Der Applikativ im Santali im Rahmen der Lexical Functional Grammar (LFG)


Magisterarbeit, 2004
85 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Liste der grammatischen Abkürzungen

1. Einleitung

2. Übersicht der linguistischen Grundlagen
2.1. Semantische Rollen
2.2. Grammatische Relationen

3. Zur Definition des Applikativs
3.1. Der Applikativ im Kichaga
3.2. Der Applikativ im Chichewßa

4. Allgemeine Einführung ins Santali
4.1. Grammatische Relationen im Santali

5. Applikativkonstruktionen im Santali
5.1. Der benefaktive Applikativ
5.2 Der Applikativ mit der semantischen Rolle Rezipient
5.3. Applikativ-Objekte mit der semantischen Rolle des Stimulus
5.4. Der Applikativ mit der semantischen Rolle Ziel

6. Was ist Lexical Functional Grammar ?
6.1. Zu den Prinzipien der Lexical Mapping Theory (LMT)

7. Der Applikativ im Santali aus Sicht der LFG

8. Zusammenfassung der Ergebnisse

9. Literaturverzeichnis
9.1. Ressourcen aus dem Internet

Liste der Grammatischen Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Sprache ist sowohl allgemeingültig

als auch spezifisch für uns.“

Joan Bresnan

1. Einleitung

Für viele Menschen ist der Aspekt, der uns von den Tieren unterscheidet, unser Vermögen, Sprache zu verstehen und zu produzieren. Die Fähigkeit des Sprechens als Medium zur Verbreitung und Aufbewahrung von Information wird jedem Einzelnen von uns in die Wiege gelegt, wenngleich der Erwerb dieser Kompetenz ein bisher unenthülltes Mysterium bleibt. Das wirklich Faszinierende an Sprache ist jedoch, dass mindestens 4000 verschiedene Ausformungen[1] dieser Fähigkeit existieren, obwohl wir prinzipiell ein und derselben Spezies angehören. Vom linguistischen Standpunkt aus sind all diese Sprachen gleich wichtig und verdienen es untersucht zu werden, jedoch verfügen nicht alle Sprachen über ein eigenes Verschriftungssystem zur Bewahrung der Geschichte und der Tradition einer sozialen Gemeinschaft. Dies macht die Arbeit für Linguisten nicht gerade einfach, aber nicht weniger interessant.

Die Munda-Sprache Santali verfügte bis vor wenigen Jahrzehnten über keine eigene Schriftform. Darüber hinaus stammen die wenigen linguistischen Publikationen, die sich mit dieser Sprache beschäftigen, vorwiegend aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und enthalten daher stark veraltete Texte. Nichtsdestotrotz wurde auf Basis dieser schriftlichen überlieferungen mein Interesse am Santali geweckt, das in einer Exkursion nach Indien zur Feldforschung mit Muttersprachlern des Santali und der Darstellung der gesammelten Ergebnisse innerhalb dieser Ausarbeitung gipfelt. In der vorliegenden Arbeit werde ich nun die grammatischen Relationen in den Applikativkonstruktionen der Munda-Sprache Santali untersuchen. Genauer gesagt, werde ich bestimmte grammatische Merkmale untersuchen, die gemeinhin als charakteristisch für das direkte Objekt im Santali betrachtet werden. Auf ihrer Basis soll dann argumentiert werden, ob eine NP in den Applikativkonstruktionen des Santali existiert, die unzweifelhaft als das direkte bzw. primäre Objekt identifiziert werden kann. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Existenz einer solchen NP innerhalb der unterschiedlichen Applikativkonstruktionen im Santali wird nicht in Frage gestellt. Ich möchte jedoch beweisen, dass in Applikativkonstruktionen mit zwei Objekten nur eine einzige NP die typischen Merkmale aufweist, die im Santali mit einem primären Objekt verbunden werden.

Derartige Asymmetrien unter Objekten, die sich in den Applikativkonstruktionen der natürlichen Sprachen manifestieren, sind Gegenstand einer Vielzahl linguistischer Studien gewesen. Vor allem die Applikativkonstruktionen in den Bantu-Sprachen wurden ausführlichen Untersuchungen unterzogen (beispielsweise in: Kisseberth und Abasheikh 1977, Baker 1992, Alsina & Mchombo, Bresnan & Moshi, Harford allesamt 1993) mit dem Ergebnis, dass sich die Bantu-Sprachen ausgehend vom syntaktischen Verhalten ihrer Objekte nach zwei Sprachtypen kategorisieren lassen: dem symmetrischen Typ und dem asymmetrischen Typ. Eine symmetrische Sprache erlaubt dabei mehr als einer NP die syntaktischen Merkmale eines primären Objekts darzulegen, während in einer asymmetrischen Sprache nur eine einzige NP die Eigenschaften des primären Objekts aufweist. Exemplarisch werde ich mit der Bantu-Sprache Kichaga einen symmetrischen Sprachtyp und mit dem Chichewßa (ebenfalls aus den Bantu-Sprachen) eine asymmetrische Sprache vorstellen, um auf dieser Basis zu analysieren, ob es sich beim Santali um eine symmetrische oder eine asymmetrische Sprache handelt.

