Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss sportlicher Betätigung auf das Selbstkonzept. So kennt es jeder von sich selbst, dass man sich zwar oft nur schwer zum Sport aufraffen kann und den inneren Schweinehund überwinden muss, sich danach jedoch oft ein Gefühl von Stolz, Gestärktheit und Zufriedenheit zeigt. Doch wie ist dies für geistig behinderte Personen? Erleben diese ebenfalls Sport als positiven Einfluss und verändert es ggf. über einen längeren Zeitraum das Selbstkonzept?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition Behinderung
2.1 geistige Behinderung
3 Das Selbstkonzept und seine Ausbildung
3.1 Definitionen zu dem Begriff Selbstkonzept
3.1.1 Körperselbstkonzept
3.2 Ausprägungen des Selbstkonzepts
3.2.1 Selbstkonzept bei behinderten Menschen
3.3 Studien und deren Ergebnisse zur Bedeutung von Sport für die Ausbildung des Selbstkonzepts geistig behinderter Menschen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den theoretischen Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und dem Selbstkonzept bei geistig behinderten Menschen, um zu klären, ob Sport einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung dieser Personengruppe haben kann.
- Grundlagen des Selbstkonzepts und dessen Dimensionen
- Definitionen und Klassifikationssysteme von geistiger Behinderung
- Bedeutung von Selbständigkeit und sportlicher Betätigung im Entwicklungskontext
- Analyse und Vergleich bestehender Studien zum Einfluss von Sport auf das Selbstkonzept
- Theoretische Ableitung von Motivations- und Integrationspotenzialen durch Behindertensport
Auszug aus dem Buch
3.1 Definitionen zu dem Begriff Selbstkonzept
Der Begriff des Selbstkonzepts entstand im Jahr 1943 und wurde von Raimy entwickelt. Demnach stellt das Selbstkonzept „ein gelerntes perzeptuelles System über die eigene Person“ dar, sowie „ein komplexes Organisationsprinzip, welches die eintreffenden Informationen schematisiert“. Vereinfacht bedeutet dies das Bild, welches sich eine Person von sich selbst macht (vgl. Pinquart, 1998; Strauch, 2009, S. 33f.). Eine zusammenfassende Kurzdefinition formulierte Mummendey. Demnach stellt das Selbstkonzept die „Gesamtheit der auf die eigene Person bezogenen, einigermaßen stabilen Kognitionen und Bewertungen“ (Mummendey, 1995, S. 34) dar. Allgemein gesehen gibt es keine einheitlich akzeptierte Definition, sondern eine Vielzahl synonym gebrauchter Begriffe wie beispielsweise Selbst, Selbstbild und Selbstvertrauen. Hieraus resultieren methodische Schwierigkeiten, wenn es um den Einsatz von passenden Messinstrumenten zur Ermittlung des Selbstkonzepts einer Person geht (vgl. Byrne, 1996, S. 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Themenwahl im Rahmen des Moduls „Gesellschaftliche Fragen des Kinder- und Jugendsports“ und begründet das Interesse an der noch wenig erforschten Schnittstelle zwischen Behindertensport und Selbstkonzeptforschung.
2 Definition Behinderung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Dimensionen von Behinderung anhand der WHO-Klassifikationssysteme (ICIDH und ICF) sowie spezifische Ansätze zur Definition von geistiger Behinderung.
3 Das Selbstkonzept und seine Ausbildung: Das Hauptkapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen des Selbstkonzepts, dessen Ausprägungen bei behinderten Menschen und einer detaillierten Analyse bisheriger Studien über den Einfluss sportlicher Aktivität.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Diskrepanz zwischen theoretischer Erwartung und empirischen Studienergebnissen und betont die Notwendigkeit geeigneterer Messmethoden für diese Zielgruppe.
Schlüsselwörter
Selbstkonzept, geistige Behinderung, Behindertensport, Sportwissenschaft, Körperselbstkonzept, soziale Akzeptanz, Selbstwertgefühl, Integrationspädagogik, Motivationsforschung, Special Olympics, Rehabilitationspädagogik, motorische Kompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob sportliche Aktivität einen positiven Einfluss auf das Selbstkonzept von Menschen mit geistiger Behinderung ausüben kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Definition von Behinderung, die theoretischen Grundlagen des Selbstkonzepts sowie die Analyse des Nutzens von Sport für die Persönlichkeitsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den theoretischen Zusammenhang zwischen Sport und der Ausbildung eines positiven Selbstkonzepts bei geistig behinderten Personen darzulegen und kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der bestehende Studien, Theorien und Klassifikationsmodelle verglichen und in Beziehung zueinander gesetzt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die begrifflichen Grundlagen, die verschiedenen Ebenen des Selbstkonzepts sowie eine ausführliche Auswertung vorhandener Studien, die den Effekt von Sport auf die Selbsteinschätzung untersuchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstkonzept, geistige Behinderung, Behindertensport, soziale Akzeptanz und motorische Kompetenz.
Warum kommen viele Studien zu keinem eindeutigen Ergebnis hinsichtlich der positiven Beeinflussung?
Die Autorin vermutet, dass die Wahl ungeeigneter Messinstrumente, die der spezifischen Probandengruppe nicht gerecht werden, ein Grund für die fehlenden signifikanten Korrelationen sein könnte.
Welche Bedeutung kommt dem Sport für die soziale Entwicklung zu?
Sport bietet laut den zitierten Studien eine Plattform für positive Rückmeldungen, fördert die motorische Kompetenz und unterstützt Menschen dabei, aus sich herauszugehen und ihr Sozialverhalten zu verbessern.
- Arbeit zitieren
- Lisa Donath (Autor:in), 2013, Kann sportliche Betätigung das Selbstkonzept geistig behinderter Menschen positiv beeinflussen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436049