Die poetische Bildersprache Christian Saalbergs am Beispiel seiner Gedichtsammlung "Heute am Tag der Heiligen Katharina"


Magisterarbeit, 2004
59 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Zum Leben und Werk von Christian Saalberg
1.2. Der literarische Hintergrund
1.2.1. Die deutsche Literatur nach dem 2. Weltkrieg – zwischen Realismus und Moderne
1.2.2. Christian Saalbergs literarische Provenienz
1.3. Zur Methode
1.4. Ziel der Arbeit

2. Der analytische Teil
2.1. Die poetische Sprache als Funktion eines poetischen Textes
2.2. Zur Bildhaftigkeit der Lyrik. Bildlichkeit bei Saalberg
2.3. Die Bildersprache in Heute am Tag der Heiligen Katharina
2.3.1. Bilder des Todes und des Lebens. Bilder der Steine
2.3.2. Bilder der Liebe
2.3.3. Das lyrische Ich im Kontext der Bildlichkeit
2.4. Zum Bau des Gedichtbandes
2.4.1. Zur Rolle von Zitaten
2.4.2. Stellenwert des Vorwortes
2.4.3. Zum Bau des Buchhauptteiles
2.4.4. Formal-graphische Eigenschaften der Sprache Saalbergs

3. Zusammenfassung

4. Bibliographie
4.1. Anmerkungen zu den Quellen
4.2. Primärliteratur
4.3. Sekundärliteratur
4.4. Internetquellen

1. Einführung

1.1. Zum Leben und Werk von Christian Saalberg

Christian Saalberg - mit seinem bürgerlichen Namen eigentlich Christian Udo Rusche - wurde am 10. Dezember 1926 als Sohn eines Advokaten in Hirschberg/Jelenia Góra im Riesengebirge/Karkonosze geboren. Sein literarisches Pseudonym bezieht sich auf ein kleines zwischen Hein/Przesieka, Giersdorf/Podgórzyn und Kynast/Chojnik in einer Höhe von 500 bis 650m gelegenes Baudendorf[1] Saalberg (Zachełmie), in dem der spätere Dichter seine Sommerferien verbrachte. Schon hier und in Hirschberg, wo er das Gymnasium besuchte, lernte er direkt von der Natur, von den malerischen Landschaften Schlesiens, die Welt als Bilderwelt aufzufassen.

Seine frühe noch kindlich-idyllisch gefärbte Sensibilität wird durch die Kriegserlebnisse tragischerweise verstärkt. 1994, kurz nach dem Abschluss eines Gymnasiums in Hirschberg und der bestandenen Förster-Prüfung hat man Rusche eine Einberufung zur Division Hermann Görings eingehändigt. Er fährt nach Holland, wo damals die Division Görings stationierte, in der Hoffnung, dass der Krieg bald zu Ende käme. Die Geschichte ist jedoch anders gelaufen. Mit der Division geriet Rusche 1944 zuerst in den Warschauer Aufstand, dann nahm er an den Kämpfen in der Tucheler Heide teil. Dort auch wurde er schwer am Bein verletzt. Man hat ihn in ein Lazarett nach Danzig abtransportiert, kurz danach jedoch wurde dieses wegen des schnellen Vormarsches der sowjetischen Armee geschlossen. Der Ohnmächtige wurde auf ein Schiff eingeliefert und mit dem gelangte er nach Leipzig in ein anderes Lazarett, wo es den Ärzten gelungen ist, sein Bein zu retten. Ungefähr zu derselben Zeit war auch der Krieg zu Ende. Für Rusche sowie für seine poetische Identität - Saalberg -bleiben die Erinnerungen an die Kriegsverwirrungen und -grausamkeiten zugleich Erinnerungen an den ihm oftmals drohenden Tod.

