Zu Grabe getragen. Zum rituellen Charakter von Bestattungen


Projektarbeit, 2016

24 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Kontextualisierung des Berichts

2. Methode und Methodologie

3. Fragestellung und Studienprojekt
3.1 Feldzugang
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Leitfadeninterview mit Katrin
3.2.2 Experteninterview mit Frau R
3.3 Interpretation

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

1. Kontextualisierung des Berichts

„Alles im Leben hat seine Zeit. Zeit zu lachen undZeit zu weinen, Zeit zu lieben und Zeit zu trauern und Zeit, Abschied zu nehmen.“ - nach Prediger, Kapitel 3

Das Thema des Abschiednehmens in Form von Bestattungen ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. Es beinhaltet viele spannende Aspekte und ist sehr facettenreich, denn jede Bestattung verlauft individuell und kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise gestaltet werden.

Doch welche Moglichkeiten der Bestattung gibt es hier in Deutschland? Wann gilt eine Bestattung als Ritual und welche Symbole lassen sich finden? Was macht ein Ritual uberhaupt erst zu einem solchen? Gibt es gewisse Dinge, die bei jeder Bestattung gleich ablaufen? Wie decken sich meine personlichen Erfahrungen mit denen anderer Personen?

Zu Beginn des Seminars „Symbol und Ritual“ uberlegte ich mir, welcher Bereich mich besonders interessieren konnte. Da ich zuvor schon ein Seminar zur Thanatosoziologie belegt hatte fiel meine Entscheidung rasch auf die Betrachtung des Ritualcharakters einer Bestattung. Dieses Thema betrifft im Laufe des Lebens jeden Menschen und es erscheint mir wichtig, sich in diesem Zuge auch den Ritualen und der Symbolik des Todes zu widmen. Jedes Leben ist unweigerlich mit dem Tod und damit auch mit einer Bestattung verknupft und nur in der Auseinandersetzung mit dieser Thematik kann die damit verbundene Scheu oder Angst vor der Begegnung mit dem Tod abgebaut werden. Zuerst dachte ich daran, Bestattungsformen verschiedener Kulturen miteinander zu vergleichen, allerdings zeigte sich schnell, dass dies den Rahmen meines Projekts gesprengt hatte und ich beschloss, mich auf den mir vertrauten kulturellen Raum Deutschlands zu begrenzen.

Da ich in meinem nahen Umfeld mit Personen befreundet bin, die in letzter Zeit an einer Bestattung teilgenommen haben, dachte ich, dass dies den Einstieg ins Feld ebenso wie den Umgang mit meinen Interviewpartnern deutlich erleichtern konnte.

Im folgenden Bericht mochte ich meine Arbeit im Zuge des oben genannten Projektseminars vorstellen und darlegen wie meine erste eigene Forschung ablief: von der Wahl der Methode uber meine ersten Schritte im Feld bis hin zu der Interpretation der gewonnenen Daten.

Bevor ich weiter einsteige mochte ich mich von Herzen bei den Menschen bedanken, ohne die ich mein studentisches Forschungsprojekt gar nicht hatte durchfuhren konnen:

Danke dir Katrin, fur den Mut und die Offenheit, ein so personliches Gesprach mit mir zu fuhren.

Danke an Frau R. fur ein spannendes Interview und den freundlichen Empfang, der mich all meine Aufregung vergessen lieB. Ich habe groBen Respekt vor dem, was Sie tun. Und nicht zuletzt: Danke an Frau Dr. Figueroa-Dreher, fur ein spannendes Seminar und jedes hilfreiche Feedback.

2. Methode und Methodologie

Wahrend meiner Forschungsarbeit wollte ich moglichst flexibel auf die erhobenen Daten und die daraus gewonnen Ergebnisse reagieren konnen und entschied mich daher fur die Methode der Grounded Theory[1], die in den 1960er Jahren in den USA entwickelt wurde. Als ihre Grundervater gelten Barney Glaser und Anselm Strauss, beide Mitglieder der Chicagoer School[2].

Schon damals war es ublich, mit Hilfe empirischer Untersuchungen bereits vorhandene Theorien zu uberprufen. Glaser und Strauss waren jedoch der Auffassung, dass den Untersuchungen mehr Bedeutung zukommen musse als die bloBe Uberprufung schon bestehender Theorien. Vielmehr vertraten sie die Ansicht, dass sich die Theorien erst wahrend des Forschungsprozesses durch die Grounded Theory entwickeln sollten. Glaser bestand im Gegensatz zu Strauss darauf, dass es besser sei, ohne ein allzu groBes Vorwissen in ein Forschungsfeld einzusteigen.

Diese Meinungsverschiedenheit trennte sie schlieBlich trotz anfanglicher Einstimmigkeit.

Das Grundgerust der der Grounded Theory wurde im Laufe der folgenden Jahre weiterentwickelt und modifiziert, das Buch „Grounded Theory: Grundlagen qualitativer Sozialforschung“ von Anselm Strauss und Juliet Corbin aus dem Jahre 1996 beinhaltet eine der bekanntesten Versionen.

Der Grundsatz der Grounded Theory besteht darin, dass es keine allgemeingultige und festgeschriebene Vorgehensweise gibt, sondern dass jeder Forscher eng an seinem Datenmaterial arbeitet und die Methode so anwendet, wie es fur seine Arbeit am besten ist. Ein zirkularer Forschungsprozess erlaubt es, alle erhobenen Daten im Laufe der Forschungsarbeit zu verwenden, auch wenn sie anfangs als unwichtig erschienen sein mogen.

Darin liegt der Vorteil der Grounded Theory, da die Erhebung und Auswahl des Materials flexibel und anpassbar sind. So ist es moglich, eine Theorie im Laufe der Forschung zu verandern, in Bezug auf die gesammelten Daten anzupassen und durch die herausgearbeitete Kernkategorie zu spezifizieren.

Der Vielfalt und Besonderheit der unterschiedlichen Daten wird besondere Bedeutung zugemessen, dies erschien mir gerade fur mein Projekt wichtig.

Dass die Auswertung der Daten gerade aufgrund dieser speziellen Herangehensweise auch aufwendig werden kann, durfte ich im Verlauf meiner Arbeit selbst erfahren.

Faszinierend ist meiner Ansicht nach die Mischung aus der personlichen Erfahrung und Pragung des Wissenschaftlers, die prozesshafte Entwicklung der Forschung sowie die Tatsache, dass ein expliziter Bereich der sozialen Wirklichkeit untersucht werden kann, die uns alle taglich umgibt. Auf diese Weise konnen die unterschiedlichsten Sichtweisen im Hinblick auf ein bestimmtes Phanomen miteinander verknupft werden.

Die Grounded Theory lasst sich grob in funf verschiedene Phasen unterteilen. Ganz zu Beginn steht die Leitfrage, aus der man eine vorlaufige Fragestellung entwickelt.

Phase 1 bezieht sich auf das Vorverstandnis des Forschers. Mit Hilfe von Brainstorming soll dieses erarbeitet werden um eigene Erfahrungen und bereits vorhandenes Grundwissen darzulegen. Dadurch konnen Anregungen entstehen und die Forschung kann ihren eigenen Weg einschlagen.

In Phase 2 werden die Erkenntnisse aus der vorangegangen Phase miteinander verglichen und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede herausgearbeitet und sichtbar gemacht.

Dieses Vorgehen wiederholt sich standig im Verlauf der Forschung, da das permanente Vergleichen ein wesentlicher Bestandteil der Grounded Theory ist.

Phase 3 widmet sich der Erhebung und Auswertung der Daten. In der Grounded Theory gehen diese beiden Verfahren Hand in Hand. Hierbei nimmt das untersuchte Phanomen Form an und zeigt seine unterschiedlichen Facetten. Es werden daher noch keine Hypothesen angestellt, der Fokus liegt ausschliefilich auf der Herausbildung des Forschungsgegenstandes.

In Phase 4 findet das sogenannte Kodieren statt. Die Daten werden analysiert und der Forscher erstellt Kodes, die den essentiellen Inhalt der Daten darstellen. Diese Kodes besitzen immer einen nur vorlaufigen Charakter, sie konnen demnach mit fortlaufender Forschungsarbeit noch abgeandert werden. Nach und nach werden sie abstrakter und differenzierter. Die auf diese Art gewonnenen, meist beachtlichen Mengen an Kodes werden zu Konzepten zusammengeschlossen, die ihrerseits wiederum Kategorien bilden.

