Leadership, Führungsstile und Leitungskompetenzen in Unternehmen

Mit besonderem Augenmerk auf Management und Organisation


Seminararbeit, 2015
12 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition

2. Arten der Führung
2.1. Führungsformen
2.2. Führungsstile
2.3. Moderne Führungsformen

3. Die Kompetenzen einer Führungskraft

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Einleitung

Erfolgreiche Unternehmensführung, sowie das Leadership-Konzept sind aktuelle und unverzichtbare Themen für viele Institutionen und Organisationen, im weltweiten Raum, geworden. Ein immer wichtiger werdender Punkt dabei ist auch die Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit zwischen Führungskräften und deren Mitarbeitern, beziehungsweise Mitarbeiterinnen. Zudem ist auch zu beachten, dass innerhalb eines Teams viele Ziele erreicht werden müssen und eine gute Zusammenarbeit stattfinden sollte, um als erfolgreich zu gelten.

Ein gut geführtes Unternehmen bedarf einer kompetenten Führungskraft, dies erfordert eine Denkweise über alle Ebenen einer Organisation. Zudem benötigt die Führungskraft eine Reihe von Leitungskompetenzen, um eine Institution zielgerecht führen zu können. Weiters gibt es viele unterschiedliche Stile, um ein Unternehmen erfolgreich leiten zu können.

Aber was zeichnet eine gute Unternehmensführung aus?

Welcher Führungsstil ist wann angemessen?

Welche Leitungskompetenzen sollte eine kompetente Führungskraft vorweisen?

Diese Fragen gilt es anhand der vorliegenden Arbeit zu beantworten.

1. Definition

James Burns (1979) beschrieb das Leadership-Konzept, als einer der Ersten. Er bezeichnete dies „as a structure of action that engages persons, to varying degrees, throughout the levels and among the interstices of society“ (Burns 1979, S. 3). Leadership bezieht somit jedes Individuum und deren Handlungen in das Beziehungssystem, aber vor allem in die gesamte Gesellschaft, mit ein.

Fielder und Garcia (1987) beschrieben etwas später die Qualität der Führung als „one of the most important factors in determining the success and survival of groups and organizations“ (Fielder/Gracia 1987, S. 1). Leadership meint demnach auch die Qualität der Erfolge und die erreichten Ziele eines Unternehmens.

Eine neuere beziehungsweise aktuellere Definition stammt von Daigeler (2012). „Führen heißt, andere Menschen zielgerichtet in einer formalen Organisation und unter konkreten Umweltbedingungen dazu zu bewegen, Aufgaben zu übernehmen und auszuführen, wobei menschliche Ansprüche wie gegenseitige Fairness und Offenheit gewahrt werden“ (Daigeler 2012, S. 9). Die Führungspersonen sollten also dementsprechende Handlungskompetenzen aufweisen, um zielführende Aufgaben übernehmen zu können oder diese angemessen an die Angestellten weiterzugeben. Dabei sollte aber immer auch auf eine gute Zusammenarbeit und auf den Zusammenhalt im gesamten Team geachtet werden.

Trotz vieler Versuche den Begriff „der Führung“ genauer zu definieren und unterschiedlicher, dahinterliegender theoretischer Ansätze, bleiben die Definitionen von „Führung“ bis heute noch eher breit gefächert und sind demnach auch meist relativ offen. Zudem entscheidet meist das jeweilige Führungspersonal, der Institution oder Organisation, individuell darüber, wie er oder sie das Unternehmen leiten möchte. Das bedeutet aber auch, dass es keine einheitliche Definition geben kann, die für jedes Unternehmen Gültigkeit besitzt.

Es gibt jedoch Aufgaben, die jede kompetente Führungskraft erfüllen sollte (siehe dazu Kapitel 3), um ein Unternehmen erfolgreich leiten zu können.

Es ist außerdem wichtig, dass ein Unternehmen eine kompetente Führungskraft besitzt, um die gewünschten Ziele und Erfolge zu erzielen. Zudem sollte aber das gesamte Team kompetent sein, denn nicht nur die Führungsperson allein ist verantwortlich für Erfolge, beziehungsweise auch für die Misserfolge.

2. Arten der Führung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten wie ein Unternehmen geführt werden kann. Je nach Persönlichkeit und persönlichen Vorlieben bleibt es jeder Führungskraft selbst überlassen, für welchen Führungsstil er oder sie sich individuell entscheidet. Dabei müssen auch die jeweilige Art des Unternehmens und die wirtschaftliche Lage eine Rolle spielen. Es kann auch immer wieder vorkommen, dass sich der Führungsstil in einem Unternehmen nicht genau zu einer Kategorie zuschreiben lässt, oder sich der Führungsstil der/des Vorgesetzten ändert. Des Weiteren können auch immer wieder Mischformen von mehreren verschiedenen Führungsstilen vorkommen.

Im Folgenden wird versucht einen kurzen Überblick über die wichtigsten und gängigsten Führungsformen, beziehungsweise über ältere und moderne Führungsstile zu geben.

2.1. Führungsformen

Wenn man die Führung in einem Unternehmen als ein Gesamtkonzept betrachtet, lassen sich zwei verschiedene Grundformen der Führung unterscheiden.

- Die erste Grundform der Führung wird direkte oder auch personelle Führung genannt. Damit wird die direkte oder anders ausgedrückt die konkrete Beziehung zwischen den MitarbeiterInnen und dem, beziehungsweise der Vorgesetzten angesprochen. Dazu zählen beispielsweise gemeinsam motivierende Ziele zu besprechen, das Übertragen von anspruchsvollen Aufgaben, aktives, sowie gemeinsames Kommunizieren und Informieren im gesamten Team, konstruktives Feedback an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu geben, sowie einen Zusammenhalt im Team zu entwickeln, sowie den vorhandenen Zusammenhalt im Team durch verschiedenste Methoden, die die Führungspersonen beherrschen sollten, zu stärken (vgl. Grannemann o.J., o.S.).

