Diese Arbeit wurde für diejenigen konzipiert, die nun ihre ersten Schritte in der Ausübung der Folklore des Balkans machen oder die sich generell weiterbilden möchten. Leider ist es heute (hauptsächlich in der Diaspora) so, dass wir in unseren Folklore-Vereinen fast nichts über unsere Kultur lernen. Zwar tanzen, singen und präsentieren wir unser kulturelles Erbe auf der Bühne, doch wir lernen nicht wirklich etwas darüber. Wir kennen den Ursprung all dessen nicht und es interessiert uns nicht mehr wirklich. Heute nennt sich jeder Choreograph, Trainer, usw. doch keiner von ihnen lehrt uns etwas Größeres. Sie wissen es größtenteils selber nicht. Wir sollten beginnen uns für unsere Tradition zu interessieren und diese unseren Kindern in ihrer vollen Pracht weiterzugeben.
Diese Arbeit ist praktisch eine kleine Einführung in die Welt der musikalischen Tradition des Balkans. Hier werden jedoch Länder, wie Albanien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien (teilweise) nicht angeschnitten. Zudem wird nicht über die szenische Darstellung der Folklore gesprochen. All dies wird in einem anderen Teil folgen. Ebenso ist diese Version vorerst nur auf Deutsch verfügbar. Jedoch wird dies auch ins Serbische (lateinische und kyrillische Schrift) und Englische noch übersetzt und ebenfalls dann veröffentlicht.
Ovaj rad je predviđen za one, koji prave prve folklorne korake i za one koji žele da se dalje usavršavaju. Na žalost danas je (pre svega u dijaspori) takvo stanje da se u našim folklornim ansamblima o našoj kulturnoj baštini veoma malo zna ili uopšte ništa ne uči. Igramo, pevamo i predstavljamo našu tradiciju na sceni, ali o njoj se skoro ništa ne uči. Poreklo onog, što se predstavlja, nije objašnjeno, a prezentante to i ne interesuje. Danas se može nazvati svako koreografom, umetničkim rukovodiocem, itd. ali se niko od njih nije potrudio da nas nauči nešto više, jer većina od njih i sami puno toga ne znaju. Trebali bi pokazati više interesovanja za našu tradiciju i da se našoj deci ona prenese u najboljem svetlu.
Ovaj rad je jedan mali uvod u muzičku tradiciju Balkana, ali nisu obrađene zemlje kao Albanija, Grčka, Rumunija i Bugarska (delimično). Takođe se ovde ne govori o scenskoj narodnoj igri (folklor). Kompletan rad će biti objavljen u jednom drugom delu. Trenutno je rad urađen samo na Nemačkom jeziku, ali će uskoro biti dostupan na Srpskom (Ćirilično i Latinično pismo), kao i na Engleskom jeziku.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Stilrichtungen
Die ethnochoreologischen Zonen der ehemaligen SFRJ
Die Ethnomusikologie des Balkans
Die Ethnochoreologie des Balkans
Die Volksmusik in Kompositionen
Die Volksmusik in der Moderne
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit bietet einen grundlegenden Überblick über die Volksmusik des Balkans und richtet sich insbesondere an Einsteiger, die sich für Folklore und die kulturellen Hintergründe dieser Region interessieren. Ziel ist es, das Verständnis für die verschiedenen Stile, Instrumente und Traditionen zu fördern, die das kulturelle Erbe der Balkan-Völker ausmachen und die heute in modernen Interpretationen weiterleben.
- Regionale Stilrichtungen und deren Einflüsse (türkisch-osmanisch bis westlich-klassisch).
- Die Bedeutung der Ethnomusikologie und Ethnochoreologie als wissenschaftliche Disziplinen.
- Instrumentenkunde und ihre Bedeutung für die Tanz- und Liedtraditionen.
