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Das Böse in Carl Gustav Jungs "Antwort auf Hiob"

Title: Das Böse in Carl Gustav Jungs "Antwort auf Hiob"

Pre-University Paper , 2017 , 21 Pages , Grade: 13

Autor:in: Jessica Aberle (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Nach biblischer Ansicht geht das Böse keinesfalls von Gott aus. Wie in Genesis 1 mehrfach erwähnt, schuf Gott die Erde gut und deshalb ist von einer rein guten Schöpfung auszugehen. Genauer betrachtet beschäftigt sich die Bibel auch gar nicht mit der Herkunft des Bösen, sondern vielmehr mit dessen Auswirkungen und dessen Beseitigung. Die Annahme, dass das Böse im Christentum verdrängt wird, ist nicht richtig, wird aber von vielen Nichtchristen angenommen. In der Bibel wird zwar überwiegend das Gute beschrieben, da der Mensch durch Gott zum Guten kommen solle, aber das Böse wird keinesfalls ausgeschlossen oder verleugnet.

In dieser Arbeit möchte ich darstellen, wie Carl Gustav Jung zum Bösen steht und dies anhand des Buches „Antwort auf Hiob“ näher beleuchten. Außerdem möchte ich mir ein Bild davon machen, ob Jung das Böse in seinen Büchern nicht verharmlost. Um die späteren Ansichten Jungs besser zu verstehen und deren Ursprünge zu erkennen, halte ich es für sinnvoll, zunächst eine Biografie dieser bedeutenden Person darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition des Bösen

1.1 Biblischer Ansatz

1.2 Eigene Ansicht und Definition für die Seminararbeit

2. Carl Gustav Jung

2.1 Biografie

2.2 Einige Werke und Thesen von C.G. Jung

2.3 Sein Bild vom Bösen

3. Das Buch Hiob

3.1 Zusammenfassung

3.2 Historisch-kritische Darstellung

3.3 Bedeutung für das Christentum und das Judentum

3.4 Auslegungen in Bezug auf das Böse

4. Antwort auf Hiob

4.1 Inhaltsangabe

4.2 Jungs Umgang mit dem Bösen in diesem Buch

4.3 Reaktionen auf das Buch und Jungs Lehren im Allgemeinen

5. Abschließende Bemerkungen

6. Abbildungen

6.2 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Bösen unter Berücksichtigung der psychologischen Perspektive von Carl Gustav Jung, insbesondere in kritischer Auseinandersetzung mit dessen Werk „Antwort auf Hiob“. Dabei wird erforscht, inwiefern Jung Gott als ein Wesen mit einer Doppelnatur betrachtet, das sowohl das Gute als auch das Böse in sich vereint.

  • Biblische Ursprünge und Definitionen des Bösen
  • Biografische und theoriegeschichtliche Einordnung von C.G. Jung
  • Analyse der biblischen Geschichte von Hiob
  • Verständnis der Doppelnatur Gottes und der Theodizeefrage
  • Integration des Schattens und des Bösen in das Individuationskonzept

Auszug aus dem Buch

2.3 Sein Bild vom Bösen

Dadurch, dass sich Carl Gustav Jung nie auf eine Meinung komplett festlegte, schwankt auch sein Bild des Bösen von Werk zu Werk. So beschreibt Jung beispielsweise ein zweifaches Verständnis des Bösen, was in seinen Werken jedoch nicht immer eindeutig unterschieden werden kann. Die eine Seite des Bösen ist für ihn die vorpersonale oder auch naturhafte Seite, diese steht dem moralischen beziehungsweise ethischen Bösen gegenüber. Primär beschreibt Jung das Böse aber auch als Macht, die aus dem Unbewussten kommt, wodurch er es nicht nur dem Menschen selbst zuschreibt sondern auch seiner Umwelt, die dem Menschen das Böse antut. Hierbei kann man jedoch nicht klar zwischen dem Bösen, das aus dem Menschen selbst oder besser gesagt aus dem Unterbewusstsein des Menschen kommt, und dem Bösen, das von außen auf die Person einwirkt, unterscheiden. Jung betont auch, dass das Unbewusste kein Gut und Böse kennt, sondern diese Wertfunktion jedem Menschen individuell zu kommt und es dadurch kein eindeutiges Böses gibt („quasi Böse“22). Wie eine Person dies bewertet, kommt dabei auf das individuelle Entwicklungsstadium an.23

