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Epikur und die Grundzüge seiner Philosophie

Title: Epikur und die Grundzüge seiner Philosophie

Term Paper , 2017 , 13 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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In der Zeit des Hellenismus entstanden mit Stoa und Epikureismus zwei der einflussreichsten antiken, philosophischen Schulen. Vor allem die Ansichten Epikurs entfachten dabei durch ihre hedonistische Grundtendenz und durch die missverständliche Deutung des von ihm genutzten Lustbegriffs eine polarisierende Wirkung, die bereits in der Antike zur Kritik an dieser Lehre geführt hat.

Doch was sagt die Lehre Epikurs eigentlich aus? Was sind ihre Grundüberzeugungen? In dieser Hausarbeit soll diesen Fragen nachgegangen und versucht werden, eine Übersicht über die wichtigsten Elemente der epikureischen Lehre zu liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Epikur und seine Schule

1.2. Überlieferung

2. Das Werk Epikurs

2.1. Kanonik

2.2. Physik

2.3. Ethik: Lust und Schmerz

2.4. Theologie: Götter/Himmelserscheinungen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Elemente der epikureischen Lehre zu geben. Dabei wird untersucht, wie Epikur seine philosophischen Grundpfeiler definiert und welche Bedeutung diese für das Streben nach einem glücklichen, ungestörten Leben haben.

  • Grundlagen der epikureischen Kanonik und Erkenntnistheorie
  • Physikalische Weltanschauung und die Atomlehre
  • Differenzierung des epikureischen Lustbegriffs
  • Umgang mit Begierden, Furcht und den antiken Göttervorstellungen
  • Abgrenzung der Lehre vom missverstandenen Hedonismus

Auszug aus dem Buch

2.1. Kanonik

Mit der Kanonik bezeichnen Epikureer das, was sonst im Hellenismus „Logik“ genannt wurde. Dies basiert darauf, dass Epikur die hierhergehörigen Themen in einem Werk mit dem Titel „Kanon“ (Richtschnur/ Norm) gesammelt behandelte. Mit der Kanonik werden also die Werkzeuge, mit denen Epikur die Gegenstände seiner Philosophie wissenschaftlich behandelt, aufgelistet. Dabei ist durchaus eine große Nähe zu den Logiken anderer Philosophen festzustellen, wenngleich Epikur Dialektik bzw. Rhetorik verwirft. Mit der Kanonik Epikurs sollten vor allem zwei Dinge geleistet werden: Zum einen den Sensualismus zu etablieren (als Sensualismus wird die philosophische Grundauffassung verstanden, dass Erfahrungen auf individuelle Sinneseindrücke zurückgehen), zum anderen soll die für eine atomistische Naturerklärung geeignete Methodologie entwickelt werden.

Nach Diogenes Laertios unterteilt Epikur zu diesem Ziel seine Kanonik in drei Kriterien, nach denen man Erkenntnis beurteilt: Empfindung, Vorstellung und Meinung:

Das Kriterium der Empfindung wird durch die Sinne erfahren, die darüber hinaus weder Erinnerungen täuschen noch etwas hinzuerfinden können: Die Sinne nehmen nur das auf, was sie wahrnehmen. Darüber hinaus ergänzen sich die Sinne gegenseitig und beweisen somit, dass nichts anderes als Wahrgenommenes vorhanden ist.

Das Kriterium der Vorstellung (Prolepsis) beschreibt die für einen bestimmten Begriff zugrundeliegende Erinnerung/Gedanken/Vorstellung/Assoziation. Die Prolepsis entsteht allerdings nicht aus dem Nichts, sondern wird durch die Sinne geprägt, ohne die wir beispielsweise die Gestalt eines Rindes nicht zuordnen könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung Epikurs ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Auswahl der primären und sekundären Quellen für die Arbeit.

1.1. Epikur und seine Schule: Dieser Abschnitt beschreibt den Lebensweg Epikurs und die hierarchische Struktur sowie die Ideologie der Freundschaft innerhalb seiner Philosophenschule im "Garten".

1.2. Überlieferung: Hier wird der Umfang des epikureischen Gesamtwerks dem spärlichen Bestand der heute erhaltenen Lehrbriefe gegenübergestellt.

2. Das Werk Epikurs: Dieses Kapitel dient als übergeordnete Einleitung zu den Kernbereichen der Lehre, die im Folgenden detailliert in Kanonik, Physik und Ethik gegliedert werden.

2.1. Kanonik: Der Text erläutert das Erkenntnissystem Epikurs basierend auf den drei Kriterien der Empfindung, der Vorstellung und der Meinung.

2.2. Physik: Hier wird Epikurs Atomtheorie, die Unendlichkeit des Alls und die Anwendung dieses Modells auf die Beschaffenheit der menschlichen Seele erklärt.

2.3. Ethik: Lust und Schmerz: Dieses Kapitel klärt das Missverständnis des Hedonismus auf und erläutert die Kategorisierung von Begierden sowie das Ziel der Ataraxie.

2.4. Theologie: Götter/Himmelserscheinungen: Die Auseinandersetzung mit der Existenz der Götter und deren didaktische Bedeutung für den Menschen als Vorbilder der Eudaimonie wird hier beleuchtet.

3. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Thesen der Arbeit zusammen und ordnet Epikurs Philosophie noch einmal in den Kontext der hellenistischen Antike ein.

Schlüsselwörter

Epikur, Philosophie, Hellenismus, Epikureismus, Kanonik, Atomlehre, Lustbegriff, Eudaimonie, Ataraxie, Sensualismus, Prolepsis, Hedonismus, Naturphilosophie, Göttervorstellung, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den wesentlichen philosophischen Grundlagen der Lehre Epikurs und gibt einen strukturierten Überblick über seine wichtigsten Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Epikureischen Lehre?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Erkenntnistheorie (Kanonik), die Naturphilosophie (Physik und Atomlehre) sowie die Ethik und Theologie.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, ein korrektes Verständnis der epikureischen Lehre zu vermitteln und das weit verbreitete Missverständnis eines rein hedonistischen Lebensstils zu korrigieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Ausarbeitung, die auf der Analyse zentraler antiker Quellen und wissenschaftlicher Monographien zur Philosophie der Antike basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen der Lehre: die Erkenntnismethodik, das atomistische Weltbild und die ethischen Maximen zum Erreichen des glückseligen Lebens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Epikur, Atomlehre, Ataraxie, Lustbegriff, Kanonik und Sensualismus.

Warum spielt der Begriff "Ataraxie" eine so wichtige Rolle in Epikurs Philosophie?

Die Ataraxie, verstanden als Zustand der Unlustfreiheit und Seelenruhe, ist das ultimative Ziel und der Telos, den Epikur als Zustand der Glückseligkeit definiert.

Wie unterscheidet sich Epikurs Verständnis der Götter von den damaligen allgemeinen Vorstellungen?

Während Epikur die Existenz der Götter nicht verneint, entzieht er ihnen die Macht über die Weltgeschicke, da dies mit ihrem Zustand vollkommenen Glücks unvereinbar wäre; sie fungieren lediglich als didaktische Vorbilder.

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Details

Title
Epikur und die Grundzüge seiner Philosophie
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V437056
ISBN (eBook)
9783668814677
ISBN (Book)
9783668814684
Language
German
Tags
epikur grundzüge philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Epikur und die Grundzüge seiner Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437056
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