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Lobbying in Japan - Methoden der unternehmerischen Interessenvertretung

Title: Lobbying in Japan - Methoden der unternehmerischen Interessenvertretung

Seminar Paper , 2005 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl. Kfm. Peter Weyel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Dieses Buch erläutert in verständlicher Weise die Möglichkeiten der Vertretung unternehmerischer Einzelinteressen in Japan.
Nach einer allgemeinen Einführung und Modellbildung bezüglich des Begriffs und der Funktionsweise des Lobbying wird dessen Ausgestaltung und Wirkung im japanischen Kultur- und Wirtschaftsraum beschrieben.
Neben einem systematischen Überblick über die Kanäle der Einflussnahme bietet die Arbeit Erklärungen zu Begriffen wie dem „Eisernen Dreieck“, und zeigt künftige Entwicklungslinien der Thematik auf.
Obwohl Japan derzeit die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt darstellt wird das Zusammenspiel der wirtschaftlichen und staatlichen Akteure bisher nur unzureichend behandelt. Der Autor bringt Licht in die diesbezüglich oft unklaren Vorstellungen und gibt dabei das Ausmaß des wirtschaftlichen Arms in die japanische Führungsspitze wieder.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Begriff des Lobbying

2.1. Definitorische Betrachtung

2.2. Strukturelle Instrumente des unternehmerischen Lobbying

2.2.1. Verbände

2.2.2. Firmenlobbyisten

2.2.3. Consultants

2.2.4. Built in Lobbyists

2.3. Prozessuale Instrumente des unternehmerischen Lobbying

2.3.1. Sachbezogene Analyse

2.3.2. Institutionelle Analyse

2.3.3. Einflussgenerierung

3. Landesspezifische Rahmenbedingungen Japans

3.1. Politisches System

3.2. Kulturelle Besonderheiten

4. Unternehmerisches Lobbying in Japan

4.1. Verflechtung der Machteliten

4.2. Methoden der Einflussnahme

4.2.1. Ausschüsse und Beiräte

4.2.2. Faktionen

4.2.3. Parlamentarische Stämme

4.2.4. Verbände

4.2.5. Finanzielle Unterstützungen

4.2.6. Amakudari

4.2.7. Administrative Lenkung

4.2.8. Personale Kontakte

4.3. Signifikanz des Lobbying

5. Entwicklungen

5.1. Politische Tendenzen

5.2. Gesellschaftliche Tendenzen

6. Bewertung der Lobbyingaktivitäten

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Methoden der unternehmerischen Interessenvertretung im japanischen Kontext. Das primäre Ziel besteht darin, die oft unklaren Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Politik und Ministerialbürokratie sowie die spezifischen Mechanismen des Lobbying in Japan zu konkretisieren, da das westliche Verständnis von Lobbyismus nicht eins zu eins auf das japanische System übertragen werden kann.

  • Strukturelle und prozessuale Instrumente des unternehmerischen Lobbying
  • Politisches System und kulturelle Rahmenbedingungen Japans
  • Die Verflechtung der Machteliten (Eisernes Dreieck)
  • Methoden der Einflussnahme wie Faktionen, Amakudari und administrative Lenkung
  • Politische und gesellschaftliche Entwicklungen zur Reform der Machtstrukturen

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Faktionen

Faktionen (Habatsu) sind „informelle Organisationen die in den Statuten nicht festgelegt sind“. Es handelt sich hierbei um rivalisierende Splittergruppen innerhalb der großen Parteien, die jeweils einen Politiker während des Wahlkampfes und der Legislaturperiode unterstützen, um auf diesem Wege Einfluss und Macht in der Partei zu erringen. Zurückzuführen ist der Faktionalismus auf das (bis 1994 bestehende) stark desintegrierende Wahlsystem der Einzelstimmgebung, in dem gleichparteiige Kandidaten um Wählergunsten konkurrierten.

Hauptaufgaben der Faktionen sind die: Mobilisierung von Wahlkampfunterstützung für die Wahlkreiskandidaten, Beschaffung der für den Wahlkampf erforderlichen Finanzen, Auswahl von Kabinettsmitgliedern und Bereitstellung von Dienstleistungen und Hilfen für die eigenen Wähler. Zudem regeln sie die innerparteiliche Machtverteilung über das Konsensprinzip und haben durch die Funktion der Geldmittelbeschaffung hohe Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Problemstellung der Arbeit und erläutert den Gang der Untersuchung im Kontext des japanischen Wirtschaftsraums.

