Legalisierung illegaler Güter am Beispiel von Cannabis. Vor- und Nachteile in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit


Ausarbeitung, 2018

10 Seiten, Note: 1,75


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schwarzmarkt

3. Cannabis
3.1 Definition
3.2 Rechtslage
3.3.1 Wirtschaftliche Folgen
3.3.2 Hanf als Nutzpflanze
3.4 Nachteile

4. Fazit

5. Eigene Meinung

6. Quellen

1. Einleitung

Die folgende Ausarbeitung wird die Legalisierung illegaler Güter behandeln. Illegale Güter sind Güter, deren Handel und/oder Besitz untersagt ist. Mit diesen Gütern wird auf dem Schwarzmarkt gehandelt, was einen beachtlichen Teil der weltweiten Kriminalität ausmacht.

Die „beliebtesten“ illegalen Güter sind Waffen und illegale Drogen. Über ein Gut, welches zu den Drogen zählt, werden seit geraumer Zeit Diskussionen geführt. In Deutschland ist die Legalisierung von Cannabis ein derzeit präsentes Thema, was für eine reichliche Menge an Diskussionsbedarf sorgt. In den USA wurde die Droge in diversen Staaten legalisiert und brachte seitdem einige Vorteile mit sich. Derzeit ist die Legalisierung in Deutschland so wahrscheinlich wie noch nie, wenn man die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag betrachtet. Die FDP, die Linke und die Grünen haben jeweils einen Antrag auf die Legalisierung von Cannabis gestellt. Über diese Vorschläge muss man im Parlament abstimmen. Die oben genannten Parteien haben keine Mehrheit, jedoch hat die SPD ein Signal zur Unterstützung der Legalisierung gegeben. Dies könnte zu einem Konflikt mit ihren Koalitionspartnern, der CDU/CSU führen, da diese die Legalisierung ablehnen. Was das Ergebnis dieser Diskussionen ist, wird sich in den nächsten Wochen bzw. Monaten zeigen.

In dieser Ausarbeitung werde ich überwiegend auf die Legalisierung von Cannabis und deren wirtschaftliche Folgen eingehen.

2. Schwarzmarkt

Der Schwarzmarkt ist ein illegaler Markt, überwiegend für Waren, die nur begrenzt erhältlich oder verboten sind. Der Handel auf dem Schwarzmarkt ist illegal und bricht dementsprechend Gesetze und Regierungsverordnungen. Ein Schwarzmarkt entsteht dort, wo der Staat durch Preisfestlegungen (Höchst- oder Mindestpreise) oder Rationierungen den Markt einschränkt oder ihn komplett verbietet. Neben den oben genannten Gütern werden auch „legale“ Güter auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Hierzu zählen ganz normale Alltagsgüter, zum Beispiel Nahrung oder Benzin. Des Weiteren werden auch Dienstleistungen, Währungen und Urheberrechte auf dem Schwarzmarkt angeboten. Dies kommt durch die eben genannten Eingriffe des Staates auf den Markt zustande.

3. Cannabis

3.1 Definition

Cannabis ist eine Pflanze, die zu den Hanfgewächsen gehört. Hanf zählt zu den ältesten Zier- und Nutzpflanzen auf dieser Erde. Aus dieser Pflanze lassen sich unterschiedliche Produkte herstellen, wobei die Produktion von Marihuana am häufigsten verwendet wird. Dieses Produkt enthält viele psychoaktive Wirkstoffe, darunter Tetrahydrocannabinol (THC), sodass diese Pflanze als Droge einzuordnen ist. Abgesehen von Alkohol und Tabakwaren zählt Cannabis zu den in Deutschland am häufigsten konsumierten Drogen.

