Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Zensuren - Allgemeine und fachspezifische Überlegungen zu Bewertungs- und Benotungsverfahren

Title: Zensuren - Allgemeine und fachspezifische Überlegungen zu Bewertungs- und Benotungsverfahren

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christoph Mahlberg (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Kredit auf Schulnoten? Diese Information aus Fernost löst bei den meisten wohl Kopfschütteln und Unverständnis aus. Dieses vielleicht abstruse Extrembeispiel zeigt, wie Notengebung realisiert werden kann. Zwar handelt es sich hierbei nicht um Artikel einer pädagogischen Fachzeitschrift, aber der Grundgedanke „Notengebung“ wird auf glossenartige Weise dem Leser vor Auge geführt. Aber auch in Deutschland steht die Notengebung schon seit Jahren im Brennpunkt der Kritik. Hierbei gehen die Meinungen der Pädagogen teilweise weit auseinander. Auf der einen Seite praktizieren reformpädagogische Schulen, wie z.B. Waldorfschulen einen eher offenen Umgang mit Noten, andererseits wird eine strenge, klassische Notengebung gefordert.
Was ist eine Note? Wie kommt eine Note zustande? Wo liegen Probleme und wie kann man diese Probleme, die bei einer Bewertung (die dann zu einer Note führt) entstehen, verringern? Diese Fragen sind in etwa die Leitgedanken, mit deren Hilfe ich diese Arbeit verfasst habe.
Zu Beginn der Arbeit stelle ich allgemeine Themen in den Mittelpunkt, die sich mit dem Diagnostizieren und der damit verbundenen Notengebung befassen. Dieser Teil der Arbeit ist allgemeiner Natur, das heißt, ich werde zu Beginn die Thematik noch nicht fachspezifisch erläutern um vorerst Grundlagen zu legen, die für das „Notenverständnis“ notwendig sind.
Anhand von Beispielen werde ich dann spezifische Überlegungen zum Fach Deutsch anstellen. Ich beziehe mich auf Überlegungen der Fachliteratur, die Vorschläge zur Verbesserung von Bewertungs- und Benotungspraktiken macht.
Mit dieser Arbeit wollte ich einen, sowohl allgemeinen, als auch fachspezifischen Überblick geben. Dies ist also nur ein „Ausschnitt“ vieler Überlegungen, die mittlerweile im pädagogischen Kontext diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort / Einleitung

2. Leistungsbeurteilung durch Lehrer

2.1. Zwei Arten des Diagnostizierens

2.2. Die Beeinflussung einer Leistungsmessung

3. Die Note

3.1. Die Grundfunktion der Schulzensur

3.2. Inhalte einer Zensur

4. Probleme der Notengebung

4.1. Notengebung – Ein Beispiel

5. Bewertungsmöglichkeiten – Bedeutung und Probleme

5.1. Das Diktat

5.2. Der Aufsatz

5.2.1. Sorgenkind Aufsatz

5.2.2. Ein taugliches Prüfungsinstrument?

6. Möglichkeiten der Aufsatzkorrektur

6.1. Veröffentlichung und prozessorientiertes Korrigieren von Schüleraufsätzen

6.2. Der Kriterienkatalog – Eine Möglichkeit der Bewertung

6.2.1. Bewertung einer Fantasieerzählung

7. Abschließende Bemerkung des Verfassers

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Leistungsbewertung und Notengebung im schulischen Kontext, insbesondere im Fach Deutsch, mit dem Ziel, die Hintergründe diagnostischer Urteile zu beleuchten und Wege zur Verbesserung von Bewertungspraktiken aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Leistungsbeurteilung und diagnostischer Prozesse
  • Die Funktion und Problematik von Schulnoten
  • Kritische Analyse traditioneller Prüfungsinstrumente wie Diktat und Aufsatz
  • Prozessorientierte Korrekturverfahren und Schülerpartizipation
  • Einsatz von Kriterienkatalogen zur Objektivierung der Bewertung

Auszug aus dem Buch

4.1. Notengebung – Ein Beispiel

Ein Beispiel im Deutschunterricht zu finden, bei dem die Bewertung oft zu Uneinigkeit und Problemen führt, ist der Aufsatz. Ein Aufsatz hat schon oft bei Lehrern als auch bei Schülern und Eltern zur Verzweifelung geführt. Nicht nur, dass sich die Bewertung als besonders komplex darstellt, sondern auch, dass die Schüler oft nach einem zurückgegeben Aufsatz vor einem Berg von Fragen stehen. Schüler haben häufig den Eindruck, die einen Lehrer bewerten Aufsätze ganz anders als andere Lehrer. Somit stellt sich die Frage, wie unterschiedlich bewerten verschiedene Lehrer den selben Aufsatz?

Folgender Aufsatz einer 14-Jährigen Hauptschülerin (achte Klasse) wurde 60 Lehrern vorgetragen, die diesen mit den Noten „sehr gut“ bis „ungenügend“ bewerten sollten und in einer Diskussion ihre Entscheidungen kurz begründen sollten: „Ein Sonntagnachmittag im Frühling. Die Sonne hat den Nebelschleier durchbrochen. Ein neuer Tag beginnt. Es ist ein Sonntag, ein Sonntag im Frühling. In der Natur ist es noch feierlich still. Doch bald wird diese Stille von dem Gesang der Vögel unterbrochen. Die Natur ist erwacht. Der Morgen geht vorüber. Der Nachmittag bricht an. Ein Förster unternimmt mit seinem treuen Hund einen Spaziergang. Nun wenn er allein ist, kann er die Schönheit der Natur genießen, die sich nun so ganz entfaltet hat, und sich daran erfreuen. Einige Veilchen sind aufgeblüht, die ersten Boten des wunderbaren Gegensatzes zu dem strahlend blauen Himmel. An allen Ecken grünt und blüht es. Der Förster kann sich nicht genug satt sehen. Ihm fällt ein kleines Gedicht ein, das er einmal in der Schule gelernt hat: Frühling lässt sein Blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße Wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, wollen bald kommen.- Horch, von fern ein leiser Harfenton Frühling-, ja du bist’s, dich hab ich vernommen. Der Tag geht schon zur Neige. Der Förster kehrt um von seinem Spaziergang. Er hat diesen Sommernachmittag in der freien Natur verbracht, und nur wenige haben wie er den Frühling auch wirklich vernommen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort / Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die allgemeine Problematik der Notengebung anhand eines humoristischen Beispiels aus einem Magazin und leitet zu den Leitfragen der Arbeit über.

Leistungsbeurteilung durch Lehrer: Dieses Kapitel differenziert zwischen expliziten und impliziten diagnostischen Urteilen und benennt Einflussfaktoren auf die Leistungsmessung.

Die Note: Es werden die Grundfunktionen der Schulzensur, wie Auslese und Kontrolle, sowie die offiziellen Inhaltsdefinitionen der Notenstufen erläutert.

Probleme der Notengebung: Hier wird anhand der Aufsatzbewertung verdeutlicht, dass die Notengebung subjektiv geprägt ist und zu einer hohen Divergenz bei der Beurteilung führen kann.

Bewertungsmöglichkeiten – Bedeutung und Probleme: Die Arbeit diskutiert die Eignung von Diktat und Aufsatz als Prüfungsinstrumente und kritisiert deren mangelnde Objektivität.

Möglichkeiten der Aufsatzkorrektur: Dieses Kapitel stellt prozessorientierte Korrekturverfahren und die Anwendung von Kriterienkatalogen als Alternativen zur klassischen Bewertung vor.

Abschließende Bemerkung des Verfassers: Der Verfasser resümiert, dass Bewertungskonzepte sowohl pädagogisch fundiert als auch im Schulalltag praktikabel sein müssen.

Schlüsselwörter

Leistungsbeurteilung, Schulnoten, Diagnostik, Aufsatzunterricht, Notengebung, Schülerleistung, Korrekturverfahren, Kriterienkatalog, prozessorientiert, Prüfungsdidaktik, Objektivität, pädagogische Funktion, Schulalltag, Leistungsbewertung, Deutschunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Prozessen der Leistungsbeurteilung und Notengebung an Schulen, speziell im Fach Deutsch, und beleuchtet sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Probleme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Diagnose, der Funktion von Schulnoten, der Kritik an klassischen Prüfungsinstrumenten sowie Methoden zur Verbesserung der Aufsatzkorrektur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion zur Notengebung zu geben und Ansätze aufzuzeigen, wie Bewertungen transparenter und gerechter gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit schulpraktischen Beispielen und empirischen Erkenntnissen aus der Fachdidaktik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert explizite und implizite Diagnoseformen, untersucht die Funktionen von Zensuren und hinterfragt die Objektivität bei der Bewertung von Aufsätzen und Diktaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Leistungsbeurteilung, Diagnostik, Notengebung, Aufsatzkorrektur, Kriterienkatalog und prozessorientiertes Lernen.

Wie bewerten unterschiedliche Lehrer denselben Aufsatz?

Wie das Beispiel der 60 Lehrer zeigt, variieren die Bewertungen aufgrund unterschiedlicher Kriterien und Beurteilertypen (z.B. Tiefbeurteiler oder Hochbeurteiler) stark, was zu einer hohen Subjektivität führt.

Was ist ein "Kriterienkatalog" im Kontext der Aufsatzbewertung?

Ein Kriterienkatalog ist ein Instrument, das anhand definierter Vorgaben in den Bereichen Inhalt, Sprache und Aufbau versucht, die Aufsatzbeurteilung objektiver und für Schüler nachvollziehbarer zu machen.

Was versteht man unter prozessorientiertem Korrigieren?

Dabei wird die Korrektur als dialogischer Prozess zwischen Lehrer und Schüler gestaltet, bei dem der Schüler aktiv in den Schreib- und Überarbeitungsprozess einbezogen wird, anstatt nur ein finales Urteil zu erhalten.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Zensuren - Allgemeine und fachspezifische Überlegungen zu Bewertungs- und Benotungsverfahren
College
University of Education Weingarten
Course
Sprachliche Leistungen und ihre Messung
Grade
2,0
Author
Christoph Mahlberg (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V43581
ISBN (eBook)
9783638413435
Language
German
Tags
Zensuren Allgemeine Bewertungs- Benotungsverfahren Sprachliche Leistungen Messung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Mahlberg (Author), 2004, Zensuren - Allgemeine und fachspezifische Überlegungen zu Bewertungs- und Benotungsverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43581
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint