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Auswirkungen elterlicher Trennung auf das Kind

Titel: Auswirkungen elterlicher Trennung auf das Kind

Facharbeit (Schule) , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katja Rehor (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Facharbeit soll die verschiedenen Scheidungsfaktoren im individuellen, familiären und gesellschaftlichen Bereich, die Einfluss auf das Scheidungskind ausüben können, beleuchten und mögliche Folgen benennen und erklären. Dabei soll unter anderem die Frage beantwortet werden, wie lange ein Kind braucht, um die elterliche Scheidung zu verarbeiten, und in welchem
Maße das Wohlbefinden dabei beeinflusst wird.

Familien, in denen die Eltern getrennt leben, scheinen in unserer Gesellschaft mittlerweile allgegenwärtig. In Deutschland beträgt der Anteil der Familien, in denen die Eltern getrennt leben, etwa 16%. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2015 163.335 Ehen geschieden, in 82.019 Fällen waren minderjährige Kinder involviert. Insgesamt waren 131.749 Kinder von elterlicher Scheidung betroffen. Durch die steigende Trennungsrate gewinnt das Thema Scheidung auch in der Familienforschung
an immer größerer Relevanz. Seit den 60er und 70er Jahren befassen sich immer mehr empirische Untersuchungen mit Scheidungen, in denen sich die Erkenntnisse in Bezug auf deren Auswirkungen auf das Kind häufig widersprechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Scheidungsgründe

3. Beeinflussende Faktoren auf das Verhalten von Scheidungskindern

3.1 Individuelle Faktoren

3.1.1 Alter des Kindes

3.1.2 Geschlecht des Kindes

3.2 Familiäre Faktoren

3.2.1 Elterliches Konfliktniveau

3.2.2 Bindungsverhalten des Kindes zum nicht-erziehungsberechtigten Vater

3.2.3 Bildungsniveau der Eltern

3.3 Gesellschaftliche Faktoren

4. Scheidungsprozess des Kindes

4.1 Kurz- und mittelfristige Symptombelastung

4.2 Langfristige Scheidungsfolgen

4.3 Scheidungsrisiko von Scheidungskindern

5. Wohlbefinden von Scheidungskindern

5.1 Sozial-emotionale Merkmale

5.2 Kognitive Merkmale

5.3 Wohlbefinden-positiv-beeinflussendes elterliches Verhalten

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Einflüsse einer elterlichen Trennung auf die Entwicklung, das Verhalten und das langfristige Wohlbefinden von Kindern unter Berücksichtigung individueller, familiärer und gesellschaftlicher Faktoren.

  • Analyse der theoretischen Scheidungsgründe aus psychologischer Sicht.
  • Untersuchung des Einflusses von Alter und Geschlecht des Kindes auf die Trennungsverarbeitung.
  • Evaluierung der Bedeutung der Vater-Kind-Beziehung und elterlicher Konfliktpotentiale.
  • Betrachtung von kurz- und langfristigen Symptombelastungen sowie des Scheidungsrisikos für die Folgegeneration.
  • Ableitung von Faktoren zur Förderung des Wohlbefindens von Kindern in Trennungssituationen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Alter des Kindes

In der Forschungsliteratur herrscht Uneinigkeit darüber, inwieweit sich das Alter des Kindes zum Zeitpunkt der Trennung auf dessen Entwicklung auswirkt. Untersuchungen zu diesem Thema lassen sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen. So ließ sich entweder feststellen, dass jüngere Kinder seelisch stärker belastet werden, da sie die Situation schlechter verstehen können. Oder man kam zu dem Schluss, dass familiäre Faktoren (siehe Kapitel 3.2) bedeutender sind als das Kindesalter.

Kardas und Langenmayr halten die erste Möglichkeit für zutreffend. Sie berichten von Untersuchungen von Hetherington et al., die zeigten, dass sich bei Scheidungskindern zwischen drei und fünf Jahren die Spielweise und ihr Verhalten im sozialen Bereich veränderten. Schon nach zwei Monaten war ihr Spiel weniger frei und einfallsreich. "Die Kinder waren einerseits deutlich aggressiver und nicht zu Kompromissen bereit, andererseits anlehnungsbedürftiger und mittelpunktbezogener. Ihr Spiel blieb instrumentell, unkooperativer und desorganisierter." Neun- bis zwölfjährige Scheidungskinder haben Probleme, sich sozial einzuordnen. Der feste Freundeskreis ist kleiner und sie bringen sich weniger häufig in Gruppen ein. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange die Eltern schon getrennt sind.

