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Fitness Tracker, Diät Apps und Beauty Blogs. Körperkult, Selbstüberwachung und Sportkultur in Zeiten neuer Medien

Titel: Fitness Tracker, Diät Apps und Beauty Blogs. Körperkult, Selbstüberwachung und Sportkultur in Zeiten neuer Medien

Bachelorarbeit , 2016 , 34 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Mirjam Zeitler (Autor:in)

Sport - Medien und Kommunikation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Mach dich krass“, „Mach dich leicht“, „I make you sexy“, „Abnehmen mit Sophia Thiel“ – Mit diesen Aufforderung zur Verbesserung des Selbst werden wir konfrontiert, wenn wir nach Feierabend gemütlich auf dem Sofa unsere Lieblingssendung im TV sehen wollen und in der Werbepause gerade auf dem Weg zum Kühlschrank sind.

Gymondo will es uns leichter machen und bietet uns das Training von Zuhause aus an und auf Vitafy.de können wir uns Chia-Samen bestellen, die unser Leben gewiss verbessern. Mit dem richtigen Trainingsoutfit von Fabletics.de kann dem Fitnesstraining nun wirklich nichts mehr im Wege stehen.

Angebote wie diese scheinen 2016 wie Unkraut aus der Medienlandschaft zu schießen. Nun sollen wir nicht mehr nur Actimel trinken und Activia essen, um in Schwung zu bleiben, wir sollen jetzt auch Yoga machen, um im Gleichgewicht zu sein und mindestens drei Mal die Woche ein Workout mit Sophia Thiel oder Daniel Aminati machen. Außerdem Mitglied in einem Fitness Studio werden, Superfood essen und Smoothies trinken.

Dass sich die Werbung zu Beginn jeden Jahres unsere guten Vorsätze zu Nutzen macht, ist ja nichts Neues. Im Januar beschließt schließlich die Mehrheit von uns, ab sofort ein besseres Leben zu führen. Laut Statistiken sind Sport und Ernährung die Top Themen der guten Vorsätze zum Jahreswechsel. Das weiß die Kosmetik-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie nur zu gut und beglückt uns jedes Jahr mit vielen neuen Produkten.

Jedoch scheint sich in den letzten Jahren ein besonderer Trend zur Fitness und Gesundheit entwickelt zu haben.

Früher bedeutete „Luxus“ Markenklamotten zu tragen und teure Autos zu fahren, heute gelten auch grüner Saft, ein fitter Körper, Health und Wellness als Aushängeschilder. „In Form sein, sich gut zu ernähren, den eigenen Körper bestmöglich pflegen – das ist, kurz gesagt, das Statussymbol der Stunde.“

Für unseren Körper und die Gesundheit geben wir gerne Geld aus und fühlen uns dabei nicht einmal schlecht. Denn „Wellness-Konsum ist Konsum ohne schlechtes Gewissen, und kann vor anderen viel besser dargestellt werden. Egal, wie viel man verprasst, am Ende hat man etwas für sich getan – etwas, das über puren Genuss weit hinausgeht.“

So fällt es auch viel leichter, den Kauf der neuen teuren Sportschuhe zu rechtfertigen. Ist schließlich eine Investition für das Leben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Körperkult

1.1 Der Kult um die Schönheit

1.2 Körperbewusstsein in Zeiten der Massenmedien

1.3 Wirtschaftsfaktor Schönheit

1.4 Körper als Statussymbol

2. Sportkultur

2.1 Bedeutung von Sport in der Gesellschaft gestern und heute

2.2 Fitnesswelle und Gesundheitswahn

2.3 Sport als Kultur

2.4 Mediensport

3. Kultur der neuen Medien

3.1 Neue Medien

3.2 Kommunikation in Zeiten des Internets

3.3 Mobile Medien, mobile Menschen

3.4 Wearable media

4. Kontrolle durch Technik: Fitness Tracker

4.1 Mensch-Medien-Hybride

4.2 Selbstvermessung durch Fitness Tracker

4.3 Der gläserne Mensch

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie neue Medien den menschlichen Drang zur körperlichen Perfektion unterstützen und dabei eine neue Dimension der Kontrolle erschaffen. Im Fokus steht die Wechselwirkung zwischen digitaler Selbstvermessung, dem Körperkult und der veränderten Wahrnehmung von Gesundheit und Sport in der digitalen Gesellschaft.

