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Japan ist kein Mitglied eines regionalen Handelsbündnisses - Schadet dies dem Land?

Title: Japan ist kein Mitglied eines regionalen Handelsbündnisses - Schadet dies dem Land?

Seminar Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Schmidt (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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Regionale Handelsbündnisse werden mit der Absicht geschaffen, Handelsstrukturen zu verbessern und damit den Austausch von Gütern innerhalb des Bündnisses zu verstärken. Damit ist der Nutzen Regionaler Handelsbündnisse für die Mitgliedsnationen offensichtlich. Bedingt durch diese Vorteile kam es in den letzten Jahren zur Bildung zahlreicher Handelsabkommen. „Regionalism is in Fashion”, so bewertet Frankel diese Entwicklungen. Es gibt nur noch wenige Nationen, die diesem Trend nicht Folge leisten. Japan gehört neben Hongkong, Korea und Indien zu diesen wenigen Beispielen. Die Auswirkungen regionaler Handelsbündnisse auf jene Drittländer sind weitestgehend umstritten. Genauso wie der Einfluss des Regionalismus auf Entwicklungen hinsichtlich Globalisierung. „Are trade blocs stumbling blocks or building blocks?” Diese Frage wird in der Literatur stark diskutiert, dennoch ist es schwer, konkrete Antworten zu finden. Des weiteren beschäftigt sich der Großteil wissenschaftlicher Arbeiten mit den Effekten von Handelsbündnissen aus Sicht der Mitgliedsländer. Diese Arbeit soll auf die Auswirkungen regionaler Handelsbündnisse aus Perspektive der Drittländer beschäftigen, insbesondere Japan. Gestützt auf Howard J. Walls (2002) Arbeit „Has Japan Been Left Out in the Cold by Regional Integration?” soll die Frage geklärt werden, ob Japans multilaterale Einstellung der Wirtschaft und damit dem ganzen Land schadet. Laut Wall bilden mehr als 60% des Außenhandels Japans Exporte und Importe mit Mitgliedern regionaler Handelsbündnisse. Dies führt zur Annahmen, dass die Bildung der Handelsbündnisse durchaus Effekte auf Japans Handelsstruktur und -volumen hat. Zunächst beschäftigt sich die Arbeit mit der historischen Entwicklung Japans zur führenden Wirtschaftsnation. Des weiteren werden Aspekte der regionalen Integration erläutert und die auf Japan einflussreichsten Handelsabkommen vorgestellt. Um die Frage zu klären, ob Japan als Nichtmitglied dieser Bündnisse Schaden erleidet, wird das Gravitationsmodell und die daraus erlangten empirischen Ergebnisse Walls untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Wirtschaftswunderland Japan

2.1 Japans wirtschaftliche Entwicklung nach 1945

2.2 Japans heutige Außenwirtschaft

3 Regionale Integration und ihre Auswirkungen auf Japans Wirtschaft

3.1 Regionale Integration

3.2 Die Rolle der WTO und GATT

3.3 Beispiele für regionale Handelsbündnisse und ihr Einfluss auf Japans Wirtschaft

4 Schadet die zunehmende Regionalisierung Japan?

4.1 Annahmen

4.2 Das Gravitationsmodell

4.3 Empirische Ergebnisse

5 Abschließendes

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen regionaler Handelsbündnisse auf Japan als Nichtmitglied, um zu klären, ob die multilaterale Wirtschaftseinstellung des Landes einen Wettbewerbsnachteil oder Schaden darstellt. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich die zunehmende globale Regionalisierung auf das Handelsvolumen und die Handelsstruktur Japans auswirkt.

  • Wirtschaftliche Entwicklung Japans nach 1945
  • Theorie der regionalen Integration und Handelsbündnisse
  • Einfluss großer Handelsblöcke wie NAFTA und EU auf Japan
  • Anwendung des Gravitationsmodells zur Analyse von Handelsströmen
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen regionaler Bündnisse auf den japanischen Außenhandel

Auszug aus dem Buch

3.1 Regionale Integration

Winters (1996) bezeichnet als regionale Integration jeden politischen Kurs, um Handelsbarrieren (z.B. Zölle, Einfuhr- und Ausfuhrquoten) zwischen einer Menge von Ländern zu reduzieren. Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Länder ähnlich oder geographisch nah einander sind. Ziel ist der Abbau von Handelsrestriktionen zur Schaffung eines freien Wirtschaftsverkehrs. Es entstehen regionale Handelsbündnisse. Wall (2002) definiert diese als einen Zusammenschluss von Ländern zwischen denen Handelsrestriktionen reduziert worden sind. Entsprechend der Tiefe der Verbindung gibt es verschiedene Formen regionaler Integration. Die niedrigste Form stellt die Präferenzzone dar. Die beteiligten Länder treffen Abkommen bezüglich Ein- und Ausfuhrquoten für bestimmte Güter, sowie die Höhe der Zölle. Im Gegensatz dazu wird bei einer Freihandelszone der gesamte Güterverkehr einbezogen. Dennoch gibt es zwischen den einzelnen Ländern keine Abkommen bezüglich des Handels mit Drittländern. In der Zollunion werden dagegen nicht nur interne Handelsbarrieren beseitigt. Es werden unter anderem auch einheitliche Außenzölle festgelegt.

