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Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading

Titel: Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading

Seminararbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julian Jung (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, allen Interessenten - sei es aus schlichter (fachlicher) Neugierde, oder aber aus Gründen die Inhalte des Studiums mit sich bringen - eine gute Einstiegslektüre in das Thema Hochfrequenzhandel (kurz: HFT für engl.: High-Frequency Trading) anzubieten. Die Arbeit fasst wesentliche Kennzeichen, Strategien und Begrifflichkeiten des Themas in einem schnell erfassbaren Umfang zusammen. Für meine Leser wünsche ich mir, dass sie mit dieser Arbeit einen guten und leicht verständlichen Einstieg in das hoch spannende und thematisch sehr aktuelle Thema Hochfrequenzhandel finden. Diese Arbeit deckt selbstverständlich bei weitem nicht das gesamte thematische Feld ab. Sie befasst sich mit den aktuellen gesetzlichen Regelungen und Möglichkeiten der Beschränkung von High-Frequency Trading. Mein Anliegen ist es, verständlich (!) zu erklären wo deren Stärken und Schwächen liegen. (Wichtiger Hinweis: Die Quellen der Teile der Einleitung, die anderen Arbeiten entnommen sind, sind im Haupttext meiner Arbeit angegeben.)

Jetzt wünsche ich allen viel Spaß beim Lesen!

Auszug aus der Einleitung:

„Geduld ist die oberste Tugend des Investors.” – Benjamin Graham.

Seitdem der Elektronische Handel den Präsenzhandel abgelöst hat und sich die Börsen durch den Algorithmischen Handel weiter automatisiert haben, gibt es neue Technologien, bei denen die eingangs erwähnte Geduld keine entscheidende Rolle mehr spielt. Beim High-Frequency Trading liegen die Haltedauern zum Teil deutlich unter einer Sekunde. Für das „Rennen zur Null“ , also das Wettrüsten um die kürzest mögliche Latenzzeit, werden immense Summen investiert. Hinzu kommen jährliche Gebühren für börsennahe Standorte. Mittlerweile sind Latenzzeiten von wenigen Pikosekunden, möglich – kürzer als jeder menschliche Reflex.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wer die Nutznießer und die Leittragenden des HFT sind, sowie den Optionen zur Beschränkung von HFT. Nach der Einleitung im ersten Teil, widmet sich der zweite Teil der terminologischen Abgrenzung der Formen des Handels. Darauf aufbauend, wird im dritten Teil der Hochfrequenzhandel und eine Auswahl an HFT-Strategien vorgestellt. Im vierten Teil werden die Einflüsse auf die Marktteilnehmer analysiert. Im Fokus des fünften Teils stehen die Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading. Die Teile vier und fünf machen den Kern der Arbeit aus. Zuletzt werden die zentralen Erkenntnisse in einem Fazit zusammenfassend dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzungen

2.1 Präsenzhandel/ Elektronischer Handel

2.2 Algorithmischer Handel/ Hochfrequenzhandel

3. High-Frequency Trading

3.1 Strategien des High-Frequency Trading

3.1.1 Manipulationsstrategien

3.1.2 Arbitragestrategien

4. Folgen des High-Frequency Trading für Marktteilnehmer

4.1 Börsenbetreiber

4.2 Traditionelle Händler

4.3 Hochfrequenzhändler

5. Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading

5.1 Allgemeine Regulierungen

5.2 Konkrete Strategieregulierung

5.2.1 Limitierung der Order-to-Trade Ratio

5.2.2 Minimum tick size

5.3 Gesetzliche Regulierungen

5.3.1 Hochfrequenzhandelsgesetz

5.3.2 Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Marktteilnehmer vom Hochfrequenzhandel (HFT) profitieren beziehungsweise benachteiligt werden, und analysiert Möglichkeiten zur regulatorischen Beschränkung dieser Handelsform.

  • Terminologische Abgrenzung zwischen algorithmischem Handel und Hochfrequenzhandel
  • Analyse manipulativer Strategien wie Spoofing und Quote Stuffing
  • Bewertung der ökonomischen Auswirkungen auf Börsen, Händler und Investoren
  • Untersuchung von Regulierungsoptionen, inklusive technischer und gesetzlicher Maßnahmen
  • Diskussion des aktuellen Rechtsrahmens (HFG und MiFID II)

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Arbitragestrategien

Die Arbitragestrategie hat ihren Ursprung nicht in dem HFT. Sie findet sich auch im klassischen Handel und gehört nicht in die Kategorie der Manipulationsstrategien, da sie die natürlich auftretende Preisineffizienz von zwei Märkten ausnutzt. Genauer gesagt, beruht die Strategie auf dem Bid-Ask-Spread. Dies ist die Spanne zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Die Arbitragestrategien gehören zu den profitabelsten Strategien des HFT, da die HFH dabei ihren technischen und zeitlichen Vorteil ausspielen können. Diese Strategie schlägt Profit daraus, dass ein Wertpapier an verschiedenen Börsen zu verschiedenen Preisen gehandelt wird. Diese Preisdifferenzen sind so gering, dass sie für konservative MT zu vernachlässigen sind. Erst durch Aufspüren der Differenz, rapides Aufkaufen der minimal günstigeren Anlagen und simultanes Verkaufen der Anlagen an der Börse mit dem marginal höheren Preis, entsteht ein Profit. Der Erlös je Aktie ist so gering, dass erst der Handel mit einer großen Menge an Positionen einen profitablen Gewinn erzielt. Auf diese Weise lässt sich nahezu risikolos Geld verdienen.