Die eigentliche Analyse des Applikativs im Santali wird mit Hilfe der Lexical Mapping Theory (LMT) vorgenommen, die ein Bestandteil der Lexical Functional Grammar (LFG) ist. Das grammatik-theoretische Gerüst wird somit von der LFG gestellt, die einen flexiblen und mathematisch solide definierten Formalismus aufweist, der sich auf typologisch unterschiedliche Sprachen verwendbar zeigt. Daher ist die Lexical Functional Grammar (LFG) auch auf solche Sprachen anwendbar, die wie beispielsweise Santali über keine VP-Konstituente verfügen (nicht-konfigurationelle Sprachen). Damit ist gemeint, dass für das Subjekt nicht dadurch eine höhere Position gegenüber dem Objekt angenommen wird, indem es als einziges Argument außerhalb einer Konstituente des Objekts und des Prädikats stehen kann.

Inhaltlich setzt sich diese Arbeit folgendermaßen zusammen: Das folgende Kapitel dient primär der Klärung der linguistischen Grundlagen. In Kapitel 3 erfolgen nach einer allgemeinen Darstellung der Funktionsweise des Applikativs die bereits angesprochenen Analysen der Applikativkonstruktionen im Kichaga und dem Chichewßa. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Vorstellung des Santali unter phonologischen, morphologischen und syntaktischen Aspekten, um dann die unterschiedlichen Applikativkonstruktionen im Santali vorzustellen (Kapitel 5). Während Kapitel 6 eine Definition der Lexical Functional Grammar (LFG) darlegt, wird die weiterführende Analyse des Applikativs im Santali unter Verwendung der Lexical Mapping Theory (LMT) im 7. Kapitel durchgeführt.

Jetzt noch einige Worte zu den Beispielesätzen innerhalb dieser Ausarbeitung. Die im Laufe dieser Arbeit verwendeten Beispiele sind entsprechend den Publikationen gekennzeichnet, denen sie entnommen wurden. Nachfolgend sind die in der Ausarbeitung gebräuchlichen Bezeichnungen und die sich dahinter verbergenden Literaturquellen (in gekürzter Form) aufgeführt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alle ungekennzeichneten Beispiele aus dem Englischen bzw. dem Deutschen entstammen meiner eigenen Kreativität. Nicht näher spezifizierte Beispielsätze aus dem Santali basieren auf meinem eigenen Material, das ich während der Indien-Exkursion zwischen dem 29. Februar und dem 17. März 2004 bei der Feldforschung mit Muttersprachlern des Santali in Ranchi gesammelt habe.

Ranchi ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaats Jharkhand und liegt im Nordosten Indiens, genauer gesagt im Bergland von Chota Nagpur. Zur geographischen Orientierung ist nachfolgend erstens eine Karte der Lage von Jharkhand innerhalb Indiens und zweitens eine Karte des Bundesstaats mit seiner Hauptstadt Ranchi angefügt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.mapsofindia.com

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Quelle: www.mapsofindia.com

Zum Abschluss dieser Einleitung möchte ich einen besonderen Dank an Dr. Ganesh Murmu vom Department Tribal & Regional Languages am Ranchi College Morabadi aussprechen, der während unseres Aufenthalts in Ranchi den Kontakt zu weiteren Sprechern des Santali herstellte, sich immer wieder die Zeit genommen hat, meine Fragen und die meiner beiden mitgereisten Kommilitonen zu beantworten, und für meine abschließende Fragen zum Applikativ im Santali per Fax zur Verfügung stand.

Beginnen wir diese Ausarbeitung nun mit einer Einführung der linguistischen Grundlagen im nächsten Kapitel.

2. Übersicht der linguistischen Grundlagen

In vielen Sprachen enthält die Struktur eines Satzes gewöhnlich ein verbales Element, das eine Situation benennt, an der gemeinhin die unterschiedlichsten Partizipanten beteiligt sind. Dieses Element wird als Prädikat bezeichnet und die von ihm spezifizierten Entitäten werden Argumente genannt.

