Wilhelm von Humboldt. Wie aktuell ist sein Bildungsideal?


Hausarbeit, 2018

14 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografischer Hintergrund

3 Bildungstheoretische Grundannahmen
3.1 Bildungsbegriff
3.2 Bildung als Zweck des Menschen
3.3 Die Rolle des Staates

4 Humboldts Bildungsreform

5 Kritik und Diskussion

6 Fazit

1 Einleitung

Wilhelm von Humboldt gilt nicht grundlos als Mitbegründer des universitären Systems wie es heute besteht. Seine anthropologisch-historischen, sowie sprachtheoretischen Schriften gelten auch heute noch zu den wichtigsten Beiträgen zur Hermeneutik. Neben seinen theoretischen Ansätzen über das Verstehen, trat Humboldt Zeit seines Lebens für die Förderung einer ganzheitlich künstlerischen Ausbildung ein, bei dem die Entwicklung eines autonomen Individuums im Mittelpunkt steht.

„Im Mittelpunkt aller besonderen Arten der Thätigkeit nemlich steht der Mensch, der ohne alles, auf irgend etwas Einzelnes gerichtete Absicht, nur die Kräfte seiner Natur stärken und erhöhen, seinem Wesen Werth und Dauer verschaffen will. Da jedoch die blosse Kraft einen Gegenstand braucht, an dem die sich üben, und die blosse Form, der reine Gedanke, einen Stoff, in dem sie, sich darin ausprägend, fortdauern könne, so bedarf der Mensch eine Welt ausser sich.“[1]

Begriffe wie Flexibilität, Innovation oder Individualität stehen auch heute noch in enger Verbindung mit seinen Bildungsgedanken. In seinen Schriften betont er immer wieder die notwendige Unabhängigkeit der Universität gegenüber staatlicher Einflüsse.

Das folgende Essay beschäftigt sich mit der Frage: Wie aktuell sind Humboldts Ansätze, ist ein solches Bildungsmodell heutzutage überhaupt noch vorstellbar? Um diese Frage zu beantworten, werden im Folgenden einige ausgewählte Aspekte der Bildungstheoretischen Grundannahmen Humboldts vorgestellt und hinsichtlich ihrer Umsetzung diskutiert.

Zunächst werde ich jedoch auf einige, kurze biografische Aspekte Humboldts eingehen, um für ein besseres Vorverständnis zu sorgen. Weiterhin werde ich den Begriff Bildung aus der Sicht Wilhelm von Humboldts erläutern, denn dieser bildet die Grundlage für die anschließende Bildungstheorie und später folgende Diskussion. Im Rahmen dieses Essays ist es leider nicht möglich auf alle Aspekte seiner Theorie einzugehen, deshalb wurden folgende Punkte zur Bearbeitung ausgewählt: Humboldts Menschenbild, Bildung als Zweck des Menschen, die Rolle des Staates sowie die allgemeine Menschenbildung. Im letzten Teil der Arbeit, dem Fazit, werden die Ergebnisse noch einmal kurz zusammengefasst und die Forschungsfrage, soweit dies möglich ist, beantwortet.

2 Biografischer Hintergrund

Wilhelm von Humboldt wurde am 22. Juni 1767 in Potsdam geboren. Er war der Sohn eines Offiziers und Adligen und wurde größtenteils, wie auch sein jüngerer Bruder, durch Privatunterricht ausgebildet. Eine öffentliche Schuleinrichtung hatte er niemals besucht. Humboldt studierte zunächst Rechtswissenschaften, beendete dies jedoch nach vier Semestern und zog sich zum Zweck des Selbststudiums zurück. Nach seinen Tätigkeiten als Diplomat wurde Humboldt 1809 zum Leiter im preußischen Innenministerium für die Bereiche Kultur und Unterricht, wo er unter anderem auch für die Gründung der Berliner Universität zuständig war, weswegen diese auch heut immer noch seinen Namen beinhaltet. Aufgrund seiner starken Neigung zum griechischen Altertum, konzipierte er das neuhumanistische Gymnasium sowie die Kultur, griechische und lateinische Sprache als dessen Bildungsinhalte. Nach neuhumanistischen Bildungsreformern war die Essenz humanistischen Denkens nur in den klassischen Sprachen aufzufinden und konnten auch nur über diese vermittelt werden. Ab dem Jahr 1820 arbeitete Humboldt an Studien über Sprachphilosophie.[2]

Den Kern des Humboldtschen Denkens bildet eine dreiteilige Unterscheidung zwischen der „zufälligen, hinfälligen und der Vergessenheit unentrinnbar anheim gestellten Einzelheit unserer Existenz, der Symbolisierung eines vorgegebenen, fertigen, quasi urgeschichtlichen Gattungscharakters und einem Symbolisieren des Gattungsbegriffs“[3].Jede dieser drei Bestimmungen gilt prinzipiell für jeden Menschen und zusammen bilden diese wesentliche Unterscheidungsmöglichkeiten.

