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Strategien zur Vermeidung betrieblicher Fehlzeiten. Das Beispiel einer fiktiven GmbH & Co. KG

Title: Strategien zur Vermeidung betrieblicher Fehlzeiten. Das Beispiel einer fiktiven GmbH & Co. KG

Diploma Thesis , 2003 , 84 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Michael Schmohl (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Warum fehlen die, die fehlen? Diese Frage haben sich wohl alle Unternehmen in der Vergangenheit schon einmal gestellt, und sie werden sich auch in Zukunft damit auseinandersetzen müssen.
Fehlzeiten im Betrieb sind für alle Beteiligten ein schwieriges und heikles Thema, bei dem oft Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen aufeinanderprallen. Schnell werden Klagen über Verdächtigungen, Diskriminierungen und Mißtrauen laut. Wirklich Erkrankte fühlen sich als Simulanten behandelt, robuste Gesundheit wird als einziges Mittel für den Erhalt des Arbeitsplatzes gesehen.

In Zeiten stärkeren Wachstums und günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird um das Thema Fehlzeiten deshalb gerne ein Bogen gemacht, da es um weit Wichtigeres geht, als sich darum zu kümmern, den einen oder anderen Abwesenden als Drückeberger zu entlarven und da man es sich leisten kann, über diese „Kleinigkeiten“ hinwegzusehen. Allerdings haben sich die Umstände in Deutschland geändert. Starker internationaler Wettbewerb, Kostendruck und eine lahmende Konjunktur lassen diesen bislang vernachlässigten Faktor in den Vordergrund treten.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Fehlzeiten wird auch dadurch unterstrichen, daß deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich mit relativ hohen Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter zu kämpfen haben. Insbesondere die Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall stellt eine große Belastung dar, die die Rentabilität eines Unternehmens erheblich beeinträchtigen kann. Hinzu kommen Kosten für Mehrarbeit und Ersatzbeschaffung sowie Kosten aufgrund ungenügender Auslastung des Produktionsapparates, Qualitätsmängel und Lieferschwierigkeiten.

Auch bei dem mittelständischen Unternehmen X GmbH & Co. KG, sah man sich in der Vergangenheit oftmals mit der Fehlzeitenproblematik und den daraus entstehenden Folgen konfrontiert. Zwar ist man sich man sich bei der X GmbH & Co. KG der Bedeutung von Fehlzeiten bewußt, eine konkrete Problemanalyse und darauf aufbauende Maßnahmen zur Verminderung wurden bisher aber nur vereinzelt und unregelmäßig durchgeführt.

Ziel dieser Diplomarbeit soll es deshalb sein, durch eine umfassende Information und Analyse das Phänomen Fehlzeiten im Unternehmen transparent zu machen und Ansätze zu deren Senkung darzustellen, die von der Literatur vorgeschlagen werden. Eine Bewertung der vorgestellten Maßnahmen anhand geeigneter Kriterien macht es schließlich möglich, konkrete Handlungsempfehlungen für das Unternehmen abzuleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2 Arten von Fehlzeiten und Begriffsdefinition

