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Ein Blitzkrieg und kein Ende. Die sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung 1914-1918

Title: Ein Blitzkrieg und kein Ende. Die sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung 1914-1918

Essay , 2018 , 28 Pages

Autor:in: Dr. Uwe Malich (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Summary Excerpt Details

Im Sommer 1914 plante das Deutsche Reich zwei Feldzüge nach Osten und Westen, die nicht länger als etwa sechs Wochen andauern sollten. Doch es kam ganz anders. Der Erste Weltkrieg wütete vier Jahre und drei Monate. Er brachte mitten in Europa eine technisierte Massenschlächterei ohne rechtes Vor und Zurück der Truppen.

Noch heute ist der Erste Weltkrieg ein vorrangiger Gegenstand der Geschichtswissenschaft. Uwe Malich setzt sich in seiner Publikation mit den ökonomischen Gründen für den Kriegsausbruch sowie die lange Kriegsdauer auseinander. Er geht darüber hinaus auf soziale und ideologische Hintergründe ein. Auch die unvermeidlichen Folgen der deutschen Niederlage thematisiert er sachlich und übersichtlich.

Als Ausgangspunkt für seine Darstellung nimmt Dr. Malich zwei widersprüchliche Äußerungen von W. I. Lenin. Es handelt sich dabei zum einen um das sogenannte Unvermeidlichkeitstheorem, zum anderen um seine Theorie vom Verrat an den werktätigen Massen des Volkes. Obwohl sie so widersprüchlich sind, prägten beide Theorien die Geschichtswissenschaft der DDR sowie kriegshistorische Arbeiten und Arbeiten zur Geschichte der Arbeiterbewegung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Uwe Malich

Ein Blitzkrieg und kein Ende!

Überlegungen zu den sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung 1914 – 1918

2. Auflage

Zielsetzung & Themen

Das Werk analysiert die sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung im Ersten Weltkrieg und untersucht kritisch die Ursachen für den Ausbruch, die Dauer sowie die Akzeptanz des Krieges innerhalb der deutschen Bevölkerung.

  • Analyse der ökonomischen Interessen und des Imperialismus als Kriegstreiber
  • Untersuchung des Zusammenbruchs der "Unvermeidlichkeitsthese" von Kriegen
  • Reflexion der Rolle der Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung
  • Bewertung der Diskrepanz zwischen öffentlicher Kriegsbegeisterung und realer Kriegswirtschaft

Auszug aus dem Buch

Die fundamentale gesellschaftliche Fehleinschätzung des Krieges

Die fundamentale gesellschaftliche Fehleinschätzung des Krieges, die durchaus allgemeine Erwartung, diese Veranstaltung in aller Kürze (in zwei etwa sechswöchigen Feldzügen) durchführen zu können, die nicht zuletzt auch ein - von den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen bestimmtes - völliges Versagen der Wissenschaft, besonders der Militärwissenschaft, offenbart, bedingte natürlich eine nur niedrige Hemmschwelle für den Übergang vom Frieden zum Krieg, machte es den gesellschaftlichen Kräften, den militärischen und den zivilen politischen Führern ebenso wie den Massen und auch der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften relativ leicht, sich für den Krieg zu entscheiden! Die Verschlechterung der internationalen Reproduktionsbedingungen des deutschen Kapitalismus erschien schließlich opferreicher als die Auflösung des Knäuels der wachsenden Widersprüche und Probleme der gesellschaftlichen, namentlich der ökonomischen Entwicklung, durch das Schwert!

Der Kriegsausbruch am 1. August 1914 löste, aus unserer Sicht nunmehr keineswegs so überraschend wie aus dem Blickwinkel der „Verratstheorie“ oder auch der Zeitgenossen, die um eine Reihe von Hintergründen und Zusammenhängen nichts wussten, jenen berühmt-berüchtigten, vielfach schon beschriebenen nationalistischen Taumel, jenen massenhaften Rausch der Begeisterung und des Hasses aus, der die tradierten gesellschaftlichen Axiome, Wertvorstellungen und Glaubenssätze in einer neuen Religion des Kampfes für das Vaterland ebenso aufzuheben schien wie die individuellen und sozialen Identitäten in der Hingabe an die große gemeinsame Sache.

Zusammenfassung der Kapitel

Uwe Malich: Vorstellung des Autors und des Titels der historischen Studie über die Grundlagen der deutschen Kriegsführung.

Ein Blitzkrieg und kein Ende!: Einleitende Analyse der Gründe für das anhaltende wissenschaftliche Interesse am Ersten Weltkrieg und Erörterung der zwei zentralen Problemfelder: Kriegsursachen und Durchhaltefähigkeit der Massen.

2. Auflage: Hinweis auf die Aktualisierung des ursprünglichen Konferenzbeitrags für eine erneute Veröffentlichung.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, deutscher Imperialismus, Kriegsführung, Sozialdemokratie, Arbeiterbewegung, Rohstoffverknappung, Burgfrieden, Kapitalismus, Vaterlandsverteidigung, Kriegsmüdigkeit, ökonomische Interessen, Weltmarktkonkurrenz, Militärdespotismus, Klassenbewusstsein, Versailler Frieden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sozialen und ideologischen Hintergründe, die zum Ersten Weltkrieg führten und die deutsche Kriegsführung sowie die Haltung der Bevölkerung während der Jahre 1914 bis 1918 prägten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Reproduktionsbedingungen des deutschen Kapitalismus, die Rolle der politischen Führung und der Sozialdemokratie sowie die massenpsychologische Entwicklung der deutschen Bevölkerung im Kriegsverlauf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine historisch fundierte Erklärung für die Kriegsursachen und den Ausbruch zu liefern, die über gängige "Verratstheorien" hinausgeht und die ökonomischen Sachzwänge in den Vordergrund rückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine materialistische Geschichtsauffassung, um die Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse, Interessenkonflikte und die Rolle des subjektiven Faktors im Kontext der historischen Fakten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Rohstoffverknappung, der Schutzzollpolitik, der Rolle der deutschen Arbeiterklasse und der Divergenz zwischen der "offiziellen" Kriegsbegeisterung und der zunehmenden Verelendung des Volkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Imperialismus, Kapitalreproduktion, Burgfrieden, Vaterlandsverteidigung, Kriegsmüdigkeit und die Analyse der ökonomischen Indikatoren während der Kriegsjahre.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Sozialdemokratie?

Der Autor kritisiert das Einknicken der sozialdemokratischen Führung vor der nationalistischen Ideologie und das Scheitern, den Krieg angesichts der objektiven Interessen der Arbeiterklasse zu verhindern.

Warum hielt sich der "Burgfrieden" so lange?

Der Zusammenhalt zwischen Herrschenden und Beherrschten hielt aufgrund einer defensiven Ausrichtung (Angst vor zaristischer Invasion), staatlicher Repression und einer eifrigen Propaganda, die ein Siegesbild suggerierte, trotz zunehmender Not lange an.

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Details

Title
Ein Blitzkrieg und kein Ende. Die sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung 1914-1918
Author
Dr. Uwe Malich (Author)
Publication Year
2018
Pages
28
Catalog Number
V436980
ISBN (eBook)
9783668786967
ISBN (Book)
9783668786974
Language
German
Tags
Erster Weltkrieg 1914 1918 Europa Lenin Geschichte Geschichtswissenschaften Kriegführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Uwe Malich (Author), 2018, Ein Blitzkrieg und kein Ende. Die sozialen und ideologischen Grundlagen der deutschen Kriegsführung 1914-1918, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436980
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