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Staatliche Regulation: Allgemeine Kündigungsschutzregeln

Title: Staatliche Regulation: Allgemeine Kündigungsschutzregeln

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniela Kandrova (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Bereits seit der 80-er Jahre wird das allgemeine Kündigungsschutzrecht in den meisten mitteleuropäischen Ländern als eine mögliche Ursache für die mangelnde Arbeitsmarktflexibilität und die andauernde Massenarbeitslosigkeit betrachtet. Der Grund für die heftige Kritik an dem Kündigungsschutzrecht liegt dabei im Wesentlichen an den restriktiven arbeitsrechtlichen Regeln. Die öffentliche Debatte um die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in Europa hat in den letzten Jahren erneut die weitgehende Deregulierung des Kündigungsschutzes im Mittelpunkt gestellt.

Ziel dieser Arbeit ist die Wirkungen des staatlich regulierten Kündigungsschutzes zu untersuchen. Dabei wird unter anderem auf die Fragestellung eingegangen, wie sich der gesetzliche Kündigungsschutz auf die Arbeitslosigkeit auswirkt.

Nachdem im zweiten Kapitel die Begriffe allgemeiner Kündigungsschutz, De-Regulierung und Flexibilisierung definiert und erläutert werden, beschäftigt sich Kapitel 3 mit den Effekten des allgemeinen Kündigungsschutzes und dessen Deregulierung. In den Kapiteln 3.1 und 3.2 werden Argumente für und gegen die allgemeinen Kündigungsschutzregeln herangezogen. Hierbei wird auf einige theoretische und ökonomische Aspekte des allgemeinen Kündigungsschutzes eingegangen.

Kapitel 3.3 gibt zunächst einen Überblick über die allgemeinen Kündigungsschutzregeln sowie einige ihrer Reformen innerhalb den letzten 20 Jahren in den Ländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Anschließend wird ihre Regulierungsdichte im internationalen Vergleich empirisch untersucht, um schließlich auf die Beschäftigungsauswirkungen des allgemeinen Kündigungsschutzes einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Allgemeiner Kündigungsschutz

2.2 De-Regulierung und Flexibilisierung

3 De-Regulierung der allgemeinen Kündigungsschutzregeln

3.1 Argumente für die allgemeinen Kündigungsschutzregeln

3.2 Kritik an den allgemeinen Kündigungsschutzregeln

3.3 Allgemeine Kündigungsschutzregeln im internationalen Vergleich

3.3.1 Deutschland

3.3.2 Frankreich

3.3.3 Großbritannien

3.3.4 Empirische Untersuchung und Arbeitsmarktauswirkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen und sozialen Wirkungen staatlich regulierter Kündigungsschutzregeln sowie deren Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit in europäischen Industriegesellschaften. Dabei wird analysiert, inwiefern der Kündigungsschutz als Ursache für mangelnde Arbeitsmarktflexibilität betrachtet werden kann und welche Auswirkungen eine Deregulierung auf die Beschäftigungsdynamik hat.

  • Theoretische Grundlagen des Kündigungsschutzes sowie der Begriffe Deregulierung und Flexibilisierung.
  • Argumente für und gegen staatlich regulierte Kündigungsschutzregeln aus ökonomischer Sicht.
  • Internationaler Vergleich der Regulierungsdichte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen des Kündigungsschutzes auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsdynamik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Argumente für die allgemeinen Kündigungsschutzregeln

Bei der ökonomischen Analyse des Kündigungsschutzes stößt man auf die Kontroverse zwischen der Notwendigkeit zur ökonomischen Effizienz und dem Erfordernis nach sozialer Gerechtigkeit.21 In der Fachliteratur gibt es eine Reihe von Argumenten, die für und gegen einen staatlich regulierten Kündigungsschutz sprechen.22 Die Befürworter nennen bei ihrer Argumentation für die Notwendigkeit von allgemeinen Kündigungsschutzregeln insbesondere folgende ökonomische und sozialpolitische Aspekte:

Der Kündigungsschutz schafft einen Ausgleich in den individuellen Arbeitsbeziehungen, die nach dem vertragstheoretischen Ansatz durch asymmetrische Machtpotentiale zu Lasten des Arbeitnehmers gekennzeichnet sind. Eine Möglichkeit dieses Machtgefälles zu reduzieren und somit die willkürlichen Kündigungen einzuschränken, bieten die Regeln des allgemeinen Kündigungsschutzes an. Dabei führen sie im Wesentlichen zur Steigerung der Effizienz und der Stabilität der individuellen Arbeitsbeziehungen.23