3.2 Rechtslage

Der Konsum von Cannabis ist in Deutschland legal. Allerdings sind der Anbau, die Herstellung, der Erwerb, der Besitz und der Handel laut dem Betäubungsmittelgesetz verboten. In Ausnahmefällen sind der Erwerb und Besitz erlaubt. Seit dem 10. März 2017 darf man Cannabis als Arzneimittel erwerben und es zu medizinischen Zwecken nutzen. Dies unterliegt allerdings strikten Regeln. Verschrieben wird es nur an Patienten, die unter starken Schmerzen leiden und bei denen andere Medikamente nicht mehr wirken. Häufig kommt dies bei fortgeschrittenem Krebs, multipler Sklerose oder Gelenkschmerzen vor.

Die FDP, die Grüne und die Linke haben sich auf Bundesebene für eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen. Dies bedeutet, dass der Handel, Erwerb und Besitz in Deutschland erlaubt sein soll.

3.3.1 Wirtschaftliche Folgen

Die Legalisierung von Cannabis bringt einige Folgen mit sich, die die deutsche

Wirtschaft und den Wohlstand der Bürger bemerkenswert verbessern können. Dies liegt an der relativ großen Beliebtheit dieser Droge, wie man aus dem folgenden Diagramm ablesen kann:

Zunächst werden hohe Steuereinnahmen erwartet, falls das Gut legal verkauft werden kann. Wenn man die Steuereinnahmen durch den Verkauf von Cannabis aus anderen Ländern auf Deutschland ableitet, entstehen Steuereinnahmen von 550 Millionen und 2,8 Milliarden Euro, die den Bundeshaushalt verbessern. Bei dieser Ableitung spielen Faktoren wie die Bevölkerungsgröße, die Verbreitung von Cannabis und der Preis eine Rolle. Ohne den legalen Handel entgehen dem Staat Genussmittelsteuern, Umsatzsteuern, Gewinnsteuern und Lohnsteuern. Die Tabelle unterhalb zeigt die Städte, welche die höchsten Steuereinnahmen durch Legalisierung erreichen können, vorausgesetzt, der Steuersatz entspricht demjenigen der beliebtesten Zigarettenmarke:

Gleichzeitig wird der anfangs angesprochene Cannabis-Schwarzmarkt zum größten Teil beseitigt. Ein Vergleichspunkt ist der US-Bundesstaat Kalifornien, in welchem seit dem 1. Januar 2018 der Verkauf von Marihuana legal ist. Laut einer Studie der University of California liegt der Schwarzmarkt-Umsatz bei 5,7 Milliarden US-Dollar. Durch den legalen Verkauf könnte dieser Betrag ab sofort im Optimalfall statistisch erfasst werden und in das Bruttoinlandsprodukt einfließen. Man prognostiziert, dass der Umsatz in den USA durch den Handel mit Cannabis jedes Jahr steigen wird.

Hinzu kommt die Schaffung von Arbeitsplätzen, da man Arbeitskräfte auf den Hanfplantagen für den Anbau und die Ernte benötigt. Zudem muss es Qualitätskontrollen geben, für die ebenfalls Personal notwendig ist. Schließlich braucht man Händler und Verkäufer, die das Gut den Konsumenten verkaufen. Anhand dieser Beispiele lässt sich erkennen, dass die Legalisierung potenzielle Arbeitsplätze schafft und somit den Beschäftigungsgrad ansteigen lässt, was sich ebenfalls positiv auf die Wirtschaft auswirkt. Durch das erhöhte Einkommen können sich die Haushalte mehr Güter im Allgemeinen leisten, wodurch die Wirtschaft ebenfalls angekurbelt wird. Zudem erhalten die Sozialkassen mehr Geld durch die Legalisierung dieser Arbeitsplätze. Im Gegenzug verringern sich die Transferleistungen für Arbeitslose, sodass der Staat insgesamt mehr Geld zur Verfügung hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind wegfallende Repressionskosten. Dies sind alle Kosten, die durch die polizeilichen Ermittlungen, Verurteilungen, Inhaftierungen und die Vernichtung von Drogen anfallen. Im Jahre 2017 gab es in Deutschland rund 140.000 Strafverfahren wegen kleinerer Cannabisvergehen, die größtenteils aufgrund zu geringer Mengen wieder eingestellt werden. Die gesamten Repressionskosten pro Jahr belaufen sich in Deutschland auf ca. 1,6 Milliarden Euro. Die in diesen Fällen anfallenden Kosten könnten von Polizei und Staat sinnvoller genutzt werden.