Phase 5 stellt schliefilich auf Grund der Hypothesen, die der Forscher entwickelt hat, einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Kategorien her.

Anschliefiend werden die Ergebnisse der Forschung formuliert und verschriftlicht. Hypothesen, die im Laufe des Forschungsprozesses entstehen und sich als nicht zutreffend erweisen, konnen verworfen werden, um an ihre Stelle gultige Hypothesen treten zu lassen. Der Austausch oder die Diskussion mit anderen Forschern aus demselben oder einem ahnlichen Forschungsbereich konnen hilfreich sein, um neue Perspektiven zu entdecken und Erkenntnisse schneller zu finden. Dass dies moglich ist, ist auch wieder dem flexiblen Charakter der Grounded Theory zu verdanken.

Ein grundlegender Bestandteil der Grounded Theory ist das Kodieren. Dabei sind drei verschiedene Kodiertypen zu verwenden. Das Ziel des offenen Kodierens ist es, einen Text aufzubrechen und somit verstandlich zu machen.

Am Ende des offenen Kodierens erhalt man eine Liste von vorgegeben Kodes und Kategorien, die durch Erlauterungen und Memos erganzt werden. Die Vorgehensweise beim offenen Kodieren passiert schrittweise. Fur verschiedene Phanomene und Daten werden zunachst Begriffe gefunden, dabei werden besonders aufschlussreiche oder unklare Daten zerlegt, indem man die in ihnen enthaltenen Aussagen zu Sinneinheiten ordnet. Dies sichert ein tieferes Verstandnis, es besteht jedoch die Gefahr, dass man hunderte Kodes erhalt.

Alle Kodes werden in Gruppen zu Kategorien zusammengeschlossen, die dann noch einmal in Kodes umgewandelt werden. Diese zweiten Kodes sind wesentlich abstrakter als die direkt herausgearbeiteten Kodes und dienen vor allem dazu, den Inhalt der Kategorie zu beschreiben um eine Erinnerungshilfe darzustellen. Dabei konnen auch Begriffe verwendet werden, die vom Interviewpartner wortwortlich benutzt wurden.

Die entwickelten Kategorien aus dem offenen Kodieren werden im zweiten Schritt beim achsialen Kodieren verfeinert und ausdifferenziert. Man wahlt die Kategorien aus, die einem am erfolgreichsten erscheinen und ernennt sie zu Achsenkategorien. Im Anschluss wird versucht, zwischen diesen Achsenkategorien und den anderen Kategorien eine Beziehung herzustellen.

Diese Beziehungen werden anhand eines Kodierparadigmas formuliert. So entsteht Schritt fur Schritt eine Ordnung zwischen Phanomenen, Konzepten und Kategorien. Der Forscher bewegt sich dabei hin und her zwischen deduktivem Denken, also der Entwicklung der Kategorien aus dem Text, und induktivem Denken, also der Uberprufung der gefundenen Kategorien am Text.

Das selektive Kodieren fuhrt im Prinzip das achsiale Kodieren auf einem abstrakteren Level fort. Am Ende dieser Stufe steht dann eine Kernkategorie, die ein zentrales Phanomen beschreibt. Die weitere Analyse und Theorieentwicklung soll mogliche Muster, die in den Daten enthalten sind, enttarnen.

Als Voraussetzung fur das im Anschluss erklarte theoretische Sampling gilt das Kodierparadigma, welches sozusagen den roten Faden des theoretischen Samplings bildet. Mit dem Kodierparadigma werden Kategorien kontextualisiert sowie Faktoren identifiziert, die Einfluss auf die Kategorien nehmen. Auf diese Weise lassen sich die Aussagen des Datenmaterials herausarbeiten.