Der allgemeine Kündigungsschutz ermöglicht eine Amortisation der für die Arbeitsverhältnisse typischen Fixkosten. Die Beschäftigungsfixkosten umfassen die Such-, Einstellungs-, Qualifizierungskosten sowie die potentiellen Kündigungskosten und variieren mit der Anzahl der Beschäftigten. Die Besonderheit der Beschäftigungsfixkosten ist darin zu sehen, dass eine Amortisation der betrieblichen Arbeitskraftinvestitionen an die Dauer der Beschäftigungsbeziehungen gebunden ist.24 Die Beschäftigungsfixkosten entstehen zu Beginn der Arbeitsbeziehung und ihre Erträge erst später. Somit haben sie ein Investitionscharakter.25 Denn die getätigten Beschäftigungsfixkosten müssen bis zum Zeitpunkt der Entlassung amortisiert werden, ansonsten gelten sie als verloren („sunk costs“). Damit wird insbesondere die Effizienz langfristiger Arbeitsbeziehungen begründet.26

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Debatte um die mangelnde Arbeitsmarktflexibilität in Europa und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen des staatlichen Kündigungsschutzes auf die Arbeitslosigkeit zu untersuchen.

2 Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte des Kündigungsschutzes, der Deregulierung und der Flexibilisierung, um eine theoretische Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3 De-Regulierung der allgemeinen Kündigungsschutzregeln: Hier werden die theoretischen Pro- und Contra-Argumente erörtert und ein internationaler Vergleich zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie eine empirische Analyse der Arbeitsmarktauswirkungen durchgeführt.

Schlüsselwörter

Kündigungsschutz, Arbeitsmarkt, Deregulierung, Flexibilisierung, Beschäftigungsdynamik, Arbeitslosigkeit, Industriegesellschaften, Arbeitsverhältnis, Beschäftigungsfixkosten, Insider-Outsider-Theorie, Sozialpolitik, Effizienz, Regulierungsdichte, Arbeitsrecht, Arbeitgeber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und die Auswirkungen staatlicher Kündigungsschutzregeln im Kontext der Arbeitsmarktflexibilität und Massenarbeitslosigkeit in Industrienationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen ökonomischen Argumente für und gegen den Kündigungsschutz, die Begriffe der Deregulierung sowie eine vergleichende Analyse internationaler Regulierungsdichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob der gesetzliche Kündigungsschutz tatsächlich als Ursache für Arbeitslosigkeit fungiert oder ob er stabilisierende Effekte auf die Beschäftigung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Theorien sowie eine empirische Auswertung von OECD-Daten zur Regulierungsdichte in verschiedenen Ländern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, eine Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten sowie eine detaillierte ländervergleichende und empirische Analyse der Arbeitsmarktwirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kündigungsschutz, Deregulierung, Flexibilisierung, Beschäftigungsdynamik, Arbeitslosigkeit und die Insider-Outsider-Theorie.

Wie unterscheidet sich die Regulierungsdichte in Deutschland von der in Großbritannien?

Deutschland weist laut OECD-Indikatoren einen deutlich stärker regulierten Kündigungsschutz auf, während Großbritannien zu den schwach regulierten OECD-Ländern zählt.

Was besagt die erwähnte Insider-Outsider-Theorie im Kontext des Kündigungsschutzes?

Sie besagt, dass strikte Kündigungsschutzregeln primär die Beschäftigten (Insider) schützen, aber gleichzeitig die Chancen für Arbeitslose (Outsider) verschlechtern, da Unternehmen bei Einstellungen vorsichtiger agieren.

Bestätigen die OECD-Untersuchungen, dass Kündigungsschutz Arbeitslosigkeit verursacht?

Nein, ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen striktem Kündigungsschutz und einer höheren Arbeitslosenquote konnte in den OECD-Untersuchungen nicht nachgewiesen werden.

Welches Land hat laut der Untersuchung entgegen dem allgemeinen Trend den Kündigungsschutz verschärft?

Frankreich wird in der Arbeit als das einzige Land identifiziert, das seinen Kündigungsschutz im untersuchten Zeitraum stärker reguliert hat.

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Details

Title
Staatliche Regulation: Allgemeine Kündigungsschutzregeln
College
RWTH Aachen University  (Lehrstuhl für Internationales Management)
Course
Industrielle Beziehungen in internationaler Perspektive
Grade
1,3
Author
Daniela Kandrova (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V43731
ISBN (eBook)
9783638414647
Language
German
Tags
Staatliche Regulation Allgemeine Kündigungsschutzregeln Industrielle Beziehungen Perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Kandrova (Author), 2003, Staatliche Regulation: Allgemeine Kündigungsschutzregeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43731
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