Analyse und Anwendungsmöglichkeiten des Bilderbuches 'Drachen gibt's doch gar nicht' von Jack Kent


Hausarbeit, 2002

29 Seiten, Note: keine - positiver Kommentar


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist ein Bilderbuch

0.1 Biographie des Autors/Illustrators, Bibliographie

1. Zum Buch

2. Gestaltung des Buches
2.1 Aufmachung
2.2 Typographie
2.3 Illustrationen

3. Inhaltsangabe

4. Analyse
4.1 Inhaltsanalyse
4.1.1 Figuren/Sozialverhalten
4.1.2 Thematik/Wahrscheinlichkeit- Realität- Fantasie
4.1.3 Milieu
4.1.4 Handlungsführung
4.1.5 Zeit und Ort der Handlung
4.1.6 Zeit- und Erzählform
4.1.7 Durch den Text vermitteltes Weltbild
4.2 Sprachanalyse
4.2.1 Schwierigkeitsgrad des Textes
4.2.2 Wortgebrauch im Hinblick auf die Leserschaft
4.2.3 Syntax
4.2.4 Erzählteile/Dialoge
4.3 Bildanalyse
4.3.1 Spontaner Eindruck
4.3.2 Bildnerischer Stil
4.3.3 Farbliche Bildgestaltung
4.3.4 Räumliche Bildgestaltung
4.3.5 Flächen- und Formgestaltung
4.3.6 Detaillierte Gestaltung der Bildgegenstände
4.3.7 Zentrale Bildelemente
4.3.8 Zusammenhang von Bild und Text
4.3.9 Bewertung im Hinblick auf die LeserInnen

5 Kreative Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bilderbuch im Unterricht Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
5.1 Vorschläge für die Einstiegssituation
5.1.1 „Trick und Konfetti“
5.1.2 Weitere Vorschläge für den Einstieg
5.2 Unterrichtsvorschläge für den weiteren Unterrichtsverlauf
5.2.1 Clustering-Methode
5.2.1.1 Definitionsversuch
5.2.1.2 Grundregeln des Clustering
5.2.2 Individuelles Buch
5.2.3 Malen
5.2.4 Modellieren
5.2.5 Bauen
5.2.6 Rollenspiel
5.2.7 Schreiben von Vorgeschichte/Fortsetzung
5.2.8 Phantasiereise
5.2.9 Weitere Ideen zum Umgang mit dem Bilderbuch
5.2.10 Spiel zum Buch

6. Allgemeine Zielsetzung

7. Eigene Stellungnahme

Literaturverzeichnis

Einleitung

Diese Seminararbeit weist zwei Themenschwerpunkte auf: Zum Einen die Analyse des Bilderbuches „Drachen gibt’s doch gar nicht“ von Jack Kent. Zum Anderen die Darstellung konkreter Umgangsmöglichkeiten mit diesem Bilderbuch im Unterricht.

Zu Beginn wird eine kurze Definition der allgemein gebräuchlichen Bezeichnung Bilderbuch gegeben. Es folgt eine Kurzbiographie des Autors/Illustrators Jack Kent und eine Auswahl seiner geschriebenen und illustrierten Bücher.

Nach einer kurzen Information zum Buch selbst, wird die Gestaltung näher beleuchtet.

Einer kurzen Inhaltsangabe schließt sich der Hauptteil der Seminararbeit an: Die Analyse.

Diese unterteilt sich in die Inhalts-, die Sprach- und die Bildanalyse.

Als weiteres zentrales Element der Seminararbeit folgt die Darstellung der kreativen Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bilderbuch im Unterricht. Diese sind auf einen handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht ausgerichtet. Nach der Formulierung der allgemeinen Zielsetzung beim Einsatz von Bilderbüchern erfolgt eine abschließende Stellungnahme.

Was ist ein Bilderbuch

Bilderbücher werden der Gattung der Kinder – und Jugendliteratur zugeordnet.

Ihre Adressaten sind hauptsächlich zwei- bis zehnjährige Kinder, da die Bilder gegenüber dem Text überwiegen (teilweise auch ganz ohne Text) und so auch Kinder, deren Lesefähigkeit noch nicht optimal ausgebildet ist, visuell die handlungsbezogenen Inhalte erschließen können.