Nach der Kapitulation bestand Christian Rusche das Abitur und begann in Kiel das Studium der Recht-, Kunst- und Literaturwissenschaft und der Philosophie. Seit 1953 arbeitete er als Rechtsanwalt und Notar in Kiel. Im Jahre 1957 heiratete er und wohnt seitdem mit seiner Frau Gertrud in einer neben Kiel liegenden Stadt Kronshagen. Sie haben eine Tochter Viola, Malerin, die die Düsseldorfer Kunstakademie absolvierte und nun in Berlin lebt. 1991 wurde Christian Rusche pensioniert und konnte sich nun als Christian Saalberg ausschließlich der Poesie widmen.

Die Erinnerungen an die Reisen, die er u.a. nach Spanien, Frankreich, Italien, Amerika und Tschechien unternommen hat (vor allem Prag spiegelt sich sehr deutlich in der Bilderwelt Saalbergscher Gedichte ab), bilden für Saalberg eine wichtige, den literarischen Interessen des Dichters wohl als gleichrangig zu begreifende Inspirationsquelle.

1992 besuchte Saalberg seine schlesische Heimat und nahm in Głogów/Glogau den Eichendorff-Preis entgegen. Außer dem Eichendorff-Preis wurden Saalberg auch der Lenau-Preis (1988), die Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis (1990), der Lyrik-Preis der Künstlergilde Esslingen (1998) und im Jahre 2002 der Wilhelm-Szabo-Lyrik-Preis verliehen. Trotz der Reihe von Preisen und der über 20 bisher herausgegebenen Gedichtbände[2] ist Christian Saalberg ein immer noch relativ wenig bekannter Dichter, ein Nachfolger der Surrealisten einerseits und der Existenzialisten andererseits. Von den einen hat er die Freiheit der Phantasie übernommen, die sich in seiner Bildersprache widerspiegelt, von den anderen die Idee des zielgerichteten Engagements[3], begriffen als die Hoffnung, bei aller Verzweiflung doch wirksam zu werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geboren am 10. Dezember 1926 in Hirschberg/Riesengebirge, studierte & promovierte in Heidelberg & Kiel, war als Rechtsanwalt & Notar tätig. Seit 1992 freier Schriftsteller [Lyrik], lebt in Kronshagen. Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland & Österreich - 1988 Lenau-Preis, 1990 Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis, 1992 Eichendorff-Preis, 1998 Lyrik-Preis der Künstlergilde Esslingen, 2002 Wilhelm-Szabo-Lyrik-Preis.

Erschienen sind die Gedichtbände:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1

Quelle: N.N: Biographie Christian Saalbergs. Unter: http://forum.psrabel.com/biografien/saalberg.html Stand vom 15.07.2003

1.2. Der literarische Hintergrund

1.2.1. Die deutsche Literatur nach dem 2. Weltkrieg – zwischen Realismus und Moderne

Während des ersten gesamtdeutschen Schriftstellerkongresses nach dem 2. Weltkrieg, 1947, formte sich eine - nicht ganz konkret umrissene - literarische Programmatik, die sich an den Begriffen Realismus, Wahrheit und Illusionslosigkeit orientierte. “Man lehnte ab, was man als Flucht ins Metaphysische, als puren Wohlklang und blassen Ästhetizismus empfand.“[4] Und obwohl selbst die Schriftsteller über „die Darstellungsweise der erlebten Realität“[5] nicht einig waren, wendet sich die literarische Öffentlichkeit doch bis in die Mitte der fünfziger Jahre der sogenannten Trümmerliteratur zu, die als ein Heilmittel gegen den „Wahnsinn einer ganzen Nation wahrgenommen wird“[6]. Für die Literatur (u.a. für die Literatur von surrealistischer Provenienz), die sich keiner direkten, unmittelbar zugänglichen Sprache bediente und in welche keine als primär verstandene Selbstreflexivität, sondern eher Antideskriptivität, verbunden mit nicht besonders nüchternem Stil hingehörte, folgten magere Jahre.

