Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519 am Beispiel von Karl V., den Kurfürsten und Jakob Fugger


Hausarbeit, 2017
14 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kaiserwahl Karls V. im Jahre 1519 – ein Überblick

3. Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519
3.1 Klientel und Patronage – eine Begriffsbestimmung
3.2 Die Kurfürsten und Karl V.
3.3 Die Rolle Jakob Fuggers

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis
5.1 Quellen
5.2 Forschungsliteratur

1. Einleitung

Wenn ich allein nicht gewesen wäre mit Darstrecken meines Geldes, Trauen und Glauben, es möchte vielleicht anders gehandelt sein worden.“[1] Mit diesen Worten bezieht sich Jakob Fugger in einem Brief an Herzog Georg von Sachsen auf die Kaiserwahl Karls V. im Jahre 1519, auf deren Ausgang er anspielt. Mit dem Tod des Kaisers Maximilian I. dauerte die Klärung der Nachfolge etwa ein halbes Jahr. In dieser Zeit des Machtvakuums traten verschiedene Akteure hervor, die am Ausgang der Wahl entscheidenden Einfluss ausübten. Die Rolle Jakob Fuggers, die der weiteren Akteure sowie der Einfluss der finanziellen Transaktionen wurde in der Forschung bereits eingehend beleuchtet, so dass es hierzu keiner weiteren Analyse bedarf.[2] Im Folgenden soll die Kaiserwahl von 1519 stattdessen im Hinblick auf ein System untersucht werden, das in diesem Kontext in der Forschung bisher noch nicht behandelt wurde, nämlich das der Patron-Klient-Beziehung bzw. des Klientelsystems.[3] Dabei wird zunächst ein kurzer Überblick über die Ereignisse bis zur Kaiserwahl gegeben. Anschließend wird zunächst der Terminus Patron-Klient-Beziehung näher bestimmt, um daraufhin zu klären, inwieweit die Beziehungen zwischen Karl V., den Kurfürsten sowie Jakob Fugger auf diesen Terminus anzuwenden sind.[4] Neben den wesentlichen Forschungsarbeiten zur Kaiserwahl von 1519 und den jeweiligen Akteuren, stützt sich die Arbeit insbesondere auf den Sammelbandbeitrag von Topolski, indem mithilfe seiner Definitionsbestimmung - des Begriffs Patron-Klient-Beziehung - die eigentliche Analyse erfolgt.[5]

