Diese Seminararbeit macht die Planung einer Unterrichtseinheit einer Deutschstunde zu ihrem Thema. Die folgende für ein drittes Schuljahr vorgesehene Unterrichtsplanung stellt einen handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit Kindergedichten in ihren Mittelpunkt.
Der Unterrichtsentwurf richtet sich an eine Lerngruppe, in der sowohl Kinder mit Deutsch als Muttersprache zu finden sind, als auch Kinder, die diese Sprache erst im Kindergarten oder gar im ersten Schuljahr erlernt haben, die demzufolge beispielsweise Schwierigkeiten mit ihrer Ausdrucksweise oder im Textverstehen haben.
Zu Beginn der Seminararbeit soll der Begriff des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts näher erläutert werden an den dann eine ausführliche Unterrichtsplanung anschließt.
Die für die gesamte Unterrichtsreihe vorgesehenen lyrischen Texte sind neben dem Text „Die Rache“ von Rosita Davidson, der im Zentrum der Unterrichtseinheit steht, in der Anlage zu finden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
2. Die Unterrichtsplanung
Textgrundlage
2.1 Darstellung der Unterrichtsreihe
2.1.1 Thema der Unterrichtsreihe:
2.1.1.1 Thema der Unterrichtseinheit
2.2 Lernziele
2.2.1 Grobziele der Unterrichtsreihe
2.2.1.1 Grobziel der Unterrichtsstunde
2.2.2 Feinziele der Unterrichtsstunde
2.3 Aufbau der Unterrichtsreihe
2.4 Zielorientierte Handlungsschritte
2.5 Themenabhängige Lernvoraussetzungen
2.6 Sachanalyse
2.6.1 Was ist Kinderlyrik
2.6.2 Kriterien für den Einsatz von Kinderlyrik im Grundschulunterricht
2.6.3 Beschreibung der Bildergeschichte
2.7 Didaktische Analyse
2.8 Legitimation des Einsatzes von lyrischen Texten und des handlungs- und produktionsorientierten Umgangs mit ihnen durch Anforderungen des Lehrplans
Zielsetzung und thematischer Fokus
Diese Arbeit widmet sich der praxisorientierten Planung einer Unterrichtseinheit für das dritte Schuljahr, die einen handlungs- und produktionsorientierten Zugang zu Kindergedichten in den Mittelpunkt stellt, um insbesondere auch Kinder mit sprachlichen Herausforderungen in einer multikulturellen Lerngruppe zu fördern.
- Handlungs- und produktionsorientierte Didaktik im Literaturunterricht
- Integration von Bildergeschichten zur Textrekonstruktion und -produktion
- Förderung der Lesemotivation und Ausdrucksfähigkeit
- Didaktische Legitimation gemäß Lehrplananforderungen
- Unterstützung für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache
Auszug aus dem Buch
1. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
Das Ziel des Literaturunterrichts sollte es sein, neben der Förderung des literarischen Lernens eine langfristige Lesemotivation bei den Schülern aufzubauen. Dabei muss eine möglichst breite Masse der Schüler, wozu besonders Schüler aus lesefeindlichen und bildungsfernen Elternhäusern gehören, angesprochen werden.
Lange war der Hauptkritikpunkt am traditionellen analytischen und interpretierenden Literaturunterricht, dass dieser einer großen Schüleranzahl nicht gerecht wird, da er häufig als ein Zerreden der Texte empfunden wird und sich deshalb eher demotivierend auswirkt. Besonders bei Schülern, deren Begabungen nicht im analytischen, sondern im künstlerischen oder emotionalen Bereich liegen, bleibt der Zugang zur Literatur durch diesen Unterricht oft verwährt.
Resultierend aus dieser Kritik fand vor etwa 25 Jahren der so genannte handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht Eingang in die fachdidaktischen Diskussionen. Dieser versucht die Schüler in ihren Gefühlen, ihrer Phantasie und ihrem Tätigkeitsdrang anzusprechen und fordert den Kindern eine breite Palette an Anregungen und Zugängen für den Umgang mit Literatur anzubieten, bei dem für möglichst unterschiedliche Begabungsschwerpunkte ein Angebot vorliegt. Die Adjektive „handlungs- und produktionsorientiert“ beschreiben den Charakter dieses Unterrichts. Der Doppelbegriff betont zwei Grundaspekte einer aktiv-produktiven Tätigkeit der Schüler: auf der einen Seite die mannigfaltigen, durch praktisches Tun und die aktive Nutzung der Sinne charakterisierten Umgang mit vorliegenden Texten und auf der anderen Seite das produktive Erschaffen von neuen Texten, Teiltexten oder Textvarianten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der handlungs- und produktionsorientierten Literaturdidaktik und begründet, warum diese Methode besonders für heterogene Grundschulklassen geeignet ist.
2. Die Unterrichtsplanung: In diesem umfangreichen Hauptkapitel wird der konkrete Unterrichtsentwurf zur Arbeit mit dem Gedicht „Die Rache“ detailliert dargestellt, inklusive Lernzielen, methodischem Aufbau und Sachanalyse.
Schlüsselwörter
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Kinderlyrik, Grundschule, Unterrichtsplanung, Lesemotivation, Bildergeschichte, Deutsch als Zweitsprache, Textproduktion, Didaktische Analyse, Lehrplan, Sprachförderung, Kreatives Schreiben, Rosita Davidson
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Planung einer Deutschunterrichtseinheit für das dritte Schuljahr, die den Fokus auf einen handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit Kinderlyrik legt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Vermittlung von Kinderlyrik, die Förderung von Lesemotivation, die methodische Einbindung von Bildergeschichten und die Unterstützung von Schülern in multikulturellen Lerngruppen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer schülerorientierten Unterrichtsplanung, die durch handlungsorientierte Verfahren den Zugang zur Sprache und zu lyrischen Texten für alle Schüler erleichtert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht theoretisch hergeleitet und praktisch in Form einer detaillierten Unterrichtsreihe und -einheit umgesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Unterrichtskonzepts, die detaillierte Darstellung der Unterrichtsreihe, eine Sachanalyse zur Kinderlyrik sowie die didaktische Begründung gemäß den Lehrplanvorgaben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Kinderlyrik, Lesemotivation und Sprachförderung.
Welche Rolle spielt die Bildergeschichte im Unterrichtskonzept?
Die Bildergeschichte dient als zentrales Medium, um den Schülern den Einstieg in den lyrischen Text zu erleichtern, die Handlung visuell zu rekonstruieren und als Anreiz für die eigenständige Textproduktion zu fungieren.
Warum wird das Gedicht „Die Rache“ von Rosita Davidson ausgewählt?
Das Gedicht wurde gewählt, weil es aufgrund seiner einfachen Sprachstruktur und lebensnahen Thematik besonders gut für den handlungsorientierten Umgang mit Schülern geeignet ist, die ihre Ausdrucksfähigkeit noch entwickeln müssen.
- Quote paper
- Agnes Slabon (Author), 2003, Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit Kindergedichten in einer multikulturellen Lerngruppe - Eine Unterrichtsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43615