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Exegese der Perikope Mt 28,1-8: Die Botschaft des Engels am leeren Grab

Title: Exegese der Perikope Mt 28,1-8:   Die Botschaft des Engels am leeren Grab

Term Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Agnes Slabon (Author)

Theology - Biblical Theology
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Abschrift der Perikope

„1Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war wie Schnee. 4Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden. 5Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet Euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus den Gekreuzigten. 6Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht Euch die Stelle an, wo er lag. 7Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt Ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht Euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es Euch gesagt. 8Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.“

„Es handelt sich bei MK 28,1-8 um eine theologische Inhaltserzählung in Form einer Angelophanie. Diese setzt sich der Regel nach aus mehreren Elementen zusammen, die nicht unbedingt alle präsent sein müssen: einer Erscheinung eines Engels, einer darauf folgenden Reaktion der Angst, einer zu verkündenden Nachricht, einer Erwiderung des Empfängers auf diese Nachricht und einem bezeugenden Zeichen. In dieser Perikope sind alle Elemente, bis auf die Erwiderung des Empfängers vorhanden. Als bezeugendes Zeichen ist das leere Grab zu betrachten. Allein der Vorfall mit den Wächtern wirkt sich etwas störend auf die Gattung aus.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Bestimmung der Gattung

2. Interpretation der Perikope in der vorliegenden Endgestalt

2.1 Gliederung der Perikope

2.2 Thematik mit Einzelversinterpretation

3. Textanalyse

3.1 / 3.2 Inhaltliche Übereinstimmungen und Unterschiede der synoptischen Parallelen

3.3 Textgestalt in der Überlieferung: Welche Vorlage hatte die Perikope?

4. Ursprungssituation: Welchen Sitz im Leben hatte die Perikope ursprünglich?

5. Redaktionsgeschichte

5.1 Rahmung der Perikope

5.2 Aussage des Textes in der Endgestalt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope Mt 28,1-8 einer detaillierten exegetischen Untersuchung zu unterziehen, um die theologische Aussage und die redaktionelle Intention des Evangelisten Matthäus hinsichtlich der Osterbotschaft am leeren Grab zu ergründen.

  • Strukturelle Analyse und Gattungsbestimmung der Angelophanie.
  • Detaillierte Einzelversinterpretation des biblischen Textes.
  • Vergleichende Analyse synoptischer Parallelen (insbesondere zu Markus).
  • Untersuchung der ursprünglichen „Sitz im Leben“-Situation.
  • Aufarbeitung der redaktionsgeschichtlichen Besonderheiten bei Matthäus.

Auszug aus dem Buch

Vers 5

„Ohne dass die Frauen sich äußern müssen, spricht der Engel sie an. Es ist eine Stilform, auf die die direkte Rede folgt und welche bei Matthäus häufig anzutreffen ist. Entgegengesetzt zum Verhalten der Grabeswächter werden die Frauen vom Engel aufgefordert nicht ängstlich zu sein. „Ich weiß“ unterstreicht noch einmal das Überirdische bzw. die Hoheit des Engels.

Jesus wird als der Gekreuzigte bezeichnet; diese Bezeichnung stellt einen Kontrast zu Bezeichnung Jesu in Vers 6 dar, wo er als der Auferweckte tituliert wird. Der Engel interpretiert, dass die Frauen auf der Suche nach dem Leichnam Jesus sind. Man kann an dieser Stelle von einer Interpretation sprechen, da dieser Gedanke zuvor nicht offen ausgesprochen wird. Die Frauen suchen den Gekreuzigten und finden den Auferweckten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bestimmung der Gattung: Das Kapitel ordnet den Abschnitt Mt 28,1-8 als theologische Inhaltserzählung in Form einer Angelophanie ein und identifiziert deren konstitutive Elemente.

2. Interpretation der Perikope in der vorliegenden Endgestalt: Hier erfolgt eine strukturierte Gliederung des Textes sowie eine detaillierte Auslegung der einzelnen Verse unter Berücksichtigung des matthäischen Kontextes.

3. Textanalyse: Dieses Kapitel vergleicht den matthäischen Text mit synoptischen Parallelen, um literarische Abhängigkeiten und spezifische redaktionelle Bearbeitungen des Evangelisten aufzuzeigen.

4. Ursprungssituation: Welchen Sitz im Leben hatte die Perikope ursprünglich?: Es wird untersucht, in welchem lebensweltlichen Kontext die Überlieferung entstand und welche Bedeutung sie für die Adressaten der matthäischen Gemeinde hatte.

5. Redaktionsgeschichte: Das abschließende Kapitel analysiert die Einbettung der Erzählung in den Gesamtzusammenhang des Evangeliums und fasst die zentrale Aussage der Endgestalt für den Glauben zusammen.

Schlüsselwörter

Matthäusevangelium, Mt 28,1-8, Exegese, Auferstehung, Angelophanie, leeres Grab, Osterbotschaft, Sitz im Leben, Redaktionsgeschichte, synoptische Parallelen, Evangelist Matthäus, theologische Inhaltserzählung, Befreiungswunder, Christologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse der neutestamentlichen Perikope Mt 28,1-8, die den Bericht vom leeren Grab und die Botschaft des Engels an die Frauen thematisiert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Arbeit behandelt die literarische Gattung der Angelophanie, die Unterschiede zu anderen Evangelienberichten, die Funktion der Engelerscheinung und die spezifische matthäische Redaktion des Ostergeschehens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Text durch Methoden der historisch-kritischen Exegese zu erschließen, um zu verstehen, wie Matthäus die Auferstehungsbotschaft theologisch und redaktionell vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es werden klassische Methoden der Exegese verwendet, darunter die Gattungsbestimmung, die Analyse synoptischer Parallelen, die Redaktionsgeschichte sowie die Frage nach dem Sitz im Leben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Einzelversinterpretation, eine vergleichende Textanalyse mit anderen synoptischen Texten und eine Untersuchung der redaktionellen Besonderheiten bei Matthäus.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Auferstehung, Angelophanie, leeres Grab, matthäische Gemeinde, Osterbotschaft und redaktionelle Bearbeitung.

Warum wird die Grabwächterszene in Kapitel 5 erwähnt?

Die Grabwächterszene (Mt 27,62-66) dient der Rahmung des Textes und erzeugt einen Spannungsbogen, der die Bedeutung der Auferstehungserzählung in Mt 28,1-8 hervorhebt.

Welche Rolle spielt Galiläa laut der Analyse?

Galiläa wird als der Ort identifiziert, an dem die Jünger dem Auferstandenen begegnen sollen, und als Startpunkt der weltweiten Heilsverkündigung der matthäischen Gemeinde hervorgehoben.

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Details

Title
Exegese der Perikope Mt 28,1-8: Die Botschaft des Engels am leeren Grab
College
University of Dortmund
Course
Einführung in die Methoden der Exegese
Grade
2,3
Author
Agnes Slabon (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V43626
ISBN (eBook)
9783638413824
Language
German
Tags
Exegese Perikope Botschaft Engels Grab Einführung Methoden Exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Agnes Slabon (Author), 2002, Exegese der Perikope Mt 28,1-8: Die Botschaft des Engels am leeren Grab, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43626
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