Gegenwärtig gibt es zunehmend Bilderbücher auf dem Markt, deren Rezipienten ältere Kinder sind. Text- und Bild sind hierbei von gleicher Bedeutung. (vgl. Schaub/Zenke: Wörterbuch der Pädagogik S.73) „ Häufig werden Bilderbücher aus reißfestem Papier hergestellt und weisen unterschiedliche Formate auf: von sehr kleinen Liliput- bis zur übergroßen Formaten [...].“(Kaminski, W.: Einführung in die Kinder und Jugendliteratur,

S. 45)

„Eine Eigentümlichkeit liegt darin, dass sich das Bilderbuch aufgrund seiner Orientierung am kindlichen Adressaten und dessen „narrativen Bewusstsein“ meist auf einen begrenzten Text- und Bildumfang beschränkt und somit in relativ wenigen Bild- und Texteinheiten erzählt.“(Lange, G. (Hrsg. ), Thiele J. : Taschenbuch der KJL Band 1, S.229)

Es muss zwischen unterschiedlichen Formen von Bilderbüchern differenziert werden: Pappbilderbücher, Klappbilderbücher und Szenenbilderbücher eignen sich besonders gut für die ersten Lebensjahre. Weiter gibt es Bilderbücher mit Kinderlyrik und Liedern, Bilderbücher als Spielmittel, Bilderbücher zu Märchen und Fabeln, wiklichkeitsnahe Bildergeschichten zu Tieren, Pflanzen und Umweltproblemen, phantastische Bildergeschichten, Sachbücher zur Wissensvermittlung, wie auch Bastel- und Spielbücher. (vgl. Schaub/Zenke: Wörterbuch der Pädagogik S.73)

Bilderbücher wirken sich positiv auf die Entwicklung eines Kindes aus. Sie „fördern die Sprach und Denkfähigkeit der Kinder, eröffnen Zugänge zu den verschiedenen Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur, sind eine Hilfe bei der Lebensbewältigung, dienen der ästhetischen Bildung und sind ein wichtiges Mittel der Erziehung.“( Schaub/Zenke: Wörterbuch der Pädagogik S.73)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

0.1 Biographie des Autors/Illustrators, Bibliographie (Auswahl)

John Wellington (Jack) Kent ist sowohl der Autor, als auch der Illustrator des Bilderbuchs „Drachen gibt’s doch gar nicht“. Er ist 1920 in Burlington, Iowa geboren. Seine Karriere begann als freiberuflich tätiger Grafiker als er 15 Jahre alt war und setze sich zunächst bis zum Jahr 1941 fort, in dem er Mitglied der Staatsarmee, Feldartillerie, wurde. Sein Comic „King Aroo“ wurde in den Jahren 1953-1965 veröffentlicht und international verbreitet. Im Jahr 1965 arbeitete er allerdings wieder als freiberuflich tätiger Karikaturist und Humorist. 1968 begann er Kinderbücher zu schreiben und zu illustrieren und anschließend auch zu produzieren. Im Laufe seines Lebens schrieb und illustrierte er ca. 40 Kinderbücher und bebilderte ungefähr 20 Bücher von anderen Autoren.

Dieser Tätigkeit ist er bis er 1985 an Leukämie verstarb nachgegangen.

Sein einziger Sohn John nahm nach Jack Kent‘ s Tod einen Preis von den „Chacago Graphic Associates“ und der „ Chicago Book Clinic“ entgegen. Sein Buch Mr. Meebles wurde 1976 von den "New York Times als das „outstanding picture book of the year“ bezeichnet.

Die bekanntesten seiner Titel waren: King Aroo (1953), Mr. Meebles (1970), The fat cat (1971), Mrs Mooley (1973) und There’s No Such Thing as a Dragon (1975). (vgl. http: //special.lib.umn.edu/findaid/html/clrc/clrc0150.html)

1. Zum Buch

Das Bilderbuch „Drachen gibt’s doch gar nicht“ ist von Jack Kent sowohl geschrieben, als auch illustriert worden. Es ist im Original 1975 in den USA unter dem Titel „ There´s no such Thing as a Dragon“ im Verlag Western Publishing Company Inc. erschienen.

Ute Andresen übersetzte den Text aus dem Amerikanischen ins Deutsche, so dass

drei Jahre später die deutsche Erstausgabe in Otto Maier Verlag Ravensburg publiziert werden konnte.

1994 ist die mir vorliegende Auflage im gleichen Verlag in der Reihe „Der Blaue Rabe“ herausgekommen. Später ist der Text der neuen Rechtschreibung angepasst und ein neues Titelbild gewählt worden, ohne dass das Erscheinungsdatum verändert wurde. „Der Blaue Rabe“ ist eine Erstlesereihe vom Ravensburger Buchverlag, die sich in vier

Lese- Schwierigkeitsstufen einteilen lässt. Stufe 1 besteht fast nur aus Bildern, wohingegen Stufe 4 laut Verlag für Leseprofis ab der dritten/ vierten Klasse geeignet ist. Das Buch „Drachen gibt’s doch gar nicht“ gehört der Lesestufe 3 an („Erster Lesespaß ab 2./3. Klasse“).

