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In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von "Geschmack" und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?

Titel: In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von "Geschmack" und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?

Essay , 2016 , 6 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Natascha Zeilinger (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von „Geschmack“ und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit? Geschmäcker sind für Bourdieu etwas rein Gesellschaftliches, denn ihre Verschiedenheit ist berechenbar und absolut nicht zufällig. Das Buch „Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft“ (Bourdieu, 1987) ist Bourdieus Hauptwerk.

Ansatz der Geschlechterforschung, der an Pierre Bourdieus Praxeologie anknüpft, und beschreiben Sie, wie dies geschieht? Steffani Engler versucht in ihrem Ansatz „Studentische Lebensstile und Geschlecht“ der Frage nach dem Verhältnis, der beiden grundlegenden Dimensionen des Habitus anhand studentischer Lebensstile in der Bundesrepublik nachgehen. Die leitende Frage, des Hochschulforschungsprojektes war: „… auf welche Weise die sich nach Studienfächern ausdifferenzierte Hochschullandschaft zur Veränderung oder zur Festschreibung von Geschlechter- und Klassenverhältnissen beiträgt“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von „Geschmack“ und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?

2. Recherchieren Sie einen Ansatz der Geschlechterforschung, der an Pierre Bourdieus Praxeologie anknüpft, und beschreiben Sie, wie dies geschieht?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung des „Geschmacks“ nach Pierre Bourdieu im Kontext sozialer Ungleichheit und analysiert, wie diese theoretischen Konzepte auf die Geschlechterforschung und studentische Lebensstile angewendet werden können.

  • Die soziologische Fundierung des Geschmacksbegriffs bei Bourdieu.
  • Soziale Klassen und die Dimensionen des Habitus als Grundlage sozialer Ungleichheit.
  • Die Verknüpfung von Geschlecht, sozialer Herkunft und Habitus.
  • Der Einfluss von Studienfächern auf Lebensstile und geschlechtsspezifische Differenzierung.

Auszug aus dem Buch

In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von „Geschmack“ und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?

Geschmäcker sind für Bourdieu etwas rein Gesellschaftliches, denn ihre Verschiedenheit ist berechenbar und absolut nicht zufällig. Das Buch „Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft“ (Bourdieu, 1987) ist Bourdieus Hauptwerk. Mit den „Feinen Unterschieden“ verfolgt Bourdieu das Ziel die auf Immanuel Kant (1724- 1808) zurückgehende bürgerliche Ideologie zu entlarven, wonach es einen, „wahren oder ästhetischen Geschmack auf der einen Seite und einen minderwertigen, barbarischen Geschmack auf der anderen Seite gebe“ (zit. nach Treibel 2006, S.233).

Geschmack als Ausdruck der Klassenlage: „Geschmack so Bourdieus zentrale Aussage, ist nie etwas Individuelles und schon gar kein persönlicher Verdienst, sondern muß immer als etwas Gesellschaftliches betrachtet werden“ (Bourdieu, zit. nach Treibel 2006, S.233). Das bedeutet wiederum, dass diese Unterschiede nicht natürlich, sondern gemacht sind: „es ist nicht zufällig, was und wie man isst, wie man sich einrichtet, mit wem man befreundet ist – also mit wem und was man sich umgibt!“ (Treibel 2006, S.233).

Für Bourdieu bestehen zwischen all diesen Dingen und Praktiken Zusammenhänge. Verbindende Zusammenhänge sind die Zugehörigkeit zu einem sozialen Raum (= erweiterter Klassenbegriff bei Bourdieu, in Verwendung statt des Begriffs der Klasse), die soziale Herkunft, zu der immer ein bestimmter Habitus (= „Im Habitus eines Menschen kommt das zum Vorschein, was ihm zum gesellschaftlichen Wesen macht: seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Klasse und die Prägung, die er durch diese Zugehörigkeit erfahren hat“ (Treibel 2006, S.226)). gehört.

Zusammenfassung der Kapitel

1. In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von „Geschmack“ und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?: Dieses Kapitel erläutert Bourdieus Theorie des Geschmacks als gesellschaftlich konstruiertes Phänomen, das eng mit Klassenzugehörigkeit und dem Habitus verknüpft ist.

2. Recherchieren Sie einen Ansatz der Geschlechterforschung, der an Pierre Bourdieus Praxeologie anknüpft, und beschreiben Sie, wie dies geschieht?: Dieses Kapitel beleuchtet Steffani Englers Forschungsansatz zu studentischen Lebensstilen und analysiert, wie Geschlecht und Studienfach als zentrale Dimensionen den Habitus und die soziale Ungleichheit prägen.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Geschmack, Soziale Ungleichheit, Habitus, Soziale Klassen, Kulturelles Kapital, Geschlechterforschung, Studentische Lebensstile, Soziale Praxis, Distinktion, Studienfach, Soziale Herkunft, Reproduktion, Klassifikationssystem, Praxeologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie von Pierre Bourdieu, insbesondere seinem Verständnis von Geschmack als Ausdruck sozialer Schichtung und dessen Anwendung in der Geschlechterforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse der Klassengesellschaft durch Bourdieu, das Konzept des Habitus, die Rolle der sozialen Herkunft sowie die empirische Untersuchung studentischer Lebensstile im Kontext von Geschlecht und Studienwahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Geschmack keine individuelle Präferenz ist, sondern ein gesellschaftlich determiniertes Merkmal, das zur Festschreibung oder Veränderung von Klassen- und Geschlechterverhältnissen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse von Bourdieus Hauptwerken und greift auf empirische Forschungsbeispiele der Geschlechterforschung zurück, um die Praxeologie anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Bourdieus „drei Geschmacks-Dimensionen“ definiert und anschließend der Forschungsansatz von Steffani Engler analysiert, der die Verknüpfung von Studienfächern, Geschlecht und studentischen Lebensstilen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Habitus, Geschmack, Soziale Klassen, Distinktion, soziale Ungleichheit und kulturelles Kapital.

Warum betrachtet Bourdieu Geschmack als "nicht zufällig"?

Bourdieu argumentiert, dass Geschmack das Ergebnis von Sozialisationsprozessen ist, die untrennbar mit der eigenen Klassenlage und dem sozialen Raum verbunden sind, in dem man aufgewachsen ist.

Inwiefern beeinflusst das Studienfach laut der Arbeit die studentischen Lebensstile?

Die Analyse deutet darauf hin, dass die Wahl des Studienfachs als zentrale Dimension der sozialen Differenzierung wirkt und eng mit den Wohn- und Lebensgewohnheiten sowie der sozialen Herkunft der Studierenden korreliert.

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Details

Titel
In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von "Geschmack" und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
1,0
Autor
Natascha Zeilinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
6
Katalognummer
V436908
ISBN (eBook)
9783668783836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pierre Bourdieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natascha Zeilinger (Autor:in), 2016, In welcher Weise spricht Pierre Bourdieu von "Geschmack" und welche Verbindung zieht er zu Fragen sozialer Ungleichheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436908
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  6  Seiten
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