Ein Prädikat muss keinesfalls nur ein einzelnes Verb sein, sondern kann ebenso ein Komplex aus (a) mehreren Verben oder (b) einem Verb in Verbindung mit einem nominalen oder (c) adverbialen Element sein. Zur Illustration ist in (1) ein Beispiel für (a) aus der Munda-Sprache Santali dargelegt. In Beispiel (2) ist ein Komplex des Typs (b) aus der Dravidischen Sprache Malayalam dargestellt. Aus dem Deutschen ist im Beispiel (3) ein Beispiel für (c) aufgeführt.

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Unter Berücksichtung solcher Sprachen, in denen Satztypen existieren, die ein nicht-verbales Element als Prädikat besitzen, möchte ich feststellen, dass in dieser Ausarbeitung ein Prädikat – wenn nicht gegenteilig vermerkt – ausschließlich aus einem verbalen Element besteht.

Die Anzahl der Argumente, die von einem Prädikat denotiert wird, bezeichnet man als Valenz. Dieser Begriff wurde erstmals vom französischen Linguisten Lucien Tesnière (1959) als "Leihgabe" aus der Chemie in die Linguistik eingeführt. Unter semantischer Valenz versteht man die Anzahl der Argumente, die ein bestimmtes Verb beinhaltet. Im Allgemeinen lässt sich diese Valenz danach bestimmen, wie ein Prädikat in seiner Grundform, d.h. in einem simplen Aussagesatz, seine Argumente verteilt. Van Valin & LaPolla (1997:147) unterscheiden dazu noch eine syntaktische Valenz, die die Anzahl der overt morphosyntaktisch markierten Argumenten eines Prädikats beschreibt. Diese beiden Notationen der Valenz müssen nicht notwendigerweise übereinstimmen, wie anhand des nachfolgenden Beispielpaares mit dem deutschen Prädikat lesen dargelegt werden soll.

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Semantisch bezeichnet das Prädikat lesen eine Handlung mit zwei Argumenten, nämlich einen "Leser" und das "Gelesene". Es hat damit die semantische Valenz von zwei. Wie jedoch aus (4b) zu ersehen ist, muss speziell das "Gelesene" nicht obligatorisch in einer syntaktischen Repräsentation ausgedrückt werden. Auch ohne diese Information wissen wir, dass etwas Gelesen wurde bzw. noch Gelesen wird. Die syntaktische Valenz des Prädikats lesen ist daher eins. Das Argument, das das "Gelesene" beschreibt, kann somit zwar syntaktisch optional sein, bleibt dabei jedoch immer semantisch obligatorisch. Anders sieht dies mit der präpositionalen Phrase im Beispiel (5) aus:

(5) Ich lese im Bus.

Die NP im Bus ist in ihrem Status optional, da die Aussage, wie (4b) zeigt, auch ohne diese Information auskommen würde und grammatisch ist. Die semantische Rolle der NP ist dazu weder in die syntaktische noch in die semantische Valenz des Prädikats miteinbezogen. Solche zusätzlichen präpositionalen Phrasen oder NPs, die in ähnlicher Weise wie in (5) einem Satz hinzugefügt werden können, werden daher Adjunkte genannt.

Ein wichtiger Teil der Grammatik sind morphologische oder analytische Prozesse, die die syntaktische Valenz eines Prädikats verändern. Morphologische Mechanismen zur Steigerung oder Reduktion der syntaktischen Valenz werden durch Affixe entweder am Prädikat selbst (Verbalmorphologie) oder an seinen Argumenten (Kasus) signalisiert. Dagegen nutzen analytische Prozesse Wörter oder die Wortstellung als primäre Schritte zur Veränderung der syntaktischen Valenz.

Stellvertretend für die vielen verschiedenen Prozesse in den Sprachen der Welt, die die Valenz eines Prädikats beeinflussen, stelle ich einerseits das Passiv und andererseits den Kausativ vor.

Das Passiv ist ein Mechanismus, der die Anzahl der geforderten Argumente senkt, die mit einem bestimmten Prädikat verbunden sind. Sehen wir uns hierzu das Beispielpaar (6) aus dem Deutschen an:

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In der Passivkonstruktion (6b) wird die syntaktische Valenz des transitiven Satzes dadurch reduziert, dass das grammatische Subjekt Jonas aus (6a) "heruntergestuft" wird, in dem es nicht länger die Markierung einer grammatischen Relation wie Subjekt, direktes (primäres) Objekt oder sekundäres Objekt erhält. Auf der anderen Seite wird das direkte Objekt den Baum aus (6a) zum grammatischen Subjekt "erhoben". Die Präsenz der agierenden NP ist aufgrund der fehlenden Zuweisung einer grammatischen Relation optional, wodurch variiert werden kann, ob sie ausgedrückt wird oder nicht. Als Folge der Reduktion der syntaktischen Valenz ist das Beispiel (6b) intransitiv. Im Deutschen ist das Passiv ein primär analytischer Prozess.

Neben dem Applikativ, der uns im weiteren Verlauf der Ausarbeitung noch ausführlich beschäftigen wird, ist der Kausativ ein weit verbreiteter Mechanismus, um die syntaktische Valenz eines Prädikats zu erhöhen. Zur Illustration das Beispielpaar (7) aus dem Tigrinya (Semitisch: äthiopien):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In (7a) hat das Prädikat r \ 'iyu 'sah' eine Valenz von zwei. Diesem Prädikat wurde im Beispiel (7b) das Kausativpräfix 'a- angefügt. Darüber hinaus enthält die Kausativkonstruktion die zusätzliche NP M \ sg \ nna 'Mesghenna'. Die syntaktische Valenz des Prädikats ist damit durch den Kausativ auf drei erhöht worden.

Im Tigrinya ist eine Konstruktion mit dem Kausativ ein morphologischer Prozess, da dem betroffenen Prädikat ein Präfix angehängt wird.

Die syntaktische Valenz eines Prädikats sollte nicht mit seiner Transitivität verwechselt oder gar gleichgesetzt werden. Transitivität und syntaktische Valenz sind nicht identisch, denn es gilt nicht konsequent, dass ein Prädikat, das ein einziges Argument in der Syntax verlangt, intransitiv, ein Prädikat, das zwei syntaktische Argumente voraussetzt, transitiv und ein Prädikat, das drei Argumente nimmt, ditransitiv ist.

Streng genommen beschäftigt sich Transitivität mit der An- bzw. Abwesenheit von grammatischen Objekten. Ein Prädikat mit einem direkten Objekt ist demnach transitiv. Ein ditransitives Prädikat verfügt über zwei Objekte in seiner syntaktischen Repräsentation, während ein Prädikat ohne ein direktes Objekt als intransitiv bezeichnet wird.

Betrachten wir zur Verdeutlichung des Unterschieds zwischen Transitivität und syntaktischer Valenz das englische Prädikat place 'platzieren', das eine dreiwertige Valenz besitzt, da die Person, die platziert, die Entität, die platziert wird, und der Ort, an den die Entität platziert wird, spezifiziert werden muss, damit der Satz grammatisch ist, wie die Beispiele (8a-d) belegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Whaley, Seite 185)

Doch trotz seiner Valenz von drei ist place 'platzieren' ein transitives Prädikat, weil es das direkte Objekt my exam 'meine Prüfung' verlangt. Bei der NP before me 'vor mir' handelt es sich – wie bereits erwähnt – um ein obligatorisches Element, aber es verfügt über keine grammatischen Relationen wie Subjekt, direktes (primäres) Objekt oder sekundäres Objekt. Aufgrund dessen kann die abschließende Schlussfolgerung nur sein, dass die Transitivität eines Prädikats nicht durch seine syntaktische Valenz charakterisiert wird.

2.1. Semantische Rollen

Neben der Anzahl der beteiligten Entitäten spezifiziert ein Prädikat deren semantische Beziehungen innerhalb eines Satzes. Betrachten wir nochmals das Beispiel (4a) nachfolgenden in (9) wiederholt:

(9) Ich lese ein Buch.

Die Handlung mit dem Prädikat essen denotiert – wie bereits aus dem vorangegangenen Abschnitt bekannt – einen "Leser" und das "Gelesene". Dies sind sehr spezifische, weil einzigartige Bezeichnungen, um zwischen den beiden Argumente des Prädikats zu unterscheiden. Ein unumstößlicher Vorteil dieses Vorgehens ist, dass sich alle Argumente damit problemlos und eindeutig identifizieren lassen.

Für diese Ausarbeitung habe ich mich jedoch entschieden, Partizipanten abhängig von der Aufgabe, die sie in einer beschriebenen Situation oder in einem dargestellten Ereignis spielen, in weitgefasste semantische oder konzeptionelle Kategorien einzuordnen. Diese Kategorien werde ich fortan als semantische Rollen bezeichnen. Auf ihrer Grundlage lassen sich Argumente verschiedenster Prädikate in Relation zueinander bringen und sprachübergreifend identifizieren, was für die spätere Analyse der unterschiedlichen Applikativkonstruktionen von Bedeutung sein wird.

Die nachfolgende Auflistung erhebt natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient einzig und allein der Aufzählung, der im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung verwendeten semantischen Rollen. Damit wird dem Umstand Tribut gezollt, dass kein von allen Linguisten anerkanntes und konsequent gebräuchliches Inventar der semantischen Rollen existiert.

Liste der semantischen Rollen

Agens: Verursacher oder Initiator einer Handlung.

Benefizient: Entität (zumeist belebt), zu deren Vorteil eine Handlung vollzogen wird.

Experiencer: belebte Entität, die einen Stimulus wahrnimmt oder einen bestimmten mentalen oder emotionalen Prozess bzw. Zustand registriert.

Instrument: unbelebte Entität, die vom Agens zur Ausführung einer Handlung benutzt wird.

Malefizient: Entität (zumeist belebt), zu deren Nachteil eine Handlung vollzogen wird.

Patiens: Entität, die durch die Handlung beeinflusst oder erschaffen wird; oder über deren Zustand bzw. Zustandsveränderung eine Aussage getroffen wird.

Rezipient: belebte Entität, die etwas erhält oder sich zu eigen macht.

Stimulus: Objekt der Wahrnehmung, Erkenntnis oder Empfindung.

Theme: Entität, die eine Veränderung ihrer Position bzw. des Besitzes durchläuft oder deren Standort näher spezifiziert wird.

Ziel: Zielort oder Endpunkt einer Bewegung

In der transitiven Konstruktion des Beispiels (9) lässt sich die präverbale NP ich als Ausführender der Handlung mit der semantischen Rolle des Agens identifizieren. Die postverbale NP das Buch ist das Patiens, da sie vom Agens beeinflusst wird und eine Statusveränderung von ungelesen zu gelesen erfährt.

Agens und Patiens spielen in allen Sprachen eine fundamentale Rolle. Für Andrews (2004:7) ist jene Klasse von Verben mit zwei Argumenten, die ein Agens und einen Patiens verlangen, sogar von derart essentieller Bedeutung, dass er diesen Verben eine eigene Bezeichnung gibt, nämlich "primär transitive Verben" (PTVs). So erhält eine NP dann die grammatische Rolle A, wenn es als Argument eines Verbs, das über zwei Argumente verfügt, morphologisch und syntaktisch wie der Agens eines PTVs behandelt wird. Die grammatische Rolle P bekommt das Argument eines Verbs, welches zwei oder mehr Argumente verlangt, das die Behandlung des Patiens eines PTV erfährt.

Als grammatische Rollen bilden A und P die Grundlage zur Unterscheidung zwischen transitiven und intransitiven Sätzen. Ein transitiver Satz ist dadurch gekennzeichnet, dass er sowohl A und P enthält, während ein intransitiver Satz nur ein einziges obligatorisches Argument voraussetzt. Diese NP, die das einzige Argument ist, das von einem Prädikat denotiert wird, besitzt die grammatische Rolle S.

Es wurde bereits erwähnt, dass die Auflistung der semantischen Rollen keinesfalls vollständig ist, aber für die vorliegende Ausarbeitung ausreichen soll. Der springende Punkt ist jedoch, dass sich die vielfältigen unterschiedlichen Rollen in zwei generalisierte semantische Rollen subsumieren lassen. Diese generalisierten semantischen Rollen werden Foley & Van Valin (1984) folgend semantische Makrorollen genannt. Es werden zwei Makrorollen unterschieden: Actor und Undergoer. Der Actor bezeichnet den Partizipant, "der eine vom Prädikat bezeichnete Situation durchführt, verursacht, initiiert oder kontrolliert", während der Undergoer den Partizipanten ausdrückt, "der von einer vom Prädikat bezeichneten Situation in irgendeiner Form beeinflusst wird" (Foley & Van Valin 1984:29). Actors umfassen damit primär Agens-ähnliche semantische Rollen und Undergoers vorwiegend Patiens-ähnliche Rollen. Die Theorie der Makrorollen unterscheidet auf diese Weise nur die beiden Enden des Kontinuums, das zwischen den unterschiedlichen semantischen Rollen existiert. Im nachfolgenden Diagramm aus Van Valin & LaPolla (1997:146) ist die typische Actor/Undergoer Hierarchie dargestellt, wobei durch den Pfeil die zunehmende Markiertheit der Argumentrealisierungen als Actor oder Undergoer angezeigt wird:

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Die Argumentstruktur eines Verbs repräsentiert die Anzahl und die semantischen Rollen der an einer Handlung beteiligten Partizipanten. Zur Illustration sind in (11) einige Verben mit ihren respektiven semantischen Rollen dargestellt:

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Auf diese Weise kann ein Prädikat auch als eine "Funktion von Argumenten, die spezifische semantische Rollen innehat" (Marantz 1984:14), angesehen werden. In wichtigen Zügen werden so von einem Prädikat die grammatischen Eigenschaften des Satzes umrissen, in dem es gebraucht wird. Die Argumentstruktur dient jedoch nicht dazu, die vollständige Bedeutung eines Satzes wiederzugeben. Ein Beleg dafür ist, dass Adjunkte, die als zusätzliche Information zur Bedeutung des Satzes als Ganzem beitragen, nicht in die Argumentstruktur inkorporiert sind. Adjunkte und Argumente unterscheiden sich daher dahingehend voneinander, dass Argumente eng mit der Bedeutung eines Prädikats verbunden sind, während dies nicht für Adjunkte gilt. Aus diesem Grund sind Argumente vorwiegend obligatorisch, während Adjunkte stets optionale Bestandteile des Satzes darstellen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass semantische Rollen in ihrer Verwendung auf Argumente beschränkt sind und primär zur Unterscheidung dieser Argumente dienen. Um jedoch grammatisch ausgedrückt zu werden, müssen die Argumente grammatische Relationen innerhalb eines Satzes zugewiesen bekommen. Welche grammatische Relationen das sind, wie deren Zuweisung erfolgt und woran sie in den verschiedensten Sprachen zu erkennen sind, wird uns ausführlich im nächsten Abschnitt dieser Ausarbeitung beschäftigen.

2.2. Grammatische Relationen

Die Elemente eines einfachen deklarativen Satzes lassen sich entweder als Argumente oder als Adjunkte klassifizieren. Argumente bezeichnen solche Entitäten, die von einem Prädikat spezifiziert werden und die Bedeutung eines Prädikats komplettieren. Sie sind damit in den meisten Fällen obligatorisch und immer einzigartig im Auftreten innerhalb eines Satzes. In die Klasse der Adjunkte fallen dagegen jene Elemente, die nicht in die Argumentstruktur eines Prädikats eingeschlossen werden. Adjunkte tragen damit in keiner Weise zur Vervollständigung der Bedeutung des Prädikats bei, sondern zur Bedeutung eines Satzes als Ganzem. Sie sind immer optional, da sie weggelassen werden können, ohne dass ein Satz unvollständig ist.

Um grammatisch ausgedrückt zu werden, müssen Argumente jeweils eine grammatische Relation innerhalb eines bestimmten Satzes zugewiesen bekommen. Grammatische Relationen bezeichnen dabei funktionale Rollen im Satz, die aufgrund von spezifischen morphologischen und syntaktischen Markierungen identifizierbar sind. Auf dieser Basis unterteilen sich die Argumente eines Satzes in zwei Kategorien: direkte Argumente und oblique Argumente. Bevor wir uns den grammatischen Relationen genauer zu wenden, ist im nachfolgenden Diagramm die Klassifikation der Satzelemente zusammengefasst:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Kroeger 2004:16)

In nahezu allen Grammatiktheorien wird in irgendeiner Form auf grammatische Relationen zurückgegriffen. Für einige Sprachtheorien wie z.B. Lexical Functional Grammar (LFG) sind solche grammatischen Relationen Primitiva, d.h. nicht von einem syntaktischen, semantischen oder pragmatischen Phänomen (oder einer Kombination daraus) abgeleitet. In anderen Theorien wie z.B. Government and Binding (GB) dagegen wird eine strukturelle Definition dieser Relationen gegeben.

Auch wenn also in diesem Punkt erst mal kein Konsens bestehen mag, entsprechen sich die verschiedenen Theorien in der Annahme, dass alle Sprachen zumindest über zwei grammatische Relationen verfügen, nämlich Subjekt und direktes Objekt. Als bedeutende Bestandteile der grammatischen Struktur eines Satzes sind die Begriffe "Subjekt" und "direktes Objekt" natürlich intuitiv bekannt, dennoch sollen sie an dieser Stelle so exakt wie möglich bestimmt werden.

