Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Frühföderung für Familien mit Migrationshintergrund

Titel: Frühföderung für Familien mit Migrationshintergrund

Hausarbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Titsch (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In fachlichen Diskussionen besteht mittlerweile Einigkeit darüber, dass Eltern im Sinne des Kooperationsmodells gleichberechtigt und partnerschaftlich an der Frühförderung ihrer Kinder beteiligt werden sollten. Dies war jedoch nicht immer so. Obwohl die Beteiligung der Eltern an der Frühförderung mittlerweile als Selbstverständlichkeit gilt, und obwohl in der Bundesrepublik Deutschland derzeit etwa 20,5 % aller hier lebenden Menschen einen Migrationshintergrund haben, wurden die spezifischen Erfordernisse an die Elternarbeit mit Migrantenfamilien bisher vergleichsweise wenig thematisiert. Es war bislang kaum Diskussionsthema, in welcher besonderen Situation sich Migrantenfamilien mit einem Kind welches eine Behinderung hat bzw. einem von einer Behinderung bedrohten Kind befinden und wie die Frühförderung sich darauf einstellen und damit umgehen kann.

Daher soll ein Schwerpunkt dieser Arbeit darauf liegen, welche besonderen Herausforderungen sich in der Frühförderung mit Migrantenfamilien stellen und wie mit den Eltern kooperationsorientiert zusammengearbeitet werden kann. In Folge dieser Fragestellung wird ein noch relativ neuer Ansatz zur Gestaltung der Zusammenarbeit mit Migrantenfamilien, nämlich der Empowerment- Ansatz vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einbettung in den Kontext

2. Begriffsklärung

3. Frühförderung mit Migrantenfamilien

3.1 Positive Aspekte der Frühförderung

3.2 Herausforderungen und Probleme für die Frühförderung

4. Der Empowerment-Ansatz

4.1 Umsetzung des Empowerment-Ansatzes in der Frühförderung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die besonderen Herausforderungen in der Frühförderung von Kindern mit Migrationshintergrund und analysiert, wie der Empowerment-Ansatz als neue Strategie zu einer verbesserten, kooperationsorientierten Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Familien beitragen kann.

  • Spezifische Erfordernisse in der Elternarbeit mit Migrantenfamilien
  • Barrieren und Hürden im Zugang zum deutschen Frühfördersystem
  • Positive Ressourcen und Potenziale in der Arbeit mit betroffenen Familien
  • Anwendung des Empowerment-Ansatzes zur Stärkung der Eltern
  • Bedeutung von Vertrauensbildung und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten

Auszug aus dem Buch

3.2 Herausforderungen und Probleme für die Frühförderung

Trotz der oben beschriebenen positiven, angenehmen und hilfreichen Aspekte, welche sich in der Frühförderung mit Migrantenfamilien zeigen können, lässt sich nicht verheimlichen, dass diese Familien häufig einer Vielzahl von besonderen Problemen und Herausforderungen ausgesetzt sind. Ein Problem stellt oftmals dar, dass diese Familien sich nicht mehr in ihrer Heimat befinden in der sie sich auskennen und zurechtfinden. Alle Menschen sind wesentlich geprägt durch die Kultur, in der sie aufwachsen (Vgl. Lin/Mutter, 2003, S.31). Ein Misstrauen gegenüber den – in diesem Fall – deutschen Institutionen und Einrichtungen erscheint im Kontext der Frühförderung verständlich. Lanfranchi bezeichnet diese Phase des Migrationsprozesses treffend mit „nicht mehr dort“, aber auch „noch nicht hier“ (Lanfranchi, 1998, S.116). Fällt in diesem Zeitraum der migrationsbedingten Verunsicherung zusätzlich dann die Geburt eines Kindes mit einer Behinderung, so bedeutet dies oftmals für die Familien eine Doppelbelastung auf dem Migrationsprozess und der Behinderung des Kindes.

Sowohl Menschen mit einer Behinderung, als auch „Ausländer“ stellen eine gesellschaftliche Randgruppe dar, welche Stigmatisierung erfahren (Vgl. Merz-Atalik, 1997, S.18). Aus der Verunsicherung, welche durch diese Stigmatisierung entstehen kann, lässt sich häufig eine negative Einstellung der Migranten gegenüber Hilfseinrichtungen wie der Frühförderung erkennen. Schartner nennt bspw. sprachliche Barrieren, welche durch mangelnde Kenntnis der Zweitsprache seitens der Migranten entsteht, als eine Ursache welche die Zusammenarbeit erheblich belastet (Vgl. Schartner, 2004, S.72f). Außerdem sind Sprachprobleme auch mit Ursache für die häufig anzutreffende Unwissenheit der Migrantenfamilien über das deutsche Hilfesystem, behördliche Strukturen oder das Schulsystem. Nicht selten besteht diesbezüglich ein absolut „erhebliches Informationsdefizit“ (Merz-Atalik, 1997, S.19). Neben den sprachlichen bestehen jedoch noch andere wesentliche kulturelle Barrieren, welche den Austausch zwischen der Familien und Mitarbeitern der Frühförderung erschweren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der gleichberechtigten Beteiligung von Eltern mit Migrationshintergrund an der Frühförderung und führt in die Fragestellung zur Anwendung des Empowerment-Ansatzes ein.

