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Schlafen in der Kinderkrippe (U3 Gruppe). Eine Dilemmasituation

Title: Schlafen in der Kinderkrippe (U3 Gruppe). Eine Dilemmasituation

Term Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Fabian Titsch (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Im Laufe des bisherigen Studiums habe ich schon viel über unterschiedliche Arten von Tageseinrichtungen gelernt. Großer Wert wird dabei zunehmend auf den U3 Bereich, also die Kinderkrippen, gelegt. Hierbei handelt es sich um Betreuungseinrichtungen für Kinder im Alter von null bis drei Jahren. Diese Art der Kindertageseinrichtungen war nicht nur im bisherigen Studium relevant, sondern kam in den letzten Jahren auch immer öfter in den Medien zur Sprache. Die Familienformen haben sich gewandelt und es gibt immer mehr Patchwork-Familien oder allein erziehende Elternteile, die auf eine Betreuung ihrer Kleinkinder angewiesen sind. Zudem wollen immer mehr Frauen berufstätig und nicht allein für die Betreuung der Kinder zuständig sein.

Im Jahre 2004 trat deshalb schon das Tagesbetreuungs-Ausbaugesetz in Kraft, das zum Ziel hatte, bis zum Jahre 2010 einen Versorgungsgrad von 30 Prozent für Kinder unter drei Jahren zu erreichen. In der weiteren Entwicklung kam es dann zum Kinderförderungsgesetz, welches im Jahre 2008 beschlossen wurde und Kindern unter drei Jahren ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz oder die Unterbringung bei einer Tagesmutter gewährt. Diese Maßnahme war ein Gegenentwurf zur Debatte um das Betreuungsgeld, das Familien bekommen sollten, die ihre Kleinkinder nicht in eine Kindertageseinrichtung bringen, sondern zuhause betreuen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war eine der Begründungen für das Gesetz. Auch Angelika van der Beek sieht viele Gründe, die für eine Betreuung in Kinderkrippen sprechen, wie zum Beispiel „die Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten, den Austausch mit Gleichaltrigen, [und] soziale Chancengleichheit“. Weitere Argumente lassen sich bei Christel van Dieken finden, die zu den schon genannten Punkten die vielfältigen Bildungsanregungen in den anregend und interessant gestalteten Kita-Räumen, das gemeinsame Lernen mit anderen Kindern, die frühe Entwicklung von Sozialverhalten und nicht zuletzt die Beratung, Unterstützung und den Austausch für und mit Eltern als positive Aspekte der Krippenbetreuung ansieht.

In diesem Portfolio werde ich zunächst auf meine Dilemma-Situation zum Thema „Schlafen in der Kita“ eingehen. Darauf folgt dann die Diskussion und Aufbereitung meines Schwerpunktthemas. Des Weiteren möchte ich die Möglichkeiten der pädagogischen Fachkräfte aufzeigen, um solche Dilemma-Situationen zu vermeiden. Abschließend werde ich eine Zusammenfassung und einen Ausblick geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Darstellung der Situation

1.1 Dilemma Situation

1.2 Wichtige Aspekte der Situation

2.Wichtige theoretische Hintergründe

2.1 Schlaf und Kinderschlaf

2.2 Schlafen – Ruhe in der Krippe

2.3 Die Fachperson als ko-regulierender und ko-konstruierender Akteur

2.4 Rituale

3. Die praktische Elternarbeit

4. Umsetzungsmöglichkeiten in der Krippe

Résümée

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit thematisiert die herausfordernde Gestaltung der Schlafsituation in Kinderkrippen und den Umgang mit individuellen Schlafbedürfnissen der Kinder unter Berücksichtigung elterlicher Erwartungen. Das primäre Ziel ist die Entwicklung pädagogisch fundierter Lösungsstrategien, um Übergangssituationen (Mikrotransitionen) für Kinder stressfrei zu gestalten und eine erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern zu etablieren.

  • Individuelle Schlafbedürfnisse und physiologische Grundlagen von Kleinkindern
  • Die Bedeutung von Ritualen als strukturgebende Elemente im Krippenalltag
  • Methoden der professionellen Ko-Regulierung durch pädagogische Fachkräfte
  • Konstruktive Elternarbeit und Kommunikation bei Interessenkonflikten

Auszug aus dem Buch

1.2 Wichtige Aspekte der Situation

Die meisten Expertenmeinungen in der Literatur gehen allerdings dahin, dass „die Kinder […]unter keinen Umständen geweckt werden [sollten], sondern dann aufstehen dürfen, wenn sie selbst wach werden, […] [denn] jedes Kind hat das Recht auf seine individuelle Schlafenszeit, und diese kann sich zudem von Tag zu Tag ändern“.6 Van Dieken betont ebenfalls: „Jedes Kind sollte so lang schlafen können, wie es das braucht“.7 Auch Mienert und Vorholz berufen sich auf die Annahme von Hirnbiologen, „dass in der Pause […] das am Tag bisher Erlebte und Gelernte nochmals in Ruhe reflektiert und abgespeichert werden kann“.8

