„Industrie 4.0“ – dieser Begriff ist den meisten schon mal untergekommen, aber was kann man darunter genau verstehen? Wie ist es überhaupt zu der Entwicklung der vierten Industriellen Revolution gekommen? Wird es Auswirkungen auf die Beschäftigung durch die Industrie 4.0 geben? Und wie schätzen die Experten die zukünftigen Entwicklungen im internationalen als auch im österreichischen Kontext ein? Die Antworten auf diese Fragen werden versucht bestmöglich in dieser Arbeit zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Industrie 4.0: Entwicklung und Definitionen
2.1 Hintergründe und Entwicklungen
2.2 Begrifflichkeiten in Bezug auf Industrie 4.0
3 Technische Revolutionen im 21. Jahrhundert
3.1 Computerisierung im nicht-routinemäßigen kognitiven Sektor
3.2 Computerisierung von nicht-routinemäßigen manuellen Aufgaben
4 Chancen und Risiken durch Industrie 4.0
4.1 Mögliche Chancen durch die vierte Industrielle Revolution
4.2 Potentielle Risiken aufgrund von Industrie 4.0
4.3 Maßnahmen für bessere Berufschancen
5 Beschäftigungseffekte durch die Industrie 4.0
5.1 Allgemeine Vorhersagen
5.2 Die Beschäftigung in Österreich
5.2.1 Bisherige Entwicklungen
5.2.2 Prognosen für die österreichische Beschäftigung
5.2.3 Szenarioentwicklung: Methode und Prozess
5.2.4 Szenario 1: „Industrie 4.0 Frontrunner“
5.2.5 Szenario 2: „Langsame Transformation“
5.2.6 Szenario 3: „Effizienzsteigerung“
5.2.7 Szenario 4: „Digitales Scheitern“
5.2.8 Bewertung der Szenarien
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) auf die Arbeitswelt, mit besonderem Fokus auf die daraus resultierenden Chancen und Risiken sowie die langfristigen Beschäftigungseffekte, wobei sowohl internationale Entwicklungen als auch spezifische Szenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt analysiert werden.
- Historische Entwicklung und Definition der Industrie 4.0
- Technische Revolutionen und zunehmende Automatisierung
- Chancen und Risiken für den Arbeitsmarkt
- Prognosemodelle für die zukünftige Beschäftigung
- Szenarioentwicklung für Österreich bis 2030
Auszug aus dem Buch
3.1 Computerisierung im nicht-routinemäßigen kognitiven Sektor
Vor allem der kognitive Aufgabenbereich eröffnet der Computerisierung neue Einsatzmöglichkeiten. Durch die Nutzung von Big Data können die Systeme ständig dazulernen und immer wieder neue Aufgaben lösen. Einer der wichtigsten komparativen Vorteile von Computern im Vergleich zu menschlicher Arbeit ist die Skalierbarkeit. Beispielsweise können diese Maschinen Rechenaufgaben in größerem Umfang in viel kürzerer Zeit lösen oder sie erkennen in sehr großen Datensätzen bestimmte Muster schneller als wir Menschen.
Ein weiterer Vorteil der Computerisierung von Kognitivitätsaufgaben ist das Fehlen von menschlicher Beeinflussung bzw. Befangenheit. Das System kann sich zu 100% auf das Erledigen des Algorithmus konzentrieren, sofern er korrekt spezifiziert wurde. Laut Kahnemann et al. (1982, S.1124-1125) muss sich ein Mensch hingegen mit anderen Dingen ebenso auseinandersetzen, die in keinem Zusammenhang mit seiner Aufgabe stehen, ein Beispiel dafür wäre Schlafen, ohne ausreichendem Schlaf wird die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Es gibt individuell noch andere Einschränkungen, wie Vorurteile gegenüber Mitmenschen, mit denen wir im Gegensatz zu den Computern konfrontiert sind.
Im Gesundheitsbereich werden die Erkrankungen in einigen Fällen von Computern diagnostiziert. In Anlehnung an Cohn (2013) wird zum Beispiel in einem US-amerikanischen Krebszentrum die Diagnose von chronischen Erkrankungen und die (optimale) Krebsbehandlung durch den Watson-Computer von IBM erstellt. Hierbei werden die vorhandenen Patientenakten, Fachzeitschriften und Berichte nach einem passenden Musterbild elektronisch durchgeforstet. Dadurch ist es dem Computer möglich die individuellen Symptome und Vorgeschichten, sowie die Genetik eines Patienten zu prüfen. Mit diesen Informationen kann dann ein perfekt abgestimmter Behandlungsplan mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit generiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Thema der Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2 Industrie 4.0: Entwicklung und Definitionen: Historischer Überblick über die industriellen Revolutionen und Abgrenzung zentraler Begriffe wie "Internet der Dinge" und "Industrie 4.0".
3 Technische Revolutionen im 21. Jahrhundert: Analyse der zunehmenden Computerisierung, unterteilt in kognitive und manuelle Aufgaben sowie deren Auswirkungen.
4 Chancen und Risiken durch Industrie 4.0: Identifikation potenzieller neuer Berufschancen sowie Gefahren wie der Verdrängung menschlicher Arbeit durch Automatisierung.
5 Beschäftigungseffekte durch die Industrie 4.0: Detaillierte Untersuchung von Zukunftsprognosen und Szenarioentwicklung für den österreichischen Arbeitsmarkt bis 2030.
6 Zusammenfassung: Kompakter Rückblick auf die zentralen Erkenntnisse der Arbeit sowie die persönliche Einschätzung des Autors zur Zukunft des Arbeitsmarktes.
Schlüsselwörter
Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungseffekte, Arbeitsmarkt, Künstliche Intelligenz, Big Data, Roboter, Wertschöpfungsprozesse, Szenarioanalyse, Österreich, Qualifizierung, Arbeitswelt, Technologie, Innovationsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit behandelt die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution auf die Beschäftigungssituation und die Arbeitswelt, sowohl international als auch spezifisch in Österreich.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Industrie 4.0, die technologische Entwicklung im 21. Jahrhundert, die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie konkrete Beschäftigungsprognosen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu klären, welche Chancen und Risiken durch die Industrie 4.0 entstehen und welche konkreten Effekte für die zukünftige Beschäftigungssituation zu erwarten sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Analyse von Studien, insbesondere der Szenariomethode des BMVIT zur Untersuchung der Beschäftigungsentwicklung bis 2030.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die technologischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert, die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie verschiedene Szenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungseffekte und Szenarioanalyse charakterisiert.
Wie bewerten Experten die verschiedenen Zukunftsszenarien?
Die Szenarien wurden in Expertenworkshops hinsichtlich Wünschbarkeit und Wahrscheinlichkeit bewertet, wobei das Szenario "Langsame Transformation" als am wahrscheinlichsten erachtet wird.
Welchen Stellenwert nimmt Österreich in der Untersuchung ein?
Österreich wird als spezifisches Fallbeispiel betrachtet, wobei Daten zur bisherigen Entwicklung analysiert und vier spezifische Zukunftsszenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt abgeleitet wurden.
- Quote paper
- Christian Grübler (Author), 2018, Industrie 4.0. Auswirkungen auf die Beschäftigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437149