2. Kaiserwahl Karls V. im Jahre 1519 – ein Überblick

Als [6] der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Maximilian I. am 12. Januar 1519 verstarb, folgte noch im selben Jahr dessen Enkel Karl V. auf den Kaiserthron. Doch der Kaiserwahl Karls V. ging ein längerer Prozess politischen Ringens um die Gunst der Kurfürsten voraus, die als entscheidende Stimmgeber den Ausgang der Wahl bestimmten. Noch zu dessen Lebzeiten hatte Kaiser Maximilian die Absicht, seinen Enkel Karl, der bereits Herzog von Burgund und König von Spanien war, zu seinem Nachfolger krönen zu lassen. Da ebenso Heinrich VIII. von England, Franz I. von Frankreich und Ludwig von Ungarn ihre Ambitionen auf die Nachfolge signalisierten, vergab Maximilian auf einen 1518 in Augsburg gehaltenen Reichstag entsprechende Geschenke und Versprechungen, um die Kurfürsten zur Stimmabgabe für Karl zu bewegen.[7] Über die Finanzierung der Wahl war sich Maximilian mit Jakob Fugger einig, der die Habsburger bereits in der Vergangenheit finanziell unterstützt hatte. Bis auf Friedrich der Weise von Sachsen sowie der Kurfürst von Trier Richard Greiffenclau von Vollrads, der sich wohl auf die Seite des französischen Königs stellte, gewann er somit immerhin fünf Kurfürstenstimmen.[8] Die Wahl Karls konnte allerdings nicht mehr zu Lebzeiten Maximilians durchgeführt werden, da zum einen der Widerstand des Papstes Leo X., der durch Karls italienischen Besitzungen einen zu großen Machtbereich desselben in Italien fürchtete und zum anderen das Ausbleiben der versprochenen Geldzahlungen an die Kurfürsten die endgültige Wahl verzögerten. Mit dem Tod Maximilians wurden die bisherigen Absprachen mit den Kursfürsten gegenstandslos, so dass der Ausgang der Kaiserwahl von Neuem verhandelt wurde. Dabei kristallisierte sich mit Franz I. der Hauptkonkurrent für Karl heraus. Die Zusammenarbeit zwischen Karl V. und Jakob Fugger wurde durch den Tod Maximilian ebenso unsicher, da Karl anfangs über die Wichtigkeit des Geldes der Fugger nicht unterrichtet oder zu mindestens nicht überzeugt war. Die Kurfürsten hatten allerdings die Absicht, Karl ihre Wahlstimmen nur dann zu geben, wenn Jakob Fugger die finanziellen Transaktionen tätigen würde. Die Kurfürsten verzichteten dabei auf Forderungen, die aus Erfahrung unrealisierbar waren. Entsprechend konzentrierte man sich auf die Finanztransaktionen von Jakob Fugger, der aus Sicht der Kurfürsten ein verlässlicher Bankier war. Die Akteure, die unmittelbaren Einfluss auf Karl V. ausübten, wie beispielsweise Karls Tante und Statthalterin der Niederlande, Erzherzogin Margarete, versuchten diesem somit die Tragweite der Finanztransaktionen aus dem Hause Fugger zu verdeutlichen. Nachdem zum einen Franz I. sich nun um eine Verbindung mit Jakob Fugger bemühte und zum anderen auch einige Kurfürsten Nachfragen nach der finanziellen Deckung der Wahl Karls V. stellten, änderte sich die Sachlage langsam. Die Relevanz der Rolle Jakob Fuggers wurde deutlich herausgestellt.[9] Dennoch blieb das Verhältnis zwischen Jakob Fugger und Karl V. angespannt. Karl V. hielt sich verschiedene Möglichkeiten offen. Dieses Zögern und Taktieren hatte letztlich zum Ergebnis, dass sich die finanziellen Forderungen der Kurfürsten erhöhten.[10] Durch solche Umstände[11] erwog Margarete eine Kandidatur Ferdinands, da sie die Chancen für Karl V. aufgrund dessen irritierendem Verhalten gegenüber den Fuggern und somit auch seinen Wählern gemindert sah.[12] Aufgrund dieses Umstandes und eindringlichem Druck seitens den Kurfürsten und Margarete, die nicht müde wurden, auf die Notwendigkeit einer Organisation der Wahl durch die Fugger hinzuweisen, wendete sich die Lage.[13] Nach endgültiger Klärung der Organisation der Finanztransaktionen konnte die Kaiserwahl von Karl V. schließlich finalisiert werden. Am 18. Mai 1519 trafen in der Zentrale der Fugger in Augsburg die spanischen Wechsel ein. Da Jakob Fugger bereits im Voraus entsprechende Vorbereitungen getroffen hatte, konnten diese nun endgültig vollendet werden. Karl erhielt schließlich alle Kurfürstenstimmen und konnte am 28. Juni 1519 zum deutsch-römischen Herrscher und Nachfolger Maximilians gewählt werden. Mit der finalen Summe von rund 850.000 fl wurden jegliche Personen bezahlt, die mit der Wahl konfrontiert waren, so auch etwa Kammerdiener, Händler oder Boten.[14] Der größte Anteil fiel auf Jakob Fugger, der 543.585 fl vorfinanzierte.[15]

3. Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519

3.1 Klientel und Patronage – eine Begriffsbestimmung

Es ist [16] leicht erkenntlich, dass die Geldtransfers die Beziehungen zwischen den Kurfürsten, Jakob Fugger und Karl V. beeinflusst haben. Im Folgenden soll daher der Zusammenhang der jeweiligen Beziehungen und den Geldtransfers untersucht werden. Dies geschieht auf der Grundlage des Begriffs der Patronage bzw. des Klientelismus.[17] Synonym dazu wird in der Forschung auch der Begriff Patron-Klient-Beziehung angewendet, den ich nachfolgend übernehmen werde. In diesem Begriff sind bereits drei elementare Merkmale vorhanden, die zur einer ersten Definitionsbestimmung beitragen. Demnach findet eine personale Beziehung zwischen einem Patron und einem Klienten statt. Dieses Verhältnis geschieht auf informeller Basis und kann formell freiwillig sein. Allerdings ist die Freiwilligkeit relativ zu betrachten, da ein sozialer Druck den Beginn einer Patron-Klient-Beziehung oftmals initiieren kann. Die Suche nach der Relation kann wechselseitig, das heißt sowohl formell von den künftigen Klienten als auch von Seiten der Patrone angeregt werden. Ein Patron und ein Klient sind zudem in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis zu sehen, bei dem der Patron zur Realisierung seiner Ziele auf die Relation mit dem Klienten angewiesen ist. Dabei verfügt er über entsprechende Ressourcen, wie beispielsweise Protektion oder Geld, die er seinem Klienten zur Verfügung stellt. Im Gegenzug erhält der Patron etwa Wählerstimmen, Loyalität oder ähnliches. Die Patron-Klientel-Beziehung wird ferner auf die politische Ebene eingeschränkt, wobei sich dies nur auf den jeweiligen Patron bezieht. Für die Klienten sind verschiedene Beweggründe für eine Verbindung mit einem Patron denkbar, etwa ökonomische oder kulturelle Motive. Selbstverständlich kann der Patron neben politischen auch andere Bewegründe besitzen. Doch geht der Patron die Verbindung mit einem Klienten insbesondere deswegen ein, weil er diesen für die Umsetzung seiner politischen Absichten benötigt. Das System der Patron-Klient-Beziehung ist dynamisch und kann daher in unterschiedlicher Intensivität und verschiedener Stadien in Erscheinung treten.

3.2 Die Kurfürsten und Karl V.

Um die Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519 zu untersuchen, erscheint es sinnvoll, sich die verschiedenen Beziehungen einzeln anzuschauen. Im ersten Schritt soll daher nun betrachtet werden, inwieweit die Beziehung zwischen Karl V. und den einzelnen Kurfürsten auf die Definition der Patron-Klient-Beziehung angewendet werden kann.

