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Die Inszenierung der Schrift in Kinder- und Jugendliteratur

Titel: Die Inszenierung der Schrift in Kinder- und Jugendliteratur

Hausarbeit , 2013 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Janine Jonelat (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich einerseits mit der Beziehung von Sprache und Schrift auseinander, andererseits mit der Frage, welche Rolle die Form der Schrift speziell in der Kinder- und Jugendliteratur einnehmen kann. Den damit einhergehenden wissenschaftlichen Begriff der,Typographie‘ wird hierbei als „visuelle Darstellung von Schriftsprache im Druck“ nach den Überlegungen Ulrike Rautenbergs verstanden, welche nicht nur auf die Strukturierung eines Textes, sondern auf die Gesamtstruktur des Buches abzielen.

Angemerkt sei an dieser Stelle, dass ,Druck‘ im heutigen digitalen Zeitalter nicht mehr wörtlich zu nehmen ist. Zunächst wird auf die grundlegende Betrachtungen zum Verhältnis von Sprache und Schrift eingegangen, mit Blick auf die Unterscheidung von gesprochener und geschriebener Sprache, den Begriff ,Schriftbildlichkeit‘, sowie auf wissenschaftliche Auffassungen zur Handschrift im Allgemeinen.

Im zweiten Teil der Arbeit wird die Fragestellung exemplarisch an den Kinder- und Jugendliterarischen Werken „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney und Annette Langens „Briefe von Felix“ erörtert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit

2. Gesprochene und geschriebene Sprache

2.1. ,Oralität‘ und Literalität‘

2.2. ,Mündlichkeit‘ und ,Schriftlichkeit‘

2.3. Merkmale von gesprochener und geschriebener Sprache

3. Sprache-Schrift-Text

3.1. Schriftbildlichkeit

3.1.1. Historische Wahrnehmungen von Schriftbildlichkeit

3.1.2. Schriftbildlichkeit in der heutigen Zeit

3.2. Handschrift

4. Schriftbildlichkeit in Kinder-und Jugendliteratur

4.1. Aspekte von Kinderliteratur-und Jugendliteratur

4.2. Michael Ende: „Die unendliche Geschichte“

4.2.1. Inhalt und Textgestaltung

4.2.2. Wirkung der Textgestaltung

4.3. Jeff Kinney: „Gregs Tagebuch“

4.3.1. Inhalt und Textgestaltung

4.3.2. Wirkung der Textgestaltung

4.4. Annette Langen: „Briefe von Felix“

4.4.1. Inhalt und Textgestaltung

4.4.2. Wirkung der Textgestaltung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Sprache und Schrift mit einem spezifischen Fokus auf die Rolle der Schriftgestaltung in der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei wird analysiert, wie die visuelle Dimension von Texten – insbesondere die Inszenierung von Handschrift und typografischen Mitteln – zur Bedeutungskonstruktion beiträgt und die Rezeption beeinflusst.

  • Grundlagen des Verhältnisses von gesprochener und geschriebener Sprache
  • Die historische und moderne Bedeutung der Schriftbildlichkeit
  • Die funktionale Rolle von Typografie und Handschrift in Texten
  • Analyse der Schriftgestaltung in ausgewählten Kinder- und Jugendbüchern
  • Die emotionale und strukturierende Wirkung medialer Inszenierungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Handschrift

Es stellt sich die Frage wie in der heutigen, durch Technik geprägten Zeit die Handschrift zu werten ist, und ob diese, wie Sonja Neef hypothetisch ausführt, „eine totgeweihte Kulturtechnik“ sei, ließ sich in dieser Arbeit weder verifizieren noch widerlegen. Dennoch ist ersichtlich geworden, dass Handschrift im literarischen Kontext durchaus eine Rolle spielt bzw. spielen kann. Dass Schriften Assoziationen hervorrufen ist heutzutage schließlich derart akzeptiert und anerkannt, dass es dafür sogar einen typographischen Fachbegriff gibt: Anmutung. Der konnotative Gehalt ist mitunter so stark, dass die Schriftwahl einen ganz entscheidenden Beitrag zur Bedeutung leistet, die wir einem Text zuschreiben. Zwar geschieht dies lediglich durch ein sogenanntes „zweites Medium“, welches sie inszeniert, doch ist Handschrift letzten Endes stets „neu erfunden“ worden, wie unter anderem Ongs Diskurs über die Oralität und Literalität aufzeigt. Bezüglich der Inszenierung im Allgemeinen sei ein treffendes Zitat von Jahrhaus aufgeführt, welches die Erkenntnis der vorliegenden Arbeit auf den Punkt bringt:

