Wirtschaftskriminalität ist zwar ein Thema von dem schon vor Jahrzehnten gesprochen wurde, allerdings ist in letzter Zeit ein vermehrtes Aufkommen wirtschaftskrimineller Handlungen zu verzeichnen. Gründe hierfür sind der sich im Rahmen der Globalisierung verschärfende Wettbewerb durch Verschmelzung der Kapital- und Gütermärkte sowie der technologische Fortschritt. Durch Wirtschaftskriminalität wird allein der deutschen Wirtschaft Schaden in Milliardenhöhe zugefügt. Durch die oben genannten Gründe entstehen im Wandel der Zeit auch immer wieder neue Formen von Wirtschaftskriminalität. Das bedeutet, dass sich die Täter wirtschaftskrimineller Handlungen an die in der Wirtschaft und
in den Unternehmen vollzogenen Veränderungen anpassen, um auf diese Weise Profit für sich zu erlangen.
Ziel dieser Arbeit ist es, Erscheinungsformen und Ausprägungen der Wirtschaftskriminalität zu erläutern, Bekämpfungsalternativen aufzuzeigen und auf bekannt gewordene Fälle aus der Praxis einzugehen. Daher soll sich die Arbeit mit vier Aufgabenfeldern befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formen der Wirtschaftskriminalität
2.1. Begriffsklärung
2.2. Erscheinungsformen
2.3. Charakteristika der Akteure
3. Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität
3.1. Aktuelle Situation
3.2. Betroffene Branchen
3.3. Rolle der Informationstechnologie
3.4. Unterschätzung
4. Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität
4.1. Systematisierung der Möglichkeiten
4.2. Forensic Services
4.3. Typologisierung der externen Möglichkeiten
4.4. Typologisierung der internen Möglichkeiten
5. Aktuelle Fälle aus der Praxis
5.1. Der Fall Parmalat
5.2. Der Fall Flowtex
6. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse von Erscheinungsformen, Ausprägungen und Bekämpfungsmöglichkeiten der Wirtschaftskriminalität, um das Ausmaß und die gesellschaftlichen Folgen dieser Straftaten aufzuzeigen.
- Begriffsabgrenzung und Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität
- Analyse der Täter- und Opferstrukturen
- Betrachtung der aktuellen Situation und betroffener Branchen
- Methoden der internen und externen Kriminalitätsbekämpfung
- Fallstudien zu den wirtschaftskriminellen Vorfällen bei Parmalat und Flowtex
Auszug aus dem Buch
Bilanzmanipulation
Die Bilanzpolitik ist ein Kommunikationsinstrument der Unternehmen, mit der es mit seiner Umwelt in Kontakt treten kann. Von Bilanzmanipulation spricht man, wenn die Adressaten der Rechnungslegung absichtlich irregeführt werden, z.B. durch Auswahl, Auslassung und Zusätze relevanter Informationen. Ziel der Bilanzmanipulation ist der Wunsch von Vertretern des Managements nach Maximierung ihrer Einkünfte. Die Folgen und Auswirkungen von Bilanzmanipulation sind enorm. Es kommt zu negativen Effekten für das betroffene Unternehmen, für finanziell Involvierte, und auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, den Staat und die Versicherungen sind realistisch. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Bilanzmanipulationen zu den Taten zählen, „die von Personen begangen werden, die mit dem Unternehmen verbunden sind. Opfer vorsätzlicher Falschdarstellungen und das Verschweigen wesentlicher Tatsachen in Abschlüssen sind neben dem Unternehmen vor allem Außenstehende als Adressaten des Abschlusses oder der Berichterstattung.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Wirtschaftskriminalität im Zuge der Globalisierung und definiert die vier Aufgabenfelder der Belegarbeit.
2. Formen der Wirtschaftskriminalität: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsbestimmungen vorgenommen sowie verschiedene Erscheinungsformen und die Charakteristika der beteiligten Akteure analysiert.
3. Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität: Hier wird die aktuelle Situation anhand von Daten beleuchtet, die Rolle der IT untersucht und dargelegt, warum Unternehmen die Gefahr häufig unterschätzen.
4. Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität: Dieses Kapitel systematisiert interne und externe Handlungsalternativen zur Bekämpfung und stellt spezialisierte Methoden wie Forensic Services vor.
5. Aktuelle Fälle aus der Praxis: Die Fallbeispiele Parmalat und Flowtex werden genutzt, um die theoretisch hergeleiteten Erkenntnisse zu Ausmaß und Folgen der Wirtschaftskriminalität zu illustrieren.
6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und Reflexion über die Bedeutung der kombinierten Kriminalitätsbekämpfung.
Schlüsselwörter
Wirtschaftskriminalität, Bilanzmanipulation, Betrug, Korruption, Forensic Services, Compliance, Risikomanagement, Unternehmenskultur, Strafverfolgung, Parmalat, Flowtex, Dunkelfeld, IT-Sicherheit, Prävention, Aufklärungsquote
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Problematik der Wirtschaftskriminalität, ihre verschiedenen Erscheinungsformen sowie Möglichkeiten, wie Unternehmen und staatliche Institutionen diese bekämpfen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Definition und Typisierung krimineller Handlungen, die Analyse von Täter- und Opfergruppen, die Rolle der Informationstechnologie sowie die praktische Implementierung von Präventionsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ausprägungen und Reichweite der Wirtschaftskriminalität zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Kombination von Prävention und Repression Schäden minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die Fachbücher, wissenschaftliche Studien, Fachzeitschriften, Zeitungsartikel sowie relevante Internetquellen zur aktuellen Kriminalitätsentwicklung heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Untersuchung der aktuellen Branchensituation, die Systematisierung von Bekämpfungsstrategien und die praktische Überprüfung anhand der Fälle Parmalat und Flowtex.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wirtschaftskriminalität, Bilanzmanipulation, Forensic Services, Compliance, Risikomanagement und Kriminalitätsprävention charakterisiert.
Warum unterschätzen Unternehmen laut Autor häufig das Risiko durch Kriminalität?
Unternehmen unterschätzen das Risiko oft aufgrund mangelnden Problembewusstseins, Unwissenheit über das tatsächliche Schadensausmaß und der fälschlichen Annahme, sie seien persönlich nicht betroffen.
Welche Rolle spielt der Ombudsmann bei der Prävention?
Der Ombudsmann fungiert als unabhängiger Ansprechpartner, der es Mitarbeitern ermöglicht, Unregelmäßigkeiten anonym zu melden, ohne berufliche Nachteile oder Interessenkonflikte fürchten zu müssen.
- Quote paper
- Melanie Rheindorf (Author), 2004, Management und Märkte: Erscheinungsformen, Ausprägungen und Bekämpfungsmöglichkeiten der Wirtschaftskriminalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43703