3 Bildungstheoretische Grundannahmen

Die zentrale These der Bildungstheorie von Humboldt lautet, dass „jede bildungstheoretisch ernst zu nehmende Selbstvergewisserung von einem sich seiner selbst vergewissernden Subjekt ausgeht, das nicht etwa zu sich selbst kommen oder bei sich selbst bleiben soll, sondern sich nur bilden kann, wenn es von sich aus auf die Welt übergeht“[4]. Wie Benner in seinem Werk beschreibt, führen alle Lernprozesse von einem früheren Wissen zu einem späteren, das nach dem Lernen entsteht. Dabei führt er ein praxisbezogenes Beispiel auf, von einem Kind, das einen Apfel isst, jedoch erst später bemerkt, dass die Kerne des Apfels die Grundlage für das Entstehen eines neuen Apfelbaums bilden. Die Aussage dahinter soll sein, dass Apfel und Kerne zum Bereich des früheren Wissens gehören, der Zusammenhang zwischen Apfel, Kern und der daraus resultierenden neuen Pflanze zum späteren. Nach Humboldt gehen Menschen in ihrer Selbstbildung von bekannten Erfahrungen und Vorstellungen aus, kehren jedoch nicht zum Ursprung ihrer Bildung zurück.[5]

Ein weiteres wichtiges Element bildet die Selbstbeherrschung. Nach Humboldt können diese nur diejenigen Menschen erreichen, die in der Lage sind ihr Leben frei zu führen. Der Begriff frei wird in diesem Kontext als ein Leben ohne Unterdrückung von Leidenschaften definiert. Eine freie und unabhängige Wechselwirkung zwischen Selbst und der Welt bildet somit die Grundlage für Humboldts Bildungsperspektive.[6]

Die Sprachfähigkeit gilt dabei für Humboldt als ein weiteres entscheidendes Element um sich seiner Umwelt zu erschließen und diese anzueignen. Sprache geht weit über bloße Kommunikationszwecke hinaus und bildet ein Grundelement des menschlichen Seins. Nach Humboldt lässt sich der wahre Ursprung von Sprache mit dem menschlichen Verstand nicht erfassen, jedoch liegt der Entwicklung von Sprache ein gesellschaftlicher Austausch zugrunde.[7] Laut Humboldt kann der Geist erst durch Hilfe der Sprache zum Ausdruck kommen, das menschliche Denken könne ohne ein Vorhandensein von Sprache nicht stattfinden. Somit wäre auch jegliche Form der Bildung ohne Kommunikation nicht vorstellbar.[8] Ebenso sind zwischenmenschliche Kontakte maßgeblich durch Sprache beeinflusst, sie bildet das übertragende Medium zwischen dem Individuum und der Welt, durch das der Mensch seine äußere Welt zur Kenntnis nehmen und Gegenstände begreifbar machen kann.[9]