„Theatralität“ im Allgemeinen und „Inszenierung“ im Besonderen eröffnet interessante und vielversprechende Perspektiven für die aktuelle Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft. „Inszenierung“ erweist sich als ein besonders tragfähiges Konzept, um jene vielfältigen dynamischen Sinn-und Zeichenbildungsprozesse zu benennen und zu analysieren, die Kultur ausmachen und charakterisieren. Kultur muss zu großen und entscheidenen Teilen als inszenierte Kultur betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Thematik der visuellen Gestaltung von Schrift in der Literatur und Formulierung der leitenden Fragestellungen.

2. Gesprochene und geschriebene Sprache: Theoretische Klärung von Begriffen wie Oralität, Literalität, Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie deren Bedeutung für die Kommunikation.

3. Sprache-Schrift-Text: Analyse der Schriftbildlichkeit, ihrer historischen Wahrnehmung sowie der Bedeutung von Typografie und Handschrift als eigenständige Bedeutungsträger.

4. Schriftbildlichkeit in Kinder-und Jugendliteratur: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf konkrete literarische Werke, um die Wirkung von Textgestaltung auf junge Leser zu untersuchen.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, welche die Relevanz der Schriftinszenierung für die Bedeutungskonstruktion in der untersuchten Literatur unterstreicht.

Schlüsselwörter

Schriftbildlichkeit, Typografie, Handschrift, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Medialität, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Textgestaltung, Inszenierung, Literaturwissenschaft, Zeichenbildung, Visuelle Kommunikation, Buchgestaltung, Medienreflexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der visuellen Dimension von Sprache und untersucht, wie die optische Gestaltung von Texten – über den bloßen Inhalt hinaus – die Wahrnehmung und Bedeutung eines Werkes beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von gesprochener zu geschriebener Sprache, die mediale Inszenierung von Schrift (Typografie und Handschrift) sowie deren Anwendung in der Kinder- und Jugendliteratur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, welche Rolle die Form der Schrift und die typografische Gestaltung in ausgewählten Werken der Kinder- und Jugendliteratur einnimmt und wie diese das Leseverständnis prägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein literaturwissenschaftlicher und medientheoretischer Ansatz gewählt, der theoretische Modelle der Schriftlinguistik mit einer exemplarischen Analyse konkreter Buchbeispiele verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Schriftbildlichkeit und eine detaillierte Analyse der Werke "Die unendliche Geschichte", "Gregs Tagebuch" und "Briefe von Felix".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Schriftbildlichkeit, Medialität, Typografie, Inszenierung, Literalität und Textgestaltung bilden das theoretische Fundament der Arbeit.

Wie beeinflusst die Schriftwahl die Wahrnehmung in „Gregs Tagebuch“?

Die Handschrift dient hier als „Einstiegsangebot“ und historisches Zeugnis, welches das Tagebuch-Format authentisch inszeniert und die Identifikation der jungen Rezipienten mit dem Protagonisten fördert.

Warum spielt die Handschrift in „Briefe von Felix“ eine besondere Rolle?

In diesem Werk fungiert die Handschrift als „emotionales Design“, das durch die physische Haptik der Briefe eine unmittelbare Nähe und Authentizität zwischen dem fiktiven Stoffhasen und den Lesern erzeugt.

Ist Schrift nur eine graphische Fixierung der Sprache?

Nein, die Arbeit argumentiert, dass Schriftgestaltung eine eigenständige kommunikative Relevanz besitzt und als „zweites Medium“ zur Bedeutungskonstruktion beiträgt.

Welche Bedeutung kommt der „Theatralität“ im Kontext dieser Arbeit zu?

Das Konzept der Inszenierung wird als tragfähig erachtet, um die dynamischen Prozesse zu beschreiben, durch die Kultur und Literatur durch ihre äußere Form erst greifbar werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Inszenierung der Schrift in Kinder- und Jugendliteratur
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur I.)
Note
2,0
Autor
Janine Jonelat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V436407
ISBN (eBook)
9783668773295
ISBN (Buch)
9783668773301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schrift Kinder Jugend Literatzur Sprache Druck Schriftsprache Rautenberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janine Jonelat (Autor:in), 2013, Die Inszenierung der Schrift in Kinder- und Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436407
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Leseprobe aus  24  Seiten
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