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Internationaler Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge - ein Erklärungsansatz

Title: Internationaler Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge - ein Erklärungsansatz

Bachelor Thesis , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian M. Alvarado (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Unabhängig jeder Definition oder wissenschaftlicher Erklärung ist sicherlich jedem bewusst, welche wesentliche Position in unserem Leben der Handel einnimmt. Wir handeln mit Gütern und Dienstleistungen, um wiederum andere Güter und Dienstleistungen zu erwerben1, und konsumieren diese dann. Somit steigern wir letztlich unser Wohlbefinden, ökonomisch ausgedrückt maximieren wir unser Nutzenniveau.
Nun hat sich seit Ende des zweiten Weltkrieges das Handelsvolumen weltweit durch Reduzierung oder gänzliche Auflösung von Handelsbarrieren, insbesondere in den Industrieländern (IL), nach Implementierung der Vorgaben aus dem GATT, z.B. die Senkung handelshemmender Maßnahmen wie Zölle oder durch die Annahme der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem in den ehemaligen kommunistischen Ländern, enorm vervielfacht.
Diese Vervielfachung lässt sich sehr gut anhand von Graphik 1.1. erkennen.
Internationaler Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge - ein Erklärungsansatz. Weiterhin lässt sich die Zusammensetzung des Handels, unterteilt nach Industriegut und Primärgütern (hier: natürliche Ressourcen und landwirtschaftliche Güter), erkennen. Primärgüter, als die Güterklasse, die Entwicklungsländer (EL) hauptsächlich handeln.
Diese Vervielfachung des Handelsvolumens zusammen mit der Verflechtung vieler Länder im Handel rief und ruft noch seit jeher führende Ökonomen auf den Plan, um das Phänomen des Handels zu untersuchen und es zu erklären. Man versuchte dabei Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: Wie kommt Handel zustande? Wer handelt mit wem? Warum wird gehandelt? Womit wird gehandelt? Und wer profitiert wann und unter welchen Umständen von Handel? Führend hierbei war zum einen David Ricardo (1772-1823), der im 2 Länder - 2 Güter - 1 Faktor - Modell zeigte, dass es für zwei Länder von Vorteil sein kann, sich vollständig auf die Produktion des einen Gutes zu spezialisieren, bei dem das jeweilige Land die geringsten Opportunitätskosten aufweist, das heißt den komparativen (Kosten-) Vorteil ausnutzen kann. Dieser komparative Vorteil definiert sich in diesem Modell als geringere relative Preise vor Aufnahme von Handel -im Zustand von Autarkie- im Vergleich zum anderen Land.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

Problemstellung mit Bezug zur traditionellen Außenhandelstheorie und Verweis auf die aktuelle Zusammensetzung des Welthandels

2. Eigenschaften und Definitionen steigender Skalenerträge

2.1. unternehmensinterne Skalenerträge

2.2. unternehmensexterne Skalenerträge

2.3. nationale und internationale Skalenerträge

3. Internationaler Handel aufgrund steigender Skalenerträge nach Krugman

3.1. mit unternehmensinternen Skalenerträgen

3.1.1. Modellannahmen

3.1.2. Gleichgewicht in einer geschlossenen Volkswirtschaft

3.1.3. Folgen für das Gleichgewicht nach Markteröffnung

3.2. mit unternehmensexternen Skalenerträgen

3.2.1. Modellannahmen

3.2.2. Öffnung der Märkte für den Handel

3.2.3. Das Handelsmuster mit externen Skalenerträgen

3.2.4. Gewinne aus dem Handel

4. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Erklärungsansatz für internationalen Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge zu liefern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie steigende Skalenerträge das Zustandekommen und die Muster von internationalem Handel beeinflussen, da diese Phänomene durch traditionelle Modelle oft nicht ausreichend erklärt werden können.

  • Analyse der Eigenschaften und Arten steigender Skalenerträge.
  • Untersuchung von Krugmans Modellen zu unternehmensinternen Skalenerträgen.
  • Untersuchung von Krugmans Modellen zu unternehmensexternen Skalenerträgen.
  • Diskussion der Auswirkungen von Markteröffnungen auf das Handelsgleichgewicht.
  • Bewertung von Wohlfahrtsgewinnen durch Handel unter Skalenerträgen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Gleichgewicht in einer geschlossenen Volkswirtschaft

Die 3 relevanten Variablen sind der Preis des Gutes im Verhältnis zum Lohnsatz (pi/w), der Output des i-ten Gutes und die Anzahl produzierter Güter n. Die Symmetrieannahme erlaubt es, die Indizes i fallen zu lassen, da alle Güter, die tatsächlich hergestellt werden, auch in der gleichen Menge und zu identischen Preisen produziert werden.