Wirtschafts- und Währungsunionen bilden die höchsten Stufen regionaler Integration. In einer Wirtschaftsunion haben sich „... die Mitgliedsländer zu Freihandel, zu Freizügigkeit der Produktionsfaktoren und zur Harmonisierung aller Bereiche der Wirtschaftspolitik verpflichtet“9. Die Handelstrukturen entsprechen denen eines einheitlichen Binnenmarktes. Die zusätzliche Realisierung einer gemeinsamen Währungspolitik führt zur Währungsunion. Die Effekte regionaler Integration insbesondere auf Drittländer, sind in der Literatur weitestgehend umstritten. Generell sind jedoch strukturelle Veränderungen des Warenaustausches erkennbar, sowie Veränderungen in der Richtung der Handelsströme.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik regionaler Handelsbündnisse ein und formuliert die Forschungsfrage, ob Japans Verzicht auf die Mitgliedschaft in solchen Bündnissen dem Land schadet.

2 Das Wirtschaftswunderland Japan: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftliche Entwicklung Japans nach 1945 sowie die aktuelle Struktur der japanischen Außenwirtschaft.

3 Regionale Integration und ihre Auswirkungen auf Japans Wirtschaft: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen regionaler Integration und stellt wichtige Handelsblöcke wie die NAFTA oder EU vor.

4 Schadet die zunehmende Regionalisierung Japan?: Unter Anwendung des Gravitationsmodells werden hier empirische Ergebnisse analysiert, um die Auswirkungen der Handelsbündnisse auf den japanischen Handel zu quantifizieren.

5 Abschließendes: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass regionale Handelsbündnisse tatsächlich eine negative Tendenz für Japans Exportvolumen aufweisen.

Schlüsselwörter

Japan, Regionale Handelsbündnisse, Außenhandel, Globalisierung, Drittländer, Handelsumlenkung, Handelsschaffung, NAFTA, Europäische Union, Gravitationsmodell, Protektionismus, Export, Import, Wirtschaftswachstum, Außenwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert, ob der Verzicht Japans auf die Mitgliedschaft in regionalen Handelsbündnissen negative Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung Japans als Exportnation, die Theorie der regionalen Wirtschaftsintegration und die empirische Analyse von Handelsströmen zwischen Japan und verschiedenen globalen Handelsblöcken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mithilfe des wissenschaftlichen Gravitationsmodells zu prüfen, ob die zunehmende globale Regionalisierung des Handels einen nachweisbaren Schaden für Japan als Nichtmitglied verursacht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt das Gravitationsmodell und eine begleitende Regressionsanalyse, um die Effekte verschiedener Handelsabkommen auf das Handelsvolumen Japans zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Wirtschaftsstandorts Japan, die theoretische Erläuterung von Handelsbündnissen und die detaillierte empirische Auswertung der Handelsdaten Japans im Verhältnis zu Bündnissen wie der NAFTA und der EU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Regionale Handelsbündnisse, Außenhandel, Handelsumlenkung, Gravitationsmodell und Japan als Drittland charakterisiert.

Warum wird das Gravitationsmodell eingesetzt?

Das Modell wird eingesetzt, um den bilateralen Handel als Funktion von Wirtschaftsgröße und Entfernung zu quantifizieren und somit die spezifischen Effekte regionaler Handelsblöcke isoliert betrachten zu können.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der NAFTA?

Die Analyse zeigt, dass die NAFTA eine der gravierendsten negativen Auswirkungen auf das gesamte japanische Außenhandelsvolumen hatte, da insbesondere die Exporte Japans in diesen Block signifikant zurückgingen.

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Details

Title
Japan ist kein Mitglied eines regionalen Handelsbündnisses - Schadet dies dem Land?
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Lehrstuhl für internationalen Handel)
Course
Seminar Globalisierung
Grade
1,3
Author
Franziska Schmidt (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V43569
ISBN (eBook)
9783638413329
Language
German
Tags
Japan Mitglied Handelsbündnisses Schadet Land Seminar Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Schmidt (Author), 2003, Japan ist kein Mitglied eines regionalen Handelsbündnisses - Schadet dies dem Land?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43569
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