Deshalb entschieden wir uns dafür, die Kinder gegen den Willen der Eltern schlafen zu lassen. Außerdem halte ich es für wichtig, die Anzeichen von Müdigkeit bei den Kindern zu beachten. Viele Kinder werden morgens schon total müde oder übernächtigt in die Einrichtung gebracht. Wenn Kinder aus einem zu kurzen Mittagsschlaf geweckt werden, so sind sie oft disreguliert und gestresst, was sich darin zeigt, dass sie „überdreht“ und missgelaunt sind und eine gute Kooperation zwischen Fachkraft oder Eltern und Kind nicht mehr möglich ist.9

Manche Kinder zeigten diese Anzeichen ganz deutlich, vor allem durch häufiges Weinen. Dies war für uns ein eindeutiges Zeichen, dass Schlafbedarf vorhanden war. Außerdem ist das Schlafbedürfnis von Kleinkindern auch davon abhängig, ob ein Kind in der Nacht wenig oder viel geschlafen hat oder seit wann es schon in der Kita ist, ob es also schon sehr früh aufstehen musste oder ausschlafen konnte.10 Auch der Gesundheitszustand des Kindes kann den Schlafbedarf erheblich beeinträchtigen. Sobald Kinder und auch Erwachsene drohen krank zu werden, werden sie häufig müde, da im Schlaf „das Immunsystem seine Arbeit mit voller Kraft und ungestört aufnehmen [kann]“.11 Der teilweise erhöhte Schlafbedarf von Kindern könnte also auch daher gekommen sein, dass sich eine Infektion angebahnt hatte und sie deshalb müder waren als sonst.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der Familienformen und den daraus resultierenden Rechtsanspruch auf Krippenbetreuung, was die Relevanz der Thematik für die moderne Pädagogik unterstreicht.

1. Darstellung der Situation: Das Kapitel schildert eine konkrete Dilemma-Situation aus der Ausbildungspraxis, in der das Wecken von Kindern aufgrund elterlicher Vorgaben mit den Bedürfnissen der Kinder kollidiert.

2.Wichtige theoretische Hintergründe: Hier werden physiologische Grundlagen des Schlafes, dessen Bedeutung für die Lernfähigkeit sowie die Rolle der Fachkraft als Ko-Regulatorin wissenschaftlich fundiert dargelegt.

3. Die praktische Elternarbeit: Dieser Abschnitt erörtert die Notwendigkeit einer konstruktiven Erziehungspartnerschaft, um Konflikte bezüglich Schlafenszeiten einvernehmlich zu lösen.

4. Umsetzungsmöglichkeiten in der Krippe: Das Kapitel bietet praxisnahe Vorschläge zur Gestaltung von Übergängen und Schlafumgebungen, um das Wohlbefinden der Kinder zu steigern.

Résümée: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Schlaf als individuelles Bedürfnis in den pädagogischen Alltag zu integrieren.

Schlüsselwörter

Kinderkrippe, U3-Betreuung, Schlafbedürfnis, Mittagsschlaf, Pädagogische Fachkraft, Rituale, Ko-Regulierung, Erziehungspartnerschaft, Mikrotransitionen, Elternarbeit, Kindliche Entwicklung, Schlafqualität, Stressreduktion, Tagesablauf, Bildungsort.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Gestaltung von Schlafphasen in der Kinderkrippe und dem Umgang mit Interessenkonflikten zwischen Elternwünschen und kindlichen Bedürfnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schlafpsychologie bei Kleinkindern, der Wichtigkeit von Ritualen sowie der professionellen Kommunikation in der Elternarbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte den Übergang zum Schlaf für U3-Kinder so gestalten können, dass er ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wird und Stress vermeidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer reflektierten Auseinandersetzung mit einer praxisnahen Dilemma-Situation, gestützt durch eine Analyse einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergründe zum Kinderschlaf als auch praktische Strategien zur Umsetzung und Gestaltung von Übergangssituationen und der Elternarbeit detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Kinderkrippe, Schlafbedürfnis, Ko-Regulierung, Elternarbeit und Rituale.

Warum stellt das Wecken von Kindern in der Krippe ein solches Problem dar?

Das Wecken unterbricht natürliche Regenerationsprozesse und die Lernfähigkeit des Gehirns, was bei den Kindern oft zu Disregulation, Stress und emotionalen Belastungen führt.

Welche Rolle spielen Rituale beim Schlafen in der Krippe?

Rituale dienen als „Ruheinseln“ und geben den Kindern Sicherheit sowie Orientierung, wodurch der Übergang vom aktiven Spiel in die Ruhephase maßgeblich erleichtert wird.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für die Zusammenarbeit mit Eltern?

Die Autorin empfiehlt ein intensives und wertschätzendes Gespräch, bei dem Eltern über die Wichtigkeit des individuellen Schlafbedürfnisses und die Anstrengungen des Kita-Alltags aufgeklärt werden.

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Details

Title
Schlafen in der Kinderkrippe (U3 Gruppe). Eine Dilemmasituation
College
University of Applied Sciences Freibug  (Pädagogik der früher Kindheit)
Course
Bildungsbereiche
Grade
1,3
Author
Fabian Titsch (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V436441
ISBN (eBook)
9783668768352
ISBN (Book)
9783668768369
Language
German
Tags
schlafen kinderkrippe gruppe eine dilemmasituation Pädagogik der frühen Kindheit Transitionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Titsch (Author), 2014, Schlafen in der Kinderkrippe (U3 Gruppe). Eine Dilemmasituation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436441
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