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Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund im Grundschulalter

Titel: Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund im Grundschulalter

Hausarbeit , 2016 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, lässt sich anhand der Statistik des Statistisches Bundesamt in Bezug auf die ausländische Bevölkerung und auf die Anteile an Einwohnern mit Migrationshintergrund, nicht mehr lange verleugnen, obwohl die Einwanderungspolitik in der Vergangenheit nicht viel Wert darauf gelegt hat.

Da schulische und allgemeine Bildung unabdinglich für die wirtschaftliche, gemeinschaftliche, politische und kulturelle Beteiligung am Leben ist, muss man Menschen mit Migrationshintergrund eine Chancengleichheit ermöglichen, indem ihnen die gleichen Bildungschancen angeboten werden, wie Menschen ohne Migrationshintergrund.

Dieses Thema ist der Öffentlichkeit nur seit der Veröffentlichung der Befunde vom Programme for International Student Assessment (PISA) und Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) aufgefallen, insbesondere, weil Schüler mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Schülern ohne Migrationshintergrund schlechter abschnitten.

Dennoch wurde nachgewiesen, dass die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem auch zwölf Jahre nach dem PISA-Schock immer noch nicht selbstverständlich ist.

Trotz so hohem Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, kommt es immer noch häufig vor, dass Kinder mit Migrationshintergrund im Grundschulalter benachteiligt werden, obwohl sie keine Minderheit mehr an der deutschen Gesellschaft darstellen. Welche sind die Ursachen dieser Chancenungleichheiten und wie können sie aufgehoben werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von „ Kinder mit Migrationshintergrund“

3. Bildungslage von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland

3.1. Bildungsbeteiligung

3.2. Schulleistung

3.2.1. Übertritt in die Sekundarstufe I

3.2.2. PISA

3.2.3. IGLU

3.3. Bildungserfolg

4. Ursachen der Chancenungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund

4.1. Humankapitaltheoretische Erklärung bzw. Individuelle oder Familiäre Merkmale

4.2. Effekte von Kontextmerkmalen

4.3. Institutionelle Diskriminierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Grundschulwesen. Ziel ist es, die Ursachen für bestehende Chancenungleichheiten zu identifizieren, die sich in statistisch belegbaren Leistungsunterschieden und ungleichen Bildungswegen widerspiegeln, und Ansätze zu deren Aufhebung zu diskutieren.

  • Analyse der bildungsstatistischen Lage von Kindern mit Migrationshintergrund.
  • Untersuchung von Schulleistungsstudien wie PISA und IGLU in Bezug auf Integrationserfolge.
  • Bewertung individueller, familiärer und kontextueller Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg.
  • Kritische Reflexion institutioneller Diskriminierung innerhalb des deutschen Schulsystems.

Auszug aus dem Buch

4.3. Institutionelle Diskriminierung

Hierbei sind nicht mehr nur die Familie oder die Schüler mit Migrationshintergrund selber für den Erfolg oder Misserfolg ihrer schulische Laufbahn verantwortlich. Auch die institutionelle Diskriminierung, die „im Zusammenhang mit einwanderungs- und bildungspolitischen Rahmenbedingungen entsteht“, ist mitverantwortlich (vgl. Diefenbach 2007, S. 48). Man kann „ein nicht unbedeutender Teil der Ungleichheit (...) nicht den Eigenschaften der Kinder und ihren migrationsbedingten Startnachteilen zurechnen, sondern wird in der Organisation Schule selbst erzeugt“ (Karim 2011, S. 68).

Dadurch werden Kinder mit Migrationshintergrund durch das „organisatorische Handeln zentraler gesellschaftlicher Institutionen wie z.B. des Bildungs- und Ausbildungssektors“ unterschiedlich behandelt und so diskriminiert (vgl. Karim 2011, S. 23). Die Kernstellen in der Schullaufbahn treten in der Einschulung, bei dem Übergang auf eine Förderschule und bei dem Übertritt von der Grundschule in die Sekundarstufe I auf (vgl. Diefenbach 2007, S. 48, vgl. Wollin 2013, S. 34f).

Die Diskriminierungspraktiken, wie z.B. die Zurückstellung von Kindern mit Migrationshintergrund von der Grundschule in den Kindergarten, die Klassenwiederholungsempfehlungen oder eine Empfehlung für die Förderschule werden mit sprachlichen Defiziten begründet oder „im Interesse leistungs- und altershomogener Klassen an der Regelschule“ durchgeführt (vgl. Dielenbach 2007, S. 49).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Migration für die deutsche Gesellschaft und identifiziert die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund als zentrale Herausforderung des Bildungssystems.

2. Definition von „ Kinder mit Migrationshintergrund“: Dieses Kapitel liefert eine präzise Begriffsbestimmung für die Arbeit, indem es verschiedene Generationen und soziokulturelle Kontexte von Zuwanderern einbezieht.

3. Bildungslage von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland: Hier wird der Status quo anhand von Beteiligungsraten, Schulleistungsstudien (PISA/IGLU) und erreichten Bildungsabschlüssen dargestellt.

4. Ursachen der Chancenungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund: Das Kapitel analysiert komplexe Ursachenbündel, die von familiären Voraussetzungen über Kontextfaktoren bis hin zur institutionellen Diskriminierung im Schulsystem reichen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Benachteiligungen und plädiert für politische Reformen, eine stärkere frühkindliche Förderung und ein Ende der frühen Selektion im deutschen Schulwesen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Grundschule, Chancengleichheit, Bildungsbeteiligung, Schulleistung, PISA, IGLU, Bildungserfolg, institutionelle Diskriminierung, Selektion, Sprachkompetenz, Schullaufbahn, Integration, Bildungsreform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Grundschulwesen und beleuchtet die systemischen sowie individuellen Hürden, die ihren schulischen Erfolg beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bildungsbeteiligung, den Leistungen in standardisierten Tests wie PISA und IGLU, dem Übergang in die Sekundarstufe sowie den Ursachen für Bildungsbenachteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die zu einer Chancenungleichheit führen, sowie die kritische Reflexion darüber, wie diese Nachteile im deutschen Bildungssystem verringert oder aufgehoben werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse, indem sie aktuelle Bildungsstudien, statistische Daten des Statistischen Bundesamtes und wissenschaftliche Publikationen zur Migrations- und Bildungsforschung zusammenführt.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Bildungslage, eine detaillierte Analyse der Leistungsstudien und eine differenzierte Untersuchung der Ursachen, einschließlich individueller Merkmale und struktureller Diskriminierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Fachbegriffen zählen Bildungsungleichheit, institutionelle Diskriminierung, Bildungsbeteiligung, Selektion und die Förderung der Mehrsprachigkeit.

Warum spielt die frühkindliche Bildung laut der Autorin eine solch zentrale Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass eine höhere Investition in diesen Bereich notwendig ist, um kognitive Fähigkeiten zu stärken und Kindern die notwendigen Startvoraussetzungen für die Grundschulinhalte zu bieten.

Welche Kritik übt die Verfasserin am deutschen Schulsystem?

Sie kritisiert insbesondere die „frühzeitige Selektion“ in verschiedene Schulformen, die pädagogisch wenig förderlich sei, und fordert stattdessen eine längere gemeinsame Beschulung.

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Details

Titel
Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund im Grundschulalter
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Note
2,0
Autor
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V436932
ISBN (eBook)
9783668774544
ISBN (Buch)
9783668774551
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungsungleichheit kindern migrationshintergrund grundschulalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in), 2016, Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund im Grundschulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436932
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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