2.1 Ausfallzeiten

2.2 Fehlzeiten

2.3 Arbeitsunfähigkeit

2.4 Krankheit vs. Gesundheit

2.5 Absentismus

3 Bedeutung, Erfassung und Analyse der Fehlzeiten

3.1 Bedeutung und Folgen von Fehlzeiten

3.1.1 Folgen für Mitarbeiter und Vorgesetzte

3.1.2 Folgen für das Unternehmen

3.2 Betriebliche Erfassung und Auswertung

3.3 Analyse der Fehlzeiten

3.3.1 Arbeitsunfähigkeit nach Häufigkeit und Dauer

3.3.2 Krankenstand im überbetrieblichen Vergleich

4 Einflußfaktoren auf Fehlzeiten

4.1 Externe Einflußfaktoren

4.1.1 Gesellschaftliche Einflüsse

4.1.2 Politische Einflußfaktoren

4.1.3 Wirtschaftliche Einflußfaktoren

4.1.4 Medizinische Einflüsse

4.1.5 Periodische Einflußfaktoren

4.2 Betriebliche Einflußfaktoren

4.2.1 Unternehmensmerkmale

4.2.2 Personalpolitik

4.2.3 Arbeitsbedingungen

4.2.4 Mitarbeiterführung und Betriebsklima

4.3 Persönliche Einflußfaktoren

4.3.1 Qualifikation und Stellung im Beruf

4.3.2 Alter und Nationalität

4.3.3 Geschlecht und Familienstand

4.3.4 Persönlichkeitsstruktur und private Situation

4.3.5 Risikoverhalten

5 Betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitensenkung

5.1 Allgemeine Maßnahmen

5.1.1 Verbesserung der Arbeitssituation

5.1.2 Betriebliche Gesundheitsförderung

5.1.3 Personalpolitische Maßnahmen

5.2 Spezielle Maßnahmen

5.2.1 Maßnahmen der subjektiven Einflußnahme

5.2.2 Kontrollierende Maßnahmen

6 Maßnahmenbewertung und Handlungsempfehlungen

6.1 Kriterienbildung

6.2 Bewertung der Maßnahmen

6.2.1 Allgemeine Maßnahmen

6.2.2 Spezielle Maßnahmen

6.2.3 Handlungsempfehlungen für die X GmbH & Co. KG

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit analysiert das Phänomen der betrieblichen Fehlzeiten, um durch eine umfassende Bestandsaufnahme und eine anschließende Bewertung von Maßnahmen konkrete Handlungsempfehlungen zur Fehlzeitenreduzierung für das Unternehmen Z X GmbH & Co. KG abzuleiten.

  • Strukturelle Analyse von Ausfall- und Fehlzeiten.
  • Untersuchung von betrieblichen, externen und persönlichen Einflussfaktoren auf Fehlzeiten.
  • Vergleich der betrieblichen Situation mit AOK-Jahresstatistiken (Benchmarking).
  • Bewertung von allgemeinen und speziellen Präventions- und Interventionsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Folgen für das Unternehmen

Für das Unternehmen bewirken Fehlzeiten neben einer Nichterreichung betrieblicher Zielsetzungen und einer Störung des Arbeitsablaufs hauptsächlich eine erhöhte Kostenbelastung, was einen negativen Einfluß auf das Betriebsergebnis und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens hat. Die bisher beschriebenen Auswirkungen der Abwesenheit von Mitarbeitern münden alle in Kosten, die dem Unternehmen durch fehlendes Personal im betrieblichen Leistungsprozeß entstehen. Die Arten der anfallenden Kosten sind sehr vielfältig und lassen sich teilweise nur grob schätzen.

Als direkte Kosten werden diejenigen Aufwendungen bezeichnet, die aufgrund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Bestimmungen trotz nicht erbrachter Leistung des Arbeitnehmers vom Betrieb erbracht werden müssen. Den wichtigsten Kostenfaktor stellt dabei die gesetzliche Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall dar.

Nach §§ 3, 4 EfzG beträgt sie für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit 100% des dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehenden Bruttoarbeitsentgeltes und ist vom Arbeitgeber zu tragen. Für Kuren und Heilverfahren gelten die §§ 3, 4 entsprechend (§ 9 EfzG). Ist der Arbeitnehmer aus anderen in seiner Person liegenden Gründen nicht in der Lage, seine Arbeit zu verrichten, regelt § 616 BGB, daß der Arbeitnehmer den Anspruch auf Vergütung nicht verliert, wenn er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit ohne Verschulden an der Leistungserbringung verhindert ist (z. B. Geburt, Todesfall, Hochzeit, Arztbesuch, gerichtliche Ladung, Musterung, Ehrenämter, Behördengänge etc.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Fehlzeiten ein, beleuchtet die Problemstellung für Unternehmen sowie das Ziel der Arbeit, Ansätze zur Fehlzeitenreduktion am Beispiel der X GmbH & Co. KG zu untersuchen.