Erst seitdem die Trümmerliteratur-Thematik von der literarischen Szene Deutschlands zurückzutreten beginnt, gewinnen andere Formen der Wirklichkeitserfassung an Bedeutung als Alternative zur realistischen Darstellungsweise. All das geschieht in einer Atmosphäre harscher Polemiken, in welcher die Anhänger des Realismus beispielsweise folgende Argumente erhoben:

die hermetische Lyrik, etwa eines Paul Celan oder einer Ingeborg Bachmann traf (...) der Vorwurf der Regression, der Dunkelheit, des Artifiziellen und Artistischen. Texten, die sich an der französischen Moderne orientierten, unterstellte man Manierismus, gewollte Unverstehbarkeit: Beides widersprach der Forderung nach Weltbezug, nach unmittelbarer Wirkung und einer neuen, den zeitgeschichtlichen Umständen angepassten Sprache.[7]

Der oben erwähnte Streit um die literarische Kunstauffassung, in dem die Realisten sich noch lange einer starken Position erfreuten, verursachte es, dass relativ wenige Autoren:

durch die Schule des französischen Realismus gegangen waren. Für einige wie Franz Mon oder H. C. Artmann war es bloß eine kurze Phase, in der sie die neuartigen stilistischen Errungenschaften aufgriffen; andere machten die surrealistische Bildlichkeit länger für ihre Dichtung fruchtbar wie Max Hölzer, K. O Götz, Ilse Schneider-Lengyel, Anneliese Hager, Johannes Hübner, Lothar Klünner, Gerd Henniger und Richard Anders. Noch 1974 sprach Peter Rühmkorff treffend von einem »kulturellen Outback«, in dem sich der literarische Surrealismus bewege.[8]

1.2.2. Christian Saalbergs literarische Provenienz

Für Christian Saalberg wäre das Etikett des »kulturellen Outbacks« geradezu treffend, umso mehr, als ihn seine literarische Biographie ebenso wie seine Art der Realisierung von surrealistischen Grundsätzen von anderen – und zwar nicht nur deutschen Surrealisten – deutlich abgrenzt.

Den Ausgangspunkt des Schaffens von Saalberg nennt Max Drathmann in einem Zeitungsartikel, der zum 75. Geburtstag des Dichters erschienen ist:

es war vor allem die surreale Lektüreerfahrung, die Saalberg »unmerklich veränderte, zu einem anderen Menschen machte«[9]

Den Beleg für seine Belesenheit in den Kunstwerken des Surrealismus gibt folgende Feststellung von Saalberg selbst:

Man kann heute keine Lyrik schreiben ohne Bezugnahme auf diesen weltweiten Kontext. Mir haben vor allem die französischen Surrealisten die Zunge gelöst, also Breton, Eluard, Peret, René Char und wie sie alle heißen. Sie sind auch heute immer noch so anregend, dass sie mich wieder auf Fahrt bringen, wenn ich mich festgefahren habe.[10]

Die Saalbergsche Rezeption des surrealistischen Erbes lässt sich aber nicht bei den Franzosen bewenden[11]:

(...) auch die italienischen Dichter, die Spanier (Alberti) und Südamerikaner (Paz) gehören zu meinem inneren Repertoire. Habe vor allem gelernt unter Bevorzugung der Metaphoriker. Für mich ist Poesie eine Bildersprache, derer sich auch der Traum bedient, der aus Tiefen stammt weit entfernt vom Rationalismus unserer Tage.[12]

Der surrealistischen Konzeption folgend wendet sich also die Saalbergsche Kunstauffassung gegen das Erfassbare und Rationelle und zugleich einer Bilderwelt zu, die sein Metier ist[13]. An einer anderen Stelle ist zu lesen:

Die Lyrik, die ich schreibe, ist nicht die Gedankenlyrik, meine Ausdrucksweise ist ein Bild. Man träumt in Bildern. Und ich versuche die Bilder des Traumes zu gestalten.[14]

Steht das Bild im Vordergrunde dieser Lyrik, so bedeutet das doch noch nicht, dass man es mit einer bloßen „Metaphern-Malerei“ zu tun hat. Im Laufe seiner dichterischen Entwicklung erlangt die Poesie von Saalberg einen weitgehend existenziellen Beiklang. In die surrealistischen Bilderrealitäten Saalbergs mischt sich nun die fortschreitende, obwohl immer noch mittels Bilder ausgedrückte Reflexivität hinein. Deshalb ist es für Saalberg besonders kennzeichnend, dass er seinen Bildern konkrete und nicht selten ganz ernste Inhalte hineinmontiert. Sie reichen von der Angst vor dem Auslöschen über die Frage nach dem wahren Leben, nach dessen Sinn und Ausgang, bis zum Versuch einer Versöhnung mit dem Tode. Neben solchen universellen Themen scheut Saalberg ansonsten nicht vor dem dichterischen Engagement zurück, wobei man hier von einer „eigenartigen Verweigerung einer vordergründigen Aktualität“[15] sprechen kann. Das Prinzip der Zurückgezogenheit, dem Saalberg konsequent huldigt und das manchmal wohl der Resignation nahe ist, steht paradoxerweise nicht im Gegensatz zu der von Existenzialisten geäußerten „Hoffnung, wirksam zu werden, gegen jede Hoffnung, so wie Cervantes es einst beschrieben – oder, wenn auch in anderem Bezug, Camus.“[16]

Vielleicht ist gerade die Synthese der beiden Richtungen - des Surrealismus mit dem Existenzialismus - der Maßstab für die Eigenständigkeit dieser Dichtung. Die Sättigung der poetischer Bilder mit existenziellen Inhalten hat Saalberg die Möglichkeit gegeben, andere Wirklichkeit[17] ins Leben zu rufen.

Das Besondere dieser Poesie beruht auf der Differenz zwischen der Saalbergschen und der strikt surrealen Wirklichkeit. Jürgen Brôcan in seinem Essay „Wo keiner wohnt“ erklärt diesen Unterschied folgenderweise:

Mit dieser Wirklichkeit ist nicht die Überwirklichkeit der Surrealisten gemeint: der Surrealismus, zumindest derjenige Bretonscher Ausprägung, will die gewöhnlichen Aspekte des Lebens und der Realität aufbrechen mittels der Sprache, die eine Eigenständigkeit besitzt, weil sie sich im Unterbewusstsein des Menschen neu ordnet und mit Sinngehalt auflädt, die allerdings auch eine deutliche Tendenz zur Entgegenständlichung enthält. Saalbergs andere Wirklichkeit ist vielmehr das »Land nebenan«, von dem René Char gesprochen hat, jener utopische Bereich, der im Hier und Jetzt verortet ist.[18]

Wo aber befindet sich dieses „Land nebenan“, dieses „Hier und Jetzt“? Es wäre wohl nicht allzu falsch, eine eindeutige Antwort zu wagen: Das „Land nebenan“, die andere Wirklichkeit Saalbergs ist nichts weniger als seine Poesie selbst. In einem Gespräch mit Ivana Vizdalová soll Saalberg gesagt haben: „Ich habe in der Lyrik meine Sprache gefunden“[19]. Bei Jürgen Brôcan lesen wir: „In der Vorstellung Saalbergs sind Dichtung, Wort und Leben untrennbar miteinander verbunden: keines ohne das andere.“[20] Und Max Drathmann zitiert die folgenden Worte von Saalberg: „man schreibt, um zu wissen, was in einem steckt.“[21] Wäre es nicht genügend, wenn man in der Dichtung seine Stimme fände, in ihr einen Ausdruck und eine Abspiegelung seines geistigen Lebens erblicken könnte, und - nicht zuletzt – wenn ein Erkenntnisgewinn sich von ihr ableiten ließe?[22]

1.3. Zur Methode

Der Lyrik, die sich - wie die von Saalberg - in dem (existentiell)-surrealistischen Sinnzusammenhang arrangiert, sollte man als Leser mit einer gewissen Vorsicht entgegentreten, und zwar schon bei dem ersten Begegnen; denn anders als bei der realistisch geprägten Literatur handelt sich hier nicht unbedingt um irgendwelche nachvollziehbaren Beziehungen und Korrelationen zwischen sozialen Bedingungen der realen Welt oder auch der Intention des Autors und der endgültigen Gestalt des Werkes. Die oft passierenden Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion des Vorhabens eines Surrealisten beginnen nicht selten bei dem Dichter selbst, wie es am Beispiel des Gedichtbandes Heute am Tag der Heiligen Katharina gezeigt werden kann.