Zu dieser Lesestufe gehören allgemein längere Geschichten (44-60 Seiten), die in großer Fibelschrift geschrieben und bei denen der Text in kurze Abschnitte gegliedert ist . (vgl. Kent, Jack: Drachen gibt’s doch gar nicht und Ravensburger Buchverlag)

2. Gestaltung des Buches

2.1 Aufmachung

Das aus 44 Seiten bestehende Bilderbuch hat in etwa die Größe eines DIN A 5 Heftes und ist durch einen dicken Umschlag gebunden. Auf dem Titelblatt ist der Name des Autors, die Überschrift, sowie ein großes Titelbild zu sehen, das auch in der Geschichte selbst vorkommt. Desweiteren ist auf dem Titelblatt der Name des Verlags und die Einordnung in die Erstlesereihe „Der Blaue Rabe- Erster Lesespass“ zu finden. Auf der blauen Rückseite findet der Rezipient einen kleinen Klappentext, der in das Thema einführt, sowie ein kleines Bild des Drachens, einer der Hauptfiguren. Auch sind hier die einzelnen Lesestufen der Serie „Blauer Rabe“ und einige sie charakterisierende Eigenschaften tabellarisch aufgeführt. Der Hinweis auf das Lesealter der 2./3. Klasse informiert den Leser über die Richtigkeit des gewählten Erstlesebuches.

2.2 Typographie

Der Text ist in Druckschrift geschrieben und entspricht der Schriftgröße 16p. Der Abstand zwischen den Zeilen entspricht in etwa der Schriftgröße. Bei der Textgliederung ist der Flattersatz verwendet worden. „ Dabei schlagen die Zeilen links bündig an, um jeweils den Beginn einer neuen Zeile problemlos zu finden und laufen nach rechts aus, aber ohne Trennungen.“(Dahrendorf, M. :Beiträge Jugendliteratur und Medien 1998, S. 10) Genauer gesagt handelt es sich um den sinnbezogenen Flattersatz. Dabei ist der Text Zeile für Zeile zusätzlich nach Sinnabschnitten gegliedert. Nur wenige Zeilen (ca. vier ) sind länger als die empfohlene Maximallänge von neun Zentimetern. (Conrady, P.: Zum Lesen verlocken, S. 12)

2.3 Illustrationen

Das Buch ist durchgehend illustriert, d.h. auf jeder Seite oder zumindest einer Doppelseite ist mindestens ein Bild zu finden, das inhaltlich zu der entsprechenden Textpassage passt. Sie sind sehr kindgerecht, bunt und interessant gestaltet, so dass die Lesemotivation gesteigert werden kann.

3. Inhaltsangabe

Als Felix Fischel eines Morgens aufwacht, muss er sehr erstaunt feststellen, dass ein kleiner Drache auf seinem Bett sitzt. Liebevoll streichelt er ihn und berichtet aufgeregt seiner Mutter, was sich zugetragen hat. Doch diese macht ihm unmissverständlich klar, dass es Drachen doch gar nicht gibt. Von da an ignoriert Felix den Drachen, obwohl dieser ihn bei allen Tagesaktivitäten begleitet und seine Aufmerksamkeit sucht. Felix ist davon überzeugt, dass es dumm wäre etwas zu streicheln, was es gar nicht gibt. Da fängt der Drache stetig an zu wachsen bis er größer als das Haus der Familie Fischel ist. Schließlich läuft er mit diesem, sowie der Mutter und Felix darin, auf seinem Rücken weg. Als Papa von der Arbeit kommt, muss er das Haus erst suchen. Auf die Frage, was los sei, antwortet Felix, dass es der Drache war. Obwohl Mama erst widersprechen möchte, behauptet sich Felix, streichelt dem Drachen über den Kopf und sagt, dass es doch wirklich ein Drache sei. Daraufhin schrumpft der Drache wieder bis er so klein ist wie ein Kätzchen. Felix erkennt, dass der Drache so groß geworden ist, da er wollte, dass man ihn lieb hat.

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Analyse und Anwendungsmöglichkeiten des Bilderbuches 'Drachen gibt's doch gar nicht' von Jack Kent
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Veranstaltung
Bilderbücher: Für die Kinder und für die Schule
Note
keine - positiver Kommentar
Autor
Jahr
2002
Seiten
29
Katalognummer
V43612
ISBN (eBook)
9783638413701
Dateigröße
627 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, Anwendungsmöglichkeiten, Bilderbuches, Drachen, Jack, Kent, Bilderbücher, Kinder, Schule
Arbeit zitieren
Agnes Slabon (Autor), 2002, Analyse und Anwendungsmöglichkeiten des Bilderbuches 'Drachen gibt's doch gar nicht' von Jack Kent, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43612

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