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Die Bedeutung des Ideenmanagements als Innovationsinstrument

Title: Die Bedeutung des Ideenmanagements als Innovationsinstrument

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author)

Business economics - Industrial Management
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Der seit Jahren beständig zunehmende Wettbewerbsdruck auf vielen Märkten und die wachsende Dynamik der Umwelt zwingt die Unternehmen ständig dazu, ihre Produkte, Dienstleistungen und Produktionsabläufe schneller als je zuvor an den Markt anzupassen, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden und damit den unternehmerischen Erfolg sichern zu können. Dieser kontinuierliche Veränderungsprozess kann von den Unternehmen nur durch eine stetige Innovationsdynamik bewältigt werden.

Voigt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass neben einer stringenten Kunden- und Marktorientierung sowie einer technologischen Basiskompetenz auch die Ausrichtung der betrieblichen Organisation auf die Innovationsaufgabe ein wesentlicher erfolgskritischer Faktor für die Etablierung von wettbewerbsrelevanten Innovationen darstellt.
Ein zentraler Bestandteil zur Ausrichtung der Betriebsorganisation auf Innovationsprozesse stellt die Konzeption des Ideenmanagements dar. Dieses Instrument ist in der Lage, das kreative Potenzial der Mitarbeiter als Wettbewerbsfaktor zu mobilisieren, und trägt dazu bei, die Existenz des Unternehmens trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu sichern.

Doch stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie ein effizientes Ideenmanagement ausgestaltet werden muss, damit sich das Ideenpotenzial in den Köpfen der Mitarbeiter in innovative Problemlösungen für das Unternehmen umsetzen lässt.
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, herauszufinden, welchen Beitrag ein funktionierendes Ideenmanagement für Innovationsprozesse zu leisten imstande ist. Zu diesem Zweck werden im zweiten Abschnitt die theoretischen Grundlagen des Ideenmanagements erörtert. Hierin werden insbesondere die Begriffsklärung des Terminus Ideenmanagement vorgenommen, dessen Grundidee und Zielsetzungen geklärt und wichtige Instrumente vorgestellt.

Daran anschließend wird im dritten Kapitel die Bedeutung des Ideenmanagements für ein effizientes Innovationsmanagement analysiert, indem zu Beginn Innovationen und Innovationsprozess definiert und klassifiziert werden. Nach einer Einordnung des Ideenmanagements in den Innovationsprozess wird explizit deren Rolle als Innovationsinstrument darge-stellt. Der vierte Abschnitt beschäftigt sich mit einer exemplarisch ausgewählten praktischen Umsetzung des Ideenmanagement-Konzepts bei der Infineon Technologies AG, bevor im fünften und letzten Kapitel die zentralen Erkenntnisse kurz und bündig zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Theoretische Grundlagen des Ideenmanagements

2.1 Begriff und Entwicklung

2.1.1 Historische Entwicklung des Ideenmanagements

2.1.2 Aktuelle Begriffsdefinition

2.2 Grundidee und Zielsetzungen

2.3 Instrumente des Ideenmanagements

2.3.1 Überblick

2.3.2 Die Rolle der Gruppenarbeit

2.3.3 Die wichtigsten Instrumente

a) Das (Gruppen-)Vorschlagswesen

b) Die Lernstatt

c) Qualitätszirkel (Quality Circles)

d) Abgrenzung von Gruppenvorschlagswesen, Qualitätszirkel und Lernstatt

3. Bedeutung des Ideenmanagements für ein effizientes Innovationsmanagement

3.1 Innovationen

3.1.1 Merkmale

3.1.2 Klassifizierung

3.2 Der Innovationsprozess

3.2.1 Die Phasen des Innovationsprozesses

3.2.2 Einordnung des Ideenmanagements in den Innovationsprozess

3.3 Ideenmanagement als Innovationsinstrument

3.3.1 Beitrag zu Produktinnovationen

3.3.2 Beitrag zu Prozessinnovationen

3.3.3 Beitrag zu Sozialinnovationen

4. Praktische Umsetzung des Ideenmanagements bei der Infineon Technologies AG

4.1 Überblick

4.2 Die Entwicklung des betrieblichen Vorschlagswesens hin zum Ideenmanagement

4.2.1 Theoretische Überlegungen

4.2.2 Ausgestaltung des Vorschlagswesens bei der Infineon Technologies AG

4.2.3 Bewertung des Erfolgs des YIP-Programms

5. Zusammenfassung der Erkenntnisse / Resümee

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Beitrag eines modernen Ideenmanagements zu den Innovationsprozessen in Unternehmen zu untersuchen und die praktische Umsetzung dieses Konzepts am Beispiel der Infineon Technologies AG zu evaluieren.