1.1 Einbettung in den Kontext: Dieses Unterkapitel beschreibt den Entstehungshintergrund der Arbeit im Rahmen eines Moduls und reflektiert die Schwerpunkte der zugrundeliegenden Seminarpräsentation.

2. Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe der Frühförderung sowie deren Ziele hinsichtlich Prävention, Früherkennung und gesellschaftlicher Teilhabe definiert.

3. Frühförderung mit Migrantenfamilien: Dieses Kapitel analysiert statistische Gegebenheiten und die aktuelle Versorgungssituation von Migrantenfamilien innerhalb der Frühförderlandschaft.

3.1 Positive Aspekte der Frühförderung: Der Fokus liegt hier auf den Ressourcen der Familien, wie Gastfreundschaft, Kooperationsbereitschaft und das unterstützende Potenzial von Großfamilien.

3.2 Herausforderungen und Probleme für die Frühförderung: Hier werden Barrieren wie Sprachschwierigkeiten, Informationsdefizite über das Hilfesystem und kulturell bedingte Stigmatisierungen thematisiert.

4. Der Empowerment-Ansatz: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung und die Grundprinzipien des Empowerment-Ansatzes als Konzept zur Selbst-Ermächtigung ein.

4.1 Umsetzung des Empowerment-Ansatzes in der Frühförderung: Hier werden konkrete Methoden der Gesprächsführung und Vernetzung vorgestellt, um Eltern aktiv in den Förderprozess einzubeziehen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung einer sensiblen, ressourcenorientierten Haltung der Fachkräfte für eine gelungene interkulturelle Zusammenarbeit zusammen.

Schlüsselwörter

Frühförderung, Migrantenfamilien, Empowerment, Elternarbeit, Inklusion, interkulturelle Kompetenz, Teilhabe, Beratungskonzept, Ressourcenorientierung, Migrationshintergrund, Frühpädagogik, soziale Unterstützung, Vertrauensbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Migrantenfamilien, deren Kinder Frühfördermaßnahmen benötigen, und untersucht, wie die Zusammenarbeit mit diesen Familien optimiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Frühförderung in Deutschland, die besonderen Herausforderungen für Familien mit Migrationshintergrund sowie die Anwendung des Empowerment-Konzepts im pädagogischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch einen Empowerment-orientierten Ansatz die Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Migrantenfamilien gestärkt und Barrieren abgebaut werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender Konzepte und Studien, um den Empowerment-Ansatz auf das Feld der interkulturellen Frühförderung anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sowohl die spezifischen Herausforderungen (Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede) als auch die Ressourcen der Familien und stellt Methoden zur praktischen Umsetzung des Empowerment-Ansatzes vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Frühförderung, Empowerment, Migrantenfamilien, Elternarbeit und Ressourcenorientierung charakterisiert.

Wie gehen Fachkräfte mit dem "Informationsdefizit" bei Familien um?

Fachkräfte sollen durch eine engere Vernetzung und transparente Kommunikation sowie niedrigschwellige Angebote aktiv zur Aufklärung und Informationsvermittlung beitragen.

Welche Rolle spielen Hausbesuche bei der Arbeit mit Migrantenfamilien?

Hausbesuche sind eine Methode, um den Familien in ihrem vertrauten Umfeld Sicherheit zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die Lebenswelt des Kindes besser zu verstehen.

Ist der Empowerment-Ansatz auch für muslimische Familien geeignet?

Der Ansatz setzt auf die Akzeptanz der individuellen Ansichten der Eltern, kombiniert mit gezielter Aufklärung, um auch bei unterschiedlichen kulturellen oder religiösen Vorstellungen eine tragfähige Basis zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frühföderung für Familien mit Migrationshintergrund
Hochschule
Evangelische Fachhochschule Freiburg  (Bildung und Erziehung im Kindesalter)
Veranstaltung
Wahlbereich Beratung
Note
1,7
Autor
Fabian Titsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V436995
ISBN (eBook)
9783668780965
ISBN (Buch)
9783668780972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frühföderung familien migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Titsch (Autor:in), 2016, Frühföderung für Familien mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436995
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  11  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum