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Gewalt in der Familie. Historischer Kontext, Theorien und empirische Befunde

Titel: Gewalt in der Familie. Historischer Kontext, Theorien und empirische Befunde

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ron Thelen (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Kaum ein anderes Themenfeld geht mit mehr Entsetzen, starken Gefühlen, kontroversen Diskussionen und Reaktionen, als auch dem öffentlich-, gesellschaftlichen Verlangen nach strafrechtlicher Verfolgung einher, wie jenes der familialen Gewalt, die umgangssprachlich eher unter der Begrifflichkeit der häuslichen Gewalt bekannt ist.

Dennoch zählt familiale Gewalt weiterhin zu jenen Themen, die in der Öffentlichkeit häufig mit dem Deckmantel des Schweigens behaftet sind und, je nach individuellem Hergang und Hintergrund, einer „interfamiliären Legalisierung“, aber auch einer gesellschaftlichen Tabuisierung unterliegen, bedacht sei hier beispielsweise die Gewalt von Frauen gegen Männer.

Um einen diesbezüglich tiefergehenden Einblick in die facetten- und umfangreiche Thematik familialer Gewalt zu ermöglichen, greift die folgende Arbeit dazu u.a. Aspekte des historischen Hintergrundes familialer Gewalt auf, setzt Schwerpunkte im Kontext theoretischer Erklärungsversuche anhand unterschiedlicher Perspektiven, beispielsweise mittels jener eines geschlechtsspezifischen Ansatzes, als auch mithilfe der Perspektive der sozialen Situations- oder Stress- und Stressbewältigungstheorie.

Die Arbeit leitet über in empirische Befunde, die sich auf die Ergebnisauswertungen differenzierter Untersuchungen, wie beispielsweise der Geschichtsforschung, Tiefeninterviews und weiteren Studien stützen, um einen Gesamteindruck der Thematik zu vermitteln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familiale Gewalt – eine Begriffsbestimmung

3. Familiale Gewalt im historischen Kontext

4. Arten und Auswirkungen familialer Gewalt

5. Theoretische Erklärungsansätze familialer Gewalt

5.1 Die Perspektive des geschlechtsspezifischen Ansatzes (nach J. Hamel)

5.2 Die Perspektive der sozialen Situations- oder Stress- und Stressbewältigungstheorie (nach R. J. Gelles)

6. Empirische Befunde

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das komplexe Phänomen der familialen Gewalt durch eine fundierte Literaturarbeit zu durchleuchten, zentrale Begrifflichkeiten zu definieren, den historischen Kontext sowie theoretische Erklärungsansätze kritisch zu analysieren und den aktuellen Stand empirischer Befunde darzustellen.

  • Definition und Begriffsbestimmung familialer Gewalt
  • Historische Entwicklung der Wahrnehmung familialer Gewalt
  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle (geschlechtsspezifischer Ansatz, Stressbewältigungstheorie)
  • Darstellung verschiedener Arten und Auswirkungen familialer Gewalt
  • Empirische Einblicke in Tatbestände und gesellschaftliche Zusammenhänge

Auszug aus dem Buch

3. Familiale Gewalt im historischen Kontext

„Häusliche Gewalt ist kein neues Phänomen. In früheren Jahrhunderten war es dem Ehemann und Vater […] erlaubt, seine Ehefrau und die Kinder zu schlagen. Lange Zeit wurde Gewalt innerhalb der Familie als weniger schlimm eingestuft [Hervorh. d. A.]“ (Weingartner 2007: 12).

Im historischen Kontext ist bezüglich des Themenfeldes familialer Gewalt einleitend aufzuführen, dass der Begriff „Gewalt“ aus etymologischer Sicht beispielsweise der indoeuropäischen Herkunft abgeleitet ist und übersetzt so viel bedeutet wie „stark sein“ oder „beherrschen“. Verfolgt man hingegen die althochdeutsche Herkunft, so ist hier bereits konkret „der Herrschende“ gemeint (vgl. Kaselitz; Lercher 2002: 9).

Familiale Gewalt als solche hat es immer schon gegeben, geändert hat sich jedoch die Einstellung dazu. Bis ins letzte Jahrhundert hinein wurden gar schwere Formen physischer, psychischer und sexueller Gewalt in der Familie billigend in Kauf genommen (vgl. Lamnek et al. 2006: 209), der Staat empfand familiale Gewalt als privates Problem und bis in die 70er Jahre hinein unterlag diese Thematik einer gesellschaftlichen Tabuisierung, nicht zuletzt aufgrund dessen, da das durch die Gesellschaft geprägte Bild von einer Familie mit Begriffen wie „Schutz“, „gewaltfrei“ und „liebevoll“ einherging, was zwar in völliger Diskrepanz zur Realität stand, doch von der Allgemeinheit insgesamt nicht wahrgenommen werden wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die vielschichtige Thematik familialer Gewalt ein, erläutert die gesellschaftliche Relevanz und definiert das Ziel der Arbeit, einen theoretisch fundierten Einblick in das Phänomen zu gewähren.

