Diese Hausarbeit behandelt das pädagogische Handlungsfeld „Einsatz digitaler Medien im Geographieunterricht“ und nimmt zu folgendem pädagogischen Ausbildungsstandard des Kompetenzfeldes Unterrichten Bezug: „Die Anwärterinnen und Anwärter setzen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien pädagogisch und didaktisch sinnvoll ein.“
Dabei soll die medienpädagogische Kompetenz sowohl von Seiten des Anwärters und der Schülerinnen und Schüler gestärkt, vertieft und erweitert werden. Im Rahmen meines pädagogischen Handlungsfeldes werden dabei noch weitere Kompetenzen innerhalb des Kompetenzfeldes Innovieren angebahnt: „Die Anwärterinnen und Anwärter setzen Instrumente zur Unterrichtsevaluation ein, werten die Rückmeldungen aus, ziehen Schlussfolgerungen und binden die Ergebnisse in den Unterricht ein.“ „Die Anwärterinnen und Anwärter können Chancen und Grenzen von Evaluation benennen.“ Diese Kompetenzen werden durch eine Online-Evaluation (siehe Anhang) von Seiten des Anwärters angebahnt und vertieft.
Das pädagogische Handlungsfeld wurde von mir im Rahmen dieser Hausarbeit gewählt, da ich ein besonderes Interesse am Einsatz neuer Medien im Unterricht habe. Schon während meiner Schullaufbahn auf dem Technischen Gymnasium mit Profilfach Informationstechnik, hat sich mein großes Interesse an digitalen (neuen) Medien herauskristallisiert, das sich im Studium und auch im Vorbereitungsdienst fortsetzte, sei es durch den Einsatz von Smartphones oder dem iPad, aber auch Laptop, PowerPoint und die Erstellung von Online-Lernumgebungen. Auch während meiner Tätigkeit an der Hochschule als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft konnte ich mein Interesse an neuen Medien weiter stärken, indem ich Lernmodule entwickelte und mit Schulklassen erprobte.
Mit Einführung des neuen Bildungsplanes im laufenden Schuljahr 2016/2017 wird der Schule und auch dem Fach Geographie ein Beitrag zu den sechs Leitperspektiven zugeteilt. Die Medienbildung ist eine dieser Leitperspektiven: „Kritische Medienanalysen, die Reflexion sowie die Kommunikation von Information und Wissen sind zentraler Bestandteil des Geographieunterrichts. Dazu gehören auch die Produktion von Medien zu geographischen Sachverhalten und deren Präsentation. Darüber hinaus werden informationstechnische Grundlagen entwickelt.“ Ebenso wurde der neue Bildungsplan in „prozessbezogene“ und „inhaltsbezogene Kompetenzen“ unterteilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Themenbegründung
2. Intention
3. Theoretische Fundierung
3.1 Begriffsklärung „Medien“
3.2 Begriffsklärung „Neue Medien“
3.3 Begriffsklärung „Digitale Medien“
3.4 Begriffsklärung „Digitale Geomedien“
3.5 Begriffsklärung „Medienerziehung“
3.6 Tablets im Unterricht
4. Gestaltung und Umsetzung des Vorhabens
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit zielt darauf ab, die medienpädagogische Kompetenz des Autors zu erweitern, indem der Einsatz digitaler Medien im Geographieunterricht durch eine Arbeitsgemeinschaft praktisch erprobt und mittels Online-Evaluation reflektiert wird.
- Einsatz digitaler Geomedien (GIS, digitale Globen, Fernerkundung)
- Integration von Tablets und mobilen Geotools (GPS, Geocaching, Actionbound)
- Medienpädagogische Zielsetzungen und Medienerziehung
- Methodische Gestaltung individualisierten Lernens
- Evaluation von Lehr- und Lernprozessen
Auszug aus dem Buch
3.6 Tablets im Unterricht
Für den Einsatz von Tablets im Unterricht gibt es viele gute Gründe. Die wichtigsten fünf Gründe dabei sind:
1. Unmittelbare Verfügbarkeit von digitalen Quellen und aktuellen Unterrichtsmaterialien: Kaum ein Gerät ist so schnell einsatzbereit wie ein Tablet. Ein Hochfahren ist nicht nötig, durch Tippen auf den Bildschirm „erwacht“ das Gerät sofort aus dem Ruhemodus. Informationen in vielfältiger Form (Filme, Texte, Bilder, Audiodateien) sind über den Browser und diverse (Lern-)Plattformen jederzeit verfügbar. Das war bisher im Unterricht nicht immer selbstverständlich. Es stellt Lehrkräfte vor neue Herausforderungen, nicht nur, weil Schülerinnen und Schüler durch die Informationsflut Ablenkung erfahren können, sondern auch weil der Unterrichtsstoff jederzeit überprüfbar ist und dynamisch bleibt.