2. Begriff des Lobbying: Dieses Kapitel erörtert das allgemeine Verständnis von Lobbying und definiert die strukturellen sowie prozessualen Instrumente der Interessenvertretung.

3. Landesspezifische Rahmenbedingungen Japans: Es werden das politische System sowie kulturelle Besonderheiten Japans dargestellt, die als Grundlage für das Verständnis der Lobbying-Mechanismen dienen.

4. Unternehmerisches Lobbying in Japan: Das Hauptkapitel analysiert die Verflechtungen der Machteliten und detailliert die verschiedenen Methoden der Einflussnahme in Japan.

5. Entwicklungen: Hier werden aktuelle politische und gesellschaftliche Reformtendenzen betrachtet, die darauf abzielen, die traditionellen Machtverflechtungen zu lockern.

6. Bewertung der Lobbyingaktivitäten: Dieses Kapitel bewertet die Lobbyingaktivitäten kritisch hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile für die Gesellschaft und Wirtschaft.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen des japanischen Staates im Umgang mit wirtschaftlicher Einflussnahme.

Schlüsselwörter

Lobbying, Japan, unternehmerische Interessenvertretung, Eiserne Dreieck, Faktionen, Amakudari, administrative Lenkung, Public Affairs Management, Wirtschaftsverbände, politische Einflussnahme, Ministerialbürokratie, Konsensdemokratie, Machteliten, Reformpolitik, Wirtschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen in Japan ihre Interessen gegenüber der Politik und Bürokratie vertreten und welche spezifischen Methoden dabei zum Einsatz kommen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die Instrumente des Lobbyings, die politischen und kulturellen Rahmenbedingungen Japans sowie die tiefgreifenden Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die intransparenten Strukturen der japanischen Interessenvertretung zu konkretisieren, da westliche Lobbying-Konzepte die japanischen Besonderheiten oft nicht adäquat erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer strukturierten theoretischen Analyse von Fachliteratur, empirischen Studien und institutionellen Gegebenheiten des japanischen Systems.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Verflechtung der Machteliten und analysiert konkrete Methoden wie Faktionen, Amakudari, administrative Lenkung und die Rolle von Wirtschaftsverbänden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Lobbying, Japan, Eiserne Dreieck, Machteliten, Faktionen, Amakudari und administrative Lenkung.

Was versteht man unter dem Begriff „Eisernes Dreieck“ im japanischen Kontext?

Es beschreibt die engen, kooperativen Verflechtungen zwischen Politikern, der Ministerialbürokratie und der Wirtschaft, die gemeinsam den staatlichen Entscheidungsprozess dominieren.

Was bedeutet der Begriff Amakudari und warum ist er für Lobbying relevant?

Amakudari bezeichnet das „vom Himmel herabsteigen“ – den Wechsel hochrangiger Beamter in Spitzenpositionen der Privatwirtschaft nach ihrer Pensionierung, was als Netzwerk- und Informationskanal für Unternehmen dient.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen des Lobbyings in Japan?

Der Autor sieht in der Interessenvertretung einerseits ein Instrument für effiziente wirtschaftliche Entscheidungen, kritisiert aber gleichzeitig die stark wirtschaftslastige Einflussnahme und die mangelnde Transparenz, die zu Korruptionsrisiken führen kann.

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Details

Title
Lobbying in Japan - Methoden der unternehmerischen Interessenvertretung
College
University of Mannheim  (Internationales Management)
Grade
1,7
Author
Dipl. Kfm. Peter Weyel (Author)
Publication Year
2005
Pages
36
Catalog Number
V43586
ISBN (eBook)
9783638413473
ISBN (Book)
9783638728454
Language
German
Tags
Lobbying Japan Methoden Interessenvertretung Eisernes Dreieck Unternehmerlobbying Kultur Verbände Amakudari Faktionen Lobbyismus Nippon Japan Inc. Public Affairs Lobby Japan Lobby
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kfm. Peter Weyel (Author), 2005, Lobbying in Japan - Methoden der unternehmerischen Interessenvertretung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43586
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