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Der Beruf des Steinmetzes im Mittelalter

Title: Der Beruf des Steinmetzes im Mittelalter

Term Paper , 2009 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Siek (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Ein Teilgebiet des Geschichtsunterrichts in der Schule ist das Thema des Mittelalters. Wenn ich dabei an meine Schulzeit zurück denke, dann ist es erschreckend wie ungleichgewichtig die Themen behandelt wurden. Dem Mittelalter kam dabei die geringste Stundenzahl zu Gute. Dabei ist es sehr schade, denn das Mittelalter umfasst mehr als die vermittelten Gebiete wie die Hexenverbrennung, Kreuzzüge und die Christianisierung. Viele Menschen entdecken heute das Mittelalter ganz neu und auf ihre Art und Weise.

Sie machen es zu ihrem Beruf oder ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung, indem sie auf die angebotenen Mittelaltermärkte sowie Ritterturniere gehen um dem Alltag zu entfliehen und einen Hauch früherer Zeit genießen zu können. Beim flanieren über den Mittelaltermarkt begegnen ihnen dann die verlockenden Gerüche in Form von Falafel oder die damaligen Schwertkünste werden von einigen tapferen Recken dargeboten, während ein Spielsmannstrupp für die musikalische Untermauerung der Zeit sorgen und man schnell in den Bann gezogen wird, wenn man sich dafür öffnet.

Eine weitere Art seine Vorliebe für diese Epoche auszudrücken ist das Rollenspiel, wo Menschen, die im heutigen Leben Polizist, Professor, Anwalt oder Angestellter sind, in die Rolle eines Ritters, Bauern, Knechts oder Burgherrn schlüpfen, um dann eine historisch belegte Burgeroberung originalgetreu nachzustellen.
Doch das Leben im Mittelalter, auch beruflich gesehen, war viel weitreichender als die meisten Menschen denken.

Viele Dinge die für uns heute allgegenwärtig sind kommen ursprünglich aus dem Mittelalter. Viele Handwerksberufe haben dort ihren Ursprung. Selbst in Straßennamen finden wir heute noch das Mittelalter. Auch sind die Nachnamen die wir heute tragen von Berufen oder Orten der damaligen Zeit ins 21. Jahrhundert mitgewandert. Somit ist es auch heute noch allgegenwärtig. Diese Arbeit soll einen kleinen Einblick in das Leben der damaligen Zeit bieten und das speziell an dem Beruf des Steinmetz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Einführung

III. Der Handwerksberuf Steinmetz

IV. Die Sonderstellung der Steinmetzen

V. Der Beruf des Steinmetz

VI. Die Werkzeuge

VII. 1.4. Die Steinmetzzeichen

VIII. 1.5. Die Rolle des Steinmetz bei den Bestattungen im Merowingerreich

IX. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in die Lebensrealität und die Arbeitsweise der Steinmetzen im Mittelalter zu geben, um deren essenzielle Rolle für die gotische Baukunst und die damalige Gesellschaft aufzuzeigen.

  • Historische Einordnung des Mittelalters und des Handwerksberufs Steinmetz.
  • Strukturelle Besonderheiten der Bauhütten und deren Abgrenzung zu städtischen Zünften.
  • Detaillierte Analyse der technologischen Ausstattung und Steinbearbeitungswerkzeuge.
  • Bedeutung von Steinmetzzeichen als Identifikationsmerkmal und für die historische Forschung.
  • Kulturelle Funktion des Steinmetzhandwerks im Kontext von Bestattungsriten im Merowingerreich.

Auszug aus dem Buch

VI. Die Werkzeuge

Die Werkzeuge, die zum Bearbeiten des jeweiligen Steins verwendet werden, sind heute die gleichen wie damals.

Die direkt auf den Stein einwirkenden Geräte, die Steinbearbeitungswerkzeuge, lassen sich in zwei Gruppen zusammenfassen: einmal die Hauwerkzeuge, Geräte, die wie Beile einhändig oder beidhändig geführt werden, und zum anderen die Eisen, beitelartige Werkzeuge, die mit einer Hand aufgesetzt und in der Regel mit einem Holzklöpfel getrieben werden. Somit wäre die Kategorisierung des Werkzeugs erfolgt, was maßgeblich zur Schönheit der entstandenen Klöster und Dombauten beigetragen hat. Das zur Bearbeitung der Werkstücke von den Steinmetzen benutzte Werkzeug, auch „Geschirr“ genannt, dessen Form und Größe sich den praktischen Anforderungen anpassen muss, besteht aus: Zahneisen, Schlageisen, Zwei- oder Hundezahn, Spitzeisen, dem Krönel, den Scharriereisen, der Fläche und Zahnfläche, dem Stockhammer, Schlägel oder Handfäustel, dem hölzernen Schlägel, auch Klöpfel oder Klippel genannt, den Beizeisen, Nuteisen, der Zweispitze, dem Bossierhammer, den Schrotkeilen, dem Tast- und Stellzirkel, dem Winkel, der Schmiege, dem Steinhobel und einem Richtscheit.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die heutige Wahrnehmung des Mittelalters und führt in die Thematik des Steinmetzberufs als einen historisch bedeutsamen Handwerkszweig ein.

II. Einführung: Dieses Kapitel definiert den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen des Mittelalters und erläutert die soziokulturellen Hintergründe der damaligen Epoche.

III. Der Handwerksberuf Steinmetz: Hier werden die Ursprünge und die archäologischen Zeugnisse des Steinmetzberufs sowie dessen Bedeutung im frühen Mittelalter erörtert.

IV. Die Sonderstellung der Steinmetzen: Der Fokus liegt auf der Organisation in Bauhütten, der Abgrenzung zu Zünften und den speziellen Arbeitsbedingungen bei großen Kirchenbauten.

V. Der Beruf des Steinmetz: Dieses Kapitel detailliert das Anforderungsprofil, die Ausbildung, die Hierarchien und die sozialen Rahmenbedingungen des Steinmetzberufs.

VI. Die Werkzeuge: Eine umfassende Aufzählung und Kategorisierung der mittelalterlichen Steinbearbeitungsinstrumente sowie deren praktischer Einsatz und Wartung.

VII. 1.4. Die Steinmetzzeichen: Untersuchung der Funktion von Steinmetzzeichen als Abrechnungs- und Identifikationshilfe sowie deren Wert für die moderne historische Forschung.

VIII. 1.5. Die Rolle des Steinmetz bei den Bestattungen im Merowingerreich: Beleuchtung der symbolischen und künstlerischen Arbeit von Steinmetzen im Kontext der Bestattungskultur und Totenmemoria.

IX. Zusammenfassung: Ein resümierender Überblick über die Leistungen der mittelalterlichen Baukünstler und die Bedeutung der Bauhüttenorganisation für den technischen Fortschritt.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Steinmetz, Handwerk, Bauhütte, Steinmetzzeichen, Gotik, Kirchenbau, Werkzeuge, Zunft, Ausbildung, Merowingerreich, Sarkophage, Bautechnik, Architekturgeschichte, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, Arbeitsweise und gesellschaftlichen Stellung des Steinmetzhandwerks im Mittelalter, insbesondere in Bezug auf den Bau von Kathedralen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Hauptschwerpunkte sind die Organisation der Bauhütten, die technologische Ausstattung des Steinmetzes, die Ausbildung innerhalb dieses Berufsstandes sowie die kulturelle Bedeutung der Steinbearbeitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität und Bedeutung des Steinmetzhandwerks als hochqualifizierte Fachkraftgruppe im Mittelalter aufzuzeigen und einen Einblick in deren Arbeitsabläufe zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen und archäologischer Berichte, um ein fundiertes Bild des mittelalterlichen Baubetriebs zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Berufsstrukturen, die detaillierte Beschreibung der Werkzeugtypen, die Analyse der Steinmetzzeichen und die Rolle bei Bestattungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Steinmetzhandwerk die Begriffe Bauhütte, Mittelalter, Steinmetzzeichen und die gotische Baukunst.

Was waren die spezifischen Anforderungen an einen angehenden Steinmetz?

Ein angehender Steinmetz musste mindestens 14 Jahre alt sein, eheliche Geburt nachweisen und eine fünfjährige Lehre im Hause des Meisters absolvieren.

Warum hatten Steinmetzen im Vergleich zu anderen Handwerkern eine Sonderrolle?

Ihre Sonderrolle resultierte aus ihrer hohen künstlerischen Qualifikation, ihrer Mobilität bei Großbaustellen und ihrer direkten Bindung an kirchliche oder adelige Bauherren unter Umgehung strenger städtischer Zunftzwänge.

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Details

Title
Der Beruf des Steinmetzes im Mittelalter
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
Berufe im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Katharina Siek (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V435625
ISBN (eBook)
9783668770034
ISBN (Book)
9783668770041
Language
German
Tags
Steinmetz Mittelalter Kulturgeschichte Mittelalter Berufe Beruf Alltag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Siek (Author), 2009, Der Beruf des Steinmetzes im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435625
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