45

[8] Zitat: Desikachar, Yoga-Gesundheit für Körper und Geist, Leben und Lehren Krishnamacharyas, Theseus Verlag, Berlin 2000, S. 141

[9] Vgl.: Deutzmann, Hans, Yoga als Gesundheitsförderung, Norderstedt 2002, S. 56

[10] Vgl.: http://www.hindu.dk/deutsch/sanskrit.htm (Stand 05.11.04, 15.15 Uhr)

[11] Diese Art der Vermittlung in einem direkten Meister-Schüler-Verhältnis war und ist heute noch in ganz Asien üblich.

[12] Vgl.: Frauwallner, Erich , 1953, S. 32 f.

[13] Vgl.: Fuchs, Christian, Stuttgart 1990, S. 28

[14] Vgl.: Heiler, München 1922, S. 2

[15] Zitat: http://www.philo-forum.de/philoforum/viewtopic.html?p=52411 (Stand 30.11.04, 11.00 Uhr)

[16] Gedicht von Hermann Hesse aus: http://www.bibliomaniac.de/hesse/prim/poem1.htm (Stand 23.11.2004, 13.00 Uhr)

[17] Zitat: Bhagavadgita, aus dem Sanskrit übersetzt von Sri Aurobindo, Verlag Hinder + Deelmann, Gladenbach 1981, S.10

[18] Zitat: Bhagavadgita, 1981, S. 14

[19] Zitat: Bhagavadgita, 1981, S. 44

[20] Zitat: Bhagavadgita, 1981, S. 39

[21] Vgl.: Trökes, Anna, Das große Yogabuch, Das moderne Standardwerk zum Hatha-Yoga, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2000, S. 9

[22] Zitat: Ruben, Walter, Die gesellschaftliche Entwicklung im alten Indien. Bd. I: Die Entwicklung der Produktionsverhältnisse im Alten Indien, Akademie-Verlag, Berlin (Ost) 1967, S. 4

[23] Vgl.: Deutzmann, Hans, Yoga als Gesundheitsförderung, Norderstedt 2002, S. 50

[24] Vgl.: Deutzmann, 2002, S. 50

[25] Vgl.: Ausstellungskatalog: Vergessene Städte am Indus, Mainz 1987, S. 146 f.

[26] Vgl.: Frauwallner, Salzburg 1953, S. 133

[27] Vgl.: Täube, Reinhard, Innere Erfahrung und Gesellschaft, Die Lotosblüte bekommt Stacheln, 1977, S. 40

[28] Zitat: Täube, Reinhard, 1977, S. 41

[29] Gandhi nannte sie die „Harijans“, die Kinder Gottes, um den Unberührbarkeitsbann zu brechen.

[30] Das hat sich bis heute in Indien nicht geändert. Es kommt vor, dass Ärzte, die meist aus brahmanischen Kasten stammen, sie nicht behandeln, um sie nicht anfassen zu müssen.

[31] Zitat: Watts, Alan, Psychotherapie und östliche Befreiungswege, Kösel-Verlag, München 1980, S. 65

[32] Vgl.: Wahrig, Gerhard, Fremdwörterlexikon, Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh 1978, S. 298

[33] Zitat: Täube, Reinhard, 1977, S. 42

[34] Zitat: Täube, 1977, S. 43

[35] Die Tantras sind vornehmlich praxisorientierte Texte, die die direkte psychophysische Erfahrung in den Mittelpunkt stellen. (Vgl. Bräutigam, Uwe, in: Der Weg des Yoga, Verlag Via Nova, Petersburg 1991, S. 38)

[36] Vgl.: Gonda, Jan, Die Religionen Indiens. Band 1, Stuttgart 1960, S. 26

[37] Vgl.: Eliade, Mircea, Yoga-Unsterblichkeit und Freiheit, Frankfurt 1977, S. 211

[38] Vgl.: Eliade, 1977, S. 282 f. und S. 301 f.

[39] Orthodox meint, dass diese Systeme vom ursprünglichen Brahmanentum, der am organisierten Priestertum orientierten Form hinduistischen Glauben akzeptiert wurden. (Vgl.: Eliade, 1960, S. 12)

[40] Zitat.: Eliade, 1977, S. 211-212

[41] Vgl.: Eliade, 1977, S. 258 f.

[42] Zitat: Gonda, 1960, S. 28

[43] Befolger der Yoga-Praktik (Vgl.: Fuchs, Christian, Yoga in Deutschland, Rezeption, Organisation, Typologie, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1990, S. 307)

[44] Vgl. http://veit-voigt.de/yoga_05roots.php (Stand März 2002)

[45] Vgl.: Eliade, 1977, S. 9

[46] Vgl.: Deutzmann, Hans, Yoga als Gesundheitsförderung, Norderstedt 2002, S. 75

[47] Zitat: Trökes, Anna, München 2000, S. 30

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Yoga als Element einer Lebensführung
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Leibesübungen)
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
73
Katalognummer
V43536
ISBN (eBook)
9783638413046
Dateigröße
606 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Yoga, Element, Lebensführung
Arbeit zitieren
Andrea Ulbrich (Autor), 2005, Yoga als Element einer Lebensführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43536

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