- Die Transformation traditioneller Musik in klassische Kompositionen und moderne Unterhaltungsformen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Stilrichtungen
Die Stilrichtungen basieren auf dem Einfluss von anderen Kulturen/ethnischen Gruppen. Auf dem Balkan hat sich vor allem der türkisch-osmanische Stil geprägt, welcher sich durch die lange Okkupation des Osmanischen Reichs verfestigte. Den rein türkisch-orientalischen Stil in größeren Orten (z.B.: Tetovo, Prizren, Vranje, Kumanovo, Ohrid, etc.) nennt man „á la Turka“. Diese wurde vor allem im städtischen Stil durch die Orchesterzusammensetzung namens „Čalgije“ (eingedeutscht: Tschalgije) verkörpert. Die Čalgijа besteht aus den Instrumenten „Kanun“ (Zupfinstrument), „Ut/Ud/Oud/Outi“ (Zupfinstrument), „Tarabuka“ (Schlaginstrument), „Violine“, „Klarinette“ und „Daire“ (Schlaginstrument). Hauptsächlich wurden die Čalgije benutzt, um Lieder zu spielen, aber auch oftmals Tänze, obwohl die Türken selber nie getanzt haben, sondern eher gerne zugeschaut haben.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einführung in die Motivation der Arbeit, die sich besonders an Mitglieder von Folklorevereinen in der Diaspora richtet, um ein tieferes Verständnis für das eigene kulturelle Erbe zu wecken.
Stilrichtungen: Beschreibung der verschiedenen musikalischen Prägungen auf dem Balkan, insbesondere des türkisch-orientalischen "á la Turka"-Stils und der Instrumentierung durch das Čalgija-Orchester.
Die ethnochoreologischen Zonen der ehemaligen SFRJ: Aufteilung der ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken in fünf regionale Zonen mit spezifischen tänzerischen und musikalischen Merkmalen, einschließlich der Rolle traditioneller Instrumente.
Die Ethnomusikologie des Balkans: Wissenschaftliche Betrachtung der folkloristischen Musiktraditionen, unterteilt in drei methodische Kategorien sowie die historische Entwicklung dieser Disziplin.
Die Ethnochoreologie des Balkans: Analyse der Volkstänze aus wissenschaftlicher Sicht, unterteilt in sieben Kategorien wie beispielsweise den wissenschaftlichen, künstlerischen oder pädagogischen Zweck.
Die Volksmusik in Kompositionen: Darstellung, wie Volkslieder und Texte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in künstlerische Kompositionen für Orchester und Chöre einflossen.
Die Volksmusik in der Moderne: Untersuchung der Entwicklung hin zur neukomponierten Volksmusik, Schlagermusik und modernen Gattungen wie Turbo-folk und Ethno-Musik.
Schlüsselwörter
Volksmusik, Balkan, Folklore, Čalgije, Ethnomusikologie, Ethnochoreologie, Instrumentenkunde, Tradition, Tanz, Gesang, Kultur, Stile, Moderne, Komposition, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Basisüberblick über die musikalischen und tänzerischen Traditionen der Balkan-Region.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf regionalen Stilrichtungen, der Bedeutung der Ethnomusikologie und Ethnochoreologie sowie der Entwicklung von Volksmusik in modernen Kompositionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Hauptziel ist es, Laien und Interessierten ein tieferes Verständnis für die Ursprünge und die Bedeutung ihrer kulturellen Traditionen zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Analyse ethnochoreologischer Feldforschungen und vergleicht verschiedene regionale Stile unter Einbeziehung historischer und kultureller Kontexte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung ethnochoreologischer Zonen, die wissenschaftliche Einordnung der Musikologie sowie die Entwicklung der Folklore in der modernen Musikindustrie.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Folklore, Čalgije, traditionelle Instrumente wie Tapan oder Gusle und der soziokulturelle Kontext von Tanz und Gesang.
Was unterscheidet den "á la Turka"-Stil vom "á la Franga"-Stil?
Der "á la Turka"-Stil ist stark durch das osmanische Erbe und die Čalgija-Orchester geprägt, während der "á la Franga"-Stil eher westliche, klassische Einflüsse aufgreift und sich an aristokratischeren Vorbildern orientiert.
Welche Rolle spielten die Geschwister Janković in der Forschung?
Sie gelten als bedeutende Pioniere, die durch ihre umfangreiche Feldforschung und Notation tausender Tänze die wissenschaftliche Grundlage für die Ethnochoreologie auf dem Balkan legten.
- Arbeit zitieren
- Nikola Petrović (Autor:in), 2018, Ein Überblick über die Volksmusik des Balkans, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436043