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Ad Reinhardt: Black Paintings

Title: Ad Reinhardt: Black Paintings

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Verena Krebs (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Die auf den ersten Blick eher unzugängliche Serie der „black paintings“, die der Maler und Kunsthistoriker Ad Reinhardt in den Jahren 1960 bis zu seinem Tod im Jahre 1967 malte, soll Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Bei der Betrachtung der Serie soll zunächst ein Bild zur näheren Beschreibung herausgenommen werden , um daran Untersuchungen über die Serialität und die Eigenheiten der Komposition der Bilder im Gesamten anzuschließen. Im weiteren werden die Theorien Ad Reinhardts zu Rate gezogen, einige Vergleiche dieser Theorien und der Kunst Reinhardts mit wichtigen Aspekten der östlichen wie westlichen Philosophie angeschlossen, um schließlich die Sekundärliteratur mit einzubeziehen. Somit wird versucht, den auf den ersten Blick unzugänglich wirkenden Bildern näherzukommen und ihre Wichtigkeit für die Kunstgeschichte zu betonen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildbeschreibung und erste Annäherung

3. Ad Reinhardt als Theoretiker

4. Östliche Philosophie in Werk und Theorie Reinhardts

5. Aspekte der westlichen Philosophie

6. Die Alchemie im Werk Reinhardts

7. Schlußbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zwischen 1960 und 1967 entstandene Serie der "black paintings" von Ad Reinhardt. Ziel ist es, den auf den ersten Blick unzugänglichen Charakter der Bilder durch eine detaillierte Analyse der Serialität, der Komposition sowie unter Einbeziehung von Theorien des Künstlers und philosophischer Bezugspunkte kritisch zu erschließen.

  • Analyse der kompositorischen Eigenheiten und der Serialität der "black paintings".
  • Untersuchung der Schriften Ad Reinhardts als theoretisches Fundament seiner Kunst.
  • Vergleich der Kunst und Theorie Reinhardts mit Prinzipien der östlichen Philosophie.
  • Anwendung westlicher philosophischer Konzepte (Benjamin, Kant) auf die Bildwirkung.
  • Betrachtung alchemistischer Analogien im Werkprozess der schwarzen Bilder.

Auszug aus dem Buch

2. Bildbeschreibung und erste Annäherung

Das Bild besitzt ein quadratisches Format. Auf der fein strukturierten Leinwand ist schwarze Farbe regelmässig und ohne sichtbaren Pinselduktus aufgetragen, so daß kaum eine Textur entsteht. Auf den ersten Blick erkennt man ein schwarzes Kreuz auf einem schwarzen Hintergrund. Diese Betrachtung trifft aber bei näherem Hinsehen nicht zu. Das vermeintliche Kreuz entsteht aus einer horizontalen und vertikalen Dreiteilung der Bildfläche. Sowohl vertikal als auch horizontal lassen sich jeweils drei Balken ausmachen. Dabei sind die äusseren Balken in einem dunklen Schwarz und die inneren Balken, die sich in der Bildmitte überschneiden in einem horizontal leicht grünlich erscheinendem Schwarz und vertikal in einem bläulich wirkenden Schwarzton geha lten. Dabei überlagert der horizontale Balken den vertikalen. So ist das Kreuz als sichtbare Verschränkung zweier Balken auf schwarzem Untergrund zu erkennen. Aber auch hier läßt sich immer noch eine andere Sehweise ausmachen.

So könnte man ebenso eine Bildfläche, die sich aus neun gleichwertigen Quadraten, die sich durch unterschiedliche Schwarztöne voneinander absetzen, beschreiben. Diese derart angeordneten Quadrate lassen in ihrer Gleichberechtigung somit nicht zu, daß man von einem Hinter- und Vordergrund spricht. Sie befinden sich auf einer Ebene. Auch bei dieser Beschreibung hat sich ein Fehler eingeschlichen. Denn bei genauerem Betrachten erkennt man nur sechs Quadrate und ein waagerecht liegendes Rechteck. Die Dreiteilung der Bildfläche ist in der Mitte nicht zu Ende geführt. Das Auge neigt hier nur dazu die Elemente so einzuordnen, daß sie leichter greifbar werden. Eine weitere Betrachtung läßt auch ein gleichmässiges und gleichwertiges Ineinandergewobensein von sechs schwarzen Bändern erkennen. So tauchen bei längerer Betrachtung des Bildes immer wieder neue Möglichkeiten auf, wie man das Bild wahrnehmen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der "black paintings" und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Bildbeschreibung und erste Annäherung: Detaillierte visuelle Analyse eines beispielhaften Werkes und Diskussion der phänomenologischen Wirkung auf den Betrachter.