  • Phänomen des Körperkults und dessen Medialisierung
  • Transformation der Sportkultur in Zeiten digitaler Vernetzung
  • Die Rolle von Wearable Media und Fitness Trackern
  • Digitale Selbstvermessung (Self-Tracking) und Gamification
  • Datenschutz und gesellschaftliche Implikationen der Verdatung

Auszug aus dem Buch

Der Kult um die Schönheit

„Hinsichtlich unserer Körper sind wir zu Unternehmerinnen und Unternehmern geworden, zu Gestaltern unseres Selbst. Am Körper leben wir unseren Schaffensdrang aus, über Körperlichkeit verleihen wir unserer Persönlichkeit Ausdruck. Menschen managen heute nicht nur ihr Leben, sie managen auch ihren Körper.“4

Der Kult des Körpers ist heute für uns zur Selbstverständlichkeit geworden. Das Aussehen ist das Offensichtlichste an einem Menschen und deshalb ausschlaggebend für den Eindruck, den er oberflächlich gesehen auf einen anderen Menschen hinterlässt. Aus diesem Grund gestalten wir unser Äußeres meist nicht nur so, wie es uns gefällt, sondern auch, wie wir gesehen werden möchten. Figur, Frisur, Kleidung, Make-Up, Schmuck und Tattoowierungen sind Möglichkeiten, dem Körper Ausdruck zu verleihen und Persönlichkeit zu übermitteln.

Laut Waltraud Posch wurde der Körper schon immer „auch als Ausdrucks- und Positionierungsmittel eingesetzt. Durch die Zunahme und Verfügbarkeit invasiver Körpertechnologien sowie medialer Inszenierung erhielt Körperlichkeit jedoch eine neue Dimension.“5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Körperkult: Dieses Kapitel analysiert die historische und gesellschaftliche Entwicklung des Körperkults, wobei Schönheit als Aushängeschild und Statussymbol in einer mediengeprägten Welt beleuchtet wird.

2. Sportkultur: Hier wird die Bedeutung von Sport von einem Freizeitphänomen hin zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Leitwert untersucht, inklusive der Rolle der Medien bei der Transformation des Sports.

3. Kultur der neuen Medien: Dieses Kapitel widmet sich der Veränderung von Kommunikation und Mobilität durch das Internet sowie der Entstehung von Wearable Media als neue Medienformate.

4. Kontrolle durch Technik: Fitness Tracker: Der Fokus liegt auf Mensch-Maschine-Hybriden und den Auswirkungen der digitalen Selbstvermessung durch Fitness Tracker, einschließlich der Problematik des Datenschutzes.

Schlüsselwörter

Fitness Tracker, Körperkult, Selbstvermessung, Selbstkontrolle, Neue Medien, Sportkultur, Digitale Revolution, Wearable Media, Gesundheit, Mediatisierung, Statussymbol, Datensicherheit, Self-Tracking, Gamification, Körperbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Beziehung zwischen dem menschlichen Körper, Sport und neuen digitalen Medien, mit einem besonderen Fokus auf Fitness-Gadgets.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit umfasst Themen wie Körperkult, Sport als Kulturphänomen, die mediale Kommunikation im Internet und die technische Selbstkontrolle durch Fitness Tracker.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wie neue Medien den menschlichen Wunsch nach körperlicher Perfektion unterstützen und dabei neue Kontrollmechanismen etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einem dreimonatigen Selbstversuch, in dem sie ein Fitness-Armband in ihren Alltag integriert hat.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Auseinandersetzung mit Körperbildern, die Untersuchung der modernen Sportkultur und eine tiefgehende Analyse der digitalen Selbstvermessung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Körperkult, Fitness Tracker, Selbstvermessung, Mediatisierung, digitale Kommunikation, Selbstkontrolle und Sportkultur sind die zentralen Begriffe.

Wie bewertet die Autorin den Nutzen ihres Fitness Trackers nach dem Selbstversuch?

Sie schätzt die Motivationswirkung und den Überblick über ihre Daten, kritisiert jedoch die Ungenauigkeit der Technik bei bestimmten Sportarten und den entstehenden Druck durch die Zielvorgaben.

Welche Bedenken äußert die Arbeit hinsichtlich der Nutzung von Fitness-Daten?

Es werden Datenschutzbedenken diskutiert, insbesondere die Gefahr des „gläsernen Menschen“ durch die Sammlung medizinischer Daten und deren mögliche Verwertung durch Versicherungen oder Wirtschaftsunternehmen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fitness Tracker, Diät Apps und Beauty Blogs. Körperkult, Selbstüberwachung und Sportkultur in Zeiten neuer Medien
Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,0
Autor
Mirjam Zeitler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
34
Katalognummer
V436981
ISBN (eBook)
9783668835856
ISBN (Buch)
9783668835863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fitness tracker diät apps beauty blogs körperkult selbstüberwachung sportkultur zeiten medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mirjam Zeitler (Autor:in), 2016, Fitness Tracker, Diät Apps und Beauty Blogs. Körperkult, Selbstüberwachung und Sportkultur in Zeiten neuer Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436981
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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