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Chinua Achebe’s "Things Fall Apart". Translinguale Praxis in der afrikanischen englischsprachigen Literatur

Title: Chinua Achebe’s "Things Fall Apart". Translinguale Praxis in der afrikanischen englischsprachigen Literatur

Seminar Paper , 2014 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Melanie Heiland (Author)

Literature - Comparative Literature
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Anderssprachigkeit – was ist das überhaupt, und wie äußert sie sich literarisch? Dieser und anderen Fragen gilt es in dieser Arbeit nachzugehen. Dabei gilt es zu beantworten: wie manifestiert sich die Mehrsprachigkeit des Autors in seinem Werk? Wird das Schreiben in der Fremd-Sprache gerechtfertigt oder diskutiert, und wenn ja, wie? Auf welche Weise wird die Konfrontation der Igbo-Kultur und der (dem Autor fremden) westlichen Kultur im Roman geschildert?

„Denn unter Anderssprachigkeit sei hier zunächst der Sachverhalt beschrieben, dass Autoren nicht – oder nicht ausschließlich – in der Sprache schreiben, die sie als erste gelernt haben. Exophonie, ein Terminus der (außer in der Ortsnamenkunde) gelegentlich benutzt wurde, um afrikanische Literaturen in europäischen Sprachen zu charakterisieren, kann zunächst als Synonym von Anderssprachigkeit fungieren, entwickelt aber andere Valenzen.“

Das vorliegende Zitat zeigt, wie vielschichtig und wenig konkret die Definition des Begriffs der Exophonie noch immer ist.

Nach einem Überblick über das Phänomen der Anderssprachigkeit in der Literatur im Allgemeinen soll der Stellenwert dieser Erscheinung im Kontext des postkolonialen Afrika im Speziellen erörtert werden. Neben der Frage, ob und wie afrikanische Literatur überhaupt zu definieren ist, wird vor allem die Überlegung, warum sich gerade afrikanische SchriftstellerInnen in der literarischen Produktion so häufig der Sprache ihrer (ehemaligen) UnterdrückerInnen bedienen, im Vordergrund stehen. Der Fokus wird dabei auf Nigeria als einem der Zentren afrikanischer Literatur und insbesondere dem Autoren Chinua Achebe, der diesen Aneignungsprozess in den Mittelpunkt seiner Argumentation gestellt hat, liegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei seinem Roman Things Fall Apart aus dem Jahr 1958, der in Hinblick auf Besonderheiten und Auffälligkeiten untersucht und analysiert werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exophonie/Anderssprachigkeit in der Literatur: Überblick

2.1. Postkoloniale Literatur und ihre Sprache

2.2. Zentrum Nigeria: Chinua Achebe

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Phänomen der Anderssprachigkeit und Exophonie im Kontext der postkolonialen afrikanischen Literatur. Das primäre Ziel besteht darin, die Gründe für das Schreiben in der Sprache der ehemaligen Unterdrücker zu analysieren und zu hinterfragen, wie afrikanische Autoren, insbesondere Chinua Achebe in seinem Roman "Things Fall Apart", diese Sprache transformieren, um eigene kulturelle Räume zu schaffen und die afrikanische Geschichte zu dekolonisieren.

  • Definition und theoretische Grundlagen der Exophonie
  • Postkoloniale Sprachpolitik und Dekolonisierungsstrategien
  • Die Rolle der englischen Sprache im afrikanischen Literaturbetrieb
  • Chinua Achebes literarische Auseinandersetzung mit Identität
  • Die Darstellung kultureller Konfrontation in "Things Fall Apart"

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Standpunkt und Kritik

Der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe rückt diesen Aneignungsprozess als einer der ersten Autoren in den Mittelpunkt seiner Argumentation und stellt sich auch die Frage, ob Literatur, die in nicht-indigenen Sprachen verfasst wird, überhaupt als afrikanische Literatur bezeichnet werden kann. Schon im Jahr 1962 sieht er sich, ausgelöst durch eine Schriftstellerkonferenz im afrikanischen Makerere, mit einer großen Herausforderung konfrontiert – „that was to define >>African literature<< satisfactorily.“ In seinem Essay The African Writer and the English Language beschäftigt ihn neben den Überlegungen, ob es sich bei afrikanischer Literatur um Literatur handelt, die in oder über Afrika produziert wird, ob sie sich mit jedem beliebigen oder nur mit explizit afrikanischen Themen auseinandersetzen darf und ob sie den ganzen afrikanischen Kontinent oder doch nur den Teil südlich der Sahara, also das schwarze Afrika umfassen soll, vor allem „the question of language“: sollte afrikanische Literatur ausschließlich in indigenen afrikanischen Sprachen verfasst werden, oder sind auch die (ehemaligen) Kolonialsprachen wie Französisch, Portugiesisch, Englisch etc. „erlaubt“?