Die traditionellste Definition für das Subjekt ist der "Ausführender der Handlung" (Agens) und für das direkte Objekt die "Entität, auf die durch den Ausführenden eingewirkt wird" (Patiens). Für das Beispiel (13) aus dem Deutschen und das Beispiel (14) aus Santali kann diese Definition als zutreffend angenommen werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Doch insbesondere in abgeleiteten Diathesen (z.B. im Passiv) stößt diese auf rein semantischen Kriterien basierende Definition schnell an ihre Grenzen. So verfügt das Patiens in Passivkonstruktionen wie (15-16) klar ersichtlich über die Relation des Subjekts:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die spezifische semantische Rolle des Subjekts zwar in vielen Fällen der Agens ist, aber nicht ausnahmslos, genauso wenig wie der Patiens nicht immer das direkte Objekt eines Satzes sein muss.

Zumeist werden Subjekt und Objekt direkte Argumente genannt, während alle anderen Argumente in den Bereich der indirekten oder obliquen Relationen fallen. Dahinter steht der Gedanke, dass "die Beziehung zwischen einem Prädikat und seinem Subjekt und seinem Objekt von weitaus größerer syntaktischer Bedeutung ist als die Beziehung zu anderen Satzelementen" (Kroeger 2004:15). So werden die Relationen des Subjekts und des direkten Objekts unmittelbar vom Prädikat zugewiesen, während oblique Argumente oftmals durch Adpositionen markiert sind. Im späteren Verlauf der Arbeit werden für Subjekt, direktes Objekt und obliques Argument die respektiven Abkürzungen SUBJ, OBJ und OBL verwendet.

Das Subjekt übernimmt unter den beiden direkten Argumenten insofern eine prominente Rolle im Satz, da es eher als das direkte Objekt an den Regularitäten einer Sprache beteiligt ist. So kann davon ausgegangen werden, dass "wenn nur ein einziger Typ von Argument an bestimmten Prozessen teilnehmen kann, für die eine funktionale Hierarchie relevant ist, ist dieses Argument sehr oft das Subjekt" (Dalrymple 2001:17). In vielen Sprachen kongruiert daher das Prädikat mit dem Subjekt. Dies lässt sich auch im Deutschen illustrieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine andere Möglichkeit zur Unterscheidung des Subjekts vom direkten Objekt kann anhand der Grundkonstituentenstellung angelegt werden. In den Sprachen der Welt existiert nämlich eine starke Tendenz, nach der das Subjekt dem (direkten) Objekt vorausgeht.

Auch die Arten wie das direkte Objekt markiert wird, variiert von Sprache zu Sprache. Nicht selten kann das direkte Objekt eindeutig durch Kongruenz mit dem Prädikat identifiziert werden. Santali ist eine dieser Sprachen, die über Objektkongruenz verfügen. Wie das Beispiel (18) verdeutlicht, kongruiert das Objektssuffix -e mit dem direkten Objekt gidr \ 'Kind':

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Kind-3sSUBJ waschen-PRÄT:AKT-3sOBJ-IND

'Er/sie wusch das Kind.' (Neukom, Seite 124)

Zuweilen lässt sich das direkte Objekt durch Kasus von anderen grammatischen Relationen, besonders dem Subjekt, unterscheiden. Dabei ist in vielen Sprachen der Nominativ der typische Kasus des Subjekts und das direkte Objekt steht im Kasus des Akkusativs. Exemplarisch sind nachfolgend Beispiele aus dem Deutschen gegeben:

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Generell sollte ein solcher Test jedoch mit Vorsicht genossen werden, da keine Eins-zu-eins-Relation zwischen dem morphologischen Kasus eines Argument und seiner grammatischen Funktion besteht. So zeigt sich bei näherer Betrachtung des Deutschen, dass eine ansehnliche Anzahl von Prädikaten, die zwei Argumente verlangen, das Nicht-Subjekt Argument für den Dativ markiert, wie beispielsweise in (21) illustriert ist:

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Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich weitgehend Sätze vorgestellt, die nur über eine Objekt-NP verfügen. Betrachten wir mit dem Beispiel (22) aus dem Englischen eine Konstruktion, die mehr als eine Objekt-NP besitzt:

