Diese Seminararbeit weist zwei Themenschwerpunkte auf: Zum Einen die Analyse des Bilderbuches „Drachen gibt’s doch gar nicht“ von Jack Kent. Zum Anderen die Darstellung konkreter Umgangsmöglichkeiten mit diesem Bilderbuch im Unterricht. Zu Beginn wird eine kurze Definition der allgemein gebräuchlichen Bezeichnung Bilderbuch gegeben. Es folgt eine Kurzbiographie des Autors/Illustrators Jack Kent und eine Auswahl seiner geschriebenen und illustrierten Bücher.
Nach einer kurzen Information zum Buch selbst, wird die Gestaltung näher beleuchtet. Einer kurzen Inhaltsangabe schließt sich der Hauptteil der Seminararbeit an: Die Analyse. Diese unterteilt sich in die Inhalts-, die Sprach- und die Bildanalyse. Als weiteres zentrales Element der Seminararbeit folgt die Darstellung der kreativen Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bilderbuch im Unterricht. Diese sind auf einen handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht ausgerichtet. Nach der Formulierung der allgemeinen Zielsetzung beim Einsatz von Bilderbüchern erfolgt eine abschließende Stellungnahme.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Was ist ein Bilderbuch
0.1 Biographie des Autors/Illustrators, Bibliographie
1. Zum Buch
2. Gestaltung des Buches
2.1 Aufmachung
2.2 Typographie
2.3 Illustrationen
3. Inhaltsangabe
4. Analyse
4.1 Inhaltsanalyse
4.1.1 Figuren/Sozialverhalten
4.1.2 Thematik/Wahrscheinlichkeit- Realität- Fantasie
4.1.3 Milieu
4.1.4 Handlungsführung
4.1.5 Zeit und Ort der Handlung
4.1.6 Zeit- und Erzählform
4.1.7 Durch den Text vermitteltes Weltbild
4.2 Sprachanalyse
4.2.1 Schwierigkeitsgrad des Textes
4.2.2 Wortgebrauch im Hinblick auf die Leserschaft
4.2.3 Syntax
4.2.4 Erzählteile/Dialoge
4.3 Bildanalyse
4.3.1 Spontaner Eindruck
4.3.2 Bildnerischer Stil
4.3.3 Farbliche Bildgestaltung
4.3.4 Räumliche Bildgestaltung
4.3.5 Flächen- und Formgestaltung
4.3.6 Detaillierte Gestaltung der Bildgegenstände
4.3.7 Zentrale Bildelemente
4.3.8 Zusammenhang von Bild und Text
4.3.9 Bewertung im Hinblick auf die LeserInnen
5. Kreative Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bilderbuch im Unterricht
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
5.1 Vorschläge für die Einstiegssituation
5.1.1 „Trick und Konfetti“
5.1.2 Weitere Vorschläge für den Einstieg
5.2 Unterrichtsvorschläge für den weiteren Unterrichtsverlauf
5.2.1 Clustering-Methode
5.2.1.1 Definitionsversuch
5.2.1.2 Grundregeln des Clustering
5.2.2 Individuelles Buch
5.2.3 Malen
5.2.4 Modellieren
5.2.5 Bauen
5.2.6 Rollenspiel
5.2.7 Schreiben von Vorgeschichte/Fortsetzung
5.2.8 Phantasiereise
5.2.9 Weitere Ideen zum Umgang mit dem Bilderbuch
5.2.10 Spiel zum Buch
6. Allgemeine Zielsetzung
7. Eigene Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Bilderbuch „Drachen gibt’s doch gar nicht“ von Jack Kent im Hinblick auf inhaltliche, sprachliche und bildnerische Aspekte und stellt kreative, handlungs- sowie produktionsorientierte Unterrichtsmöglichkeiten vor, um Kindern den Zugang zur Literatur zu erleichtern.