Hilfreich dabei sind die W- Fragen, die Jorg Strubing in seinem Buch zur Grounded Theory beschreibt als: „Die (1) Ursachen der zu untersuchenden (2) Phanomene, deren (3) Kontext, relevante (4) intervenierende Bedingungen, phanomenbezogene (5) Handlungen und Strategien, sowie deren (6) Konsequenzen.“

Das Wissen daruber, was uberhaupt kodiert werden muss, erhalt der Forscher uber das theoretische Sampling. Dabei bauen die Auswahlentscheidungen stetig aufeinander auf und je weiter die Forschung voranschreitet, desto spezifischer werden sie. Zu Beginn trifft man die eigene Auswahl auf Grundlage der eigenen theoretischen und praktischen Vorkenntnisse.

Fur das Samplen im Prozess des offenen Kodierens bedeutet dies, dass genau das Material ausgewahlt wird, das die vielversprechendsten Daten beinhaltet. So erhoht sich die Anzahl der Perspektiven und Lesarten. Die darauffolgende Auswahl fur das achsiale Kodieren basiert dann schon auf der Analyse der ersten Falldaten und ihrer Uberprufung.

Vorhandene Lucken werden schlussendlich durch das theoretische Sampling des selektiven Kodierens gefullt und geklart.

Gelangt man an den Punkt, dass trotz Kodierens keine neuen Erkenntnisse mehr geliefert werden, spricht man von der theoretischen Sattigung. 1st dies eingetreten, wird die Theorie ausformuliert und anhand der Daten noch ein letztes Mal uberpruft.

Der Forscher sollte in jedem Fall in der Lage sein zu erklaren, warum und mit welchem Hintergrund er zu dem Schluss gekommen ist, dass keine neuen Daten mehr gewonnen werden konnen, da dies immer auch eine subjektive Entscheidung darstellt.

Von grofier Bedeutung in der Grounded Theory ist das Anfertigen von Memos. Sie dienen als Unterstutzung der Prozesse der Datenanalyse wahrend dem Kodieren und helfen, Ideen zu fixieren, die zum gegenwartigen Zeitpunkt noch nicht von Belang sind, sich im Verlauf der

Forschung jedoch als wichtig erweisen konnten. So schafft man „Ordnung“ in seinen Gedanken und dokumentiert die individuellen Entscheidungsvorgange. Je fruher man mit der Erstellung solchen Memos anfangt, desto genauer lassen sich die ganze Forschung und einzelne Gedankengange spater nachvollziehen.

Fur den Forscher sind sie auBerdem eine groBe Hilfestellung beim endgultigen Verschriftlichen der Ergebnisse.

Trotz der Tatsache, dass es sich dabei „nur“ um Memos handelt, sollten sie gewissen formalen Standards entsprechen. Am besten sind ganze Satze, um die Lesbarkeit und Verstandlichkeit auch fur forschungsfremde Leser zu gewahrleisten und eventuelle Widerspruche sichtbar zu machen. Nur durch die intersubjektive Nachvollziehbarkeit gewinnen andere Forscher einen angemessenen Einblick in die jeweilige Arbeit.

Die wesentlichen Schwierigkeiten und Probleme, die unter der Verwendung der Grounded Theory auftreten konnten, sollten nicht auBer Acht gelassen werden.

Die Ergebnisse und Daten sollten fur jeden, der sich mit dem Forschungsbericht auseinandersetzt, nachvollziehbar sein. Jede einzelne Phase des Forschungsprozesses muss im Nachhinein transparent und als in sich schlussig zu erkennen sein, um so ihre Glaubwurdigkeit und Gultigkeit zu garantieren.

Auch die Uberprufung der Ergebnisse auf ihre Plausibilitat und ihren Wert fur die Bestatigung der Theorie gehort zur Fertigstellung einer Forschung dazu. Es sollte auch darauf geachtet werden, wichtige Nebenaspekte wie die kulturelle Entwicklung oder okonomische Bedingungen in seiner Feldforschung zu berucksichtigen.

Die empirische Verankerung der Ergebnisse sichert die Relevanz der Theorie.

Diese relativ groBe Freiheit, die einem Forscher durch die Grounded Theory zuteilwird, zieht nach sich, dass sich die Legitimationsanspruche an die Methode erhohen.

Stets sollte gewissenhaft und glaubhaft darauf aufmerksam gemacht werden, dass die geltenden Regeln der Kodierung etc. befolgt wurden und dass davon ausgegangen werden kann, dass die eigene Vorgehensweise mit der Forschungslogik der Grounded Theory im Einklang steht.