3.1 Bildungsbegriff

Aus der Recherche über Humboldt geht eine tiefe Verpflichtung seinerseits gegenüber der Aufklärung hervor, was sich ebenso deutlich in seinen Grundüberzeugungen widerspiegelt. Er verbrachte sehr viel Zeit mit den Theorien Kants und studierte diese intensiv. Im Gegensatz zu Kant fundierte Humboldts Vorstellung von Bildung jedoch weniger auf der Moral, sondern auf der Verwirklichung des Menschen und Entwicklung seiner Individualität. Des Weiteren hebt sich Humboldts Bildungsvorstellung von anderen, wie zum Beispiel Platon, davon ab, dass es ihm eben nicht darum ging was den größten Nutzen für den Staat beinhaltet. Nach seinen Überlegungen soll der Staat nur ein sehr geringen Einfluss auf die Bildung besitzen. Auf das besondere Verhältnis zwischen Staat und Bildung, wie es aus Humboldts Schriften hervorgeht, werde ich jedoch etwas konkreter zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Sein Werk „Theorie der Bildung des Menschen“ umfasst nur einige wenige Seiten, jedoch gehen die Kernelemente des Bildungsbegriffs, nach seinen Vorstellungen, präzise hervor. Für Humboldt darf Bildung nicht unfruchtbar bleiben und geht weit über eine Einzelwissenschaft und Fachwissen hinaus. Die allgemeine Verbreitung von Bildung und Wissen ist das zweite wesentliche Element.[10] Weiterhin gilt Bildung für ihn als eine „weise Tätigkeit“ mit dem Ziel der Vervollkommnung des Menschen, die nur durch intensives Nachdenken und Beobachtung erreicht werden kann.[11] Damit Bildung gelingen kann, müssen „zerstreutes Wissen“ und „bloße Gelehrsamkeit“ überwunden werden. Gegenstände, die neu erkundet werden, müssen intensiv erfasst und untersucht werden, damit deren Bedeutung für Gesamtheit zum Vorschein kommen kann.[12] Nur eine Bildung, die diese Facetten und Kriterien vereint, kann zu einer Selbstbestimmtheit des Menschen in politischer Hinsicht führen.

3.2 Bildung als Zweck des Menschen

Die Frage nach der Bestimmung des Menschen beschäftige Wilhelm von Humboldt sicherlich sein Leben lang. In seinen Schriften versuchte er, unter den damals gegebenen neuzeitlichen Rahmenbedingungen jedoch eine passende Antwort auf diese Frage zu formulieren. Darin heißt es:

„Der wahre Zweck des Menschen – nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welchen die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt – ist die höchste proportionirlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen. Zu dieser Bildung ist Freiheit die erste, und unerlassliche Bedingung. Allein ausser der Freiheit erfordert die Entwikkelung der menschlichen Kräfte noch etwas andres, obgleich mit der Freiheit eng verbundenes, Mannigfaltigkeit der Situationen. Auch der freieste und unabhängigste Mensch, in einförmige Lagen versetzt, bildet sich minder aus.“[13]

Wie schon zuvor angedeutet, beinhaltet der Kern des Bildungsgedankens nach Humboldt eine harmonische Entfaltung des Menschen, indem dieser alle Kräfte seiner Natur studiert und in angemessener Art und Weise nutzen lernt. Doch worin liegt der Unterschied zwischen dem Begriff einer höchsten Bildung und dem einer proportionirlichsten Bildung. Wie Benner in seinem Werk erläutert, besitzen beide Begriffe eine andere Bedeutung als in Humboldts Formel suggeriert. Höchste Bildung beinhaltet keine Form oder Skala, an der Bildung messbar gemacht werden könnte. Auf der anderen Seite meint proportionirlichste Bildung keine allgemein geltenden Proportionen, an denen die menschliche Bestimmung ausgerichtet werden könnte.[14] Weiterhin verhalten sich verschiedene Bereiche umso proportionirlicher, je höher der Grad an individueller Bildung unter gegebenen Arbeitsbedingungen. Umgedreht bedeutet dies, je proportionirlicher die Ausbildung aller Bereiche, desto weniger unterscheiden sich diese in Bezug auf ihre Entfaltung.[15]

Humboldt formulierte eine weitere, dritte Form von Bildung, die als individuelle und gesellschaftliche Dimension zusammengefasst werden kann. Diese bezieht sich auf menschliche Verbindungen, zum einen auf den Einzelnen und zum anderen auf eine Vergesellschaftung, die eine Kommunikation von Individuen ermöglicht. Dieser Drang sich in einer bürgerlich-öffentlichen Gesellschaft zu bewegen folgt daraus, dass „wir uns zu einer Zeit immer nur in einer Situation, in aufeinander folgenden Gegenwarten dagegen in mannigfaltigen Situationen befinden können“[16] Als Vermittelndes Element zwischen den einzelnen Gegenwarten formuliert Humboldt den Begriff der menschlichen Kraft, die als Kompetenz eines Menschen verstanden werden darf. Dabei beschreibt Humboldt ein Spannungsverhältnis zwischen der eigenen, erreichbaren Identität und Vielfältigkeit interaktiver Situationen, die es erlaubt vielseitig an der eigenen Identität zu arbeiten.[17] Seine Formel zur Bildung aller Kräfte zu einem Ganzen kann als Aufgabe bewertet werden, die man niemals endgültig erfüllen kann, denn mit jeder Weiterentwicklung von Handlungskompetenz oder Urteilskraft einem bestimmt Bereich verändern sich ebenso die Handlungskompetenzen eines Einzelnen. Um Humboldts wesentliche Aussagen zusammenzufassen: Nur wenn wir Bildung als einen andauernden Prozess verstehen, indem wir uns von anderen Einflüssen unterscheiden, können wir an unserer Bestimmung arbeiten.[18]