Mit kühner Sorglosigkeit bekennt sich Christian Saalberg zum Mangel an allerlei Intention, außer vielleicht der ästhetischer Art.:

Der Tag der Hlg. Katharina (von Alexandria) ist der 25. November. Vor vielen Jahren war ich um diese Zeit im damals noch jugoslawischen Karst und auch in Triest, was sich alles, wie bei meinen Reisen in Italien und Spanien (sie sind in den Bänden Vom Leben besiegt zusammengefaßt) in Poesieform niedergeschlagen hat. (...) Der Titel hat mir gefallen und das Wüstenbild auf dem Umschlag paßt auch ganz gut. Sonst hat das alles keine tiefere Bedeutung.[23]

Die Umstände, in denen das besagte Buch Saalbergs entstanden ist, bilden also kein Bezugsmilieu für einen nach den Tiefen des Sinnes dieser Gedichte suchenden Leser. Und wenn auch die aus dem Alltag, der Lektüre und den Reiseerlebnissen bezogenen Inspirationen sich nicht verleugnen lassen, so müssen sie immerhin bloß als Ausgangstoff für die weitere schöpferische Überarbeitung begriffen werden. Deswegen soll man sich bei der Betrachtung des Heute am Tag der Heiligen Katharina statt nach Außen eher nach Innen des Gedichtbandes begeben, d.h. das Werk nach den Voraussetzungen der textimmanenten Methode untersuchen. Und da es sich bei dem Stoff vordergründig um Bilder handelt, die aus kleineren Bildern zusammengestellt oder zu weiteren Landschaften zusammenmontiert sind, bietet es sich an, auch auf die semantische Tektonik dieser Bilder einzugehen. Bestimmt wird dadurch keine ideale Schärfe des interpretatorischen Blickes erreicht, doch in der Epoche der immer aufs Neue beschwörten Vielstimmig- und Sinnigkeit der literarischen Werke scheint solch ein Streben auch kaum realisierbar zu sein.

1.4. Ziel der Arbeit

Wird die Erscheinung der poetischen „Bildersprache“ in den Vordergrund dieser Arbeit gerückt, so sei es hier erklärt, was unter diesem Begriff zu verstehen gilt.

Schon das Attribut „poetisch“ weist darauf hin, dass es sich auf keinen Fall um ein nur rein sprachliches Phänomen handelt. Keine Sprache ist „poetisch“ aus sich selbst, sondern diese Eigenschaft muss in einen konkreten Kontext – z.B. in den Kontext eines (Kunst)werkes eingesetzt werden. Demzufolge ist auch die Bildersprache Saalbergs in diesem Sinne poetisch, als

- sie sich als Ergebnis seiner dichterischen Tätigkeit zeigt und einen wichtigen Teil der dichterischen Aktivität ausmacht, was in Form eines konkreten Gedichtbandes (= eines poetischen Textes) zum Ausdruck kommt,
- mittels sprachlicher Elemente und Strukturen bestimmte „visuell“ erfassbare Bilder ins Leben ruft und diese wieder an die Grenze der sprachlichen Wahrnehmung zurückführt, und nicht zuletzt
- den Bedingungen der lyrischen Bildlichkeit genügt und sich so als Sprache der Bilder beweisen lässt.

[...]


[1] Vgl. Krause, Erhard: Saalberg im Riesengebirge. Sommerfrische und Wintersportplatz. In: „Schlesische Bergwacht“ Nr. 37/9 vom 1998.

[2] Siehe Abb. 1., S.6.