3. Ad Reinhardt als Theoretiker: Auseinandersetzung mit Reinhardts kunsttheoretischen Schriften und seiner Forderung nach einer rein abstrakten Kunst.

4. Östliche Philosophie in Werk und Theorie Reinhardts: Untersuchung der Parallelen zwischen dem Prinzip der Nichtdualität und Reinhardts "Einer Kunst".

5. Aspekte der westlichen Philosophie: Anwendung der Benjaminschen Reproduktionskritik und der Kantischen Ästhetik auf die "black paintings".

6. Die Alchemie im Werk Reinhardts: Deutung der Bildprozesse als alchemistisches Streben nach einer "Essenz" und kreisförmigen Ganzheit.

7. Schlußbemerkung: Zusammenführende Betrachtung der Zeitlosigkeit und der Essenz der Serie als finale Schlussfolgerung.

Schlüsselwörter

Ad Reinhardt, Black paintings, Abstrakte Kunst, Serialität, Nichtdualität, Zen-Buddhismus, Walter Benjamin, Immanuel Kant, Alchemie, Bildkomposition, Zeitlosigkeit, Aura, Ästhetik, Kunsttheorie, Prima materia

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die zwischen 1960 und 1967 entstandene Serie der schwarzen Bilder von Ad Reinhardt und untersucht deren ästhetische sowie philosophische Grundlagen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Serialität der Bilder, Reinhardts eigene Kunsttheorie, Einflüsse aus der östlichen Philosophie, westliche Kunstkritik und alchemistische Interpretationsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für die scheinbar unzugänglichen "black paintings" zu fördern und ihre kunsthistorische Bedeutung als essenzielle, zeitlose Werke aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine phänomenologische Bildbeschreibung mit einer anschließenden kunsttheoretischen und philosophischen Diskursanalyse kombiniert, unter Einbeziehung von Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine visuelle Analyse, die theoretischen Schriften des Künstlers, Vergleiche mit östlicher Mystik und westlichem Idealismus sowie die Untersuchung alchemistischer Motive.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Serialität, Nichtdualität, Aura, Zeitlosigkeit und die Reduktion auf die "Eine Kunst" bilden den theoretischen Kern dieser Analyse.

Wie lässt sich Reinhardts Verhältnis zur Kunsttheorie beschreiben?

Reinhardt betrachtete Kunst als einen Ort der absoluten Ruhe und Stille, der strikt vom Alltag getrennt sein muss, was er durch eine ironische, akademische Sprache in seinen Schriften untermauerte.

Inwiefern spielen alchemistische Aspekte eine Rolle in Reinhardts Werk?

In der Arbeit wird die These vertreten, dass Reinhardt durch das wiederholte Malen und den Destillationsprozess des Schwarzes nach einer letzten "Essenz" sucht, was Analogien zur Suche nach dem Stein der Weisen nahelegt.

Warum betont die Autorin die "Aura" der Bilder im Sinne Walter Benjamins?

Da die Bilder aufgrund ihrer Nuancen im Schwarz und ihrer spezifischen Materialität kaum reproduzierbar sind, bewahren sie einen "Kultwert" und eine Präsenz, die beim Betrachter vor dem Original eine besondere Wirkung entfaltet.

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Details

Title
Ad Reinhardt: Black Paintings
College
Ruhr-University of Bochum  (Kunstgeschichte)
Course
Amerikanische Kunst nach 1945
Grade
1,7
Author
Verena Krebs (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V43685
ISBN (eBook)
9783638414302
Language
German
Tags
Reinhardt Black Paintings Amerikanische Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Krebs (Author), 2002, Ad Reinhardt: Black Paintings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43685
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