Krugman geht nun in 3 Schritten vor:

1. Bestimmung der Nachfragekurve

2. Ableitung der Preispolitik der einzelnen Firmen und der relativen Rentabilität in Bezug zum Output

3. Analyse der Rentabilität und des Markteintritts zur Bestimmung der Anzahl der Produzenten

Um die Nachfragefunktion abzuleiten, wird der Nutzen des einzelnen Haushalts unter der Budgetrestriktion gemäß der Lagrange Methode maximiert. Aus der ersten Ableitung folgt: v’(ci) = λ·pi, mit i = 1 bis n. Hieraus lässt sich, unter Zuhilfenahme von (IV), die Preis-Absatz-Funktion eines jeden Unternehmens herleiten: pi = λ-1·v’(xi/L). Es wird angenommen, dass die produzierte Zahl an Gütern groß sei, so dass die Preispolitik der einzelnen Unternehmen λ zur Konstante macht. Dem Unternehmen wird nun gewinnmaximierendes Verhalten unterstellt, so dass die Gewinnfunktion: Πi = pi·xi - (α+ βxi)·w differenziert wird, um den gewinnmaximierenden Preis zu erhalten, welcher von den Grenzkosten, sowie der Nachfrageelastizität abhängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung des Handels ein und zeigt die Grenzen traditioneller Theorien bei der Erklärung aktueller Welthandelsstrukturen auf.

2. Eigenschaften und Definitionen steigender Skalenerträge: Hier werden unternehmensinterne sowie -externe Skalenerträge definiert und deren Auswirkungen auf Marktstrukturen und Wettbewerb erläutert.

3. Internationaler Handel aufgrund steigender Skalenerträge nach Krugman: Dieses zentrale Kapitel analysiert zwei spezifische Modelle von Paul Krugman, um Handel unter internen sowie externen Skalenerträgen formal zu beschreiben.

4. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der untersuchten Modelle zusammen und hebt hervor, wie diese den intra-sektoralen Handel erklären können.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die statische Natur der Modelle und weist auf den weiteren Forschungsbedarf in der modernen Außenhandelstheorie hin.

Schlüsselwörter

Internationaler Handel, Steigende Skalenerträge, Intra-sektoraler Handel, Paul Krugman, Monopolistischer Wettbewerb, Außenhandelstheorie, Marktöffnung, Spezialisierung, Wohlfahrtsgewinn, Reallohn, Modellannahmen, Grenzkosten, Durchschnittskosten, Faktorausstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erweiterung der traditionellen Außenhandelstheorie durch die Einbeziehung steigender Skalenerträge, um reale Handelsmuster besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definitionen von Skalenerträgen, die Modelle von Paul Krugman zu unternehmensinternen und -externen Skalenerträgen sowie deren Auswirkungen auf den Welthandel.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Erklärungsansatz zu bieten, wie Handel entsteht, wenn die Annahme des vollkommenen Wettbewerbs durch steigende Skalenerträge verletzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine modell-analytische Betrachtungsweise, basierend auf den volkswirtschaftlichen Modellen von Paul Krugman, um den intra-sektoralen Handel zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Skalenerträgen und die detaillierte Darstellung zweier Handelsmodelle von Krugman inklusive mathematischer Herleitungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere steigende Skalenerträge, intra-sektoraler Handel, monopolistischer Wettbewerb und Außenhandelstheorie.

Warum sind steigende Skalenerträge unvereinbar mit vollkommener Konkurrenz?

Da steigende Skalenerträge zu fallenden Durchschnittskosten führen, wird die Grenzkostenpreissetzung, die für perfekten Wettbewerb notwendig ist, unmöglich, was oft zur Oligopol- oder Monopolbildung führt.

Welche Rolle spielt die Geschichte für das Handelsmuster?

Bei externen Skalenerträgen bestimmen nicht unbedingt nationale Standortvorteile den Erfolg, sondern oft historische Zufälle oder Pionierunternehmertum, wie am Beispiel der Schweizer Uhrenindustrie illustriert.

Was ist das Leontief-Paradoxon?

Es bezeichnet das überraschende empirische Resultat, dass die USA, trotz hohen Kapitalreichtums, arbeitsintensiv produzierte Güter exportierten, was den klassischen Theorien widersprach.

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Details

Title
Internationaler Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge - ein Erklärungsansatz
College
University of Göttingen  (Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Konjunktur- und Wachstumstheorie)
Course
Außenhandelstheorie
Grade
1,3
Author
Christian M. Alvarado (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V43570
ISBN (eBook)
9783638413336
Language
German
Tags
Internationaler Handel Berücksichtigung Skalenerträge Erklärungsansatz Außenhandelstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian M. Alvarado (Author), 2005, Internationaler Handel unter Berücksichtigung steigender Skalenerträge - ein Erklärungsansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43570
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