Wallerstein stellte ebenso unterschiedliche Reaktionen der Kinder auf die Trennung abhängig ihrem Alter fest. Vorschulkinder hatten "enorme Angst, verlassen zu werden". Sie schliefen oft schlechter, urinierten im Schlaf und nuckelten am Daumen. Erst- bzw. Zweitklässler gaben sich die Schuld an der elterlichen Trennung. Die Schulleistungen wurden schlechter und sie empfanden ein Gefühl der Abweisung und dass sie sich für ein Elternteil entscheiden müssten. Neun- bis Zwölfjährige waren meist zornig auf den Elternteil, der ihrer Meinung nach schuld an der Trennung war. Daraus resultierend versuchten sie, sich mit dem Anderen gegen den Schuldigen zu verbünden. Befanden sich die Kinder im fortgeschrittenen Teenageralter, konnten auch sie die Scheidung nicht einfach annehmen, da sie Angst hatten, die Familienstruktur würde in die Brüche gehen und dass sie dieselben Fehler wie die Eltern machen würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas angesichts steigender Scheidungsraten und Darstellung der Forschungsfragen.

2. Scheidungsgründe: Theoretische Herleitung der Gründe für Ehescheidungen basierend auf fünf zentralen Forschungstheorien.

3. Beeinflussende Faktoren auf das Verhalten von Scheidungskindern: Untersuchung der verschiedenen individuellen, familiären und gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf das Kind.

4. Scheidungsprozess des Kindes: Analyse der zeitlichen Abfolge der Symptombelastungen sowie der langfristigen Folgen und des Übertragungsrisikos auf das eigene zukünftige Leben.

5. Wohlbefinden von Scheidungskindern: Darstellung der sozial-emotionalen und kognitiven Folgen sowie Handlungsoptionen für ein positives elterliches Verhalten.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Studienergebnisse und Einordnung der Bedeutung von familiären Rahmenbedingungen für das Kind.

Schlüsselwörter

Elterliche Trennung, Scheidungskinder, Familiäre Faktoren, Kindesentwicklung, Vater-Kind-Beziehung, Konfliktniveau, Sozial-emotionale Merkmale, Bewältigungsstrategien, Langzeitfolgen, Scheidungsrisiko, Psychische Belastung, Elterliches Verhalten, Transmissionstheorie, Erziehung, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und sozialen Auswirkungen von elterlichen Trennungen auf die betroffenen Kinder und analysiert, welche Faktoren den Verarbeitungsprozess positiv oder negativ beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Ursachen von Scheidungen, die Bedeutung des Alters und Geschlechts der Kinder, die Rolle der familiären Interaktion sowie langfristige Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die vielfältigen Faktoren zu beleuchten, die Einfluss auf Scheidungskinder ausüben, um so besser zu verstehen, wie Kinder elterliche Trennungen verarbeiten und wie das Wohlbefinden dabei gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse empirischer Studien und theoretischer Ansätze aus der Familienforschung und Psychologie.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Einflussfaktoren, wie etwa das elterliche Konfliktniveau, die Qualität der Vater-Kind-Beziehung und die individuelle Resilienz der Kinder in verschiedenen Altersstufen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindeswohl, Scheidungsfolgen, familiäre Konfliktdynamik und psychosoziale Entwicklung definiert.

Welchen Einfluss hat das Alter bei der Trennung auf das Kind?

Das Alter spielt eine wesentliche Rolle; während jüngere Kinder oft unter existentiellen Ängsten und Schuldgefühlen leiden, äußert sich die Belastung bei älteren Kindern häufig durch Wut oder soziale Rückzugstendenzen.

Warum ist die Vater-Kind-Beziehung nach einer Scheidung so bedeutend?

Eine stabile Bindung zum Vater, unabhängig von der Wohnsituation, ist ein wesentlicher Schutzfaktor für die gesunde Entwicklung des Kindes und kann dazu beitragen, die negativen Auswirkungen der Trennung abzumildern.

Was besagt die sogenannte "Transmissionstheorie" im Kontext der Scheidung?

Die Theorie postuliert, dass das Scheidungsrisiko von einer Generation an die nächste weitergegeben werden kann, da Kinder aus Trennungsfamilien tendenziell früher heiraten oder Schwierigkeiten beim Aufbau langfristiger Beziehungen haben könnten.

Wie können Eltern das Wohlbefinden ihres Kindes trotz Trennung unterstützen?

Durch konstruktives Verhalten, die Vermeidung offener Konflikte vor dem Kind und die Aufrechterhaltung einer liebevollen, verlässlichen Bindung können Eltern maßgeblich dazu beitragen, dass das Kind die neue Situation besser bewältigt.

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Details

Titel
Auswirkungen elterlicher Trennung auf das Kind
Note
1,0
Autor
Katja Rehor (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V436461
ISBN (eBook)
9783668768376
ISBN (Buch)
9783668768383
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen trennung kind
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Rehor (Autor:in), 2017, Auswirkungen elterlicher Trennung auf das Kind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436461
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Leseprobe aus  16  Seiten
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