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Islamfeindlichkeit in Deutschland. Rassismus in Schulen, am Arbeitsplatz und im Alltag

Title: Islamfeindlichkeit in Deutschland. Rassismus in Schulen, am Arbeitsplatz und im Alltag

Term Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Esma D. (Author)

Theology - Islamic theology
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Wie in anderen westeuropäischen Ländern hat sich der Islam auch in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark verbreitet. Schätzungen zufolge sind 5,5 Prozent der deutschen Bevölkerung Muslime. Trotzdem kennt die nicht-muslimische Mehrheit ihre muslimischen Mitbürger nur aus den Medien und hat zum Teil ganz falsche Vorstellungen von ihnen. Insbesondere im Internet – der wichtigsten Informationsquelle bei jungen Leuten – aber auch in Zeitungen, Zeitschriften oder im Fernsehen werden völlig verzerrte Stereotype über Muslime verbreitet.

Unser Bild vom Islam wir zu großen Teilen von dem bestimmt, was wir aus den Medien so aufschnappen. Diesen oft subjektiv gefärbten Informationen kann man sich nur schwer entziehen. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 und des 7. Januar 2015 auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris und den darauf folgenden Reaktionen und weiteren Anschlägen hat sich die Angst vor dem Islam ausgebreitet. Diese Angst ist zum Teil begründet, allerdings wird sie in vielen westeuropäischen Ländern von Politikern und Parteien, die sich davon gute Wahlergebnisse versprechen, auch entsprechend geschürt. Nicht nur die radikalen, gewalttätigen Muslime, sondern der gesamte Islam und alle Muslime müssen dafür herhalten.

Eine Religion, die vor 14 Jahrhunderten entstanden ist, und eine ebenso alte Kultur werden ohne Abstufungen zu einer einzigen gewalttätigen Ideologie verallgemeinert. Da geht es um den „Untergang Europas“; der so genannten Islamisierung müsse „ein Riegel vorgeschoben werden“. Aber kann man von Islamisierung sprechen oder von einer Bedrohung für die europäische Kultur durch den Islam? Müssen wir wirklich Angst vor dem Islam haben?

In dieser Arbeit möchte ich darstellen, dass es sich bei Islamfeindlichkeit um Rassismus handelt und dass es sich lohnt, den Begriff wieder genau dafür zu verwenden. Im ersten Teil werde ich ein paar Begriffe definieren. Danach möchte ich mit dem geschichtlichen Hintergrund und der Entwicklung anfangen zu erzählen. Weitererzählen möchte ich Allgemeines über das Islambild in Deutschland und darauf folgend möchte ich Beispiele über die Islamfeindlichkeit in der Schule, in der Politik und in den Medien geben. Zu guter Letzt beende ich meine Hausarbeit mit meiner Schlussbetrachtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung

4. Allgemeines zum Islambild in Deutschland

5. Beispiele von Islamfeindlichkeit

5.1 Islamfeindlichkeit in der Schule

5.2 Islamfeindlichkeit in der Politik

5.3 Islamfeindlichkeit in den Medien

6. Fazit

7. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Islamfeindlichkeit in Deutschland und analysiert, inwieweit rassistische Tendenzen und verzerrte mediale sowie politische Darstellungen zur Stigmatisierung von Muslimen beitragen.

  • Definition zentraler Begriffe wie Islam, Diskriminierung und Islamophobie
  • Historische Entwicklung der Einwanderung und Integrationsdebatte
  • Analyse des Islambildes in Deutschland und existierender Vorurteile
  • Darstellung konkreter Diskriminierungsbeispiele in Schulen und Politik
  • Untersuchung der Rolle der Medien bei der Konstruktion eines negativen Islam-Narrativs

Auszug aus dem Buch

3. Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung

Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, welches am 31.10.1961 geschlossen wurde, führte unweigerlich zu einer der größten Veränderungen in der deutschen Gesellschaft. Entgegen der vertraglichen Konditionen - unter anderem die Aufenthaltsdauer von maximal zwei Jahren, Verlängerung ausgeschlossen - begann die türkische Einwanderung nach Deutschland. Dieser Einwanderung von türkischen und anderen, sogenannten „Gastarbeitern“, folgte eine Änderung der Gesellschaft in eine heterogene, religiös und ethnisch pluralisierte. Im Zuge dessen änderten sich ebenfalls Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund. Da diese Änderungen auch die Wissenschaft nicht unberührt ließen, werden im deutschen Sprachraum seit mehr als dreißig Jahren eben jene Einstellungen und Verhaltensweisen aus dem Blickwinkel der Vorurteilsforschung wissenschaftlich untersucht. Hierbei ist ein sprachlicher Wandel festzustellen, genauer gesagt eine Differenzierung der öffentlichen Auseinandersetzungen in Bezug auf Aktivitäten mit islamischer Verknüpfung. Als Beispiele dienen Debatten um Kopftücher, Extremisten islamischer Prägung und viele mehr. Ich spreche von der Einführung des konkreten Begriffs Islamophobie. (Vgl. Schneiders, 2009, S. 145).