- Die zweite Führungsform wird als die indirekte Führung, beziehungsweise die strukturelle Führung bezeichnet. Diese Form legt die äußeren Rahmenbedingungen für die direkte Führung und somit auch für die gesamte Organisation oder Institution fest. Dazu zählen beispielsweise die Strategie, die Ausgestaltung der Unternehmensstruktur sowie die Entwicklung des Unternehmens (vgl. Grannemann o.J., o.S.).

In fast allen Unternehmen spielen beide Formen der Führung eine große Rolle, da die eine ohne die andere oft gar nicht möglich wäre.

2.2. Führungsstile

Die Aufgaben, die alle Mitglieder des Teams zu erfüllen haben, beeinflussen den Stil, wie die einzelnen MitarbeiterInnen von den Führungspersonen zu leiten sind. Je nach Situation und Kompetenz des Mitarbeiters, oder der Mitarbeiterin sind unterschiedliche Führungsstile angebracht. Zudem entscheidet die Führungskraft darüber wie er oder sie das Unternehmen bestmöglich führen möchte, beziehungsweise es am effektivsten führen kann. Diese Entscheidung wird durch viele unterschiedliche Variablen beeinflusst, wie durch die Persönlichkeit der Führungsperson, persönliche Vorlieben, die Art und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

Die Folgenden Stile richten sich nach den Aufzählungen von Tannenbaum und Schmidt aus dem Jahr 1958.

- Die Führungskraft trifft, beim autoritären Führungsstil, die Entscheidungen stets alleine und informiert seine/ihre MitarbeiterInnen lediglich darüber, wie diese aussehen (vgl. Tannenbaum/Schmidt 1958, S. 95f. zit.n. Meifert 2011, S. 98). Diese Form der Führung ist dann sinnvoll, wenn es sich um strategische Entscheidungen handelt und wenn es um die Vorgaben von übergeordneten Zielen geht. In Krisen-, oder Notsituationen ist dieser Stil besonders angebracht, da in solchen Situationen meist schnelle Entscheidungen von Nöten sind. Häufig bleibt hier auch keine Zeit, um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach deren Meinungen zu befragen.
- Mit dem patriarchalischen Führungsstil ist gemeint, dass den MitarbeiterInnen bewusst ist, dass der oder die Vorgesetzte deren Ansichten zu verschiedenen Themen hören möchte, dennoch entscheidet die Führungskraft alleine und ohne irgendeine Mitwirkung des Teams. Anschließend wird die Entscheidung aber vor den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen begründet (vgl. Tannenbaum/Schmidt 1958, S. 95f. zit.n. Meifert 2011, S. 98). Es handelt sich hierbei also lediglich um eine Variation von autoritärer Führung. Dennoch ist es wichtig, dass die Führungsperson die getroffene Entscheidung vor den MitarbeiterInnen verkünden muss, dies könnte auch die Entscheidungsfindung beeinflussen, da die Führungskräfte im Hinterkopf behalten, dass sie vor ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die gefällte Entscheidung begründen und sich vor ihnen auch rechtfertigen müssen.
- Der beratende Führungsstil meint, dass der, oder die Vorgesetzte vorerst die zu fällenden Entscheidungen alleine trifft, sich im Anschluss aber die Meinungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einholt (vgl. Tannenbaum/Schmidt 1958, S. 95f. zit.n. Meifert 2011, S. 98). Der, oder die MitarbeiterIn übernimmt also die Rolle des Beraters, oder der Beraterin.
- Beim konsultativen Führungsstil schlägt die Führungskraft den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mehrere Alternativen vor, entscheidet aber im Endeffekt immer noch selbst (vgl. Tannenbaum/Schmidt 1958, S. 95f. zit.n. Meifert 2011, S. 99).
- Der partizipative Führungsstil meint das gemeinsame Suchen nach effektiven Lösungen. Die Führungskraft trifft mit dem gesamten Team gemeinsam Vereinbarungen und achtet darauf, dass diese auch von allen eingehalten werden. Das bedeutet aber auch, dass die Führungskraft bei Bedarf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Problemen konfrontiert und mit ihnen gemeinsam Lösungen entwickelt (vgl. Tannenbaum/Schmidt 1958, S. 95f. zit.n. Meifert 2011, S. 99). Wichtig dabei ist, dass der oder die Vorgesetzte immer berechenbar und für alle gleichermaßen zugänglich bleibt, als jemand der oder die den Kurs klar vorgibt und innerhalb des vorgegebenen Rahmens kooperativ mit allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Vereinbarungen trifft. Bei Schwierigkeiten versucht die Führungsperson zu helfen, beziehungsweise das Team bestmöglich zu unterstützen und bleibt dabei natürlich neutral gegenüber den verschiedenen Parteien.

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Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Leadership, Führungsstile und Leitungskompetenzen in Unternehmen
Untertitel
Mit besonderem Augenmerk auf Management und Organisation
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
1,0
Jahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V437269
ISBN (eBook)
9783668782440
ISBN (Buch)
9783668782457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leadership, Führungsstil, Führungstile, Leitungskompetenzen, Management, Organisation, Unternehmen, Institution, Organisatio, Leitung, Führung
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Leadership, Führungsstile und Leitungskompetenzen in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437269

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