  • Entwicklung des Ideenmanagements vom klassischen Vorschlagswesen zum modernen Innovationsinstrument.
  • Theoretische Grundlagen, Begriffsdefinitionen und Ziele des Ideenmanagements.
  • Instrumentarien wie Qualitätszirkel, Lernstatt und Gruppenvorschlagswesen.
  • Einordnung des Ideenmanagements in den Innovationsprozess (Produkt-, Prozess- und Sozialinnovationen).
  • Praxisnahe Analyse des YIP-Programms bei Infineon Technologies AG.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Historische Entwicklung des Ideenmanagements

Der Leitgedanke eines Ideenmanagements ist denkbar alt. Bereits seit Jahrtausenden sind Ideen und deren erfolgreiches Management der Schlüssel allen menschlichen Fortschritts. Doch erst im Laufe des Industriezeitalters wurden die ‘Ideen von der Basis’ als sprudelnde Quelle eines stetigen Verbesserungsprozesses zunehmend ernst genommen. In Deutschland dauerte es bis ins Jahr 1872, als Alfred Krupp mit seinem berühmten ‘Generalregulativ’ das Betriebliche Vorschlagswesen aus der Taufe hob und damit erstmals die bis dahin in den Köpfen der führenden Industriemanager vorherrschende tayloristische Sichtweise durchbrach, in der eine strikte Trennung von planender Tätigkeit auf der einen Seite und von ausführender Tätigkeit auf der anderen Seite propagiert wurde. Er hingegen vertrat die Überzeugung, dass auch Mitarbeiter der ausführenden Unternehmensebene Erfahrungswerte und Wissen einbringen können, woraus ein Betrieb großen Nutzen ziehen kann.

Das heutige Konstrukt ‘Ideenmanagement’ hat schließlich seit den achtziger Jahren den antiquiert klingenden Begriff ‘Betriebliches Vorschlagswesen’ (BVW) abgelöst. Allerdings besteht zwischen beiden Konzeptionen ein entscheidender Unterschied, der in der organisatorischen Ausgestaltung begründet liegt.

Im klassischen Vorschlagswesen war die Vorschlagsorganisation im Unternehmen zentral ausgerichtet. Die Vorschläge wurden gesammelt und den entsprechenden Fachbereichen zugeordnet, wodurch jedoch ineffiziente bürokratische Dienstwege aufgebaut wurden. Die damit intendierte Anonymität des Systems sollte die Privatsphäre der vorschlagenden Mitarbeiter z.B. vor Neid und Missgunst durch Kollegen schützen. Im modernen Ideenmanagement hingegen werden Vorschläge dezentral vor Ort geregelt. Ein Mitarbeiter mit einer neuen Idee tritt in unmittelbare Interaktion mit seinem direkten Vorgesetzten, der das darin enthaltene Nutzenpotenzial des Vorschlags kritisch reflektiert und ihm bei der Formulierung des Vorschlags hilft, damit dieser unternehmensgerecht umgesetzt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Skizzierung der Problemstellung, Zielsetzung und des Untersuchungsaufbaus.

2. Theoretische Grundlagen des Ideenmanagements: Definitionen, historische Einordnung und Vorstellung der Instrumente zur Förderung von Mitarbeiterideen.

3. Bedeutung des Ideenmanagements für ein effizientes Innovationsmanagement: Analyse des Einflusses auf Produkt-, Prozess- und Sozialinnovationen sowie die Integration in den Innovationsprozess.

4. Praktische Umsetzung des Ideenmanagements bei der Infineon Technologies AG: Detaillierte Betrachtung des YIP-Programms und Bewertung der Erfolge im Branchenvergleich.

5. Zusammenfassung der Erkenntnisse / Resümee: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung des Ideenmanagements als strategisch notwendiges Instrument.

Schlüsselwörter

Ideenmanagement, Betriebliches Vorschlagswesen, Innovationsmanagement, Produktinnovation, Prozessinnovation, Sozialinnovation, Innovationsprozess, Infineon Technologies AG, YIP-Programm, Mitarbeitermotivation, Rationalisierung, Wettbewerbsdruck, Qualitätszirkel, Lernstatt, Unternehmenserfolg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Ideenmanagements als zentrales Instrument für ein effizientes Innovationsmanagement in modernen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Ideenmanagements, der Vorstellung gängiger Kleingruppen-Instrumente und der praktischen Anwendung bei einem großen Technologiekonzern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, den konkreten Beitrag eines funktionierenden Ideenmanagements zur Innovationsfähigkeit zu belegen und zu zeigen, wie Unternehmen dieses Potenzial erfolgreich nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die durch eine Fallstudie (Infineon Technologies AG) zur praktischen Veranschaulichung ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die Einordnung in Innovationsprozesse sowie die praktische Ausgestaltung des Vorschlagswesens bei der Infineon Technologies AG.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von klassischen Managementtheorien mit moderner Praxis und den Fokus auf das YIP-Programm bei Infineon aus.

Was unterscheidet das klassische Vorschlagswesen vom modernen Ideenmanagement?

Das klassische Modell ist zentralistisch und oft bürokratisch, während das moderne Ideenmanagement dezentral organisiert ist und auf die Interaktion zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter setzt.

Warum ist das YIP-Programm bei Infineon erfolgreich?

Es nutzt ein hybrides Modell, das sowohl schnelle Direkt-Vorschläge als auch komplexe Indirekt-Vorschläge unterstützt, um Innovationspotenziale optimal zu erschließen.

Welche Bedeutung haben Sozialinnovationen im Kontext der Arbeit?

Sozialinnovationen dienen der Humanisierung der Arbeitswelt und ermöglichen es den Mitarbeitern, aktiv Einfluss auf ihre Arbeitsbedingungen zu nehmen.

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Details

Title
Die Bedeutung des Ideenmanagements als Innovationsinstrument
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,0
Author
Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V43658
ISBN (eBook)
9783638414050
ISBN (Book)
9783638692649
Language
German
Tags
Bedeutung Ideenmanagements Innovationsinstrument
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author), 2005, Die Bedeutung des Ideenmanagements als Innovationsinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43658
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