Als Kaiserkandidat und letztendlich gewählter Kaiser nimmt Karl V. logischerweise eine politische Rolle innerhalb der Kaiserwahl ein. Diese Rolle würde der des Patrons zukommen. Die Kurfürsten müssten demnach die jeweiligen Klienten sein. Es spricht einiges dafür, diese Zuordnung beibehalten zu können. Karl V. verfolgte als Kaiserkandidat das politische Ziel die Wahl für sich zu gewinnen. Zur Erreichung dieses Ziels benötigte er die Wahlstimmen der Kurfürsten, so dass hier bereits ein Abhängigkeitsverhältnis seitens Karl V. gegenüber den einzelnen Klienten ersichtlich ist. Im Gegenzug besaßen die Kurfürsten verschiedene Motive eine Patron-Klient-Beziehung mit Karl V. einzugehen. Zum einen erhielten sie von Karl V. finanzielle Leistungen[18], dessen Summe zwar von Jakob Fugger, den Welsern sowie italienischen Bankiers vorfinanziert, später aber durch den Habsburger wiederum zurückbezahlt wurde. Die Wahlgelder hatten für die Kurfürsten unterschiedliche Bedeutungen, tragen aber dennoch jeweils dazu bei, die Kurfürsten bereits in einem ersten Abhängigkeitsverhältnis zu Karl V. zu sehen. Für Albrecht von Brandenburg dienten die finanziellen Transaktionen beispielsweise zur Deckung seiner Schulden bei Jakob Fugger.[19] Die Wahlgelder für den Pfalzgrafen Ludwig kann man hingegen als eine Art Entschädigungsgelder für erfahrenes Leid bezeichnen: In der Folge des Bayerischen Erbfolgekrieg von 1504/5 erlitt die Kurpfalz schwere Verwüstungen sowie große territoriale Verluste und musste aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zu Verpfändungen und Verkäufen greifen. Zudem enthielt Maximilian Ludwig, der seinem Vater als Pfalzgraf nachfolgte, anfänglich die Belehnung der Reichslehen vor. Dank der nun erhaltenen Wahlgelder kompensierte Ludwig die zuvor erlittenen Verluste.[20] Für den sächsischen Kurfürsten Friedrich den Weisen dienten die rund 40.000 fl Wahlgelder für die Begleichung der Hälfte seiner Forderungen gegenüber den Habsburgern.[21] Zum anderen waren die Motive der Kurfürsten nicht rein finanzieller Natur. Die Neuwahl des Kaisers ermöglichte den Kurfürsten eine Neuerung der Beziehungen zum Kaiser und des Reiches. Verschiedene Konflikte und regionale sowie militärische Überlegungen, zudem Mitbestimmungsmöglichkeiten zur Entwicklung des Reiches waren ebenso Faktoren, die für die Entscheidungsüberlegungen der Kurfürsten eine Rolle gespielt haben.[22] Zusammenfassend waren die Beweggründe der Kurfürsten also politischer und ökonomischer Natur, wobei zusätzlich der Aspekt der Protektion ebenso eine Rolle spielte. Diese komplexe Motivgrundlage der Kurfürsten erweitert das Abhängigkeitsverhältnis der einzelnen Klienten gegenüber Karl V., wodurch nun die Wechselseitigkeit ebenso erkenntlich ist. Es ist insgesamt deutlich geworden, dass der Begriff Patron-Klient-Beziehung in vollem Maße auf die Relation der jeweiligen Kurfürsten und Karl V. im Kontext der Kaiserwahl von 1519 anwendbar ist. Zusätzlich mag noch erwähnt sein, dass die Beziehung nur relativ freiwillig initiiert wurde, da beide Parteien durch ihre jeweiligen Motive gegenseitig voneinander abhängig waren.

[...]


[1] Zitiert nach Pölnitz, Götz Frhr. von: Jakob Fugger. Kaiser, Kirche und Kapital in der oberdeutschen Renaissance, 2 Bde., Tübingen 1949-1952, hier Bd. 1, S. 441. Der Brief ist einige Jahre nach der Wahl entstanden.

[2] Vgl. bes. Brandi, Karl: Kaiser Karl V. Werden und Schicksal einer Persönlichkeit und eines Weltrei- ches, München 1937, S. 82-92; Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 1, S. 380-441; Die Fugger, Tübingen 41981, S. 117-135; Schick, Léon: Un grand homme d’affaires au début du XVI‘ siècle: Jacob Fugger, Paris 1957. Nicht zugänglich war mir das Werk von Jansen, Max: Jakob Fugger der Reiche. Studien und Quellen, Leipzig 1910, S. 233-252. Vgl. zudem die einschlägigen Werke über Karl V., die sich allerdings nicht tiefer mit den Fuggern beschäftigen: Kohler, Alfred: Karl V. 1500-1558. Eine Biogra- phie. München ²1999; Schulin, Ernst: Kaiser Karl V. Geschichte eines übergroßen Wirkungsberei- ches, Stuttgart 1999; Schorn-Schütte, Luise: Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit, Mün- chen 2000; Tracy, James D.: Emperor Charles V. Impresario of War: Campaign Strategy, Internatio- nal Finance, and Domestic Politics, Cambridge 2002. Vgl. ferner Cohn, Henry, J.: Did Bribery Induce the Imperical Electors to Choose Charles V as Emperor in 1519?, in: German History 19 (2001), S. 1- 27; Häberlein, Mark: Jakob Fugger und die Kaiserwahl Karls V. 1519, in: Burckhardt, Johannes (Hg.): Die Fugger und das Reich. Eine neue Forschungsperspektive zum 500jährigen Jubiläum der ersten Fuggerherrschaft Kirchberg-Weißenhorn, Veröffentlichungen der schwäbischen Forschungs- gemeinschaft 4, 32, Augsburg 2008, S. 65-81.