3.3 Die Rolle des Staates

Um die Funktionsweisen eines Staates hinsichtlich der Bildung seiner Bürger zu verstehen, unterscheidet Humboldt zwischen einer positiven und einer negativen staatlichen Handlungsweise, die sich durch die Art und Weise charakterisieren wie der Staat seine Zwecke zu erreichen versucht. Humboldts Staatstheorie kennzeichnet sich durch eine weitere, dritte Variante, bei dem Staat und Bürger durch gezielte Beeinflussung möglichst gleichermäßig Handeln.[19] Jedoch stößt er später auf die Erkenntnis, dass der Staat überhaupt nicht in der Lage sein kann für einen positiven Wohlstand der Menschen zu sorgen, da er nicht über die notwendigen Mittel verfügt.[20] Indem der Staat versucht, seine Einnahmen zu maximieren um die notwendigen Mittel für ein funktionierendes Regieren zu sichern, macht er sich unfähig für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. Dies untermauert Humboldt unter anderem damit, dass der Staat den „moralischen Charakter der Bürger“ durch zunehmendes Einmischen in die Handlungen der Bürger negativ beeinflussen würde. Der Staat würde damit lediglich einen langsamen Ausschluss der Bevölkerung aus öffentlichen Angelegenheiten bezwecken.[21] Hier wird ebenso klar deutlich, dass es Humboldt keinesfalls vordergründig um einen Nutzen für den Staat geht. Laut ihm bestehe der „beste Weg des Lehrens[22] nicht darin die Arbeitsproduktivität zu steigern, sondern dem Menschen eine freie Tätigkeit zu ermöglichen. Indem der Staat die freie Interaktion der Menschen in vielfältigen Situation unterbindet, schadet er nicht nur der Entwicklung von Kompetenzen einer Person, sondern letztendlich sich selbst. Durch diese selbsthergestellte Unproduktivität ist es im Umkehrschluss nur logisch, dass keine Wechselwirkung zwischen Staat und seinen Bürgern entstehen kann, die eine moralische Vervollkommnung der Menschen zur Folge haben kann.[23]

Schon durch diese wenigen Punkte wird sehr schnell deutlich, dass Humboldt starke Kritik gegenüber der damalig herrschenden Staatstheorie ausübte. Eine Erziehung des Menschen zu einer bestimmten bürgerlichen Art wäre falsch, eine Anpassung des Staates an den Menschen müsse hingegen angestrebt werden. Seine Ideen beinhalten außerdem eine klare Trennung von Wirtschaft und Staat. Nur eine moderne Staatsform könnte demzufolge in der Lage sein, das physische Wohl seiner Bürger positiv zu beeinflussen. Durch die Möglichkeit der Verwirklichung des einzelnen Individuums, entwickelt der Mensch bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen, die einen belebenden Effekt auf Wirtschaft und Kultur freisetzen.

4 Humboldts Bildungsreform

Zweifellos gilt Humboldts Ausarbeitung des Entwurfs für ein allgemeines Schulsystem in den Litauischen und Königsberger Schulplänen, aus dem Jahre 1809, als eines seiner bedeutsamsten Werke. Die Pläne beinhalten eine Neuausrichtung des Schulsystems, bei dem eine Dreiteilung zwischen Elementar-, Schul- und Universitätsunterricht vorgesehen war, um Mittelschulen als einziges Element zwischen Elementarschulen und Gymnasien abzulösen.[24] Dabei ging es für Humboldt gerade darum die Frage zu klären, wie viele Arten von Schulen es geben soll und welche Funktionen diese erfüllen sollen. Jede Stufe ist dementsprechend auf eine höhere angelegt und bietet die Möglichkeit einer Berufsqualifikation. Nach seinen Vorstellungen liegt die Aufgabe von Lehrern darin, Kinder und Jugendliche auf die jeweils nächste Stufe des Unterrichts vorzubereiten.