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Die beiden NPs Paul and the shovel 'die Schaufel' erscheinen ohne unterschiedliche Kasusmarkierungen und werden daher als "unmarkiert" bezeichnet. In diesem Fall wird die Objekt-NP, die dem Prädikat unmittelbar folgt, als direktes bzw. primäres Objekt (OBJ abgekürzt) bezeichnet. Die zweite Objekt-NP, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie weiter vom Prädikat entfernt ist, wird das sekundäre Objekt (OBJ2 abgekürzt) genannt. Für viele Sprachen wie z.B. dem Englischen, dem Kichaga oder dem Chichewßa (auf die beiden letztgenannten Sprachen wird zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingegangen) kann die Konstituentenstellung problemlos zur Definierung der beiden unmarkierten Objekt-NPs in so genannten "Doppel-Objekt-Konstruktionen" herangezogen werden. Doch gerade mit Blick auf Santali, in dem eine solche Interpretation der Objekte zu einem falschen Ergebnis führen würde, folgt diese Ausarbeitung noch einer anderen Definition für primäre und sekundäre Objekte. In leichter Abwandlung der Begriffsbestimmung von Palmer (1998:38) definiere ich die Objekt-NP einer Konstruktion mit drei Argumenten, die in gleicher Weise wie das Objekt eines transitiven Satzes markiert ist, als primäres Objekt. Das sekundäre Objekt bezeichnet dann in einem ditransitiven Satz die gegenüber diesen beiden anders behandelte Objekt-NP.

In einigen Sprachen werden die beiden Objekt-NPs in ditransitiven Konstruktionen durch NP-Markierungen in Form von Kasusmarkierungen und Adpositionen unterschieden. Betrachten wir hierzu die folgenden Beispielsätze:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In (23) aus dem Deutschen werden die beiden Objekt-NPs durch verschiedene Kasusmarkierungen voneinander unterschieden. Die NP ihm ist für den Dativ markiert und die NP ein Buch steht im Akkusativ. Das englische Beispiel in (24) enthält eine durch die Präposition to markierte NP John und die unmarkierte NP the shovel 'die Schaufel'. In beiden Beispielen ist die Objekt-NP mit der semantischen Rolle des Rezipienten in anderer Weise als die Theme-NP markiert. Traditionell wird eine belebte Entität, die einen spezifischen Gegenstand erhält oder der etwas zu Gute kommt, als indirektes Objekt bezeichnet.

Dieser traditionelle Begriff des indirekten Objekts stimmt nicht mit der grammatischen Relation des sekundären Objekts überein. Dieser Umstand soll mit den Beispielen (25) und (26) aus dem Englischen illustriert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In beiden Beispielen ist der Rezipient als Erhalter des Buchs nach obiger Definition das indirekte Objekt, aber die grammatische Relation ist eine andere. Während der Rezipient in (26) als Objekt-NP, die unmittelbar dem Prädikat folgt, eindeutig das primäres Objekt ist, wird er in (27) aufgrund der Präposition als ein obliques Argument markiert.

Für diese Ausarbeitung werde ich die grammatische Relation "indirektes Objekt" in ditransitiven Sätzen nur unter der Bedingung verwenden, dass sich die beiden vorhandenen Objekt-NPs durch NP-Markierungen wie Kasusmarkierungen oder Adpositionen eindeutig voneinander unterscheiden lassen. Enthält eine Satzkonstruktion zwei unmarkierte Objekt-NPs wird konsequent die Unterscheidung primäres/sekundäres Objekt angewandt.

Abschließend lässt sich feststellen, dass grammatische Relationen als Bündel typologischer Kriterien innerhalb einer Sprache betrachtet werden und nicht direkt in Beziehung mit der semantischen Rolle einer Nominalphrase stehen. Um es in wenigen Worten zu sagen, ist der eigentliche Zweck der Zuweisung von grammatischen Relationen "die Neutralisierung der verschiedenen semantischen Rollen zum Zweck der Morphologie und der Syntax" (Whaley 1997:67). Die Arten, in denen grammatische Relationen markiert werden, variieren dabei von Sprache zu Sprache. Die in diesem Abschnitt vorgestellten Markierungsmöglichkeiten stellen nur einen winzigen Abriss dar, der jedoch für die weitere Analyse in dieser Arbeit ausreichend sein soll.

[...]


[1] Diese Zahl basiert auf Crystal (1995:285), der seine Angabe auf Voegelin & Voegelin (1977) stützt, die über 20.000 Bezeichnungen für Sprachen und Dialekte aufzählen und diese in etwa 4500 lebende Sprachen einteilen. Zwischenzeitlich dürfte sich diese Gesamtzahl – wie Crystal schlüssig hinweist – etwas reduziert haben, da bereits 1977 die minimalen Sprecherzahlen teilweise eine rückläufige Tendenz aufwiesen.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten

Details

Titel
Der Applikativ im Santali im Rahmen der Lexical Functional Grammar (LFG)
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
85
Katalognummer
V43739
ISBN (eBook)
9783638414708
Dateigröße
802 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Applikativ, Santali, Rahmen, Lexical, Functional, Grammar
Arbeit zitieren
Vivien Göken (Autor), 2004, Der Applikativ im Santali im Rahmen der Lexical Functional Grammar (LFG), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43739

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