Eine weitere Rolle spielt die Frage der Gerechtigkeit. Durch die Kriminalisierung von Cannabis kam es häufiger zu der Verurteilung von bisher unbescholtenen Bürgern wegen der Tatsache, dass sie kleinere Mengen Marihuana mit sich geführt haben. Durch eine solche Verurteilung und den darauf folgenden Eintrag ins Führungszeugnis können die Berufschancen verschlechtert und eventuelle Lebenswege durchkreuzt werden, sodass man aufgrund dieses Eintrags trotz guter Qualifikationen keine entsprechenden Berufe ausüben kann.

Nicht zu vergessen sind neben den wirtschaftlichen Folgen auch die gesundheitlichen Aspekte, die diese Legalisierung mit sich bringt. Da das zum Verkauf angebotene Marihuana zunächst auf seine Qualität geprüft werden muss, kann der Endverbraucher sicher sein, dass er beim Kauf einer Einheit ein qualitativ hochwertiges Produkt in der Hand hält, ohne dabei unerwarteten Gefahren ausgesetzt zu sein. Außerdem kann sich der Käufer über den Wirkstoffgehalt informieren.

Beim Handel auf dem Schwarzmarkt ist dies oft anders. Oftmals kommt es vor, dass das angebotene Cannabis durch Streckmittel und Verunreinigungen eine mangelhafte Qualität aufweist. Dadurch kann der Konsument Krankheiten erleiden und im schlimmsten Falle sogar sterben. Bei dem Kauf in einem lizenzierten Geschäft kann man auf diese Gesundheitsrisiken mit gutem Gewissen verzichten. Die Gesundheit der Einwohner ist ein Faktor für den Wohlstand des Landes. Wenn es den Bürgern aufgrund der verbesserten Gesundheit durch die erhöhte Cannabis- Qualität gesundheitlich besser geht, steigt dadurch der Wohlstand.

Ebenfalls zu beachten ist der Jugendschutz. Der Verkauf wird höchstwahrscheinlich nur an Personen über 18 Jahren möglich sein, sodass der Erwerb von Cannabis an Minderjährige erschwert wird. Bisher ist es noch relativ leicht, an Marihuana zu gelangen, das es den Dealern egal ist, ob man minderjährig oder volljährig ist. Durch einen legalen Markt wird die Zahl der Dealer erheblich zurückgehen, da das Preis- /Leistungsverhältnis in den Verkaufsstellen deutlich besser als auf dem Schwarzmarkt sein wird. Daraus erfolgt die Verdrängung dieser Dealer von diesem „Markt“.

Eine vernünftige Prävention ist durch die Prohibition noch nicht möglich. Wenn das Verbot abgeschafft wäre, könnte man das Geld, was man hierfür investiert, in aufklärerische Maßnahmen, Gesundheitsschutz und Forschung investieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Legalisierung illegaler Güter am Beispiel von Cannabis. Vor- und Nachteile in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit
Note
1,75
Autor
Jahr
2018
Seiten
10
Katalognummer
V437210
ISBN (eBook)
9783668786905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cannabis, Illegale Güter, Illegal, Drogen, Alkohol, Wirtschaft, Geld, Steuern, Gesundheit, Legalisierung
Arbeit zitieren
Alex Schalk (Autor), 2018, Legalisierung illegaler Güter am Beispiel von Cannabis. Vor- und Nachteile in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437210

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