2. Familiale Gewalt – eine Begriffsbestimmung: Es wird erörtert, wie schwierig eine eindeutige Definition ist und welche unterschiedlichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven bei der Begriffsfindung eine Rolle spielen.

3. Familiale Gewalt im historischen Kontext: Hier wird der historische Wandel in der Wahrnehmung familialer Gewalt nachgezeichnet, von der historischen Akzeptanz als „privates Problem“ bis hin zur heutigen gesetzlichen Tabuisierung.

4. Arten und Auswirkungen familialer Gewalt: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Erscheinungsformen der Gewalt im sozialen Nahraum, wie Partner- oder Eltern-Kind-Gewalt, und beleuchtet deren Dynamiken.

5. Theoretische Erklärungsansätze familialer Gewalt: Es werden zentrale Theorien vorgestellt, darunter der geschlechtsspezifische Ansatz nach J. Hamel sowie die Stress- und Stressbewältigungstheorie nach R. J. Gelles.

6. Empirische Befunde: Hier werden statistische und forschungsbasierte Erkenntnisse zusammengetragen, die zeigen, dass familiale Gewalt alle Gesellschaftsschichten betrifft und von vielfältigen Faktoren abhängt.

7. Fazit: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit transdisziplinärer Ansätze und präventiver Maßnahmen gegen familiale Gewalt.

Schlüsselwörter

Familiale Gewalt, häusliche Gewalt, Misshandlung, Kindesmisshandlung, Partnergewalt, Gewaltprävention, geschlechtsspezifischer Ansatz, Stressbewältigungstheorie, Sozialwissenschaften, Gewaltforschung, gesellschaftliche Tabuisierung, Selbstwert, soziale Intervention, Opferhilfe, Familiendynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt das Phänomen der familialen Gewalt unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, theoretischer Erklärungsmodelle und aktueller empirischer Befunde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Begriffsbestimmung, den Ursachen und Wirkmechanismen familialer Gewalt sowie der gesellschaftlichen und historischen Einordnung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Vielschichtigkeit familialer Gewalt zu entwickeln, indem Definitionen kritisch hinterfragt und wissenschaftliche Erklärungsansätze auf ihre Relevanz geprüft werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer themenspezifischen Literaturarbeit, die existierende soziologische und psychologische Theorien sowie empirische Untersuchungen kritisch synthetisiert.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze wie den geschlechtsspezifischen Ansatz nach Hamel und die Stressbewältigungstheorie nach Gelles sowie verschiedene Gewaltformen und empirische Erkenntnisse dazu.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie familiale Gewalt, gesellschaftliche Tabuisierung, Gewaltprävention, Familiendynamik und wissenschaftliche Gewaltforschung charakterisiert.

Inwiefern beeinflussen kulturelle Normen die Ausübung von Gewalt?

Laut der im Text beschriebenen Stressbewältigungstheorie dienen kulturelle Normen oft als Legitimation, wobei Gewalt als vermeintlich akzeptables Instrument zur Problembewältigung in belastenden Situationen instrumentalisiert wird.

Was unterscheidet den geschlechtsspezifischen Ansatz von anderen Erklärungsmodellen?

Dieser Ansatz fokussiert insbesondere darauf, dass Gewalt nicht nur einseitig durch Männer ausgeübt wird, sondern untersucht die Interaktion von Machtstrukturen, ökonomischen Faktoren und erlernten Verhaltensweisen bei beiden Geschlechtern.

Warum fällt es Betroffenen oft schwer, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen?

Die Arbeit identifiziert emotionale Bindungen zum Täter, die Angst vor den Konsequenzen der Trennung, eine zunehmende soziale Isolation sowie die Sorge um die Kinder als zentrale Barrieren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt in der Familie. Historischer Kontext, Theorien und empirische Befunde
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
2,3
Autor
Ron Thelen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V437376
ISBN (eBook)
9783668776135
ISBN (Buch)
9783668776142
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familiale Gewalt Arten familialer Gewalt Empirische Befunde familiale Gewalt Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ron Thelen (Autor:in), 2018, Gewalt in der Familie. Historischer Kontext, Theorien und empirische Befunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437376
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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