2 Arten von Fehlzeiten und Begriffsdefinition: Hier werden grundlegende Begriffe wie Ausfallzeiten, Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit und Absentismus definiert und voneinander abgegrenzt.

3 Bedeutung, Erfassung und Analyse der Fehlzeiten: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftlichen Folgen von Fehlzeiten für Unternehmen und Mitarbeiter sowie die Methoden zur systematischen betrieblichen Erfassung und Analyse.

4 Einflußfaktoren auf Fehlzeiten: Es erfolgt eine detaillierte Differenzierung und Betrachtung von externen, betrieblichen und persönlichen Einflussfaktoren, die das Fehlzeitenverhalten von Mitarbeitern bestimmen.

5 Betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitensenkung: Dieses Kapitel stellt verschiedene Ansätze zur Senkung von Fehlzeiten vor, unterteilt in allgemeine Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung und spezielle Maßnahmen zur Verhaltensbeeinflussung.

6 Maßnahmenbewertung und Handlungsempfehlungen: Nach der Entwicklung von Bewertungskriterien werden die in Kapitel 5 vorgestellten Ansätze evaluiert, um abschließend Handlungsempfehlungen für die X GmbH & Co. KG abzuleiten.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Handhabung der Fehlzeitenproblematik gegeben.

Schlüsselwörter

Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit, Absentismus, Entgeltfortzahlung, Krankenstand, betriebliche Gesundheitsförderung, Rückkehrgespräche, Personalführung, Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, Fehlzeitenanalyse, Prävention, Kostenbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur, den Ursachen und den Auswirkungen betrieblicher Fehlzeiten sowie mit Möglichkeiten zu deren Reduzierung am Beispiel der Z X GmbH & Co. KG.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in die Definition von Fehlzeitenbegriffen, die Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung, die Untersuchung diverser Einflussfaktoren (extern, betrieblich, persönlich) und die Bewertung verschiedener Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das Phänomen Fehlzeiten im Unternehmen durch eine umfassende Analyse transparent zu machen und auf Basis von Literaturmodellen und Kriterien konkrete Handlungsempfehlungen zur Senkung der Fehlzeiten für das Unternehmen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autor setzt auf eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer eigenen Datenanalyse im Unternehmen, gestützt durch ein Benchmarking mit AOK-Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Systematisierung der Fehlzeiten, die Identifikation von Ursachenfeldern (z.B. Arbeitsbedingungen, Führungsstil) und die detaillierte Bewertung von Interventionsmöglichkeiten, von Gesundheitszirkeln bis hin zu Rückkehrgesprächen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Entgeltfortzahlung, Absentismus, Arbeitsunfähigkeit, präventive Maßnahmen und die kritische Bewertung von Kontrollinstrumenten wie der Vorladung zum MDK.

Welche spezifische Rolle spielt der Krankenstand bei der Z X GmbH & Co. KG?

Die Analyse zeigt, dass der Krankenstand des Unternehmens zwar im Vergleich zu branchenweiten Statistiken günstig ausfällt, dennoch aber eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt, die insbesondere durch häufige Kurzerkrankungen entsteht.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Anwesenheitsprämien?

Der Autor rät aufgrund der Analyseergebnisse eher von Anwesenheitsprämien ab, da sie das Betriebsklima belasten können und die Gefahr besteht, dass sie langfristig als fester Lohnbestandteil ohne Anreizwirkung wahrgenommen werden.

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Details

Title
Strategien zur Vermeidung betrieblicher Fehlzeiten. Das Beispiel einer fiktiven GmbH & Co. KG
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,1
Author
Michael Schmohl (Author)
Publication Year
2003
Pages
84
Catalog Number
V43546
ISBN (eBook)
9783638413145
ISBN (Book)
9783638707053
Language
German
Tags
Betriebliche Fehlzeiten Struktur Ursache Auswirkungen Reduzierungsmöglichkeiten Beispiel GmbH
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schmohl (Author), 2003, Strategien zur Vermeidung betrieblicher Fehlzeiten. Das Beispiel einer fiktiven GmbH & Co. KG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43546
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