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Flanerie in der Literatur. E.A. Poe, C. Baudelaire, S. Kracauer, E.T.A. Hoffmann, W. Benjamin, F. Hessel

Titel: Flanerie in der Literatur. E.A. Poe, C. Baudelaire, S. Kracauer, E.T.A. Hoffmann, W. Benjamin, F. Hessel

Essay , 2014 , 6 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Flaneur ist nämlich in vielerlei Hinsicht eine Schwellenfigur, denn er steht an der Schwelle zur Moderne – insbesondere der urbanen aufgrund der Veränderungen der Industriellen Revolution und im Gegensatz zu ländlichen Gegenden. Im Folgenden soll der Flaneur erstens als gesellschaftliche Schwellenfigur – nämlich zwischen Adel und Bürgertum genauer untersucht werden und zweitens als Schwellenfigur, die zwischen Traum und Wirklichkeit wechselt, wobei die Erinnerung an die Vergangenheit und an bessere Zeiten eine bedeutende Rolle spielt. Ich möchte nun zu Beginn erst einmal ein Bild vom Flaneur aus historischer Perspektive zeichnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Flaneur als Schwellenfigur

2. Der Flaneur aus historischer Perspektive

3. Die Schwelle zwischen Adel und Bürgertum

4. Die Rolle der Erinnerung und Imagination bei Baudelaire

5. Flanerie als Wechselverhältnis von Vergangenheit und Gegenwart

6. Raumwahrnehmung und Großstadtlabyrinth

7. Fazit: Von der äußeren zur inneren Flanerie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Flaneur als komplexe Schwellenfigur, die sich zwischen historischen gesellschaftlichen Gegensätzen, urbanen Räumen und der psychologischen Grenze von Traum und Wirklichkeit bewegt.

  • Historische Entwicklung des Flaneurs vom Dandy zum Beobachter
  • Die Spannung zwischen Adel und Bürgertum
  • Der Einfluss von Imagination und Erinnerung auf die Wahrnehmung
  • Die literarische Verarbeitung urbaner Entfremdung und Anonymität

Auszug aus dem Buch

Die Schwelle zwischen Adel und Bürgertum

Ich möchte nun zu der Schwelle zwischen Adel und Bürgertum kommen, wobei ich damit auch den Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit integriere. Im 18. Jahrhundert trat der Flaneur erstmals in Gestalt des adligen (aristokratischen) Dandys auf die Bildfläche. Dieser müßige Dandy ist ein gebildeter Genussmensch, der Sinn für das Ästhetische hat. Ziel seines Flanierens auf den Gassen ist es, in der Menge aufzufallen beziehungsweise Aufsehen zu erregen. Der müßige Spaziergänger in den Passagen, der keiner geregelten Arbeit nachgeht und sich langweilt, verfügt über freie Zeit und sticht - wenn er von Adel ist (Dandy) - durch Reichtum und vor allem durch geschmackvolle Kleidung, durch seine Körperhaltung und Selbstrepräsentation von der Großstadtmasse ab. Sobald zunehmend auch die bürgerlichen Journalisten die adligen Flaneure zahlenmäßig übertrafen, wurde die Suche nach Schreibstoff in Verbindung mit Müßiggang allerdings wichtiger, als auf den Straßen gesehen zu werden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts treten an die Stelle des Dandys Schriftsteller, Maler und Journalisten. Man muss also genau beachten, dass die Flanerie sich im Laufe des 19. Jahrhunderts auch verändert hat und nicht mehr nur ein adliges Privileg war. Somit wird die Flanerie ziel- und zweckgerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Flaneurs als eine Figur, die zwischen den Polen von Traum und Wirklichkeit sowie Moderne und Tradition changiert.

2. Der Flaneur aus historischer Perspektive: Untersuchung der historischen Ursprünge des Flaneurs als Beobachter in den großstädtischen Passagen im Kontext der Industrialisierung.

3. Die Schwelle zwischen Adel und Bürgertum: Analyse der Transformation des Flaneurs vom exklusiven, adligen Dandy hin zur bürgerlichen Figur des Schriftstellers oder Journalisten.

4. Die Rolle der Erinnerung und Imagination bei Baudelaire: Betrachtung der Bedeutung von Charles Baudelaire und dessen literarischer Auseinandersetzung mit Melancholie, Modernität und Flucht durch Imagination.

5. Flanerie als Wechselverhältnis von Vergangenheit und Gegenwart: Darstellung, wie durch die Flanerie räumliche Wege in eine Reise durch die Zeit transformiert werden.

6. Raumwahrnehmung und Großstadtlabyrinth: Erörterung der subjektiven Wahrnehmung von Architektur und Umgebung als Labyrinth der Erinnerung, insbesondere am Beispiel von Walter Benjamin.

7. Fazit: Von der äußeren zur inneren Flanerie: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung hin zu einer „inneren Flanerie“, die verstärkt auf Imagination und der Verarbeitung Erlebtem basiert.

Schlüsselwörter

Flaneur, Moderne, Schwellenfigur, Dandy, Großstadt, Flanerie, Baudelaire, Wahrnehmung, Erinnerung, Imagination, Urbanität, Passagen, Benjamin, Literatur, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den literarischen und historischen Typus des Flaneurs als eine komplexe Schwellenfigur, die die moderne Großstadt als Beobachtungsraum nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der soziokulturelle Wandel des Flaneurs, die Wahrnehmung des urbanen Raums sowie die psychologische Verknüpfung von Realität und Traum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Flaneur als Schwellenfigur fungiert, die zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und zeitlichen Ebenen vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Primärtexte und theoretische Schriften (u.a. von Baudelaire und Benjamin) heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Flaneurs, seine Rolle als Dandy, die Bedeutung von Literatur für die Raumerfahrung und die Transformation zur „inneren Flanerie“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Flaneur, Moderne, Schwellenfigur, Dandy, Großstadt und Wahrnehmung geprägt.

Wie unterscheidet sich der Dandy vom späteren Flaneur des 19. Jahrhunderts?

Der frühe Dandy zeichnete sich durch adlige Distanz und Selbstrepräsentation aus, während spätere Flaneure eher als Schriftsteller oder Journalisten zielorientierter agierten.

Welche Rolle spielen Rauschmittel in diesem Kontext?

Rauschmittel werden als Werkzeug zur Bewusstseinserweiterung und ästhetischen Rettung des Dichters vor der materialistischen Realität beschrieben.

Was versteht die Autorin unter einer „inneren Flanerie“?

Die innere Flanerie bezeichnet einen Prozess, bei dem durch Erinnerung und Imagination im Traum bereits Erlebtes verarbeitet wird, anstatt nur die physische Umgebung zu erkunden.

Warum wird der Flaneur als Schwellenfigur bezeichnet?

Er bewegt sich an der Grenze von Traum und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen verschiedenen sozialen Klassen und Lebenswelten.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Flanerie in der Literatur. E.A. Poe, C. Baudelaire, S. Kracauer, E.T.A. Hoffmann, W. Benjamin, F. Hessel
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Flanerie in der Literatur
Note
1,0
Autor
B.A. Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
6
Katalognummer
V436811
ISBN (eBook)
9783668775770
ISBN (Buch)
9783668775787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
flanerie literatur baudelaire kracauer hoffmann benjamin hessel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in), 2014, Flanerie in der Literatur. E.A. Poe, C. Baudelaire, S. Kracauer, E.T.A. Hoffmann, W. Benjamin, F. Hessel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436811
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Leseprobe aus  6  Seiten
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