[3] Zu Klientelsystemen in der Frühen Neuzeit vgl. Reinhard, Wolfgang: Freunde und Kreaturen. „Ver- flechtung“ als Konzept zur Erforschung historischer Führungsgruppen. Römische Oligarchie um 1600, Schriften der Philosophischen Fachbereiche der Universität Augsburg 14, München 1979; Maczak, Antoni (Hg.): Klientelsysteme im Europa der Frühen Neuzeit, Schriften des Historischen Kollegs 9, München 1988; von Thiessen, Hillard [u.a.] (Hg.): Nähe in der Ferne. Personale Verflech- tung in den Außenbeziehungen der Frühen Neuzeit, in: Zeitschrift für Historische Forschung 36 (2005); Asch, Ronald G. [u.a.] (Hg.): Integration, Legitimation, Korruption. Politische Patronage in Früher Neuzeit und Moderne, Frankfurt am Main 2011.

[4] Der begrenzte Umfang dieser Arbeit grenzt die zu betrachtenden Akteure auf die wichtigsten u. un- mittelbar Beteiligten ein. Die sieben Kurfürsten werden daher im Folgenden auch als eine Gruppe be- trachtet. Dies ist insofern schwierig und somit durchaus kritisch zu sehen, als dass jeder Kurfürst un- terschiedliche Interessen vertritt. Ich werde daher versuchen die unterschiedliche Interessenlage bei der Analyse zu berücksichtigen. Die Verbindung mit jedem einzelnen Kurfürsten hängt für Karl V. allerdings nur mit einer Funktion zusammen, so dass mir diese Maßnahme sinnvoll erscheint. Ebenso wenig kann in dieser Arbeit näher auf die Welser, die italienischen Bankiers oder andere im Kontext der Wahl beteiligte Personen eingegangen werden.

[5] Vgl. Topolski, Jerzy: Patronage und Klientel. Methodologische Erwägungen, in: Nolte, Hans- Hein- rich (Hg.): Patronage und Klientel. Ergebnisse einer polnisch-deutschen Konferenz, Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 29, Köln [u.a.] 1989, S. 18-25.

[6] Im Folgenden beziehe ich mich vor allem auf Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 1, S. 402-407, 410-415 u. 419-435; Die Fugger, S. 123-132; Schulin, Kaiser Karl V., S. 86-88; Häberlein, Jakob Fugger, S. 66f.

[7] Zu Ludwig von Ungarn vgl. Heiß, Gernot: Ludwig II., in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 381-382, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119392895.html#ndbcontent [Aufruf am 01.02.2017]. Zu Heinrich VIII. vgl. Ridley, Jasper: Heinrich VIII. Eine Biographie, Zürich 1990; Berg, Dieter: Heinrich VIII. von England. Leben-Herrschaft-Wirkung, Kohlhammer-Urban- Taschen- bücher 736, Stuttgart 2013. Zu Franz I. vgl. Knecht, Robert J.: Francis I., Cambridge [u.a.] 1982; Treffer, Gerd: Franz I. von Frankreich (1494-1547). Herrscher und Mäzen, Regensburg 1993.

[8] Zu Friedrich dem Weisen vgl. Ludolphy, Ingetraut: Friedrich der Weise. Kurfürst von Sachsen 1463- 1525, Göttingen 1984. Zu Richard Greiffenclau von Vollrads vgl. Gläser, Florian: Richard von Grei- fenklau zu Vollrads, in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 507-508, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11901954X.html#ndbcontent [Aufruf am 01.02.2017].

[9] Vgl. hierzu auch Kluckhohn, August (Bearb.): Deutsche Reichstagsakten unter Karl V., Jüngere Rei- he, Bd. 1, Göttingen ²1962, S. 183; Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 2, S. 407.

[10] Karl V. nutzte neben den Fuggern ebenso Verbindungen zu dessen Konkurrenten aus Genua oder den Welsern, deren Summe bei den letzten Wechseln, die am 11. Februar 1519 bei Jakob Fugger eintra- fen, die der Fugger überwogen. Vgl. Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 1, S. 420-422; Jakob Fugger, S. 129.