Viele repräsentative Umfragen bestätigen nicht erst seit gestern, dass in der deutschen Bevölkerung starke Vorurteile und Vorbehalte gegenüber dem Islam bzw. Muslimen herrschen. (Vgl. Leibold/Kühnel, 2003, S. 100-119). Diese haben in den letzten Jahren tendenziell zugenommen, da viele Menschen den Islam offensichtlich mit Fundamentalismus, Frauenunterdrückung und Gewaltneigung in Verbindung setzen. Selbstverständlich sind zeitgleich Muslime von Diskriminierungen und Ausgrenzungen betroffen, die sich aus dem genannten negativen Image des Islam ergeben. (Vgl. Tezcan, 2003, S. 401-448).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung des Islams in Deutschland und stellt fest, dass das gesellschaftliche Bild maßgeblich durch verzerrte mediale Berichterstattung geprägt ist.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Islam, Diskriminierung und Islamfeindlichkeit definiert, um eine wissenschaftliche Basis für die Arbeit zu schaffen.

3. Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung: Das Kapitel analysiert die Auswirkungen des Anwerbeabkommens von 1961 und die daraus resultierende Veränderung der deutschen Gesellschaft sowie die Entstehung von Vorurteilen.

4. Allgemeines zum Islambild in Deutschland: Hier wird der negative Stellenwert des Islams in der öffentlichen Wahrnehmung anhand von Umfragen und zentralen gesellschaftlichen Spannungsfeldern thematisiert.

5. Beispiele von Islamfeindlichkeit: Anhand konkreter Fallbeispiele wird aufgezeigt, wie Diskriminierung in Bildungseinrichtungen, im politischen Diskurs und durch mediale Inszenierungen stattfindet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer korrekten und differenzierten Islamdarstellung zur Wahrung der freiheitlichen Werte.

Schlüsselwörter

Islamfeindlichkeit, Islamophobie, Diskriminierung, Integration, Vorurteile, Deutschland, Medien, Rassismus, Migration, Gesellschaft, Kopftuch, Islamisierung, Minderheit, Mehrheit, Stereotype

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Islamfeindlichkeit in Deutschland und hinterfragt die Ursachen sowie Auswirkungen auf die muslimische Bevölkerung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Integrationsprozesse, gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dem Islam, Diskriminierungserfahrungen sowie die mediale und politische Debattenkultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Islamfeindlichkeit eine Form von Rassismus darstellt und die Notwendigkeit einer sachlich korrekten Interpretation des Islams zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Rückgriff auf soziologische Studien, Umfrageergebnisse und die Auswertung medialer sowie politischer Ereignisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, eine historische Einordnung, die Analyse des Islambildes und die Untersuchung konkreter Beispiele aus Schulen, Politik und Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Islamophobie, Integration, Diskriminierung, gesellschaftliche Vorurteile und mediale Berichterstattung.

Welches spezifische Beispiel wird zur Islamfeindlichkeit an Schulen angeführt?

Die Autorin thematisiert den Fall der St. Laurentius Hauptschule in Wuppertal, an der einer Schülerin aufgrund ihres Kopftuchs der Unterricht untersagt wurde.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medien bei der Islamfeindlichkeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Medien durch eine einseitige und oft negative Berichterstattung, die den Islam auf Aspekte wie Terrorismus reduziert, aktiv zur Stigmatisierung von Muslimen beitragen.

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Details

Title
Islamfeindlichkeit in Deutschland. Rassismus in Schulen, am Arbeitsplatz und im Alltag
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
2
Author
Esma D. (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V437137
ISBN (eBook)
9783668777866
ISBN (Book)
9783668777873
Language
German
Tags
Islam Religion Deutschland Antiislam Islamfeindlichkeit Hass Rassismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Esma D. (Author), 2016, Islamfeindlichkeit in Deutschland. Rassismus in Schulen, am Arbeitsplatz und im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437137
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