Obwohl die Konferenz zunächst keine eindeutige und allgemeingültige Begriffsbestimmung hervorbringt, einigt man sich zumindest auf folgende provisorische Definition: "“Creative writing in which an African setting is authentically handled or to which experiences originating in Africa are integral.“ Achebe selbst ist hiermit wenig zufrieden; seiner Meinung nach wird eine so simple und knappe Definition von afrikanischer Literatur dem Gegenstand nicht gerecht. Vielmehr sieht er afrikanische Literatur „as a group of associated units – in fact the sum total of all the national and ethnic literatures of Africa“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Exophonie, erläutert die Relevanz der Sprachwahl in der postkolonialen Literatur und stellt die Forschungsfragen bezüglich Chinua Achebes Werk.

2. Exophonie/Anderssprachigkeit in der Literatur: Überblick: Dieses Kapitel erläutert theoretische Konzepte der Exophonie und die Komplexität der Identität zwischen Muttersprache und Kolonialsprache.

2.1. Postkoloniale Literatur und ihre Sprache: Es wird analysiert, warum Schriftsteller die Sprache ihrer Unterdrücker nutzen und welche Verfahren zur Dekolonisierung dieser Sprachen angewendet werden.

2.2. Zentrum Nigeria: Chinua Achebe: Dieses Kapitel widmet sich der kritischen Auseinandersetzung Achebes mit der Sprachfrage und seinem Roman als Antwort auf koloniale Literaturtraditionen.

3. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Auseinandersetzung mit der "Language Question" das Bewusstsein für kulturelle Diversität schärft.

Schlüsselwörter

Anderssprachigkeit, Exophonie, postkoloniale Literatur, Chinua Achebe, Things Fall Apart, Kolonialsprache, Dekolonisierung, Igbo-Kultur, Identität, sprachliche Transformation, Nigeria, Literatursprache, kulturelle Hybridität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem literaturwissenschaftlichen Phänomen der Exophonie, also dem Schreiben in einer Sprache, die nicht die eigene Muttersprache ist, im Kontext afrikanischer Autoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die postkoloniale Sprachpolitik, das Spannungsfeld zwischen indigener Kultur und Kolonialsprache sowie die Transformation der englischen Sprache durch afrikanische Schriftsteller.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erörtern, warum afrikanische Autoren in Kolonialsprachen publizieren und wie sie diese Sprache nutzen, um sich von kolonialen Machtstrukturen zu emanzipieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer werkimmanenten Interpretation des Romans "Things Fall Apart" von Chinua Achebe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Exophonie, die Problematik der "doppelten Fremdsprachigkeit" und Achebes Position im Diskurs über eine afrikanische Literatursprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Exophonie, Dekolonisierung, postkoloniale Literatur und kulturelle Identität geprägt.

Warum wird Joseph Conrads "Heart of Darkness" erwähnt?

Das Werk dient als Referenzpunkt, da Achebes "Things Fall Apart" als direkte Antwort auf Conrads stereotype und afrikafeindliche Darstellung verstanden werden kann.

Wie definiert Achebe "afrikanische Literatur"?

Achebe lehnt enge Definitionen ab und versteht afrikanische Literatur als Gesamtheit aller nationalen und ethnischen Literaturen des afrikanischen Kontinents.

Welche Bedeutung hat das Schreiben auf Englisch für Achebe?

Achebe sieht das Englische als notwendiges Werkzeug, um eine afrikanische Erfahrung in einer globalisierten Welt auszudrücken, fordert jedoch eine Anpassung an den afrikanischen Kontext.

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Details

Title
Chinua Achebe’s "Things Fall Apart". Translinguale Praxis in der afrikanischen englischsprachigen Literatur
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Melanie Heiland (Author)
Publication Year
2014
Pages
14
Catalog Number
V436889
ISBN (eBook)
9783668781641
ISBN (Book)
9783668781658
Language
German
Tags
chinua achebe’s things fall apart translinguale praxis literatur mehrsprachigkeit anderssprachigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Heiland (Author), 2014, Chinua Achebe’s "Things Fall Apart". Translinguale Praxis in der afrikanischen englischsprachigen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436889
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