[11] Die römische Kurie unterstützte zudem Franz I. als Kaiserkandidat, so dass Jakob Fugger bedacht war, die Verbindung zu Franz I. nicht vollständig aufzulösen. Papst Leo X. erwog ferner eine Kandi- datur des sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen, der eine eigene Kandidatur aber ausschlug.

[12] Vgl. zudem Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 2, S. 412.

[13] Vgl. ferner Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 2, S. 414.

[14] Eine ausführliche Auflistung der Einnahmen und Ausgaben sowie der jeweiligen Geldempfänger (inkl. des entsprechenden Betrags) liefert Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 2, S. 416-423.

[15] Mit 143.333 fl beteiligten sich die Welser und mit jeweils 55.000 fl drei italienische Bankiers: Filippo Gualterotti, Lorenzo de Vivaldi und Benedetto de Fornari.

[16] Im Folgenden beziehe ich mich auf die Definitionsbestimmung von Topolski, Patronage und Klientel., S. 18-25. Vgl. zudem Reinhard, Freunde und Kreaturen, S. 38-40; Weber Pazmino, Gioia: Kliente- lismus. Annäherungen an das Konzept, Zürich 1991.

[17] Beide Begriffe können synonym miteinander verwendet werden.

[18] Die einzelnen Wahlgelder für die Kurfürsten ist in der Höhe unterschiedlich. Vgl. hierzu Pölnitz, Jakob Fugger, Bd. 2, S. 416-423.

[19] Albrecht von Brandenburg musste für seine Wahl zum Mainzer Erzbischof erhebliche finanzielle Mittel aufwenden. Da er erst 24 Jahre alt und bereits Erzbischof von Magdeburg u. Administrator von Halberstadt war, ein Besitz mehrerer Ämter aber nicht zulässig war, musste er hohe Zahlungen an den Papst tätigen, um sich der Vorschriften zu entziehen. Er bekam zum einen Geld von seinem Bruder, Markgraf Joachim, zum anderen nahm er hohe Kredite bei den Fuggern auf. Mit dessen Wahlgelder refinanzierte er die hohen Kosten für seine eigene Wahl. Vgl. Cohn, Bribery, S. 19f.; Häberlein, Jakob Fugger, S. 71. Vgl. auch Jürgensmeier, Friedhelm: Albrecht, Markgraf von Brandenburg (1490-1545), in: Gatz, Erwin (Hg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1488 bis 1648. Ein biographi- sches Lexikon, Berlin 1996, S. 13-16.

[20] Brandi, Kaiser Karl V., S. 84; Kohler, Alfred (Hg.): Quellen zur Geschichte Karls V., Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte der Neuzeit 15, Darmstadt 1990, S. 66f.; Schaab, Meinrad: Ge- schichte der Kurpfalz, Bd. 1: Mittelalter, Stuttgart [u.a.] 1988, S. 213-219; Bd. 2: Neuzeit, S. 13-16; Cohn, Bribery, S. 5f. u. 22-24; Schmid, Peter: Der Landshuter Erbfolgekrieg, in: Bäumler, Suzanne [u.a.] (Hg.): Von Kaisers Gnaden. 500 Jahre Pfalz-Neuburg, Veröff. Zur Bayerischen Geschichte und Kultur 50, Augsburg 2005, S. 75-79; Häberlein, Jakob Fugger, S. 70f.

[21] Ludolphy, Friedrich der Weise, S. 219-221; Häberlein, Jakob Fugger, S. 72.

[22] Cohn, Bribery, S. 7-27.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519 am Beispiel von Karl V., den Kurfürsten und Jakob Fugger
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V436375
ISBN (eBook)
9783668768314
ISBN (Buch)
9783668768321
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaiserwahl 1519, Karl V., Kurfürsten, Fugger, Jakob Fugger, Patronage, Patron-Klient-Beziehungen, Frühe Neuzeit
Arbeit zitieren
Dominik Höhl (Autor), 2017, Patron-Klient-Beziehungen im Kontext der Kaiserwahl von 1519 am Beispiel von Karl V., den Kurfürsten und Jakob Fugger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436375

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