- Literarische Analyse des Bilderbuchs
- Gestaltung und Wirkung von Illustrationen
- Sprachliche Anforderungen für Erstleser
- Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
- Praktische Methoden wie Clustering und Rollenspiele
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Figuren/Sozialverhalten
Im Buch sind mehrere Hauptfiguren zu finden: Zum Einen spielt die ganze Familie Fischel eine wichtige Rolle und zum Anderen der Drache. Zu der Familie Fischel gehören Mama Fischel, Papa Fischel und das Kind Felix (in der Originalausgabe „Bill“). Diese Figuren haben eine menschliche Gestalt und erleben einen ganz normalen Alltag, wie es scheint, bis eines Tages der Drache an Felix Bettkante sitzt. Felix macht den Anschein etwa sechs Jahre alt und ein ganz normaler Junge zu sein. Sein Papa kommt erst am Nachmittag von der Arbeit. So verbringt Felix den Vormittag mit seiner Mutter, die den Haushalt macht. Felix scheint ihre Anweisungen/Aussagen sehr ernst zu nehmen. Als seine Mutter behauptet, es gäbe keine Drachen, akzeptiert er diese Aussage ohne Widerworte, obwohl er den Drachen ganz genau sehen kann. Seine Mutter wirkt dominant und stur, da sie im Laufe der Geschichte nicht von ihrer Meinung abweicht, obwohl der Drache ganz und gar nicht mehr zu übersehen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Umriss der Themenschwerpunkte, bestehend aus der Analyse des Bilderbuchs und der Darstellung konkreter Unterrichtsmöglichkeiten.
Was ist ein Bilderbuch: Definition der Gattung, ihrer Adressaten und die positive Bedeutung für die kindliche Entwicklung.
0.1 Biographie des Autors/Illustrators, Bibliographie: Kurzbiografie von Jack Kent und eine Auswahl seiner Werke.
1. Zum Buch: Vorstellung des Bilderbuchs inklusive Informationen zur Übersetzung und Einordnung in das Leseschwierigkeitsniveau der Erstlesereihe.
2. Gestaltung des Buches: Untersuchung der Aufmachung, Typographie und der Illustrationen des Werkes.
3. Inhaltsangabe: Zusammenfassung der Handlung des Bilderbuchs.
4. Analyse: Detaillierte Untersuchung des Inhalts, der Sprache und der visuellen Gestaltung des Buches.
5. Kreative Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bilderbuch im Unterricht: Didaktische Begründung für handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht sowie konkrete Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung.
6. Allgemeine Zielsetzung: Erörterung des Ziels, Kinder zum eigenständigen und freudvollen Umgang mit Büchern zu befähigen.
7. Eigene Stellungnahme: Reflexion über die Eignung des Buches für das Leseanfangsstadium basierend auf eigenen Erfahrungen.
Schlüsselwörter
Bilderbuch, Drachen gibt’s doch gar nicht, Jack Kent, Literaturunterricht, Handlungs- und produktionsorientiert, Lesemotivation, Grundschule, Inhaltsanalyse, Bildanalyse, Sprachanalyse, Clustering, Erstleser, Kreatives Schreiben, Kindchen-Schema, Literaturdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem pädagogischen Einsatz des Bilderbuchs „Drachen gibt’s doch gar nicht“ von Jack Kent im Grundschulunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Analyse unterteilt sich in drei Hauptbereiche: Inhaltsanalyse, Sprachanalyse und Bildanalyse des Buches.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Bilderbuch durch handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden die Lesemotivation und das Textverständnis bei Kindern im Anfangslesestadium fördern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse des Textes und der Illustrationen in Verbindung mit didaktischen Ansätzen für den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte inhaltliche, sprachliche und visuelle Untersuchung des Bilderbuchs sowie eine umfassende Sammlung an praktischen Unterrichts- und Spielideen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Literaturdidaktik, Lesemotivation, Bilderbuchanalyse, handlungsorientierter Unterricht und Clustering.
Warum spielt die Vater-Sohn-Beziehung eine Rolle bei der Deutung des Buches?
Der Autor argumentiert, dass die bloße Anwesenheit des Vaters dem Kind Felix die nötige Sicherheit gibt, sich gegen die Ignoranz der Mutter zu behaupten und das Dasein des Drachens als Realität einzufordern.
Wie trägt die Clustering-Methode zur Unterrichtsgestaltung bei?
Die Clustering-Methode dient als nichtlineares Verfahren dazu, die Schreibblockaden von Schülern zu lösen und ihre Kreativität durch assoziatives Denken rund um das Kernthema „Drache“ zu fördern.
- Quote paper
- Agnes Slabon (Author), 2002, Analyse und Anwendungsmöglichkeiten des Bilderbuches 'Drachen gibt's doch gar nicht' von Jack Kent, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43612