Der Elementarunterricht zielt dabei auf die Vermittlung von wichtigen Techniken zur Vorbereitung auf den eigentlichen Schulunterricht ab. Damit ermöglicht dieser einen Übergang zum Schulunterricht, wie Humboldt selbst erläuterte: „Der Elementarunterricht soll bloss in Stand setzen, Gedanken vernehmen, auszusagen, zu fixieren, fixirt zu entziffern, und nur die Schwierigkeit überwinden, welche die Beziehung in allen ihren Hauptarten entgegenstellt.“.[25] Im Gegensatz dazu bildet der Schulunterricht, neben dem Übergang in gesellschaftliche Strukturen, Heranwachsende durch einen allgemeinbildenden Unterricht. Der Schulunterricht verknüpft sozusagen die Vorbereitung auf die nächst höher gelegene Phase des Studiums mit der Vorbereitung auf das gesellschaftliche Leben. Dabei geht explizit darum, Schüler auf eine wissenschaftlichere Ebene vorzubereiten, „Der Zweck des Schulunterrichts ist die Uebung der Fähigkeiten, und die Erwerbung der Kenntnisse, ohne welche wissenschaftliche Einsicht und Kunstfertigkeit unmöglich ist.“.[26] Der Universitäre Unterricht war zur damaligen Zeit aufgrund von veralteten Lehrmitteln und Methoden von starker Kritik belastet. Dies führte nach und nach dazu, dass unter Studierende kein Interesse für ein Studium vorhanden war.[27] Neben Diskussionen zur Abschaffung des universitären Systems erkannte Humboldt jedoch das große Potential der Philosophie und bewertete diese innerhalb der Wissenschaft und Disziplinen der Universität als unverzichtbar. Die Aufgabe der Universitäten ist die wissenschaftliche Ausbildung von Bürgern, die sich durch philosophische Handlungs- und Urteilskompetenzen auszeichnen und nicht, das bloße Wiedergeben von Schriften und Texten aus vergangener Zeit längst verstorbener Autoren.[28]

[...]


[1] Vgl. Humboldt, W. v. (1903). Die Bildung des Menschen. In Leitzmann, A., (Hrsg.), Wilhelm von Humboldts Werke 1, 1785-1795. Berlin: B. Behr, S. 94.

[2] Vgl. Kuhlmann, C. (2013). Erziehung und Bildung. Einführung in die Geschichte und Aktualität pädagogischer Theorien. Wiesbaden: Springer VS, S. 47.

[3] Vgl. Benner, D. (2003). Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie. Eine problemgeschichtliche Studie zum Begründungszusammenhang neuzeitlicher Bildungsreform. München: Juventa, S. 17.

[4] Vgl. ebd., S. 19.

[5] Vgl. ebd., S. 20.

[6] Vgl. ebd., S. 21.

[7] Vgl. Vallentin, R. (1999). Wilhelm von Humboldts Bildungs- und Erziehungskonzept. Eine politisch motivierte Gegenposition zum Utilitarismus der Aufklärungspädagogik. München: Rainer Hampp Verlag, S. 175.

[8] Vgl. ebd., S. 179.

[9] Vgl. ebd., S. 180.

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. Humboldt, W. v. (1903). Die Bildung des Menschen. In Leitzmann, A., (Hrsg.), Wilhelm von Humboldts Werke 1, 1785-1795. Berlin: B. Behr, S. 7.

[12] Vgl. ebd., S. 9.

[13] Vgl. ebd., S. 9.

[14] Vgl. Benner, D. (2003). Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie. Eine problemgeschichtliche Studie zum Begründungszusammenhang neuzeitlicher Bildungsreform. München: Juventa, S. 47.

[15] Vgl. ebd., S. 48.

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl. ebd., S. 50.

[18] Vgl. ebd., S. 52.

[19] Vgl. ebd.

[20] Vgl. ebd., S. 55.

[21] Vgl. ebd., S. 56.

[22] Vgl. ebd., S. 57.

[23] Vgl. ebd., S. 61.

[24] Vgl. ebd., S. 175.

[25] Vgl. ebd., S. 177.

[26] Vgl. ebd., S. 188.

[27] Vgl. ebd., S. 200.

[28] Vgl. ebd., S. 204.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Wilhelm von Humboldt. Wie aktuell ist sein Bildungsideal?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Pädagogische Hermeneutik
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V437390
ISBN (eBook)
9783668775855
ISBN (Buch)
9783668775862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wilhelm, humboldt, aktuell, bildungsideal
Arbeit zitieren
Kevin Hermann (Autor), 2018, Wilhelm von Humboldt. Wie aktuell ist sein Bildungsideal?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437390

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