3. Sachliche Fragestellung und Studienprojekt

3.1 Feldzugang

Wie Menschen Bestattungen erleben und an ihnen teilhaben, passiert auf einer individuellen Ebene und ist doch immer verbunden mit dem kollektiven Ritual, dass in so einem Moment passiert. Fast jeder von uns, mit zunehmendem Alter auch mit einer hoheren Wahrscheinlichkeit, hat schon einmal an einer Bestattung teilgenommen. Diese Annahme meinerseits bestatigte sich, als ich mich in meinem Freundes- und Familienkreis umhorte.

Der Grofivater meiner Mitbewohnerin war erst im vergangenen Jahr verstorben und auch ich hatte diese Erfahrung erst kurzlich durch den Tod eines Arbeitskollegen gemacht.

Meine Person und meine Begegnungen und Erlebnisse mit diesem Thema mit in die Studie einfliefien zu lassen schloss ich jedoch von vorne herein aus, um die Studie nicht zu verfalschen und um einen moglichst objektiven Charakter meiner Arbeit zu gewahrleisten.

In einem ersten Schritt setzte ich mich an den Schreibtisch und verfasste mit Hilfe einer Mind-Map die Leitfragen fur meine narrativen Interviews, die ich mit meiner Mitbewohnerin sowie einer Bestatterin fuhren wollte. Dass die Interviewsituation mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem 1:1 Verhaltnis stattfinden wurde, da ich keine Gruppeninterviews in Betracht zog, erschien mir sehr effizient. Bei diesem derart sensiblen und teilweise vielleicht auch emotionalen Thema empfand ich es als sinnvoll, mich ganz auf meinen Gesprachspartner konzentrieren zu konnen und so die ohnehin schon gegebene, durch die ungewohnte Situation entstehende Forschungsatmosphare moglichst auf ein Minimum zu reduzieren. Wichtig war mir vor allem, an das Thema nicht zu nuchtern und nur als offensichtlich wissenschaftlich interessierte Forscherin heranzutreten, sondern in den Momenten des Interviews eine personliche und naturliche Gesprachssituation zu schaffen.

Der Grofivater meiner Mitbewohnerin Katrin war Anfang letzten Jahres verstorben und bei einem gemeinsamen Abendessen Ende Januar erzahlte ich ihr in Ruhe von meinem Forschungsprojekt und fragte sie ob sie bereit ware, ein Interview mit mir zu fuhren.

Sie zeigte sich sofort interessiert und willigte ohne Umstande ein, woraufhin wir einen Termin fur den darauffolgenden Sonntag vereinbarten.

Aufierdem schrieb ich an verschiedene Bestattungsinstitute im Raum Konstanz eine Mail, die neben der Vorstellung meiner Person auch die Informationen zu meinem Projekt sowie die Bitte um einen Gesprachstermin enthielt. Ein Bestattungsinstitut uberzeugte mich jedoch nicht und erschien mir etwas unserios, als ich mir die Website im Internet genauer anschaute.

[...]


[1] Das Kapitel zur Methode und Methodologie bezieht seine Informationen im Wesentlichen aus folgendem Werk des Soziologen J. Strubing: „Grounded Theory - Zur sozialtheoretischen und epistemologischen Fundierung des Verfahrens der empirisch begrundeten Theoriebildung“, Wiesbaden, 2004.

[2] Definition: „Chicagoer Schule der Soziologie: Forschungsrichtung nach dem ersten Weltkrieg, die seit den 1920er-Jahren empirische und theoretische Werke zur soziologischen Stadtgliederung hervorbrachte und damit die Stadtstrukturforschung einleitete [und] deren Untersuchungsgegenstand die Regelhaftigkeit und wechselseitige Abhangigkeit der sozialen und wirtschaftlichen Interaktionen im Stadtgebiet war.“ Lexikon der Geographie, Band 1, Heidelberg/Berlin, 2001.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Zu Grabe getragen. Zum rituellen Charakter von Bestattungen
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V437231
ISBN (eBook)
9783668794153
ISBN (Buch)
9783668794160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grabe, charakter, bestattungen
Arbeit zitieren
Lea Berner (Autor), 2016, Zu Grabe getragen. Zum rituellen Charakter von Bestattungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437231

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