Carl Gustav Jung betrachtet das Böse häufig nicht als alleinige Antriebskraft, sondern er legt großen Wert auf die Gegensätzlichkeit von Gut und Böse. So vergleicht er Gut und Böse beispielsweise mit dem Chaos und der Ordnung oder auch mit dem Bewussten und dem Unbewussten. Betont werden muss hierbei, dass er diese jeweiligen Gegensätze grundsätzlich nicht der guten oder der bösen Seite zuschreibt, sondern nur einen Kontrast zum Ausdruck bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition des Bösen: Dieses Kapitel erläutert den biblischen Umgang mit dem Bösen und setzt den Rahmen für die persönliche Auseinandersetzung der Verfasserin mit der Thematik.

2. Carl Gustav Jung: Hier wird der Lebenslauf von C.G. Jung sowie seine zentralen wissenschaftlichen Thesen und seine grundlegende Sichtweise auf das Böse dargestellt.

3. Das Buch Hiob: Dieses Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung der Hiobsgeschichte sowie eine historisch-kritische Betrachtung und Einordnung ihrer theologischen Bedeutung.

4. Antwort auf Hiob: Der Hauptteil analysiert Jungs gleichnamiges Werk und legt dar, wie Jung die Rolle Gottes und den Umgang mit dem Bösen im Kontext der Inkarnation interpretiert.

5. Abschließende Bemerkungen: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse ihrer Arbeit und betont die Bedeutung von Jungs Ansatz als Grundlage für das Verständnis des Bösen.

6. Abbildungen: Dieser Teil enthält die grafische Veranschaulichung von Jungs Konzept der Quaternität.

Schlüsselwörter

Carl Gustav Jung, Antwort auf Hiob, Das Böse, Theodizeefrage, Christentum, Judentum, Individuation, Schatten, Gott, Doppelnatur, Unbewusstes, Psychologie, Inkarnation, Leid, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Auseinandersetzung von C.G. Jung mit dem Phänomen des Bösen, insbesondere durch die Analyse seines Werkes „Antwort auf Hiob“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theodizeefrage, die Natur Gottes, der Prozess der Individuation und die Interpretation der biblischen Geschichte von Hiob durch Jung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Jungs Verständnis des Bösen und seine Sicht auf die Doppelnatur Gottes in Bezug auf das biblische Buch Hiob darzustellen und kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche und die Analyse biblischer Texte sowie die historische Einordnung und psychologische Deutung der Werke von C.G. Jung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil steht Jungs Werk „Antwort auf Hiob“ im Fokus, wobei untersucht wird, wie Gott laut Jung das Leid instrumentalisiert und wie sich dies in der Menschwerdung Christi spiegelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind C.G. Jung, das Böse, Theodizee, Gott, Hiob, Schatten und Individuation.

Wie interpretiert Jung die Rolle des Teufels in der Geschichte von Hiob?

Jung sieht den Teufel nicht als losgelöste Macht, sondern als Teil des göttlichen Charakters, der die antinomische Natur Gottes verdeutlicht.

Inwiefern beeinflusst das Konzept der „Doppelnatur Gottes“ die Argumentation?

Jung argumentiert, dass Gott sowohl das Gute als auch das Böse in sich trägt, was für die Autorin der Arbeit eine zentrale Erklärung für das existierende Leid auf Erden darstellt.

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Details

Title
Das Böse in Carl Gustav Jungs "Antwort auf Hiob"
Grade
13
Author
Jessica Aberle (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V436766
ISBN (eBook)
9783668777927
ISBN (Book)
9783668777934
Language
German
Tags
Hiob C.G. Jung Das Böse Antwort auf Hiob
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Aberle (Author), 2017, Das Böse in Carl Gustav Jungs "Antwort auf Hiob", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436766
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