Eine Voraussetzung für gewinnbringende Arbitrage ist das Co-Location: Die Hardware der Händler allein reicht nicht aus. Vielmehr kommt es auf jeden Meter an, den die Server der HFH näher an den Servern der Börse platziert sind. Daraus ergibt sich für die Börsen ein neues Geschäftsmodell, das sog. Co-Location. Die Börsen bieten den HFH ihre Räumlichkeiten an, damit diese ihre Rechner so nah wie möglich an den Servern aufstellen können, was den HFH wertvolle Millisekunden an Vorteil und den Börsen jährlich Einnahmen von bis zu 2.040.000 US-$ pro Zugang ermöglicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Hochfrequenzhandels und Darstellung der Forschungsfragen sowie des strukturellen Aufbaus der Arbeit.

2. Abgrenzungen: Definition und Abgrenzung der verschiedenen Handelsformen, vom klassischen Präsenzhandel hin zum modernen algorithmischen und hochfrequenten Handel.

3. High-Frequency Trading: Darstellung der technologischen Grundlagen und spezifischer Strategien wie Manipulations- und Arbitragemethoden im HFT-Kontext.

4. Folgen des High-Frequency Trading für Marktteilnehmer: Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Profitabilität des HFT für Börsenbetreiber, traditionelle Händler und Hochfrequenzhändler.

5. Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading: Erläuterung regulatorischer Ansätze, unterteilt in allgemeine fiskalische Maßnahmen, technische Strategieregulierungen und spezifische Gesetzesrahmen wie HFG und MiFID II.

6. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der regulatorischen Herausforderungen im Hinblick auf ein faires und transparentes Handelsumfeld.

Schlüsselwörter

Hochfrequenzhandel, HFT, Finanzmärkte, Finanzmarktregulierung, Algorithmus, Börse, Co-Location, Arbitrage, Spoofing, Quote Stuffing, HFG, MiFID II, Marktliquidität, Volatilität, Finanzinstrumente

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptziel dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wer die Nutznießer und Leittragenden des Hochfrequenzhandels sind und welche regulatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von dessen Risiken sinnvoll sind.

Welche Handelsformen werden definiert?

Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen dem klassischen Präsenzhandel, dem elektronischen Handel (ET) sowie dem algorithmischen Handel (AT) und dem daraus resultierenden Hochfrequenzhandel (HFT).

Welche manipulativen Strategien werden behandelt?

Im Fokus stehen insbesondere Spoofing, bei dem durch künstliche Orderfluten Kaufdruck vorgetäuscht wird, sowie Quote Stuffing zur Überlastung der Orderverarbeitung anderer Marktteilnehmer.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender regulatorischer Rahmenbedingungen sowie akademischer Studien zu HFT-Strategien.

Welche Rolle spielt die Co-Location für HFT?

Die räumliche Nähe der Server der Hochfrequenzhändler zu den Börsenservern verschafft diesen entscheidende Latenzvorteile, was für die Börsen wiederum ein lukratives Geschäftsmodell darstellt.

Wie werden HFT-Aktivitäten heute reguliert?

Regulierungen erfolgen durch nationale Gesetze wie das Hochfrequenzhandelsgesetz (HFG) in Deutschland sowie europaweite Richtlinien wie die MiFID-II, die Anforderungen an Zulassung, Transparenz und technische Absicherung stellen.

Welchen Einfluss hat HFT auf traditionelle Anleger?

Traditionelle Anleger können von einer höheren Marktliquidität profitieren, sind jedoch auch den systemischen Risiken ausgesetzt, falls HFT-Algorithmen Marktstörungen oder kurzfristige Kursabstürze auslösen.

Warum wird eine Limitierung der Order-to-Trade Ratio vorgeschlagen?

Eine Limitierung soll verhindern, dass Strategien wie Spoofing oder Quote Stuffing profitabel bleiben, indem ein Mindestmaß an tatsächlich ausgeführten Orders im Verhältnis zu platzierten Aufträgen erzwungen wird.

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Details

Titel
Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading
Hochschule
Hochschule Pforzheim  (Fakultät für Wirtschaft und Recht)
Veranstaltung
Wirtschaftspolitisches Seminar
Note
1,3
Autor
Julian Jung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V436939
ISBN (eBook)
9783668782082
ISBN (Buch)
9783668782099
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hochfrequenzhandel Trading HFT High-Frequency Trading NASDAQ Algorithmic Trading Mifid Arbitrage Spoofing Quote Stuffing OTR Order to Trade Ratio Minimum tick size Hochfrequenzhandelsgesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Jung (Autor:in), 2018, Optionen zur Beschränkung von High-Frequency Trading, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436939
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Leseprobe aus  18  Seiten
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