2. Leichte Realisierung zeitgemäßer, multimedialer Unterrichtsergebnisse: Schülerinnen und Schülern wird durch Tablets auf einfache Art und Weise mit nur einem Gerät die Möglichkeit gegeben, selbst attraktive und zeitgemäße Unterrichtsprodukte zu schaffen, die unter Umständen sogar zur Veröffentlichung geeignet sind und somit nicht als triste schulische Übung angefertigt werden müssen. Dies bedeutet zusätzliche Motivation und ermöglicht ganz neue Aufgabenstellungen.
3. Mobilität durch möglichen Einsatz auch außerhalb des Klassenraums: Mit Hilfe des Tablets lässt sich ohne großen Aufwand mit nur einem Gerät auch der Besuch eines außerschulischen Lernorts (z.B. Museum, Betrieb, Gedenkstätte, Biotop, Zoo, Geocache, Actionbound) dokumentieren und auswerten. Das Unterrichtsergebnis kann dabei wie oben beschrieben sehr vielfältig sein und mehrere Medienarten umfassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Themenbegründung: Diese Einleitung begründet das Interesse des Autors am Einsatz digitaler Medien im Geographieunterricht und verknüpft das Vorhaben mit geltenden Bildungsstandards und Leitperspektiven.
2. Intention: In diesem Kapitel legt der Autor dar, dass er durch das pädagogische Handlungsfeld vor allem seine medienpädagogische Kompetenz vertiefen und den Einsatz digitaler Medien in einer Arbeitsgemeinschaft evaluieren möchte.
3. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt liefert die theoretische Basis durch die Definition zentraler Begriffe wie Medien, neue Medien, digitale Medien und Medienerziehung sowie durch die Erläuterung der Bedeutung von Tablets.
4. Gestaltung und Umsetzung des Vorhabens: Hier wird die praktische Umsetzung des Projekts beschrieben, einschließlich des Zeitplans, der genutzten digitalen Werkzeuge und der Zielsetzung für die Arbeitsgemeinschaft.
5. Reflexion: Das Kapitel bietet eine kritische Rückschau auf die Umsetzung des Vorhabens, benennt Herausforderungen im Schulalltag und bewertet die Ergebnisse der durchgeführten Zwischenevaluation.
Schlüsselwörter
Geographieunterricht, Digitale Medien, Digitale Geomedien, Tablet, Medienkompetenz, Medienerziehung, Arbeitsgemeinschaft, Geoinformationssysteme, GPS, Geocaching, Actionbound, Fernerkundung, Unterrichtsevaluation, IGH, Medienbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Relevanz und dem praktischen Einsatz digitaler Medien im Fach Geographie an der Internationalen Gesamtschule Heidelberg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Einsatz von Geoinformationssystemen, Tablets, Fernerkundungsdaten und mobilen Geotools in einer eigens eingerichteten Arbeitsgemeinschaft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist der persönliche Kompetenzzuwachs des Autors in medienpädagogischer Hinsicht sowie die praktische Erprobung und Evaluation digitaler Medieneinsätze im Unterricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Es wird eine praxisorientierte Herangehensweise gewählt, bei der die eigene Arbeitsgemeinschaft als Handlungsfeld dient, das durch eine Online-Evaluation der Schülerinnen und Schüler reflektiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung der Begriffe rund um digitale Medien und eine detaillierte Darstellung der Planung, Durchführung und Reflexion der Arbeitsgemeinschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Geographieunterricht, Digitale Geomedien, Medienkompetenz, Tablets, Geocaching und Evaluation.
Warum wurde eine Arbeitsgemeinschaft gewählt, um das Vorhaben umzusetzen?
Die Form der AG wurde gewählt, um die Freiwilligkeit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten und einen spezifischen Rahmen für die Arbeit mit digitalen Geomedien zu schaffen.
Welche Herausforderungen bei der Umsetzung werden im Fazit reflektiert?
Der Autor nennt unter anderem administrative Probleme bei der PC-Nutzung, technische Einschränkungen und die Herausforderung, die AG-Dauer und den Jahresplan an die Bedürfnisse der heterogenen Schülergruppe anzupassen.
Welche Rolle spielt die GIS-Station als Kooperationspartner?
Die GIS-Station der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unterstützt das Projekt durch Expertenwissen und die Bereitstellung von Hard- und Software für die Schülerinnen und Schüler.
- Arbeit zitieren
- M.A. Tobias Gehrig (Autor:in), 2017, Der Einsatz digitaler Medien im Geographieunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436057