[3] Vgl. Zimniak, Paweł: Verspätete Geburt. Zum niederschlesischen Bezug der Lyrik von Christian Saalberg. In: „Orbis Linguarum“ Nr. 24, Wrocław – Legnica 2003, S. 31.

[4] Brôcan, Jürgen: Wo keiner wohnt. Sieben Fragmente zur Lyrik von Christian Saalberg. In: Akademie der Künst (Hg.): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Berlin: Aufbau-Verlag 2003 (H.1), S. 83.

[5] Ebd.

[6] Ebd.

[7] Brôcan, Jürgen: Wo keiner wohnt. Sieben Fragmente zur Lyrik von Christian Saalberg. In: Akademie der Künst (Hg.): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Berlin: Aufbau-Verlag 2003 (H.1), S.84.

[8] Ebd., S.84.

[9] Drathmann, Max.: Alles im Fluss, doch die Wahrheit dauert: In „Kieler Nachrichten“ vom 10. 12.2001.

[10] Brief des Autors vom 19.12.2003.

[11] Ivana Vizdalová in ihrem Artikel über Saalberg (In den Gassen einer Stadt namens Prag. In: „Prager Zeitung“ Nr. 6, vom 06.02.1992) weist auf seine tschechischen Inspirationen, etwa auf das Schaffen von Vitezlav Nezval und Jaroslav Seifert. In dem Gedichtband Heute am Tag der Heiligen Katharina werden außerdem auch Jaroslav Zahardnicek und Vasco Popa zitiert.

[12] Vgl. Brief des Dichters vom 19.12.2003.

[13] Vgl. Brief des Dichters vom 19.12.2003.

[14] Vgl. Vizdalová, Ivana: In den Gassen einer Stadt namens Prag. In: „Prager Zeitung“ Nr. 6, vom 06. 02.1992.

[15] Brôcan , Jürgen: Wo keiner wohnt. Sieben Fragmente zur Lyrik von Christian Saalberg. In: Akademie der Künst(Hg.): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Berlin: Aufbau-Verlag 2003 (H. 1), S. 86.

[16] Scholz, Dietmar: Christian Saalberg. Einnahme einer seltsamen Stadt, In: „Zeitschrift Schlesien“ vom 06.02.2001.

[17] Vgl. Saalberg, Ch.: Heute am Tag der Heiligen Katharina, S. 11.

[18] Brôcan , Jürgen: Wo keiner wohnt. Sieben Fragmente zur Lyrik von Christian Saalberg. In: Akademie der Künst(Hg.): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Berlin: Aufbau-Verlag 2003 (H. 1), S.90.

[19] Nach Vizdalová, Ivana: In den Gassen einer Stadt namens Prag. In: „Prager Zeitung“, Nr. 6, vom 06. 02.1992.

[20] Brôcan, Jürgen : Wo keiner wohnt. Sieben Fragmente zur Lyrik von Christian Saalberg. In: Akademie der Künst(Hg.): Sinn und Form. Beiträge zur Literatur. Berlin: Aufbau-Verlag 2003 (H. 1), S. 90.

[21] Drathmann, Max: Alles im Fluss, doch die Wahrheit dauert: In „Kieler Nachrichten“ vom 10. 12.2001.

[22] Vgl. Ebd.

[23] Brief des Dichters vom 22.01.2004.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten

Details

Titel
Die poetische Bildersprache Christian Saalbergs am Beispiel seiner Gedichtsammlung "Heute am Tag der Heiligen Katharina"
Hochschule
Uniwersytet Zielonogórski  (Germanistik)
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
59
Katalognummer
V43733
ISBN (eBook)
9783638414661
ISBN (Buch)
9783640529919
Dateigröße
833 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildersprache, Christian, Saalbergs, Beispiel, Gedichtsammlung, Heute, Heiligen, Katharina
Arbeit zitieren
Marcin Szrama (Autor), 2004, Die poetische Bildersprache Christian Saalbergs am Beispiel seiner Gedichtsammlung "Heute am Tag der Heiligen Katharina", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43733

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